Ausgabe 
24.4.1888
 
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Gießener Jamilienblälter.

Belletristisches Beiblatt ;um Gießener Anzeiger.

Dienstag dm 24. April.

Nr. 48.

1888

Der Kröe des Kaufes.

Roman von Hermine Frankenstein.

(Fortsetzung.)

Drittes Kapitel.

Der Verfolger.

Der unheimliche Mensch, deffen plötzliches Ec» scheinen auf der Schwelle da« vorher so freudestrah­lende Mädchen in so tiefen Schrecken versetzt hatte, trat langsamen Schrittes, ein höhnisches Lächeln um die Lippen, in den kleinen Salon. Auf dm ersten Blick erkannte man in ihm dm Engländer. Er war groß und von stattlichem Ansehen und kn seinem Benehmen hakte er sogar etwas Aristokratisches an sich. Sein Alter mochte ungefähr 45 Jahre betra­gen, jedoch zeigte sich in seiner Kleidung und seinem Auftreten dar Bestreben jünger zu erscheinen.

Ec war Mc. Deveraux Gower, der Eigenthümer einer prachtvollen Besitzung in England und ein Mann sowohl von großem Ansehen, als auch von großen Ansprüchen.

Von hochmüthigem, anmaßenden, stolzen Wesen, war er auch kalt, entschlossen und verwegen. Von grenzenloser Selbstsucht erfüllt, forderte er vom Leben nichts als die Befriedigung feiner Wünsche und Nei­gungen. Ec hakte das Temperament eines Tigers.

Als er sich Olla langsam näherte mit triumphi- rendem Lächeln auf den Lippen, verrieth er den Dreien, die ihn anschautm, etwas von dem Dämon, der in ihm lauerte.

Olla erhob entsetzt die Hände, als wollte sie einen Angriff abwehren.

Mrs. Popley stellte sich vor ihre Herrin, wie um sie zu beschützen.

Jim Popley nahm eine trotzig- Haltung an.

Der neue Ankömmling lachte nur leise zu alle­dem, aber sein Lachen machte der armen Olla das Blut erstarren es erschien ihr so furchtbar bedeutungsvoll.

Ein ergreifendes Bild!" höhnte Mr. Gower, um deffen sinnlich volle Lippen noch immer das wilde Lächeln spielte.Und so habe ich Euch endlich ge- funden, meine schöne Mündel. Ihr habt mich schön auf die Jagd geführt, von Neapel bis hierher!"

Er warf sich in den Lehnstuhl, aus welchem sich Mrs. Popley erhoben hatte und betrachtete Olla mit vergnügter Miene.

Das war eine gar kluge List von Euch, meine Liebe", bemerkte er.Ich meine, daß Ihr Euch um

i Scheine für die Fahrt nach Genua eingeschrieben l habt. Nls ich Eure Abwesenheit entdeckte, was i gestern etwa um halb 6 Uhr geschah, erfuhr ich nun i durch einen Zufall, daß Ihr nach Palermo gegangen 1 seid. Ich hatte nur noch knapp Zeit, den späteren | Dampfer zu benützen und hier bin ich!"

O 'a hatte mittlerweile ihre Selbstbeherrschung I zum größten Theile wieder gefunden.

!Als sie ihrem Vormunde das Gesicht zuwandte, leuchtete aus ihren dunklen Augen Muth, Entschlossen­heit und Trotz.

Ich sehe, daß Ihr hier seid!" sagte sie bitter. $Es scheint, daß meine Flucht abgeschnitten ist und \ daß ich wieder in Eurer Gewalt bin!"

Ja", sagte Mr. Gower,es scheint so! Habt l Ihr seit Eurer Ankunft schon etwas von Euren s Freunden, den Pugh's, vernommen? Ich glaubte von dem Aufwärt-w gehört zu haben, daß sie nach f England zurückgekchrt sind."

S Olla antwortete nicht.

Und Ihr wolltet heute den Pugh's nach Eug- I land nachreisen! Er thut mir leid, Eure hübschen Pläne zerstören zu müssen, aber ich habe bereits Popley's Bestellung auf die Schiffrplätze rückgängig gemacht- Ihr werdet Palermo weder heute noch jetzt überhaupt verlassen. Der Ort scheint mir sehr angenehm und ich habe Verfügungen getroffen, den Winter hier zuzubringen."

In diesem Gasthofe?"

IKeineswegs. Ich war nicht müßig bei meiner l Ankunft von gestern Abend. Ich muß Euch auch t sagen, daß ich voraussetzte, Popley würde die An­kunft des Dampfers derBeiden Sicilien" im Hafen

I erwarten und beobachten, ich blieb daher in meiner Kabine, bis alle Reifenden längst das Schiff ver-

l lassen hatten und begab mich erst eine Stunde später s an's Land hierher in diesen Gasthof. Um der

Wahrheit die Ehre zu geben, habt Ihr auch sehr unklug geihan, mein Fräulein, einen falschen Namen anzunehmen meinetwegen. Dann können Sie auch l mit verstellter Handschrift noch nicht gut umgehen ? und das im Fremdenbuch eingetrageneFräulein l Wind" erkannte ich augenblicklich als von Eurer

Hand hcrrührend. Uebrigens bedurfte es nur der | Personalbeschreibung und der Frage an den Auf- ? Wärter, ob eine schöne junge Dame mit schwarzen I Augen und Haaren, mit einer alten Frau und deren s Sohn als Dienerschaft, eingetroffen sei, um äugen« I bücklich eine bejahende Antwort zu erhalten. Die

Handlungsweise war mir nun vorgeschrieben: Ich ließ den Hotelbesitzer rufen, sagte ihm, daß die junge

in Gießen.