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ihm auch nicht mrhr helfen. Der Tod läßt sich nicht bezwingen. Hat er oder Paula zu mir geschickt?"

Dar Fräulein gab mir den Auftrag, Sie zu rufen, mrhr weiß ich nicht", gab die Dienerin zur Antwort.

Ist gestern, seitdem ich fortgegangen war, Je­mand bei ihm gewesen?" fragte der Arzt weiter.

Niemand außer dem Fräulein."

Der Doktor schwieg. Er schien nachzusinnen. Dann trat er dicht an die Dienerin heran.

Wissen Sie, ob er ein Testament gemacht hat?"

Ich weiß es nicht", entgegnete die Dienerin. In den letzten Tagen ist außer Ihnen und dem Fräulein Niemand bei ihm gewesen."

Er wollte immer davon nichts wissen, wenn ich ihn daran erinnerte", sprach Prell.Jetzt wird sich das Gericht dazwischen mischen das Vormund- schastsgericht, denn Paula ist noch nicht mündig. Sie ist fast noch ein Kind."

Er hatte diese» mehr zu sich selbst, als zu der Dienerin gesprochen. Dann trat er an die in das Krankenzimmer führende Thür, öffnete dieselbe und trat leise ein.

Paula stand hastig auf und eilte ihm entgegen.

Herr Doktor mein Vater--" sprach

sie. Angst und Schmerz erstickten ihre Stimme.

Laß laß Kind sei ruhig", erwiderte Prell und trat an das Bett des Kranken.

Es ist gut daß Du kommst", sprach der Steurrrath, dessen Auge schon den starren Blick des nahenden Tode» angenommen hatte.Du bist lange geblieben."

Er versuchte ihm die Hand entgegen zu strecken, ihm fehlte bereits die Kraft dazu.

Ich bin sofort gekommen", versicherte Prell.

Er erfaßte der Kranken Hand, um nach dem Pul» zu fühlen derselbe stand bereits still.

Hast Du mir noch etwas zu sagen, Braun?" fragte er, indem er sich halb über den Kranken beugte.

Dieser versuchte sich etwas emporzurichten Prell unterstützte ihn.

Ja ja", erwiderte er hastig, mit der Angst der Todes.Prell mein Kind verlaß es nicht. Du, ihr Freund mein Testament liegt auf dem Gerichtei"

Er sank zurück.

Du hast ein Testament gemacht?" fragte Prell überrascht.

Der Gefragte nickte zustimmend.

Wann wann?"

Der Steuerrath vermochte nicht zu antworten. Paula warf sich laut schluchzend auf dar Bett. Vater, Vater", rief sie in höchstem Schmerz. Der Sterbende hatte diesen Ruf noch gehört. Noch einmal richtete er sich empor, bewegte die Lippen und tastete mit beiden Händen umher, um den Kopf seines Kindes zu erfassen. Dann sank er wieder zurück, seine Brust holte noch einmal Athem, dann stand sein Herz auf immer still.

Paula's Schmerz war gewaltig und erschütternd. Mit vollster Liebe hatte ihr Herz an ihrem Vater gehangen. Immer und immer wieder rief sie seinen Namen, erfaßte sie seine Hände und blickte in die gebrochenen Augen.

Schweigend stand Prell daneben, sein Auge ruhte auf dem heftig weinenden Mädchen. EZ erschien in seinem Schmerze doppelt schön er konnte den Blick nicht davon abwenden und in seinem dunklen Auge stieg es auf wie ein verlangendes Femr-

Dem Tobten drückte er die Augen zu, dann wandte er sich an Paula.

Komm' komm', Kind", sprach er,sek ge­faßt, Paula. Ich werde jetzt Vaterstelle an Dir vertreten. Du kommst mit mir in mein Haus heute noch denn hier kannst Du nicht bleiben. Ich werde das Zimmer Deines Vaters verschließen."

Paula hörte nicht. Sir rang noch immer in verzweiflungsvollem Schmerze die Hände.

Prell nahm mehrere auf dem Tische neben dem Bette liegende Schlüssel und verließ das Zimmer. Der in dem Vorderzimmer ängstlich harrenden Die­nerin gab er den Auftrag, sofort nach seinem Hause zu eilen und seinen Wagen zu holen.

Die Dienerin eilte fort.

Er ging in de» Steuerraths Arbeitszimmer. Schon nach wenigen Minuten kehrte er zurück, ver­schloß die Thür und trat dann wieder in das Zim­mer, in welchem der Geschiedene lag. Er legte die Schlüssel auf den Tisch zurück.

Paula lag roch immer scheinbar bewußtlos vor dem Bette ihres Vaters auf den Knien. Sie schien nichts von dem, was um sie vorgegangen war, be­merkt zu haben.

Prell ließ sie ruhig gewähren. Aber als nach kurzer Zeit das Rollen einer Wagens auf der Straße ihm verrieth, daß sein Wagen angekommen war, trat er zu ihr und versuchte sie emporzurichten.

Komm', Paula", sprach er.

Sir stand auf. Willenlos wie ein Kind erschien sie, sie wußte ja selbst nicht, was sie that.

Komm' mit mir, Paula", fuhr er fort.Mein Wagen hält unten vor der Thür hier kannst Du nicht bleiben."

Erst jetzt schien Paula Prells Vorhaben zu be­greifen. Entschieden wendete sie sich zurück.

Ich bleibe hier", erwiderte sie,ich verlasse meinen Vater nicht."

Sei vernünstlg, Paula", warf Prell ein.Du kannst ihm keinen Dienst mehr erweisen, deshalb denke an Dich selbst. Komm' mit Marie soll Dir eine treue Schwester sein, mein Haus Dein zweites Vaterhaus sein."

Ich kann jetzt noch nicht fort von hier. Nur heute lassen Sie mich noch hier", entgegnete Paula bittend.Es ist ja für mich Alles so schnell herein­gebrochen ich hatte keine Ahnung ich hoffte so bestimmt, daß er wieder genesen werde."

Er wollte nicht, daß ich Dich auf seinen Tod vorbereitete", sprach Prell.Ich wußte es schon