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zeichnung? Und neben dem Freiherrn v. Jmmen- dorfl Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ah, diese rohe Menge, schaffe mich fort, Ulrike! ich habe über genug davon."

Schweigend bemühten sich die beiden einzigen Menschen, welche der selbstsüchtigen Kranken uner­schütterliche Liebe und Treue bewahrt, die federleichte Gestalt sammt ihrem Ruhebett nach drr Kamin-Ecke zurückzubringen, wo sie erschöpft die Augen schloß und grollend dar Einst und Jetzt bei sich erwog. Nein, die Aermste verstand die Welt nicht mehr!

Draußen hatte sich im selben Augenblick, als dec Wagen mit Ulrich und Egon nahte, eine andere blitzschnelle Scene, deren Bedeutung nur von drei Männern verstanden wurde, abgespielt. Dieselbe war von dem Detectiv Thorsen veranlaßt worden, denn kaum hatten seine ruhelos umherschweifenden Blicke die Insassen erkannt, als er dem neben ihm stehenden Timm einige Worte zuflüsterte, welche dieser rückwärts seinen Kameraden mittheilte.

(Fortsetzung folgt.)

Er ist der berühmte Reisende Doktor Egon ; Dörner, der Reffe des Major Tellkamp!" erwiderte \ der Baron an Ulrikens Statt.

Der MW" sagte Irmgard gedehnt,wie I kommt denn dieser Mensch zu einer solchen Aus-

ßlose Kühn- Ulrike sich unmerlichen hingeriffen

schon, eine der Meige mßlose Hef« r.

Mäßig »er» tige Ehren- 26 in einem -zogen, saß, egrüßt, und empfang in -nso schöner heS Freude jauchzenden azem Herzen eberreichung ch der Stadt rls ihre klare da herrschte :m Wohlge- :ee auf dem ch-rheit und ntledigte. von ersterer ogen, wur­den Bürger- eberraschung

ulein Mazda adle sich der von einem olden Wesen

die Hände entgegenstreckte. Diese neigten sich er- ß röthend darüber, um dieselben mit ihren Lippen zu I berühren, und leise fragte die Fürstin:Ihr seid Freundinnen, wie?"

Schwestern, Durchlauchtigste Fürstin!" versetzte Hedwiga, um die verwirrte Magda den Arm legend.

Ich danke Euch, Kinder!" fuhr die hohe Frau fort,und hoff-, Euch nachher im Schlosse zu sehen."

Die kleine Scene war rasch vorübergegangen; nachdem der Fürst mit lauter Stimme seinen Dank ausgesprochen, traten die Dcmen zurück» der Zug ging weiter. Am liedstkN hätte die Fürstin die bei­den Freundinnen zu sich in den Wagen genommen, wenn der Rücksitz nicht von der Oberhofmeisterin und einer ältlichen Hofdame bereits besetzt worden wäre.

Plötzlich preßte Magda der Freundin Arm.

Schau, Hedwiga! Wer sitzt dort in dem zweiten Wagen?" flüsterte sie athemlos.

Das Freifräuletn starrte hin und zuckte erschreckt zusammen.

Mein Bruder Ulrich mit Doktor Dörner!" stieß sie halblaut hervor, ungewiß, ob dies Wirklichkeit oder Vision sei.

Rein, es war keine Vision, was die beiden jungen Mädchen sahen, sondern Wirklichkeit 1 Im nächsten Gefolge, dicht hinter dem Wagen der Fürsten Paares, fuhren die beiden Genannten im schlichten Civilrock, während den Rücksitz zwei Adjutanten der Fürsten eingenommen hatten. L-tzterer hatte unsere Freunde also ganz besonders auszetchnen wollen.

Jetzt verneigten sie sich, die Hüte ziehend, mit schalkhaftem Lächeln gegen die beiden Damen, welche den Gruß fast mechanisch erwiderten und dann eiligst in einen Wagen flüchteten, um sich nach dem Hause der Mojors zu begeben, das an einer von dem fest­lichen Trubel nicht berührten Straße lag.

Verstehst Du das, Magda?" fragte Hedwiga noch ganz athemlos, als der Wagen eine stillere Gegend erreichte.

Richt ganz, liebes Herz!" erwiderte Magda alt­klug,doch dämmert es allmälig in mir auf. Dein Bruder fchien am Tage feiner Abreise recht besorgt und unruhig zu sein, seine Worte klangen so seltsam, ich konnte es gar nicht vergessen. Run denke ich mir, daß er und Egon zum Fürsten sich begeben

haben"

Ja, ja", siel Hedwiga hastig ein, wobei ihr Blick wie abwesend vor sich hinstarrte,so wird es sein. Der arme Ulrich mußte sich beim Fürsten ob seiner damaligen Flucht und langen Abwesenheit, die ihn in einen falschen Verdacht gebracht, rechtfertigen. Deshalb feine Unruhe, und Egons Begleitung, welche mir Alles erklärt. O Magda!" setzte sie in aus- brechendem Jubel hinzu,dies ist ein glückverheißen­der Tag sür uns Beide, nun kann Alles gut und selbst auch Tante Irmgards Hochmuth überwunden werden."

Der Fürst ließ halten, um das geschmückte Haus in Augenschein zu nehmen. Der Fürstin Blick schweifte zu dem Fenster hinauf und blieb an Jrm« gard's gebrechlicher Gestalt haften. Der Baron und Ulrike waren rasch vom Fenster zurückgetreten, doch Irmgard» Augen leuchteten voll hochmüthiger Be­friedigung.

Hilf mir?, mich ausrichten!" befahl sie unge­duldig,die hohen Herrschaften grüßen herauf."

Jetzt mußte Ulrike gehorchen wie immer, so schwer e» der Armen auch fallen mochte. S?e un­terstützte die zarte Gestalt, indem sie sich selbst ver­neigte und unterdrückte einen schweren Seufzer, als sie die vergeblichen Versuche der Armen, eine form­volle Verneigung zu Stande zu bringen, mit an« sehm mußte.

Das edeldenkende und zartfühlende Fürsten-Paar grüßte noch einmal mitleidsvoll hinauf und ließ dann rasch weiterfahren. Das Volk aber war nicht so rücksichtsvoll, sondern ließ seinem groben Witz den Zügel schießen und verspottete mit lautem Gelächter da» lahme Burgfräulein, das glücklicher Weise von alledem nichts merkte, da der zweite Wagen ihre volle Aufmerksamkeit in Anspruch nahm.

Ulrike! Ulrike!" rief sie fast kreischend,dort sieh, unser Ulrich im Gefolge, der erste hinter den ; hohen Herrschaften! O, nun bin ich mit ihm zu- ? frieden, der Schelm der! Aber wer ist's doch, der neben ihm in Fond sitzt? Kennst Du den jungen Herrn mit dem Orden im Knopfloch?"

Aus der Ferne donnerten die Hochrufe der Menge, I als in diesem Augenblick dem Immen-

dors'schen Hause näherte. -