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Hießener Jamilienblätler.
Belletristisches Beiblattzum Gießener Anzeiger.
Nr. 19.
Dienstag den 14, Februar.
1888.
Die verkorene Mißet.
Original-Roman in 3 Bänden von Dr. Carl Hartnrann-Plön.
(Fortsetzung).
Meine Schwester rang mit einer Ohnmacht, und war nicht im Stands ein Wort zu sprechen. Ihr Gemahl aber drehte sich auf der Schwelle noch einmal um und sagte mit scharfer Stimme:
»Es muß Dir doch gerade klar geworden sein, daß wir nicht mehr zu einander paffen, daß wir nicht mehr miteinander leben können. Ich meinerseits habe eine unüberwindliche Antipathie gegen kranke, nervöse Frauen und kann in deren Nähe nicht athmen. Mit Aufgebot aller Kraft habe ich es ermöglicht, nmlich eine kurze Zeit neben Dir auszuhalten und freundlich zu erscheinen, den Zweck hast Du richtig erkannt, ich wollte mir dis Mittel verschaffen, ein unabhängiges Leben führen zu können, der Versuch ist aber, wie ich Dir schon mitgetheilt habe, mißglückt. Jetzt bietet fich mir eine andere Gelegenheit dar, diesen von mir ersehnten Höhepunkt zu erreichen. Dazu aber ist es nöthig, daß wir ein Band trennen, das für uns Beide gleich drückend geworden. Ich allerdings kann die gerichtliche Scheidung unserer Ehe nicht beantragen, denn ich habe Dir nichts vorzuwerfen und das Gesetz verlangt einen stichhaltigen Grund, Du aber kannst den Antrag stellen und Du kannst mir nachsagen, was Du willst, wenn ich nur von dieser Kette befreit werde. Ich habe nämlich in Monaco eine russische Gräfin kennen gelernt, fie ist nicht mehr ganz jung, aber immerhin noch ganz hübsch, und für jedes Jahr, das fie nach meinem Geschmack zu viel hat, kann fie eine Million in dir Wagschale legen. Diese Gräfin hat fich, nun, ich darf es wohl aursprechen, in mich verliebt und ich werde mich mit ibr und ihren Millionen vermählen. Ich gelte in Monaco für einen reichen Mann, weil ich an der Bank mit Tausenden umherwarf, und Niemand hat eine Ahnung, daß ich mich bankerott gespielt und daß die Summe, die ich für das rubinenbesetzts Silber diesrs Einbandes erhalten werde, meine ganze Habe ist, womit ich aus's Neue das Rouletts befragen werde. Wenn Du also in die Scheidung willigst und beim Gericht die einleitenden Schritte unternimmst, so verspreche ich Dir, daß ich Dir späterhin eine Absindungs- summe übermitteln werde, die Dir einen ausreichenden Lebensunterhalt gewährt- Was hast Du mir darauf zu erwidern?"
Meine Schwester hatte sich gefaßt und erhob sich langsam aus ihrer Sophaecke.
Er war mir unbegreiflich, woher sie, die seit dem Eintritt ihrer Krankheit bei jeder Erregung sogleich leidenschaftlich aufloderte, in diesem Augenblick die Rahe nahm, mit der sie ihm antworte e. In eiskaltem Tons mu mit einem Gesicht, in dem sich verletzter Stolz und zugleich tiefe Verachtung aussprach, sagte fie zu ihm:
„Was ich Dir zu erwidern habe? Du sollst es hören! Wie sehr ich Dich früher geliebt, mag Dir nicht allein der Umstand beweisen, daß ich Dich all' den vielen reichen und zum Theil hochgestellten Bewerbern um meine Hand vorgezogen, sondern daß ich Dich wählte, trotzdem Da mir mit triumphirender, cymscher Offenheit einen kur zuvor begangenen Schurkenstreich bekanntest. Du sagtest mir zwar, daß Du ihn aus Liebs zu mir, aus Eifersucht vollführt — und ist es zu faffen, daß ich in meiner verliebten Verblendung sogar darüber gerührt war und zu keiner weiteren Schlußfolgerung gelangte? Die Strafe für die wahnsinnige Verirrung meines Herzens hat mich ereilt. Du trägst mir die gerichtliche Scheidung an und hast die Stirn, mir von dem Gelbe Derjenigen, die Du ehelichen willst, eins Abfindungssumme anzubieten? Nein, so schamlos ist noch kein Weib von ihrem Gemahl erniedrigt worden und für. diese Beschimpfung will ich mich rächen! Trotzdem ich nur noch Widerwillen gegen Dich empfinde, trotzdem ich aus tiefstem Grunde meiner Seele Dich Haffe und verachte, verweigere ich die Scheidung, und Deine Strafe für alle Leiden und meine Rache soll sein, daß Du, so lange ich lebe und athme, mit dieser Kette umherlaufen wirst, ohne fie zerreißen zu können, denn keine Macht kann mich, den unschuldigen Theil dieser Ehe, zwingen, meine Einwilligung zu geben, daß sie gelöst werde, und in dem gremenlofen Eiend, in »das Du mich gebracht, soll mir der Gedanke ein Trost und eine Erquickung sein, daß ich einem Ungeheuer in Menschengestalt seine glänzende Zukunft vernichtet habe."
Dar Gesicht meines Schwagers wurde bei den letzten Worten erdfahl, die Augen erweiterten sich und starrten mit einem fürchterlichen Ausdruck auf die Sprecherin, er machte eine Bewegung, als wenn er sich auf seine Frau losstürzen wolle, um vielleicht schon in diesem Augenblick durch einen gewaltsamen Act die Kette zu sprengen; doch schien er zur Be- stnnung zu kommen, wie gefährlich ein solcher für ihn selbst werden könne, aber über die blutlosen


