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begierig, ein Wort freundlicher Anerkennung von dem zu hören, der der Abgott feines alten Herzens war.

Aber Lowder, gänzlich unbekannt, beachtete ihn gar nicht. Pmmton ließ den vermeinten Erben von keinem Andern bedienen, sondern reichte ihm Alles selbst. Seine unermüdliche Aufmerksamkeit fiel Low­der endlich auf. Er sah seine sehnsüchtigen Blicke und den ängstlich flehenden Ausdruck und wurde ver. legen I Dann zuckte wie ein Blitz in ihm die Erinnerung an Guy's häufige und liebevolle Bemerkungen über den altenPurmton" auf. Das mußte er sein. Inner, lich böse über den Fehler, den er gemacht hatte, und Überzeugt, daß Sir Arthur und Blanche sich ob seiner Gleichgiltigkeit gegen den treuen Diener wun­derten, zwang Lowder ein freundliches Lächeln auf ; seine Lippen und rief aus:

Purmton, mein lieber alter Freund, habt Ihr kein besonderes Wort für mich, der ich Euer Stolz und Eure Qual zu sein pflegte? Ihr habt Euch seit den schönen alten Tagen nicht im Geringsten veränder!; Eure Hand, alter Bursche!"

Er streckte seine Hand aus. Purmton ergriff fie mit glücklichem, dankbarem Drucke, Str Arthur schaute befriedigt drein, Blanche lächelte. Lowder gratullrte sich zu seiner geschickten Einlenkung.

Ab, Herr Guy", rief Purmton aus;Ihr habt dasselbe Herz zmückgebracht! Willkommen daheim! Es ist ein glücklicher Tag, der Euch wieder hierher gebracht hat." _

Lowder gratulirte sich im Stillen von Neuem und verzehrte dann seine Mahlzeit mit Appetit, worauf Sir Arthur wieder mit ihm und Blanche in den Salon zurückging. Nachdem Lowder Blanche daselbst zu einer Ottomane in der Nähe des Kamins geführt hatte, entschuldigte er sich und ging auf seine Zimmer hinauf.

Bald darauf kam er zurück, schwer beladen mit dm alten Büchern, die er für Sir Arthur in Paris gekauft hatte. t ,

Er legte sie auf den Tisch nieder und sagte:

Du siehst, mein lieber Vater, wie gut ich mich Deines Geschmackes erinnerte. Hier sind einige Bücher, die ich in Paris aus den Quai de Voltaire für Dich kaufte, und keines darunter ist weniger als hundert Jahre alt. Diese seltsam eingebundenen Bände mit dem Mrssingkreuz auf den Deckeln ent­halten Abhandlungen über die Geheimnisie der Rosen­kreuzer. Hier sind Geographien aus der Zeit von Christoph Columbus. Hier ist noch ein Band mit Mehreren Landkarten, welche Geschichte und Beschrei- bung der fabelhaften Insel Atlantis enthalten. Ich hoffe, die Sammlung wird Dir Vergnügen machen." Sir Arthur's befriedigtes Lächeln bezeugte, daß er ebenso überrascht als entzückt von dieser Aufmerk- jarrkeit war.

Er trat an den Tisch und begann sich mit dem Inhalt der Bücher zu beschäftigen. Lowder ging durch's Zimmer zu Blanche hi» und rückte sich einen Stuhl neben sie. Er neigte sich mit einem Aus» drucke gr-nzenkofer Bewunderung zu ihr hinab.

Ich Habs Euch nicht vergessen, Blanche", sagte er mit leichter Stimme.Ich sehe, Ihr liebt die Perlen, die ich Euch vom Continrnte schickte. Ihr könnt Euch daher nicht weigern, diese Kleinigkeiten anzunehmen."

Er zog aus seiner Tasche das viereckige, violette Etui, in welchem das Perlenhalsband lag, das er für sie in Paris gekauft hatte. Er nahm den Schmuck und der Feuerschein spielte auf der drei­fachen Perlenschnur und auf den geschliffenen Flächen des kostbaren Brillanten.

Laßt <8 mich um Euren Hals legen, Blanche", sagte Lowder.

Blanche senkte den Kopf. Der Eindringling legte den prachtvollen Schmuck um ihre» schlanken Hals. Als sie den kleinen goldenen Kopf erhob, warm ihre Wangen mit holder Gluth übergoffen.

Es ist ein schönes Geschenk", murmelte sie. Ebenso schön als kostbar."

Aber nicht halb so schön, als die liebliche Trä­gerin", sagte Lowder halblaut,Manche Frauen ; scheinen geschaffen, um Diamanten zu tragen. Ihr solltet immer Perlen tragen, Blanche. Aber ich habe noch etwas Anderes für Euch; zwar nur eine Klei- niakeit, aber ich hoffe, Ihr werdet sie tragen."

Er zog bei diesen Worten ein Etui heraus, welches beim Oeffnen einen Brillantring zum Vor­schein kommen ließ.

Es war ein werthvolles kleines Geschmeide; der , Edelstein war ziemlich groß, von weißer tadelloser r Farbe und klar wir ein Tropfen Quellwaffer im i Sonnenschein. Ec war in höchst seltener Weise ge- ! faßt, um seine Schönheit in's beste Licht zu setzen.

Dieser Ring war von Guy Tressilian gekauft , und zum Geschenke für Blanche bestimmt wordm. ' Lowder hatte ihn nach dem Schiffbruchs und Guy's I Verwundung mit seinen anderen Werthsachen von : ihm gestohlen. Und jetzt bot ihn dieser Betrüger ' als eigenes Geschenk dem jungen Mädchen dar.

Ihr werdet ihn nicht zurückweisen, Blanche?" sagte er.Ich glaubte eine Verweigerung in Euren Blicken zu lesen. Laßt mich Euch die Geschichte dieses kleinen Steines erzählen. Ich kaufte ihn, als ich den Perlenschmuck in Konstantinopel vor längerer Zeit kaufte. Der Ring ist von dem Juwelier de« Sultans für dessen Favoritin, eine schöne Cirkafsierin, . gemacht worden. Der Sultan selbst hatte den Dia- i mant gewählt. Der Juwelier zeigte mir den Ring. : Er gefiel mir. Ich dachte daran, wie er an Eurem : zarten Finger glitzern und funkeln würde. Der Ju­welier hatte einen diesem ganz ähnlichen Stein. Ich bot ihm mehr als den Werth des Ringes und er verkaufte ihn mir und sagte, daß er den anderen Stein für denStolz des Harems" fasten werde. Ich nahm den Ring mit mir von Konstantinopel fort. Er begleitete mich nach Aegypten und Palä­stina, nach Griechenland und Italien und auf jener Reise, welche für den armen Lowder so verhängniß- voll wurde. Er hat sich mir als ein Talisman de«