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Feuer gehen würde, eccutof wie ich Lise, werke Dir das!"

Ns ja, ist schon recht, sind die alten Kamillen", lachte das Stubenmädchen spöttisch,man hat's hier ja ganz gut, die Herrschaft ist stolz, meinetwegen, ein halber Kloster ist's doch, seitdem der gnädige Herr gestorben ist. Der konnte lustig sein und einen Spaß machen, war gar nicht stolz, na, der hätte den Herrn von der Polizei gestern hinausexpediren wollen, oder was meinst Du, Rike?"

Ich meins nichts, habe auch nichts zu meinen, das ist Sache der Herrschaft", versetzte die alte Köchin kurz.

O, da möchte ich doch bitten", hohnlachte Lise, ihre Kaffeetasse klirrend niedersetzmd,wrffen Brot ich effe, dessen Lied ich singe, pflegt man zu sagen, hier heißi's aber, wonach hat dis Polizei das ganze Haus von oben bis unten durchsucht? Das greift

einem an die Ehre." .

Rike stemmte beide Hände in dis Seilen und Z stellte sich dicht vor die renitente Liss hin.

Hat man vielleicht Ursache, sich zu fürchten, hs? - ~ Beiß! das Gewissen, Jungfer Unschuld?"

Lise wollte heftig auffahren, besann sich aber, lächelte geringschätzig und schenkte sich eine Taffe Kaffes wieder ein.

Es soll sich hier ja wohl ein Räuber verborgen halten, wie mau sagt, ich bin schon überall darum befrag! worden."

Sie lachte lau! auf und schaute die vor Schreck ganz blaß gewordene Köchin herausfordernd an.

Du bist reif zur Kündigung", murmelte Riks in sich hinein, indem sie erreg! an den Herd zmück- kehrte, und sich von nun an ganz schweigend verhielt.

Das Stubenmädchen erhob sich plötzlich 'und horchte hinaus.

Merkwürdig", sagte sie,nun ist's heute schon das zweite Mal, daß der alte Windhund die sonst so streng verschloffene HauethKr offen läßt, um ge- heimnißvcllen Besuch, wovon wahrscheinlich die kranke Gnädige nichts wiffen darf, ohne Klingeln herdnzu« lassen. Rus geht'« damit nach oben, was das wohl zu bedeuten hat, Riks?"

Ich will sogleich hinaufgehen und unser gnädi- geß Fräuleiu in die Beichte nehmen, Jungfer Nase­weis I damit Ihre Neugierde gestillt werde. Hüte Sie sich, daß Sie nicht Hals über Kopf aus dem Hause kommt. Spione sind hier noch nie alt ge­worden, es wird Ihr zu wohlig, d'rum sticht der Hafer."

Lise schien es jetzt für gut zu halten, einzulenke», weil es ihr plötzlich einfiel, ei« en Weg zu machen.

Ich muß mir Garrr für meine Strümpfe kau­fen, Rike, laufe nur eben durch den Garten."

Dis Pforte ist verschlossen, das Fräulein ver­wahrt den Schlüssel", bermrkte Rcke mürrisch,magst die Folgen selber tragen."

O, ich komme schon hinaus, das muß man kennen", lachte Life,Du hast nichts dagegen, Rike?"

iHabe nichts zu erlauben, nichts zu verbieten z verantworte es selber." 1

j Lils nickte, Holts sich Mantel und Kopftuch uni t lief hinaus.

i - 4Ä0Uört1ni<$*8' bie Liss," murmelte Ri!- I kopfschüttelnd,ist schon viel zu lange im Haus- ? muß fort. Hat nichts Gutes vor, hätt' fie tiiät i sollen gehen lassen, aber sie hört ja nie. Unfa ! Herrschaft ist zu gut, viel zu gut für eine so falsch, z nichtsnutzige Person. Der Johann hat's gleich w. I sagt, und der kennt sich aus auf solche Leute. & ? ja, mir ist's gestern auch in die Glieder gefahren i wir haben ein Gespenst im Hause, ich les' ganz deut- s lich auf seinem Gesicht, der alte Mensch ist seit gestern i Abend ja wie aurgewechselt."

Das Stubenmädchen verstand sich auf Schleich. | wege und der dicke Nebel beschützte ihren geheimen Ausgang. Sie fand sich in der undurchdringlichen Mnsterntß wie eine Blinde zurecht und stand bald vor düem Gebüsch, hinter welchem sie sich einen Weg bis zu einer losen Planke gebahnt hatte, welch! de« Spüraugen des alten Johann bis dahin gänzlich v- borgen geblieben war, und zwar aus dem ein. fachen Grunds, weil Life es verstanden, die befeck Planks genau wieder einzufügen.

Ohne Zögern löste fie jetzt dieselbe, um durch dir so entstandene Oeffnung zu schlüpfen. Sie befand sich auf der Promenade, ging eine Strecke entlang bis zur Pforte und hustete leise.

Im selben Augenblick tönten Schritte durch bie j Süll-, eine Stimme flüsterte:Graut Liebchen auch?« I und Lise antwortete leise mit unterdrücktem Kichern: |Warum nicht gar, die Dunkelheit paßt wunderbar!« IBravo, schönes Lieschen, Sie haben die Parolr ja bewunderungswürdig behalten", sprach die halb« laute Männerstimme, ihren Arm ergreifend und in den seinen legend,welchen Weg baden Sie dem eigentlich genommen? Ich erwartete Sie hier an der Pforte."

Life kicherte auf'» Neue.

Den Psorlenschlüssel verwahrt unser gnädiger Fräulein, die schwarze Ulrike", versetzte sie leise, aber ich hab' mir einen anderen Ausweg gesucht, weil vom an der Hausthür der alte Kettenhund Johann die Wachs hält."

Ohne ihn kann also Niemand hinein oder s herauskommen?"

\Nein, es ist ein gräulicher Windhund, heute s hat er zweimal welche in's Haus gelassen, die keine Klingel zogen, war das zu bedeuten bat, möchte ich wiffen, man darf sich aber oben nicht sehen laffen. Er riecht seit gestern wie ein Geheimntß im Hause. Aber was geht Sie das an, lieber Herr Brandt" Nenne mich Heinrich, theures Mädchen! - ich habe erst seit gestem Abend da» Glück Deiner per­sönlichen Bekanntschaft, aber Dir schon lange heimlich nachgestellt, und war entzückt, Dich gestern zufällig hier zu treffen. Aber nun zeige mir Deinen heim­lichen Ausweg, e» würde jedenfalls gemüthlicher sein, im Garten ein wenig zu promeniren."