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Merkwürdigkeit Neapels sehm wollen? Bah! Was diese Engländer für Narren sind I Sie stürzen durch das Land und sagen dann, daß sie gereist sind."
Ein berechnender Ausdruck lag in ihren Augen, als sie die Kohlen anschürte und sich anschickte, das Abendbrod zu bereiten. Wo mag Jacopo nur sein?" sagte sie nach einigen Minuten unzufrieden. „Hier ist er, meine Giuditta", rief der Schreiber, aus einer nahen Speisekammer hervortretend. „Sind die Fremden schon auf ihr Zimmer gegangen?" fragte Palestro.
„Ja", erwiderte Giuditta zornig. „Hast Du sie einmal beraubt, daß Du bei ihrem Anblick so davon liefst?"
„Nein, aber höre mich an, Giuditta. Die junge Dame, welche wie eine Fürstin aussteht, ist die Signorina, von der ich Dir erzählt habe — die Signora Rymple!"
Giuditta fuhr erschrocken zurück.
„Jst's möglich?" flüsterte sie.
„Ja, und der Engländer — was glaubst Du wohl, wer er ist? Er ist unser Schützling, Giu- dttta! Er ist der Signore Lowder, für den ich mein schönes Jahrgehalt bekomme. Sie müssen ihn von der Theresa fortgelockt haben."
Giuditta setzte sich in athemlosem Erstaunen nieder.
„Jst's möglich?" flüsterte sie-
„Eben erst wünschten wir, daß er hier sei, und nun siehe da, er kommt! Die Engländerin sagt, daß sie am Morgen weiter reisen müßten."
„Da werden wir noch etwas d'rein zu reden haben", entgegnete Palestro mit einem Blicke finsterer Entschlossenheit. „Das Geschick hat diesen armen Engländer in meine Hände geführt; ich werde kein
Narr sein und ihn laufen lassen. Höre mich an, Giuditta: dec Engländer bleibt von dieser Stunde an in meiner Verwahrung! Ich werde ihn von der Signora trennen, von nun an soll er mich al« seinen Vormund kennen lernen." ' ;
Giuditta sprach mit funkelnden Augen ihren Beifall aus und die Beiden begannen flüsternd Pläne zu schmieden.
Dreiundzwanzigstes Kapitel.
Der rothe Carvelli.
Fräulein Rymple saß mit Guy Tressilian in dem kleinen Zimmer in dem Gasthofe zum Vesuv; das Fenster war offen und der linde Hauch des Abend« windeS wehte hinein. Die Thürs ging auf und Giuditta Palestro erschien mit zwei Wachslichtern, sie stellte sie auf das Kamingesims, schloß die Fenster und zog sich wieder zurück.
Bald darauf erschien sie jedoch mit einem Tischtuch und Gedecken. Sie deckte den runden Tisch, der in der Mitte des Zimmers stand und als sie damit fertig war, erschien Palestro mit einem Brette, auf welchem sich die Speisen befanden. Giuditta nahm es ihm aus der Hand und stellte es auf dm Tisch. Dis Mahlzeit war sehr einladend. Sie bestand aus einem schönen, fetten Kapaun mit Gemüse, Kaffee, Obst, Wein und Zuckerwerk.
„Mylady's Diener sind schon bei ihrem Abend- mahle", sagte Giuditta; „und auch für Mylady ist das Essen bereit"
Olla und Tiessilian setzten sich an den Tisch. Giuditta bediente sie mit Emsigkeit und Eifer. Die Mahlzeit ging in fast ununterbrochenem Schweigen vorüber. -Fortsetzung folgt.')
Diarnant-Näthsel:
Die Buchstaben: aaaaaaacccceeeehhhiiilllllnnprrrrr sstuzzz sind in die leeren Felder der unten stehenden Figur derart einzusetzen, daß die verticale, sowie die horizontale Mittellinie das „vorzüglichste Mittel gegen alle Jnsecten" geben, und die 1. Linie n 2- u ii 3' „
ii 4. „
II 5- „
n 6. ii ii „ n b. „ n 2. „
bezeichnen. Die Auflösung'folgt in nächsterWummmer.
einen y
. . einen Fisch,
. die Benennung für ge- frorenes Wasser, einen Consonanten,
. . einen Marmorbruch' in Italien,
. . eine Bluine,
. . eine Sommerfrische in Oesterreich,
. . den Erfinder des besten --- Mittels gegen Jnsecten, das Mittel selbst,
Redaction: A. Sch e yda. Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen,


