426
Wahrheit ausgesprochen, indem sie behauptet habe, l seines Vaters niemals an eine Heimkehr denken dab er. ^obann, nicht» von dem bewußten Versteck l durste."
her Mepdeltrevve wisse. Diese» entsetzliche Fak« I „Tante Ulrike I" ries Hedwiga, al» Jene schwieg, ta ffÄ*»*.* -1« M Ml«! .» fU f<We«nb, ,E ®u mir«» Fasiuna gebracht zu haben, daß er selbst den Ver- mittheilev, was mein Bruder damals verbrochen, um folatt/darüber vergeffen hatte, und Hedwiga nur so schwer gestraft, so gänzlich vom Vaterhause aus« so viel zu erfahren vermochte, daß derselbe buchstäb- I gestoßen zu werden?
lich verschwunden fei, sich sozusagen unsichtbar gemacht Die Tante blickte sie ernst an und schüttelte dann haben müffe. | abwehrend den Kopf.
„Tante Ulrike muß es wiffen", flüsterte sie plötz- „Das kann und will ich Dir jetzt nicht mitthei« lich, in ihrem Zimmer auf und adfchreitend, „sie len, Kindl" versetzte sie mit ruhiger Bestimmtheit, wird ihn entdeckt und gerettet haben. Gewiß, gewiß, „vielleicht später, wenn Du gereister bist, um dm da etwas Großes auf dem Spiele stehen mußte, um Leichtsinn eines jungen, unbändigen Brausekopf« sie zu einer Unwahrheit zu zwingen. richtig beurtheilen zu können. Sowert magst Du
So folgerte Hedwiga in fieberhafter Unruhe. « indessen wiffen, daß Ulrich Wen seinen Vater Sie hatte für den Verschollenen, deffen Andenken im \ schwer vergangen und seine letzten Lebensjahre nur Hause völlig verpönt gewesen, stets ein lebhaftes In- I zu sehr verbittert hat.
iereffe und die wärmste Sympathie empfunden. .Das hat Tante Irmgard mir oft genug gesagt«, Weshalb er einst in dis weite Welt gegangen, hatte bemerkte Hedwiga unmuthig, .aber ihn auch zugleich man ihr niemals mitgetheilt, heute aber war sie fest als den Sohn seiner Mutter entschuldigt und meiner entschlossen, Tante Ulrike darum zu befragen, heute, I armen bürgerlichen Mutter die Hauptschuld de» Zer« wo sie einen Antheil an seinem Schicksal sich erwor- ! würfniffes aufgeladen. Ist das wirklich wahr, Tante brn hatte. Ulrike?"
Endlich erschien die Tante, ernst und ruhig wie Diese schüttelte den Kopf.
immer. Sie zog Hedwiga neben sich aus's Sopha | .Nein, liebe Hedwiga, Deine arme Mutter ist nieder legte den Arm um sie und sagte: „Jetzt laß I schuldlos daran", sagte sie rasch, „Tante Irmgard 55‘“; "Ä ro6M®u u«b SÄ"
h°ben, Tante Ulrike? I [ag jn unterschied der Jahre, welcher bei der
% Hedwiga I — Verbindung Deiner Eltern nicht berücksichtigt worden
r „ -Du hast Dich ^tapfer benommen , Hedw^a Mein Bruder war bereits ein Mann von
ta bef?U^en entr*Hb?nbert%nilte beinahe fünfzig Jahren, al« er seins 18jährige Braut LÄL-d d°m'. tta"w“ •
gerettet? O, Ich „atme Mutter!" feuftte Sebmig«, sie 6«b »« wußte, Tante, ich wußte, - wie gut Du bist." gebrochenen Herzen
„Lobe mich deshalb nicht, Kind!" seufzte Ulrike I „Das ist eine alberne Phrase, mein Kind! bekümmert, ich dachte in jenem furchtbaren Augen. | sprach Ulrike im herben Tone, „der Gram tarnt blick mehr an unsere Ehre, als an ihn, der sie leicht« I langsam läuten, aber niemals ein Herz brechen. Ich sinnig gefährdete. Wenn es gewiß wäre, daß man I hatte Deine Mutter sehr lieb, und ich glaube, auch ihn nicht erkannt, wie er behauptet —" I ihre Zuneigung besessen zu haben, doch war ich zu
„Und vas mit Recht", fiel Hedwiga eifrig ein, I jung, um ihr beistehen, ihr Schicksal glücklrcher ge« „da die Polizei diesen Umstand sicherlich nicht unbe« | statten zu können. — Erst später begriff ich ganz, nutzt gelaffen hätte, uns Alls in ein strenges Verhör was wir Alle ihr zu danken hatten."
zu nehmen." „Weil sie großen Reichthum besessen", bemerkt«
„Ganz richtig, Kleine«, lächelte Ulrike überrascht, | Hedwiga bitter, „o, wie glücklich hätte sie ohne den „Du folgerst mit criminalisttschem Scharfsinn; wir Mammon sein können."
können darüber in der That beruhigt sein. Jetzt | „Vielleicht, — mein Kind, — ganz sicher läßt beißt es. feine Rettung zu einer vollständigen zu I es sich nicht sagen."
machen, und es freut mich deshalb um so aufrich« Tante Ulrike sah bei diesen Worten starrvor tiger, eine so scharfsinnige Verbündete in Dir zu sich hin, als zöge die ferne Vergangenheit an ihr«« sinden. Sieh, Hedwiga", fuhr sie nach kurzem Be« geistigen Blick vorüber.
sinnen fort, „ich habe im Stillen oft schwer gelitten, „Du bliebst ihr treu bis zuletzt, Tante?" fragte manche heiße Thräne dem Schicksal des unglücklichen Hedwiga leise. .<
Ulrich gemüht, und dem eigenen Bruder ob seiner „Ja, ich darf es von mir sagen, obwohl 4 Härte lange gezürnt, da ich nur zu sehr davon | manchen harten Kampf deshalb zu bestehen haM. überzeugt war, daß der arme Junge bei Lebzeiten | Sie starb in meinen Armen, ich glaube, ganz friedlich
und schi Hand ge treten, i Leben «
„Sa wiga mi
„Re! traurige — Du jetzt um Es geni einem e wilde £ Jugend schuldig nicht ge zügelt ; vollen 5 derben Austral! diesem Spur t Ersparr stadl, u Mörder
„D entsetzt
„Jt zweifelr Waffe, sein Fr und fü haben kleinen welcher schon z Dunkel licherw!
„T wurde in seit seinen trieb n konnte
„G in ihre aber g vor S auch t geben, unsere reichen
„S leisten
nützen eerbäd genen
O,


