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gard spöttisch hin. , _

Verzeihung, meine Gnädigste", wagte der Baron zu widersprechen,die Orden sollen, wie Oberst von Tauchwitz mir mitgetheilt, von Sr. Majestät, unserm erhabenen Kaiser und vom Kaiser von Brasilien ihm verliehen worden sein." ~ .

Dörner sagten Sie, Baron?" fragte Irmgard nach einer kleinen Pause,von hier?"

Der Neffe des Major Tellksmp"

® WgkUgüt0 sitz?rascher vorwärts, um den Gast zu begrüßen, der vom alten Johann soeben empfan- 060 ,A«zeihen Sie, mein gnädiger Fräulein I" sprach Major Tellkamp, ihre dargerechte Hand ehrerbietigst ergreifend und an feine Lippen ziehend,wir fanden die Haurthür unverschloffen und traten unangemeldet ein. Nicht wahr, Sie absolvier« uns?"

Mit Vergnügen, Herr Major!" versetzte Ulnke, ihren forschenden Blick auf Egon richtend.Irre ich nicht", setzte sie rasch hinzu, dem jungen Mann ebenfalls mit freundlichem Lächeln drs 6»«^ ent. aeaenstreckend,so erweist mir der junge Afrika, reffende die Ehrs, ihn unter diesem Dache begrüßen

er ist mein Neffe Egon Dörner, welcher sich freut, die Bekanntschaft einer ausgezeichneten Dame machen zu dürfen", sprach der Moior.

Und der nichts weiter htnzuzusetzen weiß, al» den Wunsch, Ihre Hochachtung verdienen und seiner

tllt ,He!rlich!^herrlich!" keuchte sie, mit einem heroisch unterdrückten Wehlaut in ihre Kiffen rurückstnkend. Ich werde mich an'» Fenster begeben da» fürst­liche Paar sehen zu können."

Gewiß, Gnädigste, gewiß, bevor ich rs ver. aefle - wir haben seit einer Stunde einen berühm« len Reffenden in unserer Stadt, den jungen Dörner, ; welcher di« letzte Afrika-Expedition mitgemacht hat. - Traf einen Bekannten, den Oberst von Tavchwitz, j welcher ihn am Bahnhof begrüßt hatte, - fall ganz - kaffeebraun gebrannt fein, von der tropischen; Sonne, natürlich."

Fi doncl* machte Irmgard mit einer wegwer­fenden Handbewegung.

Ja", meinte der Baron etwas verlegen,meine Passton wäre es auch gerade nicht. Aber die lehrten sollen ganz sonderbare Marotten haben, sich die schauerlichsten Strapatzen ausbürden, um einige alte Ruinen oder sonstiges Gerümpel au» der Urzeit aufzustöbern. Ich habe mir ganz unglaubliche Tenge darüber erzählen laffen und kann s platterdings nicht faffen, wie solche Lappalien zum Ruhme verhelfen können. Und doch ist er Thatsache, meine Gnädigste, daß dieser Doktor oder Profeffor Dörner durch Ver­leihung mehrerer Orden ausgezeichnet worden ist, unglaublich, aber wahr!" . _

Vielleicht von einem Negerkönig", warf Jrm-

Erzählen Sie mir Neues, Baron!" hatteJrm- gard besohlen, als der alte Herr ihr gegenüber in einem Armfeffel Platz genommen.

Der Einzug unsere» jungen Fürstenpaares steht iefet in naher Aussicht", rapportirte er, sich behaglich KÄÄÄW b.-M iS« bereitunaen, es wird glanzvoll werden.

Sie müffen unsere Stadt berühren", bemerkte 3-T?, bleie N--.M w«-i» H.

»ultfet aufsparen, aber Sie denken gleich an Alle», ihr lebhafter Geist umfaßt sofort die ganze

Irmgard lächelte geschmeichelt.

, Sie find der Einzige, welcher mich versteht, lieber Lercheuheim", sprach fie sanft.

^ch danke Ihnen für diese» beglückende Wort, Tbeuerste! - Ja, er wird mit höchst Seiner Ge- mabltn unsere Stadt sogar betreten und ein von den Behörden ° dargebrachte» Geschenk huldvoll ent­gegennehmen.Di« höchsten Herrschastsn werden hier "°^Jrmgard"'schnellte vor freudiger Ueberrafchung

Ach, zu dem gehört dieser berühmte Mann", rief Irmgard gedehnt, indem ihre unruhigen Augen zu Ulrike hinüberschauten,man scheint hier in ferner Vaterstadt nicht viel davon zu wiffen."

Die alte Geschichte, liebe Schwester!" versetzte Ulrike achselzuckend,daß der Prophet uämlrch am wenigsten in der eigenen Heimath gilt."

Mit diesen ruhig gesprochenen Worten verließ sie da» Zimmer, von einem finstern Blick der Schwe. ster begleitet, während der gute Baron, welcher die Herzenrgeschichte der von ihm stet» mit einem stillen Respect betrachteten Ulrike einst halb und halb er- rathen hatte, nachdenklich vor sich hinschaute, well er die vergötterte Irmgard zuweilen für ei« ganz klein wenig ungerecht halten mußte, welche Erkenntlich ihm stet» einen Stich in'» Herz versetzte.

Ulrike hatte die Ankunft de» jungen Dörner be- reit» durch Hedwiga erfahren; sie war sehr bedrückt von dieser Nachricht geworden, weil sie »orauisetzte, daß der Major unter diesen Umständen zu sehr in Anspruch genommen sein werde, um ihr zur Rettung der Verfolgten behülflich sein zu können.

Langsam schritt sie durch den langen Corridor, um sich nach Hedwiga'» Zimmer »» begeben, al» sie plötzlich eine Stimme vernahm, welche rhr da» »lut in die Wangen trieb.

Sie blieb stehen und horchte überrascht aus, war die Hausthür offen geblieben oder hatte sie zum ersten Male in ihrem Leben dis Glocke überhört?

Ein sonniger Lächeln überflog ihr eben noch so sorgenvolle» Antlitz, er war auf ihren Ruf sofort gekommen, trotz aller Hindermffe der Welt. Wie b e einst so schöne und gefeierte Irmgard stolz darauf war, von dem ganzen Schwarm ihrer Bewunderer noch dm einen, den unbeachtetsten derselben treu an sich g-f'ffelt zu haben, so durfte die häßliche Ulrike wohl doppelt stolz empfinden bei dem Gedanken, daß der Mann, dem ihr Herz stet» gehört, um ihretwillen : allem Glück entsagt und ihr treu geblieben war bi«