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Prell blieb allein zurück.

Einen Augenblick blieb er regungslos stehen, die dunklen Augen starr auf den Boden geheftet, dann schritt er im Zimmer auf und ab.

Der Alte drängte ihn ft wollte ihm die ent* reißen, an der sein Herz hing trennen sollte er sich von Paulo. Der Alte ließ seinen Wunsch nicht fallen. Er mußte endlich für ihn zur Entscheidung kommen.

(Fortsetzung folgt.)

Pas Lied vom Scheuerfest.

(Frei nach bekanntem Vorbilde.)

Aus den Federn, lieben Leute! Anna, schnell den Kaffee brau', Denn ein herrlich Fest ist heute, Seht, es naht die Scheuerfrau! .

Mann, geh' auf's Kontor Und das Kindercorps

Mag sich rasch zur Schule scheeren;

So, nun kann man uns nicht stören, Denn von den Festestagen allen Die uns der Himmel feiern läßt, Hört am Gewichtigsten man schallen Das große Wort: Das Scheuerfest. Die Männer wissen's nicht zu schätzen, Und viele giebt es, die fürwahr Das Wort schon hören mit Entsetzen Wie selten auch es kommt im Jahr. Das ist der Frauen ew'ger Jammer, Daß schwer ein Mannsbild es begreift. Wie schön es ist, wenn Stub und Kammer So recht von Grund aus abgeseift! Die schrecklichste von allen Plagen So nennt er es Du schlechtes Herz, O laß es Wilhelm Busch Dir sagen: Die Reinlichkeit ist nicht zum Scherz!"

Nun laß betrachten uns beim Schalten, Wozu das große Werk ist nutz, Und überhaupt der ^Hausfrau Walten Beim Kampfe gegen Staub und Schmutz.

Line, rasch zum Kaufmann lause.

Eine Bürste hole Du,

Sechs Psund grüne Seife kaufe Sand und Soda auch dazu.

Dieser Scheuerwisch

Dünkt mich nicht mehr frisch.

Einen neuen kannst Du bringen, Schnell! Ich hör' den Kessel singen Jst's doch das Wasser und die Seife, Was man als Rein'gungsfundament Vom.Knospenzustand bis zur Reife Des menschlichen Geschlechts kennt.

Kaum daß die Kunst der Frau, der weisen, Das Kind zur Welt befördert hat.

Eh' sie's dem Vatpr reicht zum Preisen,

Bescheert sie ihm ein warmes Bad.

Das Kleine freundlich grüßt mit Schreien Wenn man die Haut, die zarte, näßt, Und manche Jahre lang erneuen Wird's gegen Waschen den Protest. Ein Kind hält schwerlich es für labend Wenn rauh die Magd es fpült und schwemmt Zum Wochenschluß am späten Abend, Und endlich gar nocheng" es kämmt, Denn solcher Kamm hat scharfe Zähne, Pflügt hart die Haut, nimmt mit das Haar, Und bald vereinet mit der Thräne Sich ein Geheul der ganzen Schaar!

Ein Glück, daß in der Sommerschwüle DieJung'ns" im Freien baden gehn; Das Plätschern dort in frischer Kühle, Das Tauchen, Spritzen das ist schön!

Die Gardinen abgenommen!

I Hakt die Fensterflügel aus! Frischer Luftzug möge kommen, Pfeifen durch das ganze Haus. Scheuert frisch entlang

Jede Fensterbank, Mit der nassen Bürste reiben Mögt ihr kräftig auch die Scheiben.

Beim Scheuern bleibet sehr phlegmatisch Der Zimmerherr der Junggesell Ist Seifendunst ihm antipatifch So flüchtet er in's Wirth sh aus schnell.

| Doch wen die Rosenfesseln binden, i Die Hymen flocht, muß bis zum Rest i Den Kelch des Leidens leeren, finden | Muß er sich in das Scheuerfest!

i Da, wo er sonst sich labt am Mahle : Am Mittagsschläfchen sich erfrischt, Wird heut' der Imbiß, der frugale, Im Nebenstübchen aufgetischt;

Im Zimmer nebenan, dem nassen Sieht er betrübt das Sopha stehn; Dein Schlafen würde heut' nicht passen. Du kannst wohl baldigst wieder.gehn!"

So sagt ihm die Frau Und ob er auch harre, Der Kaffee ist flau.

s Und feucht die Zigarre, § Das Jüngste, es weint, | Ihm ist's nicht gemüthlich, Die Gattin es scheint Ihre Stimmung nicht friedlich: Jetzt räum' ich hier aus, Da kommt schon Frau Meyern!" Der Mann muß hinaus Die Alte will scheuern!

Das Hündchen lief längst (ohne Maulkorb!) schon fort, Denn sämmtliche Thür en des Hauses sind offen. Ihn hat auf der Lagerstatt traulichem Ort Der Besen der fegenden Dienstmagd getroffen.

(Schluß folgt.)

Bedactirm: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen