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Hans zu einem sehr exclusiven und theilweiss aus diesem Grunde zu einem sehr gesuchten zu machen. Selbst diejenigen, die bei Weitem höher im Ringe standen, als der Geheimrath, rechneten es sich zur Ehre an, in dessen Hause zu verkehren, denn es war allgemein bekannt, daß seine Frau, die Seele und Leiierin des Ganzen, nur solchen ihre Salons öffnete, die eine geistige Bedeutung hatten, sei es in wissen- schastlicher oder in künstlerischer Hinsicht, und zu diesen zu zählen war für Manchen eine angenehme Befriedigung seines Ehrgeizes.

Alexandra war in gewiffer Beziehung eme aus­gebildete Aristokratin, und wie sie es selbst nannte: eine Geschmacksaristokratin. Verletzte Jemand durch unfeine Manieren, durch Aufgeblasenheit, Arroganz oder andere unangenehme Eigenschaften ihr Gefühl, war er nicht nach ihrem Geschmack, so konnte er daneben noch so sehr durch geistige Vollkommenheit sich auszeichnen, sie blieb ihm gegenüber die unnah­bare Aristokratin, welche nie geradezu unfreundlich wurde, aber auch nie solche Elemente an sich heran« kommen ließ. Daß sie bei solchem Aurwahlsystem Unzufriedene machte und Manchen erzürnte, war er­klärlich, ebenso daß von diesen der Eme und Andere sich zu rächen und ihr etwas anzuhängen suchte, doch wagte Niemand bei der großen Zahl ihrer Verehrer und Vertheidiger ihr etwa« Anderes nachzusagen, als daß sie sehr kokett sei, was aber von allen denen, die sie kannten, energisch bestritten wurde.

So hatte es sich gemacht, daß diejenigen, die beim Geheimrath Wolter in kleineren und größeren Gesellschaften zusammen kamen, nicht allein durch Geist und Talent hervorragten, sondern auch fast durchweg Menschen waren von angenehmem und liebenswürdigem Wesen.

Daß zu dem heutigen Feste eine größere Zahl Gäste geladen war, als es bei kleinen Gesellschaften zu geschehen pflegte, hatte seinen Grund darin, daß außer den Eingeladenen der nächsten Umgebung der Schlangenburg auch die Verwandten der Mitglieder de« Gesangvereins gebeten waren.

(Fortsetzung folgt.)

Eine Hefpenstergeschichte.

Nach dem Englischen.

(Fortsetzung)

Bitte tausendmal um Entschuldigung", stammelte ich.Sie gehen also heute Abend nur noch bis nach Mallingford?"

Natürlich. Imgrünen Ochsen" nehme ich einen Wagen. Und Sie?"

Jelf läßt mich von Clayborough abholen. Darf ich etwas für Sie bestellen?"

Sagen Sie, bitte, ich hätte gern gleich die ganze Strecke mit Ihnen zusammen gemacht und komme noch vor Weihnacht, wenn irgend möglich."

Weiter nichts?"

Er lächelte halb bösartig.

Doch", brummte er.Sagen Sie meiner Cou­sine, ste brauchtedieses" Mal mir zu Ehren das Haus nicht anzustecken und möchte vor meiner An­kunft den Ofen im blauen Zimmer fegen laffsn."

Das klingt ja tragisch! Brannte es bei Ihrer letzten Anwesenheit in Dumbleton?"

Beinahe. Seit Frühjahr war in meiner Stube kein Feuer gewesen, die Krähen hatten im Schorn­stein Nester gebaut und als ich zu Bett gehen wollte, war das Zimmer voll Rauch und das Rohr schwfl'e. Ist hier schon Blackwater?"

Der Zug war während dieses Gesprächs allmälig langsamer gefahren und ich sah, als ich den Kopf i aus dem Fenster steckte, die Station in einer Entfer­nung von ein paar hundert Schritt. Ein Güterzug stand auf denselben Schienen und der Schaffner be­nutzte den Aufschub, um die Billets zu sammeln. Ich hatte mich kaum orientirt, als der bärtige Beamte an der Wagenthür stand und hineinrief:

Dis Billets, meine Herren!"

Ich gehe nach Clayborough", antwortete ich.

Er nahm meine rothe Fahrkarte, warf beim Schein der Laterne einen Blick darauf, gab sie zurück, sah, wie mir vorkam, meinem Ressegefährtm ziemlich scharf inS Gesicht und verschwand.

Er hat Ihnen Ihr Billet nicht abgefordert", be­merkte ich erstaunt.

Das geschieht auch nicht", erwiderte er.Ich bin bekannt und fahre selbstverständlich frei."

Blackwater! Blackwater!" ertötte es, und wir waren am Perron.

Herr Dwerrihouse zog seinen Actenkasten hervor, steckte dis Reisemütze in dis Tasche, setzte den Hut wieder auf, nahm den Regenschirm, machte sich reise­fertig, kurz, er verfuhr mit systematischer Umständ­lichkeit, wie beim Einsteigen, nur nach umgekehrter Reihenfolge. Hierauf sprach er mit altmodischer Höflichkeit:

Sehr verbunden für Ihre Begleitung. Gute Nacht, Mr. Lrngford."

Gute Nacht", sagte ich und streckte die Hand au?.

Aber entweder sah er es nicht oder wollte es nicht l sehen; er berührte leicht die Krämpe seines Hutes mit ! der Hand und trat auf den Perron. Langsam ging , er seine Wege und verschwand in der Menge.

Ich lehnte mich hinaus und sah ihm nach. Da r trat ich auf ein Cigarrenetui, welches ohne Zweifel j aus seinem Regenmantel gefallen war. Es war von : dunkelbraunem Maroquin mit einem silbernen Schild­chen. Ich sprang au« dem Wagen, gerade, als der Schaffner die Thür schließen wollte und fragte eifrig: Haben wir nicht noch eine Minute übrig? Der Herr, welcher mit mir von London ankam, hat sein Cigarrenetui fallen lassen, und ist sicher noch in der Halle."

Anderthalb Minuten, zu Befehl!" bestätigte der Angeredete,machen Sie schnell."

Ich lief, was mich meins Füßen tragen konnten; der Perron war lang und Mr. Dwerrihouse schon