Samstag dm 7. Juli.

Nr. 79.

,@iwae für John Harroville da?"

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I voraus, Mylord Sir Tresolino. Ich folge Euch!".

einen Brief von . ben g0$sbet>9 Schritte langsamer, er rückte feinen Er hat seit ehn . {n M $ö$e unb schlug den Rockkragen zuruck.

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Neunundzwanzigstes Kapitel.

Entdeckt.

Der Grbe des Kaufes.

Roman von Hermine Frankenstein.

vor Freude.

Den Spion nicht ahnend, näherte sich Jakper Lowder denn er war der vermummte Fremde dem Schalter und fragte mit lei er, für den atheun lofm Lauscher jedoch deutlich vernehmbarer Stimme:

Palestro schlich ihm nach.

Jetzt gilt cs, zu sehen, wohin er geht", mur-

l Der Beamte suchte.

jNichts, mein Herr", antwortete er.

Seid Ihr dessen ganz sicher?" fragte Lowder s itt noch leiserem, jedoch etwas dringendem Tom.

Ganz sicher", erklärte der Beamte bestimmt.

Es ist nichts für Euch hier."

LoAder wandte sich um und verliest das Postamt.

Jasper Lowder eilte die Straße hinab, die heim­liche Verfolgung nicht ahnend, und Jacopo Palestro, l der Exschreiber von Palermo, wanderte wie sein 1 Schatten hinter ihm drein, während er durch die | Straßen von Glocester ging. Nach und nach WM'

Nein, mein Herr, ich kann e« nicht. Wir |

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I Welt, bis ich ihn in feiner Höhle fange! Er in

Es lag ein Schatten von Unruhe auf der Stirne des verrätherifchen Eindringlings. Ec war feit drer Tagen täglich auf dem Postamte gewesen in der

i Hoffnung, einen Brief von Palestro zu finden, und f das Ausbleiben der erwarteten Botschaft erfüllte ihn > mit einer unbestimmten Unruhe.

Am vergangenen Tage hatte er statt de« ersehn­ten Briefes ein langes, liebevolles Schreiben von Hefter erhalten, welche sich sehr bemühte, in ihrem einsamen Zufluchtsorte in Gloan-Fell, woselbfl sie seit einer Woche lebte, zufrieden zu sein.

Kann irgend etwas geschehen sein?" dachte Lowder zitternd.Hat irgend ein Reisender Tressi- lian vielleicht erkannt? Hat er sich etwa zwischen den Felsen v?rirrt und ist in'S Meer gesturz,? Ach, wmn es nur so wäre. Es wäre mein Glück, wenn Tcessilian stürbe! Denn mit seinem Tode verschwindet der letzte Schatten, das letzte Hin­derniß von meinem Wege!"

So finster und unheimlich seine G-danken und Hvffuungen auch waren, brachten sie doch hell-Röche aus seine Wancen, eine freudige Lust in seine Uu^en.

Man wird bemerkt haben, daß er die arme, ern- sältige, liebevolle HGr gar nicht mehr als Hindernis

nach Briefen hierher kommt." j

Palestro entfernte sich mit einem Gefühle, al» ;

oB man ihm einen Schlag ertheilt hätte, von dem er sich nie erholen könnte.

Er ging in die frische Stift hinaus, denn er fühlte sich dem Ersticken nahe. Die kalte Luft be­lebte ihn. Er ging langsam in der Straße aus und ab, über seine Lage nachdenkend.

Man kennt ihn nicht unter einem der beiden Namen, die er mir angab", dachte der Schreiber. Sein Name ist vielleicht von Beiden verschieden. Ec hat mich betrogen. Was soll ich jetzt thun?

Er versank in tiefes Nachdenken.

Es ist Zeit, daß er wieder einen Brief von mir "erwarten sollte", sann er "fV'r Tagen keine Nachricht von mir gehabt und früher sLrteb ich ihm so regelmäßig. Er wird schon ängst­lich sein Er wird glauben, daß dem blödsinnigen Engländer etwas zugestoßen ist! Ich kann fast mit Sicherheit darauf rechnen, daß er heute, morgen oder übermorgen noch einen Brief bekommen wird.

Er preßte seine Lippen finster zusammen und kehrte nach dem Postamts zurück. Den Hut tief j in« Gesicht gedrückt, stellte er sich gegenüber dem>

Aurgabeamte auf.

Eine Stunde verging - zwei Stunden. Der maskrrte Wächter hatte die Grduld eines Bluthund-s und zeigte keine Spur der Ermüdung.

Es war schon gegen Mittag und die Leute gingen noch immer aus und ein auf dem Postamte, als eine schlanke G statt in einem langen Oderrocke, besten Kragen aufgeschlagen war und mit tief in die Stirne gedrücktem Hute auf das Postamt zuschrttt.

Palestro zuckte zusammen, seine Augen leuchteten. Ec ist es!" flüsterte er und sein G»sicht erbleichte

(Fortsetzung.)

Ein Gedanke durchzuckte den Italiener plötzlich, i

Könnt Ihr mir vielleicht die Adreffe eines ge- - wissen Harroville - John Harroville geben?" | Nein, mein Herr, ich kann es nicht. Wir

Hießener Aamilienbläüer

Belletristisches Beiblatt rum Gießener Anseiger.

1888.

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