899
m Sohn des c Irrsinniger, lastete Nacht n.
nd war ich, rg und habe ilten.“ x llusdruck von sicht. „Euer )oktor Spezzo } glaube, Ihr en Dame bin. nblickiich los# itbei", unter# jetzt der Vor#
Hem Rechte?" " entgegnete haben heute m schottischen irei aus und
irathet I" rauschein als Hier ist er." seiner Tasche
: mit hohler
mit Olla von ,Die Zeit der unge Mündel einer Heirath ist jetzt auf
Gesicht empor, icte.
owder", sagte Zhr mich aus , wer ich bin. n, wen sie ge« tigam ist ein efindet sich in jetzt über ihr n Folge einer Euren Gatten !M zu sagen?" erwiderte Olla
tet Ihr nicht fallen, meine egittmen Soh- , Euer Bräu# ^n, Madame, wenig nützen, ich sagen, daß
ich ihn nie und nimmer öffentlich anerkennen will, noch ihm je einen Pfennig meines Vermögens gebe."
Dieser Erzählung lauschte Tressilian mit großer Aufmerksamkeit und Licht drang in seine Seele, als er sich an dis Geschichte erinnerte, welche ihm Low# der in der Nacht des Schiffbruches erzählte, als die beiden jungen Männer dem Leser zum ersten Male vorgeführt wurden.
„So seid Ihr also, Herr Devereux Gower, der Vater von Jasper Lowder!" rief er aus. „Ich Habs von Euch schon früher gehört. Euer Sohn, Herr Gower, ist in Tressilian-Hof in Glocestershire unter einem angenommenen Namen. Mein Name ist Guy Tressilian!"
Herr Gower wiederholte den Namen erstaunt.
„Ihr seid nicht Jasper Lowder?" sagte er voll, ständig verblüfft.
„Nein, ich bin nicht dieser Schändliche. Ich bin der Sohn von Sir Arthur Tressilian. Euer Sohn, Herr Gower, ist in Tressilian - Hof unter meinem Namen. Er hält mich für blödsinnig und hat sich meinen Namen und meine Stellung angeeignet. Lady Tressilian und ich reisen gleich nach meiner Heimath ab und ich werde Jasper Lowder Gower in Gegen# wart meines Vaters gegenübertreten und ihn ent# larven, wie er es verdient."
Einige Augenblicks lang saß Gower schweigend da; dis Bitterkeit dieser unerwarteten Niederlage traf seine Seele mit furchtbarer Gewalt. Olla war für immer aus seinem Bereiche. Jasper Lowder war in Gefahr, dem Gesetze übergeben zu werden, und wenn die, an denen er sich so schwer vergangen hatte, ihn nach Verdienst verfolgen wollten, konnte seine Strafe wahrlich nicht so leicht sein. Und für den Fall von Lowder's Verurtheilung mußte auch, da Herr Gower sich als Lowder's Vater erklärt hatte, der Name Devereux Gower mit Schmach und Schande bedeckt werden. Nach einer Weile schaute der nieder« gedrückte und überwältigte Schurke mit hohlen, stieren Blicken auf und sagte:
„Olla, wenn Ihr die Vergangenheit vergeffen wollt, will ich es auch. Die Welt braucht unsere geheimen Kümmernisse nicht zu kennen. Und was Lowder anbelangt, so will ich mit Euch nach Tressi« lian.Hof gehen. Ich bin begierig, ihn zu sehen."
Olla und Guy hatten keine Einwendung gegen diesen Entschluß; und eine halbe Stunde später, als das junge Paar Bleak Top verließ, um seine Reise anzutreten, folgte ihnen Devereux Gower zu Pferde. In Alnham nahmen die jungen Eheleute einen Wagen und setzten die Reffe dir Alnwick fort, von wo sie mit der Bohn nach Glocefler sich begaben.
Herr Devereux Gower nahm einen Platz in dem nächsten Coupö und in demselben Zuge reiste auch die arme Hester Lowder.
Wahrlich, dieser Zug, der gegen Süden brauste, brachte Jasper Lowder nichts Gutes.
Neununbvierzigstes Kapitel.
Eine schreckliche Verlegenheit.
Es war Weihnachtsmargen — hell, klar und frostig, mit reiner scharfer Luft und kaltem, winterlichem Sonnenschein. Die Natur hatte ihr Bestes geihan, um England eine „fröhliche Weihnacht" zu bescheeren, im ganzen Lande erklangen die Weih# nachtsglocken und Reich und Arm freute sich des größten Festtages im Jahre.
In Tressilian-Hof war es feit uralten Zeiten Sitte gewesen, das Weihnachtsfest zu feiern. Alle Vorbereitungen dazu waren bereits getroffen worden.
Ungefähr um 9 Uhr an diesem Weihnachtsmorgen fuhr ein Wagen in dem Gasthofe zum Trefsi# lian-Wappen in Ardleigh ein, und eine schwarzgekleidete, junge Frau, deren Gesicht von einem dichten Schleier verhüllt war, stieg aus, und begab sich in den Gasthof.
Diese junge Frau war Hester Lowder.
Ohne ihren Schleier zurückzuziehen, fragte sie, ob ein Herr Namens John Harville hier wohne.
„Ein Herr dieses Namens wohnt weder hier, noch überhaupt in Ardleigh, Madame", war die Antwort des Wirihes.
„Ist — ist vielleicht in Tressilian-Hof ein Herr Namens Jasper Lowder?" fragte die schwergetroffene, junge Frau in stammelndem Tone.
„Es kann sein, Madame; ich weiß es aber nicht", entgegnete der Wirth. „Soll ich einen Boten schicken und fragen kaffen?"
Die junge Frau schüttelte den Kopf und machte sich allein nach Tressilian«Hof auf.
Sie ging langsam durch das Dorf hinab, an den gefchloffenen Läden und an Gruppen spielender Kinder vorbei, und an der schönen Steivkirche, aus der frommer Gesang herausschallte. Hester gelangte in das flache Land hinaus.
(Fortsetzung folgt.)
U -------
„Mil oßne.“
Berliner Gerichtsscene.
Ein echter Berliner Junge war es, der gestern vor Gericht ein; Angeklagte zu den folgenden klassischen Worten veranlaßte: ,,Det ick det jedhan hädde, wenn ick ihn jekriegt hädde, det streite ick nich, denn verdient hadde er's uit det derbe. Weil ick ihn nu aber nich jekriegt habe, will ick ooch keene Strafe kriejen, denn ick werde mir doch nich wejen so'n dummen Bengel in’t Loch stecken lassen! — Bors.: Davon ist keine Rede, Sie sind nur wegen groben Unfugs in eine Geldstrafe von drei Mark genommen worden, wofür Sie allerdings auch einen Tag Haft verbüßen können. Nun meine ich, Sie sollten lieber die Berufung zurücknehmen, wenn Sie dm Jungen geohr- feigt haben, denn wenn der Junge :§ auch wirklich verdient hat, so sind Sie doch nicht bercchtigt, ihn so zu strafen, Angell,; Det eener bestraft nw’n soll.


