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Allem in das Gedächtniß eingeprägt ist! J4 ver- muthe, Guy bat nur in Verbindung mit dem Flusse an Tressilian-Hof gedacht!"

Er stand immer in erster Reihe meiner Er,nm- runaen an dir heimathliche Landschaf^, erklärte der Betrüger mit affcktirter Wärme.Der liebe, alte Severn! Als Kind spielte ich an seinen Ufern, al» Knabe ruderte ich auf seinen Wellen. Ihr habt Recht, Blanche, zu glauben, daß ein solcher The l der'Heimath am meisten in das Gedächtniß einge­prägt ist. Der heimathliche Strom und die heimath- lichen Berge erscheinen uns immer als die schönsten. Und als Knabe glaubte ich, daß es in der ganzen Welt keinen größeren Strom gebe, als dieser hier.

Sie hatten den kleinen Damm erreicht und Low- der starrte mit scheinbarer Begeisterung auf das

brausende Master.

Der Baronet und Blanche waren still. e.e wollten den Zauber der Versunkenheit nicht brechen, in die den jungen Mann die Erinnerungen an seine

Knabenzeit versetzt hatten. ,

Wir werden nächsten Sommer hier reizvolle Wasterfahrtm unternehmen", bemerkte Lowder nach einer Panse.Der Fluß scheint unverändert zu sein; die Häuser und Gärten sind wie ein oft ge­sehenes Bild. Wie bekannt mich diese gelbe Stein- ö'öa dort drüben anschaut! Ich erinnere mich genau daran. Ich habe ost in der Erinnerung an ihre altmodische Bauart gedacht."

Er hielt plötzlich inne, denn er bemerkte, daß Um beiden Zuhörer ihn erstaunt anschauten.

Augenblicklich verstand er, daß er einen Jrrthum begangen habe und der kalte Schweiß trat ihm auf die Stirn.

Guy, dieses Haus steht noch nicht zwei Jahre. Sein Eigenthümer ist ein Londoner Kaufmann, der sich von den Geschäften zurückgezogen hat. Wie kannst Du Dich also seiner Bauart erinnern und

darüber gelacht haben?"

Der Betrüger wußte nicht, wie er antworten sollte. Hundert Antworten schwebten ihm auf den Lippen, aber keine davon würde seine Angaben ent­schuldigt haben. Seine Augen senkten sich vor dem festen Blick des Baronets, und er blickte hilflos zu Blanche hinüber.

Das Mädchen wurde von Mitleid für ihn erfüllt. Sie fand eine hinreichende Erklärung für seinen selt­samen Jrrthum und flüsterte Sir Arthur zu:

Lieber Onkel, es muß die Folge seiner Ver- letzung sein, von der er uns erzählte. Thun wir, als ob wir die Schwäche seines Gedächtnisses nicht

bemerkten."

Der Baronet nickte zustimmend. Lowder hatte die geflüsterten Worte gehört und faßte sich jetzt wie­der ein Herz zu sagen:

Ich muß irgendwo ein ganz ähnliches Haus gesehen haben, denn es schien mir im ersten Augen- blicke sehr bekannt zu sein. Ich glaube, mein Kopf ist nicht ganz in Ordnung! Aber dort steht ein Haus, mein lieber Vater", fügte er hinzu, auf ein

unleugbar altes Haus weiter om Strome deutend; und' daß ich dieses schon gesehen habe, weiß ich bestimmt! Wer wohnt dort?"

Sir Arthur schaute Lowder aufmerksam, aber obnr Spur eines Argwohnes an.

'Versuche es und denke nach, Gay", sagte er freundlich. 'Du host manche glückliche Stunde mit dm Bewohnern dieses Hauses verlebt. Di« Söhne seines Besitzers waren Deine intimen Freunde. Kannst Du Dich ihrer nicht erinnern?"

Der Betrüger sah sich in einer ärgeren Memme, als vordem und wurde abwechselnd roih und bleich.

Ich ich kann mich nicht erinnern", stam- mcltc et.

Und denuoL hast Du Dich nicht nur gleich an mich, sondern auch an den alten Haushofmeister er­innert. Du hast Frau Goß gleich erkanM und Dich an ihre Freundlichkeit, als Du noch ein Kind wirst, erinnert. Dein Geist muß mit diesen Freunden, die Du wie Brüder liebtest, ebenso verknüpft sein."

(Fortsetzung folgt.)

Are perfekte Köchin.

Humoreske von Anna vom Strande.

(Fortsetzung.)

Mit meinem Wirthschaftsgeld, lieber Arthur, kann ich aber doch nicht auskommen, sie verlangt zu öel!"

So halte sie kürzer!"

Das war leicht gesagt, aber ich wußte nicht, wie ich es anfangen solüe. Martha war 30 Jahre älter als ich und ihre Sicherheit imponirte mir geradezu.

Als Lessing den Kaffee brachte, überraschten uns feine, warme Waffeln, Arrhur's Lieblingsgebäck, er war entzückt über die zarte Aufmerksamkeit seiner jungen Hausfrau, wie er scherzend sagte.

Ich schämte mich so, daß ich kein Wort der Ec- widerang fand, die Rauchwolken von Arthur's feiner Havanna malten lauter grausige Zahlen in die Luft, das unglückliche Ausgabebuch lag mir wie ein Stein auf dem Herzen.

Sollte ich es Arthur zeigen? Aber er war so glücklich, warum ihm den ersten Tag zu Hause ver< bitter»? Ich seufzte herzbrechend.

Arthur legte seine Cigarre hin und sah mir herzlich in die Augen.

Aber Lorchen, was fehlt Dir denn?"

Ich warf mich in seine Arme und weinte bitter- lich, ich hätte es gern vermieden, aber ich konnte nicht anders. Er war ganz erschrocken Über meinen Paroxismus.

Liebes Kind, laß uns keine G-heimniffe vor einander haben, sondern sprich Dich offen aus."

Martha we ß Alles bester, über die Hälfte meines Wirthschaftszeldes ist schon fort, wenn ich ihr alle Auslagen erstattet habe, und ich weiß nicht, I was ich anfangm soll", fügt sie schluchzend hinzu,