ire§, noch völlig l. Sie bereute .neva§, Catilina gegangen, und ngeblich bereits ;r überzeugt ge- ie Bitten seiner ;e Behandlung keine Rücksicht.
Gefangenen im Rale sogar die t Ruthenstreichen quis von Denia, 1526 an den
Tortur gegen sie ott einen Dienst s Werk begehen. , eine solche Bend die Königin, Tochter, unsere se", wobei aller- lauungen betreffs ;aren. — Nach an hinfällig und Bett nicht mehr, t Leiden endete. > ein Alter von rnundvierzig üana die Wahniber gewöhnlich; Z'ntrigue, Nieder- chnsinn getriebene war ihr Schicksal t Philipp's Seite n von Spanien rer Nachkommen- inrde. Während inbrüten in dein Tordesillas war, s deutscher Kaiser die Welt. Ihr t König von Unebenfalls deutscher erst als Königin n Manuel, nach nkreich vermählt; hlte sich mit dem die dritte, Maria, nd Böhmen, und im Namen ihres ande; die jüngste rrde als Gemahlin
Die Fülle des Fürstin offenbarte len Sohne, dem ganz Europa in ier auch die von offenkundig her-
etsch) in Gießen.
chichener Jamikienbläller.
Belletristisches Beiblatt ;um Gießener Anzeiger.
Nr. 107.
Donnerstag den 6. September.
1888.
Im Kaufe Immendorf.
Original-Roman von Emilie Heinrichs.
(Fortsetzung.)
Von dem kleinen Sopha erhob sich jener Mann, welcher soeben der Gefangennahme entgangen war. Er hatte fich im Dunkeln befunden und starrte die Eintretende jetzt mit angstvoll verstörtem Blick an. Wir haben schon bemerkt, daß seine desolate Kleidung nicht mit der vornehm-stolzen Haltung, welche er sich zu geben wußte, harmonirte. Er sah verwildert aus, als ob er in der letzten Zeit viel im Freien genächtigt, — die braunen Augen, welche denen Hedwiga's glichen, waren geröthet, da» trotz alledem sehr anziehende Gesicht von einem wüsten, ungepflegten Bart entstellt, man hätte ihn für hoch in den Vierzigern halten müsien, obwohl er in der That erst 36 Jahre zählte.
Ulrike setzte das Licht auf den Schreibtisch und blickte ihn einige Minuten schweigend an. Er hatte die Augen finster zu Boden gesenkt und schien ent* schloffen zu sein, das Schweigen nicht zu brechen.
„Setze Dich, Ulrich!" sprach fie ernst, aber mild, „hast Du Hunger und Durst?"
„Hunger? — nein", erwiderte er dumpf, „aber Durst, brennenden Durst!"
Sie schritt schweigend an ein Wandschränkchen, entnahm demselben eine Karaffe mit Wein und ein Kelchglas.
„Trinke", sprach sie kurz.
Er goß sich mit zitternder Hand ein Glas voll und stürzte es hinunter. Als er das Glas wieder füllen wollte, hielt sie ihn zurück.
„Später", sagte sie herb, „jetzt steh' mir erst Rede, woher Du kommst und wa« Du verbrochen hast, um dar Gesetz an Deine Fersen zu heften?"
„O, das ist kurz gesagt", lachte er spöttisch auf, „Du hast es vermuthlich noch nicht vsrgeffen, Tante Ulrrke, wie mein Vater mich behandelt, wie hülflos ich hinausgejagt wurde."
„Dein Vater ist tobt —"
"3ch las es zufällig in einer Zeitung, wäre recht gerne zum Bsgräbniß gekommen, um als legitimes Familienhaupt meine Rechte in Anspruch zu nehmen, doch verhinderten mich verschiedene Umstände daran."
„Dein Vater hat Dich enterbt", entgegnete Ulrike im ruhigstem Tone.
„Das Recht des Sohnes, des freiherrlichen Titels und dieses Stammhaus der Ahnen konnte er mir nicht rauben —"
! „Du irrst, Ulrich, da» Sohnesrecht hattest Da \ durch Dein Betragen verwirkt, der freiherrliche Titel l der Jmmendorf mit seinen Standesvorrechten kann | keinem Enterbten zukommen» und dieses Haus gehört ; uns längst nicht mehr. Die Unglück! che, deren Ver- < derben Du auf dem Gewissen hast, erkaufte es mit I ihrem Gelds, als die Gläubiger Deines Vaters die \ Hand darnach ausstreckten. Diese» Haus gehört der | Tochter jener Frau —"
„Hedwiga —" murmelte der Verfolgte.
„Ja, Deine Stiefschwester, welche Dich Haffen i müßte und Dich doch errettete vor Schimpf und Schmach. Sprich, Unglücklicher!" setzte sie mit feierlicher Stimme hinzu, „was hast Du verbrochen? Weshalb den flüchtigen Fuß hierhergesetzt, um De'- ne» Vaters Ehrs zu brandmarken?"
Der junge Mann hatte sich auf's Sopha nieder» gelaffen und jetzt das Haupt mit finsterem Stolz erhoben.
„Nun wohl, höre mich an, Tante Ulrike und dann richte mich. Du allein hast ein Recht dazu, weil nur Du ein Herz voll Liebe und Nachsicht stets für mich gehabt, und es vorhin auf'» Neue bewiesen \ hast. Als ich hier tm Dunkeln saß, hier in diesem i kleinen Raum, wo Du stet» für des Hauses Ehre ! und Ansehen gedacht, gerechnet, gesorgt, da überkam e» mich mit einer Scham, wie ich fie niemals empfunden, Du, das selbstlose Wesen, welches dar höchste Lebensglück des Weibes einer egoistischen Kranken geopfert —"
„Still!" gebot Ulrike streng, „lästere die Unglückliche nicht, welche durch fremde Schuld in ein lebendiges Grab gestoben worden. Ich will von Dir keine Lobhymne, sondern eine Antwort auf meine Frage hören."
„Schon gut, Tante!" nickte der Verfolgte düster, „Du kannst es mir nicht wehren, Deiner mit Liebe und der Andern mit Groll zu gedenken, mir das vernichtende Schamgefühl nicht nehmen, daß dis letzten männlichen Nachkommen unseres Geschlechts feige, jämmerliche Buben, und nur ein Weib würdig des ehrenvollen Hauses der Ahnen gewesen. Es sind jetzt über zwölf Jahre her, seitdem ich diese Schwelle zum letzten Male überschritten. Wahr ist's, daß ich für den tollsten Studenten, den berüch- tigsten Raufbold auf der Universität galt und studiren für höchst überflüssig hielt. Es haben Viele dasselbe gethan, die später zu Rang und Ehren gekommen —"
„Weil sie zur rechten Zeit zur Vernunft gekommen sind", schaltete Ulrike ruhig ein.
„Mag sein, sie werden wohl ein angenehmeres


