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erst dis NotM eitigeübt, singe ich es Ihnen vor, wenn tt'.t einmal ganz — allein find."
Felix hatte, trotzdem er sich mit seiner Tisch« dame «nb Alexandra abwechselnd sehr lebhaft unterhalten, unausgrsitzt Frieda und Siegfried scharf beobachtet, er hatte auch gesehen, daß Erstere irgend etwas gelesen, vermuthlich ein Gedicht, daß sie dabei glühend roth geworden, und war er bisher noch nicht gerade völlig überzeugt gewesen, daß zwischen den Beiden sich ein Lirbrsverhältniß entwickelt, so glaubte er jetzt ee als unzweifelhaft annehmen zu können. Aehnliches dachte auch Frau Rohdenberg, die ebenfalls ihren Enkel nicht aus den Augen gelassen.
Das Diner war zu Ende, dis Tafel wurde aufgehoben und man ging in den ersten Saal zurück, । wo der Kaffee servirt wurde.
Felix näherte sich Franziska und sagte leise zu ihr:
„Tritt etwas weiter in den Saal hinein, ich habe mit Dir zu sprechen."
Frau von Barsen sah ihn erstaunt an und während sie von seiner Seile trat, erwiderte sie:
„Was wünschest Du?"
„Du weißt, unter welchen Bedingungen ich Dich aus einer drückenden, ausgespielten Situation befreit und Dich hierhergerufin habe, unter der Bedingung, mir zu jeder Zeit, wenn ich es verlange, hilfreiche Hand zu leihen."
„Was willst Du damit in diesem Augenblick?" „Ich habe einen Auftrag für Dich." „Was habe ich dabei zu thun?"
„Ich kenne Dein Talent, junge Männer in Deine Netze zu locken."
„FelixI" rief Franziska fast laut, wobei sie den Körper stolz aufrichtete und ein Blick der Entrüstung auf ihren Vetter niedcrfiel.
„Unterlaß' mir gegenüber diese theatralischen Possen; sie imponiren mir nicht im Mindesten und ich verbiete sie Dir geradezu, zumal hier, wo auf Fremdlinge die Augen aller in jedem Augenblick gerichtet sind. Wozu also der Aufwand von Empfindlichkeit?"
„Was willst Du von mir?"
Der Auftrag, den Du erfüllen sollst, ist ein leichter; er besteht in nichts Anderem, als den Direktor des Gesangvereins, zu dem wir jetzt gehören, Herrn Rohdenberg, in Dich verliebt zu machen." (Fortsetzung folgt.)
Eine HefpenstergeschMe.
Nach dem Englischen.
(Fortsetzung.)
„Da habe ich zum wenigsten nicht geträumt."
„Nein; aber es ist schon lange Zeit zum Träumen. Nimm es nicht übel, daß ich Dich so lange susgehalten habe; schlaf' wohl!"
„Du auch! nur vergiß nicht, daß ich herzlich gern allerwärts hingehe, nach Claybsrough, Blackwater, London oder wo es sonst ist, wenn ich Dir den geringsten Dienst damit erweise."
„Danke sehr; ich weiß, Du meinst es, wie Du sprichst und nehme Dich vielleicht in Anspruch. Nochmals gute Nacht I
Er ging und um 8 Uhr früh fanden wir uns im Eßzimmer wieder, aber es war ein hastiges, unge- müthliches Frühstück. Niemand hatte geschlafen. Frau Jelf hatte geweint, ihr Mann wollte fort; und der Rittmeister und ich befanden uns in der bedenklichen Lage Fremder, wenn ste in einen Ehrzwist hineinplatzen.
Zwanzig Minuten später waren wir auf der Straße nach Clayborough und als unsere schwarze Stute scharf austrabte zwischen den entlaubten Zäunen, sagte mein Nachbar:
„Der Kukuk hole es, Liebster, ich habe verteufelt wenig Lust, in dem Nest da unten Dwerrihouse zu erwähnen. Jeder Lampenputzer kennt unsere Verwandtschaft und, wie die Sachen liegen, ist das für mich ein verdammtes Bewußtsein. Laß uns mit dem nächsten Zug nach Blackwater fahren; da ist viel mehr Verkehr und also auch weit größere Wahrscheinlichkeit, etwas zu erfahren."
So geschah es, wir kamen um dreiviertel 12 Uhr an's Ziel, und machten uns ohne Zögern an unsere Arbeit.
Zuerst fragten wir nach dem Bahnhofrverwalter — einem dicken praktischen Herrn, der, nach seiner Aussage, Herrn Dwerrihouse besser kannte, als irgend ein anderes Mitglied des Verwaltungrraths.
„Früher kam er zwei oder drei Mal wöchentlich, als die Zweigbahn angeregt wurde, aber seitdem . ."
Er hielt zeichnend inne.
Jelf stieg das Blut in'S Gesicht.
„Ja, ja, weiß schon!" stieß er hervor, „und wir wollen für den Augenblick blos wissen, ob man in allerletzter Zeit über ihn etwas in Erfahrung gebracht hat."
„Nicht, so viel ich weiß", antwortete der Beamt«
„Ist er z. B. nicht gestern mit irgend einem Zug gefahren?"
Der Angeredete zuckte die Achseln und erwiderte:
„Bei uns würde er sich gewiß zuletzt zeigen; jeder Vorstand, Schaffner, Kofferträger kennt ihn auswendig und würde gleich Schutzmänner reqririren oder den Telegraph spielen laffen, wenn er ihn irgend wie in Sehweite hätte; seit dem 25. September ist da» sogar Befehl."
„Dennoch", unterbrach mein Freund, „bezeugt Jemand, welcher gestern mit dem Nachmittags-Schnellzug von London kam, daß er Herrn Dwerrihouse traf und daß derselbe auf dieser Station ausstieg."
„Durchaus unmöglich, Herr", versicherte.der Angestellte ohne Zögern.
„Warum?"
„Weil er auf der ganzen Linie nirgends besser ; bekannt ist und deshalb allerwärts weniger Gefahr - läuft; ei hieße wirklich in die Höhle des Löwen


