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lieft hatte — Guy s gut gemacht Iji", i zusammengefaltet wie ich mit Guy'i könnte ich fast ist. Dieser Blies u
schwieliger zu sein >n Lowder'« Gesich -ig in dem Zimmer
:n", murmelte Som, S ist zu spät, um h es könnte, würde
,»ruhigen Ausdruck mit einem furcht en in dem Zimmei
le er endlich. „Sol nem Manns winkte werfen? Nicht ein, t und meinen glän,
, fetzte er sich mied« ffältig Guy'S Hand, folgt :
November 1867.
r Lowder I rurigen Lage, Ihnen sie in tiefen Schmq zer Sturm hat mich iber Aller liebte, ans n Sturm, der mit htniß bleiben wird, gen Freund entrissen unerbittliche Schickse! lobe nur mit äußer wder aus der Schani er ruht sanft g» rnd.
daß ich dar entsetz, Herzen so unendlich »fange meiner Zellen elde. Aber ich Haid Unglück Heimgesuchtei leiden« voll und gani er ihn tropfenweist längt Gott über uni ir ertragen können.
mir seit einem Jahn iac — er war auch 13. d. Mir., Abend«, rm rasenden Sturuu nützlicher Wucht ein, mpfer, auf dem «i> ot aller menschliche« war. Schon beln
Beginne der Sturmes schien mein unglücklicher Freund die Ahnung des Todes in sich zu fühlen, denn feine letzten Worte enthielten eine Aufforderung, im Falle ihm ein Unglück zustoße, möchte ich Madame Hester Lowder in Berlin von seinem Geschicke benachrichtigen.
Gott weiß, wie schwer mir diese Pflicht wird!
Es sollten in der That die letzten Worte der armen Jasper gewesen fein, denn kurz darauf brach die Katastrophe herein, die auch ich nicht schildern kann. Ich weiß nur, daß ein entsetz- kicher Krach erfolgte, daß die Planken des Schffe» wie Spreu zerstoben und dann umgab mich da« weite Meer und als ein Verzweifelnder kämpfte ich mit den Wellen, bis ich, Gott und die Heili- gen um Schutz anrufend, in tiefe Ohnmacht versank.
Als ich wieder zu mir kam, war ich gerettet! Das Meer hatte mit mir mehr Mitleid, als mit dem Freunde, es schleuderte mich, den fast Lei- losen, an ein wildes zerklüfteter Ufer. Als ich die Augen aufschlug und wieder denken konnte, da fand ich mich allein, fiebernd, zerschlagen, zerschunden — von dem Freunde, vom Schiffe, von der ganzen Mannschaft keine Spur, sir Alle verloren — Alle — und ich allein bin am Leben geblieben, gleichsam, als hätte die Gottheit mich bcstimmt, Ihnen mit dieser meiner Botschaft den tiefsten Schmerz bereiten zu müffen.
Eines noch bleibt mir übrig und das ist wahrlich peinlich genug. Wenn auch mein unglücklicher Freund mir gegenüber nur erwähnte, daß er vrr. hüraihet sei, so kann ich, nachdem ich weiß, daß seine Mutter längst nicht mehr unter den Leben- den, in Ihnen nur die unglückliche Wi-twe sehen. Nun bin ich ein mit Glücksgütern reich gesegneter Mensch, dem es wohl zu verzeihen ist, wenn er sich erlaubt, einen kleinen Theil seines Reichthums der Wittwe seines unglücklichen Freundes zur Verfügung zu stellen.
Genehmigen Sie, geehrte Dams, den Ausdruck meiner aufrichtigen Beileids und meiner ausgezeichneten Hochachtung.
Guy Treffilian."
Der Schurke legte dem Briefe eine Fünfhundert- Pfundnote bei und versiegelte ihn.
(Fortsetzung folgt.)
Khristine Davis.
Von Karl Neumann - Strela.
(Nachdruck verboten.)
In der Csty von London wurde in diesen Tagen ein neues mächtiges Gebäude bezogen. Um cs aufzuführen, mußten sechs kleine und alte Häuser weichen. In einem derselben wohnte Christine Davi«, „die Bekannte d- s Herrn Herzog« v. Marlborough", und da nun die Stätte ihres Wirkens für immer
verschwunden ist, so möchte eine Erinnerung an die heldenmüthige Frau gestattet fein.
Im Jahre 1666 hatte des große Feuer von London 13 200 Häuser und 89 Kirchen vernichtet. Kaum ein Jahr später hockte auf einer grünen Wiese am Themsestränd ein kleine« Mädchen und weinte. Es war Abend, der Wind strich über da? blaugelbe Themsewasser, und Christine Davis rief nach Vater und Mutter. Sie weinte und rief so lange, b s eine Frau des Weges kam und sich Christinen« erbarmte.
Die gute Frau war Msggie Blick, die lusi g; Wirthin in der ernsten City. Ader die City war abgebrannt, und Meggis Blick schenkte ihren doppelten Gin in einer Bude am Themsestrand?. Sie hob Christine empor, küßte sie und trug sie in ihre Bretterbude. Dort hinter dem klebrigen Schenktisch wuchs Christine auf, und als Msggie Blick endlich wieder in der City ein Häuschen belaß, war CH i- stine erwachs-» und hatte Richard Welsh zum Schatz.
Meggie Blick starb. Richard und Christine | machten Hochzeit und wurden Wirth und Wirthin. tz Richard lachte: seine Christel werde immer größer \ und stärker, und in Mannskleidern würde sie aus* sehen wie ein richtiger Mann! Dir Leute sagten, cs würde Krieg geben, aber ob Krieg gegen die Franzosen, oder gegen die Spanier, oder die Deut- scheu, das wußten dir Leute nicht genau. Sie liebten ihren König und ließen das Leben für ihn, und überall, wo geworben wurde, traten Männer und Jünglinge an den W:rbetifch, nahmen zwölf Schillinge in Empfang und schwuren dem König Treue. Und Richard Welsh? Er war zwar ein kräftiger Mann, aber dennoch blieb er lieber daheim bei Christine und dm Ginkrügm.
Im Hafen lag ein Schiff, über und über mit Rikruten bepackt. Die Reife sollte nach Holland gehen. Richard Welsh halte einen Vetter dabei, und er ging auf das Schiff, um dem Väter Lebewohl zu sagen. War das ein Leben auf Deck I Doppelter Gin und doppelter Brandy, auch Ale und Porter wurden geschenkt. Richard Welsh trank immer mchr und wurde immer lustiger und al« er wieder zu Christinen wollte, prügelte man ihn und sp rrte ihn in dm Schiffsraum. Die Segel wurden gehißt, die Anker gelichtet, prächtig-s Wasser und prächtiges Wetter. — Old England for ever and ever!
Für Christine blieb Richard verschwunden. Und sie hatte ihn so lieb ! Halb hörte sie'« und halb errieth sie es: man hatte ihn nach Holland geschleppi und zum Soldaten gepreßt. Da beschloß sie, ihm zu folgen und ihn zu suchen — „in Manns kleidern würde sie aussehen wie ein richtiger Mann." Sie schnitt sich das Haar ab und schlüpfte in Richard« Kleider; sie trat an den Werbetisch, nannte sich Christoph Welsh, nahm zwölf Schillinge und der Fußsoldat war fertig.
Hinüber nach Holland und vorwärts gegen die Franzosen! Auf Frankreichs Boden wurde die erste Schlacht geschlagen, und als Christine Davis zum


