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auch Fräulein Braun dies wünscht. Sir hat indeß einmal meinen Schutz angerufen, ich habe ihr den« selben versprochen und halte Wort. Ist ste bereit, zu Ihnen zurückmkehren, so werde ich mir selbst das Vergnügen machen, sie zu Ihnen zurückzuführsn."

Prell erhob sich. Er sah ein, daß an Körbers Ruhe und Gelassenheit seine Absicht scheiterte. Er wandte sich der Tbür zu. Noch einmal stand er still.

Herr Eommiffär", sprach er mit zurückgehol tenem Zorn.Sie wollen mir also nicht sagen, wo Paula ifi?"

Wenn Ihnen so viel daran liegt gut, ich werde es Ihnen sagen zuvor versprechen Sie mir aber, daß Sie dieselbe heut' nicht aufsuchm wollen I"

Ich verspreche es", gab der Arzt zur Antwort.

Körber nannte den Namen der Frau, welche Paula so bereitwillig ausgenommen hatte.

Prell schien leise zu erschrecken. In der nächsten Sekunde zeigten seine Züge wieder kalte Ruhe.

Bei Hellmann» Mutter?" rief er.Bei der Mutter des Mannes, der ihren Verlobten ermordet hat! Und Sie haben Paula dorthin geführt?''

Ich habe es gethan!" versicherte Körber,mit ihrer Einwilligung sogar. Ich habe ihr nur das eine Wort gesagt, daß der Förster den jungen Berger nicht erschossen habe!"

Kein Zug in de» Doktors Gesicht veränderte sich nur die Augen hatten ihren alten unheim- lichen Glanz wieder bekommen.

Und wer hat ihn denn ermordet?" warf er lächelnd ein.

Das wird die Zeit darthuk", erwiderte Körber kurz. Er war unwillig mit sich selbst, daß er sich durch einen augenblicklichen Gedanken hatte hinreiben lassen. Da», was er dadurch hatte erreichen wollen, hatte er doch nicht erlangt.

Nun, dann ist es um so besser für den Förster", sprach Prell.Ich kann mir nur nicht vorstellen, wie alle die Beweise gegen ihn lügen können doch ich bin ja kein Jurist. Ste müssen ja Gründe für Ihre Behauptung haben natürlich!"

Mit spöttischem Lächeln ging er fort.

Unruhig unwillig schritt Körber im Zimmer auf und ab. Er schlug sich mit der Hand vor die, Stirn. Hatte er nicht eine Thorheit begangen! Er hatte die Ruhe und Selbstbeherrschung diese» Mannes zu gering angeschlagen! Er hatte e» sich vielleicht selbst erschwert, die Spur de» Mörder», welche er einmal gefunden hatte, weiter zu verfolgen!

Um sich au» diesen Selbstvorwürsen heraus zu reißen, verließ er dar Zimmer und schritt dem Hause seiner Verlobten zu.

Anna hatte ihn bereit» erwartet.

Sie schläft jetzt", antwortete ste, al» er nach Paula fragte.Die ganze Nacht hindurch hat sie geweint; erst heute Morgen hat die Müdigkeit und Abspannung ste überwunden. Ich habe sie nicht ge­fragt allein sie hat mir Alles erzählt.'!

Was hat sie Dir erzählt?" warf Körber unge­duldig ein.

Die Ursache, weshalb sie ihrem Vormunde ent­flohen ist. Der alte Berger will ste in sein Haus, an Kindesstatt anmhmen. Prell hat e» ihr gestern mitgetheilt, sie hat sich frmt erklärt, den Wunsch des alten Mannes zu erfüllen da hat Prell ihr seine Liebe gestorben. Sie hat ihn zurückgewiesen er ist stürmisch, leidenschaftlich geworden, hat ge­sagt, daß er sie schon lange heiß lüde er hat sie mit Gewalt zwingen wollen, die Seinige zu werden, da ist sie ihm entflohen. Eine namenlose Angst hat sie bei seiner Leidenschaftlichkeit erfaßt sie hat selbst nicht mehr gewußt, was sie gethan hat. Sie hat Dich im Park bemerkt und ohne Dich zu erken­nen, hat sie Deinen Schutz angerufen."

Ich dachte mir, baß es so gewesen sein würde", erwiderte Körber. Er hat sir lange geliebt!" fügte er halb in Gedanken hinzu.Er hatte sie nicht ver­lieren wollen, deshalb deshalb! Daß ich nicht früher darauf gekommen bin!"

Worauf?" fragte Anno.

Es ist nicht» nichts!" gab Kikber zur Ant­wort.Hat sie sich nicht darin geäußert, ob ste zum Doktor zurückkehren will er ist ihr Vormund,?'

Sir hat uns gebeten, sie bei uns zu behalten sie könne das Haus des Doktors nicht wieder betreten sie fürchte sich vor seinen glühenden, leidenschaftlichen Augen. Sie wollte heute zum alten Berger gehen und ihn bitten, sie zu sich zu nehmen. Sie dauert mich", fügte Anna ihülnehmend hinzu. S'e steht so rerlaffen da. Es gelang uns gar nicht, sie zu trösten und zu beruhigen He ganze Nacht hindurch hat sie geweint!'

Es ist gut so", erwiderte Körber befriedigt. Ich will ste jetzt nicht stören, allein wenn sie erwacht, sage ihr, daß ich sie nicht im Stich lassen werde. Theile ihr mit, daß Du meine Braut bist, dann wird sie cm so größeres Vertrauen -u Dir und mir fassen. Ich werde sse übrigens heute noch sprechen. Zum alten Berger soll sie nicht gehen ich will mit ihm sprechen heute noch. Bitte ste, daß sie da» Hau» heute nicht verläßt."

Anna versprach e».

Hat Paula von Deinem Bruder nicht gespro­chen?" fragte Körber weiter.

Nein."

Prell hat ihr eingeredet, daß Heinrich den jun­gen Berger erschossen habe, sie weigerte sich deshalb gestern Abend zu Euch zu gehen, bi» ich ihr die Ver­sicherung gab, daß Heinrich unschuldig sei. Sie glaubte mir. Achte darauf, Anna, wie sie von ihm spricht. Ihr Frauen habt ja ein feine» Ohr."

Fragend blickte Anna ihn an.

Ich verstehe Dich nicht", erwiderte sie.Wes­halb soll ich sie bcobachten?'

Weshalb?" warf Körber lächelnd ein.Weil Heinrich die» Mädchen noch immer liebt, weil die Liebe zu ihr, selbst im Gefängnisse, seine Brust erfüllt. Anna, wenn er frei wird, dann hat ei«