Ausgabe 
18.2.1888
 
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jähre»

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fällig mit Falk-nstein in Grschäftsverbindung ge» standen, scheint mir vorläufig doch nicht gerechtfertigt^

v

Solvenz?"

unverkennbare Erregung aus.

giebt's?" fragte der Geheimrath,ist \Noch nicht, aber die Solvenz könnte einen Stoß lderes vorgefallen?'' | bekommen, wenn ihn ein neuer großer Verlust

etwas besonderes vorgefallen?

ein»

tele- der

Was

graphirt soeben, daß das Gerücht umlaufe, Bankier von Falkenstein habe flch erschosien."

Erschaffen? Unmöglich!"

kein Fehler."

Dar Vertrauen, Herr Geheimrath, das Sie in alle Menschen setzen, macht Ihrem Herzen alle Ehre, aber Sie werden mir zugeben, daß wenn Sie mehr auf meine Warnungen gehört hätten, wir manchen Verlust nicht nöthig gehabt hätten ,u registriren."

Mag srin. Ich habe Ihnen ja auch versprochen, mehr auf Ihre Warnungrstimme zu hören. Aber daß Sie sich gleich Sorge machen, weil Römer zu--

athmen."

In diesem Augenblick klopfte es an die Thür. Wolter fuhr ein wenig zusammen, faßte sich aber sogleich und rief Herein.

Ueber die Schwelle trat jetzt ein junger Mann von etwa dreißig Jahren mit krausem, blondem Haar und eben solchem Vollbart. Es war der Prokurist Bärmann. Erhielt eins geöffnete Depesche in der Hand und in seinem Gesicht sprach sich eine

Römer ist ein sehr reicher Mann."

Er war es, Römer soll große Verluste erlitten

Das möge der Himmel verhüten, wenn ein solcher Mann fällt, so reißt er noch mehr zu Boden."

Ja, und sein Fall würde die dunklen Schatten weiter werfen, bis hierher!"

Wie soll ich das verstehen? Sie meinen doch nicht etwa ?

Unser Bankier Römer steht wiederum mit Falkenstein in Geschästtverbindung, ja, in ausge­dehntem Maße, das weiß ich bestimmt."

Ah nein, lieber Bärmann, Sie sehen einmal wieder etwas schwarz."

Ich bin nur vorsichtig, Herr Geheimrath."

Ja, das find Sir, übervorsichtig, aber das ist

das große Bankhaus Martin aus Paris, das mit dem Falkensteinschen Geschäft in innigem sConnex stehen soll, fallit geworden: Wenn dieser Krach nur nicht seine Schatten bis nach Wien wirft?"

Sie glauben doch nicht, Bärmann, daß Falken­stein, dieser hundertfache Millionär, sich erschosien haben könnte, weil es ist ja gar nicht denkbar seine Verhältnisse zerrüttet sind?"

Die Eigenschaft eines hundertfachen Millionärs ist in der Geschäftswelt schon längst bestritten worden."

haben."

Wer sagt das?"

Man munkelt so Allerlei."

Ach, man munkelt, kann man denn darauf etwas geben?"

Ueber die Solvenz iines Bankhauses darf auch nicht.in der leisesten Weise gesprochen werden."

Mein Gott, man zweifelt doch nicht an Römer's

träfe."

Rein, lieber Freund, ich wiederhole es, Sie sehen zu schwarz."

Wissen Sie, was der Makler Dunker mir vor einigen Tagen im Vertrauen sagte? Römer habe gleich nach dem Bekanntwerden des Fallissements von der Pariser Firma Martin sein Landgut Brunnshagen auf den Namen seiner Frau schreiben lassen."

Ach, Dunker weiß immer Geschichten und Reuig» keilen."

Er ist aber meistens gut informirt."

Nun ja, wenn denn auch! Warum soll Römer seiner Frau nicht das Gut als Wittwensitz ver­schreiben? Er hat viele Kinder und mehrere Schwieger­söhne, er will vielleicht nicht, daß nach seinem Tode sich ein Streit um den Besitz des Gutes entwickelt, dem beugt er vor, wenn er es schon zu Lebzeiten seiner Frau übergiebt."

Einen solchen Streit könnte er ja durch eine einfache Bestimmung in seinem Testament verhüten."

Er zieht aber dies vor-".

Er wollte sogleich nähere Erkundigungen ziehen und dann abermals telegraphiren."

Aber warum sollte Falkenstein seinem Leben freiwillig ein Ende gemacht haben?"

Erinnern Sie sich, Herr Geheimrath, daß ich die Worte aussprach, als es bekannt wurde, daß

und weißt es, wie doch sonst die Wahrheit meine | Seele voll durchdringt!"

Er ging zu seinem Sitz zurück und fuhr nach einigen Minuten des Schweigens in seinem Selbst, aespräche fort: , _ ,

Ob mir in dem General eine zweite Gefahr droht? Daß ich auch darnach nicht näher geforscht! Aber ich war innerlich zu bestürzt, zu betroffen. Er nennt sich von Weißenburg. Ich erinnere mich nicht, je gehört zu haben, daß Stolzenberg einen Onkel dieses Namens hatte. Wohl aber war der Artillerie- Obrist Tramm sein Onkel. Ich habe ihn nicht ost gesehen, er kam selten in unser Kasino, wie der Kriegsgott selbst war seine ganze Erscheinung, ernst, strenge, finster, man sagte ihm nach, er sei das ver» körperte Princip der Disciplin, aber von strengster Gerechtigkeit. Er ist nach der Schlacht bei Weißen­burg geadelt, wo er sich um die Entscheidung des Sieges große Verdienste erworben, sollte ihm als besondere Auszeichnung der Name des Schlachtfeldes beigelegt worden fein? Es wäre wenigstens denkbar. Nun, von ihm ist weniger zu befürchten, der ein­fache, so weit im Range unter ihm stehende Seconds» lieutenant wird längst seinem Gedächtnisse ent­schwunden sein! Ich wollte, die erst« Begegnung wäre vorüber, ich werde nach derselben freier

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Eine unglaubliche Nachricht, entsetzlich, wenn sie sich bestätigen sollte! Unser Vertreter in Wien

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