wir unbedingt fe,et Hut ehe« er als Kammer» hend davon ver. en nun in eine ;ante Garderobe it stets auf eine Gebot. Da us noch immer )« morgen hier ht -" nach.

S.

m Zögling im lger, in welchem ifinben. Gou- Lieschen, dann dfct die kleinen 3är, der frißt

zanze Militär­gen." Köchin:

oostes Haupt: :er zusammen, innte vielleicht

irrer (bei der Unteroffizier er anwesende t) Gemahl an- Zu Befehl,

abgecult!" ' ein Fräulein en.

einem über doch geradezu

1 Herr: in Klavier." len Gefreiten

fluchst Du, bereite mich

einen Wirth, t Gesellschaft lmeier, sagen nt? Haben ein Gewehr

er Leutnant, rgesch offen?"

Eneßmer Jamilienbläüer.

Belletristisches Beiblatt;um Gießener Anzeiger.

9lr. 108. Samstag den 8. September. 1888.

Im Kaufe Immendorf.

Original-Roman von Emilie Heinrichs.

(Fortsetzung.)

Es muß fein", fuhr sie dann rasch fort,wir müffen den Major Tellkamp ins Gheimniß ziehen. Er soll Dich zum Bahnhof geleiten."

Tellkamp I" rief Ulrich erstaunt,lebt er noch immer unvermählt?"

Ja, er ist jetzt penfionirt", versetzte Ulrike trocken,hat eine reiche Erbschaft gemacht und die Schwester mit ihren Kindern zu stch genommen."

So ist der Regirrungsrath Dörner tobt?"

Leider, doch das interessirt Dich wohl kaum, Ulrich!" -

O doch, Tante I um Deinetwillen, weil ich's von dem sonst so wackeren Tellkamp, der mir stets ein lieber Freund gewesen, nicht recht begreife, wes­halb er nun, da ihm der schnöde Mammon zuze« fallen, noch zaudert, seinen Jugendtraum zu ver­wirklichen."

Laffen wir das, mein lieber Junge!" versetzte Ulrike mit heißem Ecröthen,es genüge Dir, zu wiffen, daß es nicht an ihm, sondern an meiner Weigerung gelegen. Ich bitte Dich dringend, keine Frage dieserhalb an ihn zu richten. Versprich es mir, Ulrich!1

Gut, ich werde nicht fragen, da ich nur zu ge­nau den Grund Deiner Weigerung kenne, Du arme, ' bis zum Tode getreue Märtyrerin!"

Unsinn, Ulrich, laß uns jetzt nur allein an Dich denken; für diese Nacht bist Du sicher und kannst ruhig unter Deines Vaters Dach schlafen. Ich werde s Dir ein Lager auf diesem Sopha bereiten müffen, allerdings nicht sehr bequem"

Ach, Tantchen, ich schlafe, wenn'S sein muß, auf dem harten Fußboden, dergleichen bin ich gewohnt i geworden. Auch brauchst Du Dich nicht mit Betten ! zu bemühen, dies alte bekannte Stück Möbel, auf welchem ich als Knabe so oft ein Schläfchen ge­halten , ist mehr als zu weich und zu bequem für mich. Habe Dank für Deine Güte, Du liebreichste, mütterlichste aller Tanten! Fürwahr, ich werde wie (in König ruhen, denn"

Ulrich!" unterbrach die Tante ihn ängstlich, hast Du zu befürchten, daß jener Mann tödtlich getroffen wordrn?"

Er zuckte die Achseln.

Was nützt hier jede Befürchtung ober Ver- muthung, Tante? Mag sein, daß et stch selbst

während des Kampfes verletzt oder solches mittelbar E durch mich geschehen, das Eine nur steht fest, j daß ich keine Waffe beseffen habe und daß jein s eigenes Messer ihn jedenfalls verwundet hat."

O, hättest Du den Buben laufen laffen", klagte ( Ulrike schmerzlich erregt,fein Gesetz konnte Dir die i Rückkehr in die Heimath verbieten, da der unselige Zwiespalt nur unsere Familie betroffen."

Es scheint, als könne Niemand seinem Ver- hängniß entgehen", meinte Ulrich düster,gute Nacht, liebe Tante!"

Du sträubst Dich also gegen die Betten?" I fragte sie leise.

Ganz entschieden, Du Gute! Nicht wahr?" setzte Ulrich zögernd hinzu,ich darf mich mit dem Gedanken, Deine Siebe noch zu besitzen, zum Schlaf niederlegen?"

Ja, mein armer Junge!" erwiderte Ulrike herz- l lich, Du bedarfst derselben doch j<tzt mehr als jemals. 3 Schlafe wohl I"

O, Tante Ulrike, ich konnte einst nicht ein­schlafen ohne Deinen mütterlichen Kuß."

Sie lächelte schmerzlich, beugte sich übet ihn und l küßte seine Stirn. Dann nickte sie ihm noch ein# \ mal zu und ging.

Als sie leise die Thür öffnete, welche auf den Corridor führte, schrak sie vor einer Gestalt zurück, welche ihrer hier zu harren schien.

Du bifts, Hedwiga?"

Jo, Tante Ulrike, unsere Kranke verlangt un­gestüm nach Dir, ich vermochte sie nicht mehr zu beruhigen."

Gut, liebes Kind, ich komme schon, hatte noch einige Rechnungen zu durchsetzen." Hedwiga blickte sie ängstlich und forschend an.

Tante!" flüsterte sie,ich habe Dir ein Ge- ständniß zu machen und sterbe fast vor Angst. Darf ich zu Dir kommen, wenn Tante Irmgard Deiner nicht mehr bedarf?"

Geh' auf Drin Zimmer, Kind, und ängstige Dich nicht wiiter", versetzte Ulrike, ihr liebevoll die Hand drückend,ich werde nachher zu Dir kommen."

Sie ging rajch in« Wohnzimmer, während Hed­wiga ihr seufzend nachblickte und stch dann mit schwerem Herzen »ach ihrem eigenen Zimmer begab.

Wo war der Verfolgte geblieben? Dieser Ge­danke ließ ihr keine Ruhe. Sie hatte im Vorbei­gehen einige leise Worte mit dem alten Johann gewechselt und von diesem nur erfahren, baß bas gnädige Fräulein Ulrike, welche die Lüge so sehr haßte, dem Polizei-Commiffar gegenüber eine Wit­

in Gießen.