6-ich en er Jamilienbläiter.
Belletristisches Beiblattzum Gießener Anzeiger.
M. 139, Samstag, bett 24. November. 1888.
Gräbern
im
Grabesnächte,
?n vom Himmelsrund
Blumen,
Wenn
er
tagt.
Und rings in Gräbern ti
jäh verscholl, die im Hafei
ie Liebe sla ie Liebe, di
:, schlaft süß, geliebt ühlen Grabesgrund,
Von Kinderlust, di Von müden Herzer Von Jugend, sonst Und drüber Kreuze
Aus eurer schauerdunklen Welt!
Wer all' die Grabespforten sprengte, Ob Riedgras oder Blumen drauf Und all' die Thränen rasch verdrängte — Ha, tausend Himmel schloss' er auf!
jwei Kaiser auch, im Heldenruhme, j’n glanzverklärt am dunklen Ziel: welkte Deutschlands schönste Blume, schwieg ein goldnes Saitenspiel.
Suchst wehmuthsbang den Leichenstein Und weißt, wenn noch die Todten träumen, Dein Weib träumt nur von dir allein.
eure Huget roe it an euren G richt untergeht!
Karl
Du trägst den Kranz, den blumenlosen, Erinnerungsvoll zum Gräberfeld . . . Stehst traurig bei Cypressenbäumen,
Da ruht der Mund, der dich entzückte Das Haar, mit dem du oft gespielt, Die weiße Hand, die warm dich drückte Und doppelt fest im Leid dich hielt.
Da ruht das Herz, das du erkoren, Das deine Sonn', dein Sternenglanz, Das ew'ge Liebe dir geschworen — Heut' schmückst Du's mit dem Todtenkranz.


