rstulttmt; auch uch sie beugen Alters und der irdsren Reihen r sich mehr zu. tät hin. denn llick nach den ich mit einem n sich, so steht vernimmt man eri gleichzeitig och Nachzügler !lt die Melodie : „Ich bin ein der faßt Posto, isers Arbeit«, k das Palais Inster. Sein e Weste, der ofort sind die des Kaisers en Soldaten, ge, ein unoe. rt das ehr- der Hochruf;
:n geschwenkt, Söhe, daß sie leigt sich nach t er aus die lit der Hand, : die Menge; e Schutzleute er eilen die winkt der Hintergrund auch der Ge, kenge. Alle der Ausdruck :rem Unwohlster erscheint, Ereignch'en, >en, die dem
rer Rückkehr tage war die Arbeitszimmer । Fenstervor- !olke sichtbar zur höchsten
e Huldigung g, die, wie strömt, so nmen wird, »ge auch der ritterlichen
langter Ge- n kann."
egen.
ßneßener Isamrüenblätler.
Belletristisches Beiblatt mm Gießener Anzeiger.
Hx, 17, Dontierstag dA 9. Februar. 1888-
Die verlsrene Wißet.
Original-Roinan in 3 Bänden von Dr. Earl Hartm ann-Plön.
(Fortsetzung).
Wenn ich mir denke, daß sie mich mit erstaunten Blicken angesehen, daß sich ihre Brauen unmuthig rusammengezogen, daß sie sich, wenn auch nur leise, gesträubt und wohl gar gesagt hätte: das ist gegen unseren Contrakt, haben wir uns nicht lediglich Freundschaft gelobt und jetzt verlangst Du mehr und weißt doch, daß ich nicht mehr zu geben vermag? — O, dann hätte ich mich wie ein er- tüppier Dicb beschämt gefühlt, mit einem Schlage wären alle meine Hoffnungen, wäre mein einziger T.aum von Glückseligkeit zerstört, und ein solcher Augenblick würde den Keim der Zerstörung in unsere Freundschaft gel-g? haben. Wenn Alexandra ahnte, was ich leide, wen» sie wüßte, wie jeder Blick aus ihren dunklen Augen, die ste auf einen Mann wirst, der jünger m>b schöner ist, als ich, ein jedes freundliche Wort, das sie an ihn. richtet, die Qualen der Eifersucht in mir aufwühlt, sie würde Mitleid mit mir haben, imb könnt? nicht Mitleid die Brücke zwischen Freundschaft und Liebe werden? Aber ich wage kein > estäudniß aus Furcht, vielleicht darnach All s verlieren u müffen. Und daneben die Angst, sie könnte ein? s Tages mir sagen: Ich, die ich noch nie geliebt, die ich bis dahin geglaubt habe, daß mein Herz zur Liebe überhaupt nicht veranlagt sei, ich liebe jetzt zum ersten Male, gieb mich frei, wie Du es mir versprochen hast und laß mich dem folgen, den ich voll und ganz liebe! Das, das wäre mein Tod!"
Wiederum schwieg er mehrere Sekunden, dann fuhr er mit dumyfer Stimme fori:
„Und wenn ein Ungefähr ihr das Geheimniß meines Lebens vrrrieihe, wenn sie erführe» daß der Name Wolter — daß ich nicht der bin, der ich vor zwanzig Jahren war, daß ich damals —! Ja, wer war ich denn vor zwanzig Jahren? Weiß ich es selbst? Erst, nachdem man mich vor das Ehrengericht der Kameraden gerufen, wo man Schimpf und Schande auf mein unschuldig Haupt gehäuft, erst an diesem fürchterlichen Tage, als ich betäubt, fast von Sinnen, den Entschluß faßte, mir eine Kugel durch den Kops zu schießen — erst da erfuhr ich, daß ich «ich: Dnjenigs sei, für den ich mich bis dahin gehalten!"
Der Gchernnalh schwieg und ve'senkte sich immer
> tiefer in finstere» schwere Gedanken. Die längst ver- s gangenen unheilvollen Tage, wo das ganze fürchte:- i liche Unglück mit Schande und Verzweiflung im Ge« l folge so unerwartet über ihn hereinbrotz, traten l ihm so deutlich vor die Augen, daß er ste noch ein« l mal zu durchleben glaubte.
Diese Grdanken, die längere Zeit in der Vergangenheit geweilt, kehrten plötzlich wieder in die ; Gegenwart zurück.
„Alexandra würde mir glauben", sprach er leise vor stch hin, „daß ich unschuldig bin, wenn ich ihr das Unglück schilderte, welches mich vor zwanzig Jahren aus der Helmath trieb — aber was könnte I ich denn dadurch gewinnen? Sie würde mich bedauern, bemitleiden — doch nein, Mitleid kann keine Liebe Hervorrufen, sie kann i »durch inniger werden, I aber sie muß schon vorhanden sein, Liebe hat ihr eigenes Entstehungsgesetz und kann durch kein anderer Gefühl geweckt werden. O. diese Qualen der unsäglichen Furcht, es könnte ein Anderer vou dem Schatz Besitz ergreifen, wonach ich mit so sehnsuchts- vollem Verlangen die Arme ausstreäe! Könnte ich l die Gedanken tödien, das Gefühl vernichten!"
„Ich habe mir", fuhr er nach einer Pause mit । etwas stärkerer Stimme fort, , Geschäftssorgen gewünscht, nicht die gewöhnlichen, sondern solche, die die ganze Denkkraft, die ganze Schärfe des Geistes ! in Anspruch nehmen, um sie zu besiegen» dann würden die Sorgen des Herzens vielleicht in den s Hintergrund trete«; mein armes Gehirn befreite sich i von dem lähmenden Druck, der es erschlafft, und l in dem ewigen Grübeln und dem hoffnungslosen ” Verzweifeln würde eine wohlthuende Pause ein- E treten!"
Ein gefährlicher Wunsch. Wünsche sind Bitten, । die an das Schicksal gerichtet sind, Gebete, die von den guten und schlimmen Mächten gehört werden. I Wehe dem, der sich ein Unglück wünscht, einerlei zu 5 welchem Zweck. Die schlimmen Mächte haben das $ Recht, solche Wünsche zu erfüllen, und geschäftig i! eilen sie herbei, ihr Recht geltend zu machen. Sie § begnügen sich nicht mit der einfachen Gewährung, l sondern legen in böser Freude Keime ferneren Un- f glücks in sie hinein, die zu neuem Unheil stch ent- l wickeln können, und nicht immer gelingt es den i guten Mächten, das wieder zu beseitigen, was die \ schlimmen schadenfroh über ein armes Menschenkind ■ verhängt, ohne daß es an Leib rmd Seele für immer Schaden nimmt.
f Wolter ahnte nicht, daß er bereits sehr nahe vor der Erfüllung seines gefährlichen Wunsches stand.


