Ausgabe 
2.6.1888
 
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Slrtljur war im Begriff, in fein Zimmer zu

Vermischtes.

Herzenskind, ich verstehe kein Wort von der Haushaltung, und Küchemecepte find mir unbekannte Größen! Aber jetzt laß mich umziehen."

Damit ging er und ließ mich mit meinem Äum. mer allein.

Mama kannte sie auch nur vom Hörensagen, chre Zeugnisse sind allerdings brillant, aber sie ver­braucht zu viel, man kann Kroquett» sehr gut ohne Trüffeln machen."

p "Gütige Feen find manchmal Hausdrachen", ver- setzte ich erbittert.

Kedaction: A. Scheyda. - Druck und Verlag der Brühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen,

angespornt, bieten Alles auf, um in besserem Gewände

M erscheinen und die Folge davon ist, daß sich ein

ek er sich ganz erstaunt nach mir um. I Concurrenz geht immer siegreicher vor- die eleaant ÜnmillfüS Kalbsbraten?" I ausgestatteten Ausschanklocale der Münchener sind

ich lachen. | tagsüber uud allabendlich stark besetzt, man bezahlt

»Di« Mama ^sagte doch ^e» sei eine"ganz^ vor- Aufenthaltsorten aern böb

zügliche Person."

in den angenehmen Aufenthaltsorten gern höhere Preise als für das Berliner Erzeugniß, das nur in wenigen hübsch eingerichteten Heimstätten verzapft wird, und sieht in Folge dessen nunmehr nicht nur m der Friedrichstadt, sondern auch in den anderen Stadtvierteln, in denen bisher eigentlich nur spree­athenisches Bier getrunken ward, dieechten Tempel des Gambrinus" aus der Erde hervorwachsen. Da­neben bewerben sich und zwar mit Glück die Dortmunder und Pilsener um die Gunst des Publi- > | kums, während Culmbach, Nürnberg und namentlich sw f , I Wien-Dreher sichtlich allmälig die im Laufe der Heit

Artb^? vE?a I gewonnenen Freunde zu verlieren scheinen. Durch

brat-n tWh L ^ unglückliche Kalbs- diesen Wettbewerb sind einige Berliner Unterne^mi; MIota. toar tn ^endlich aus ihrer Ruhe aufgerüttelt wordem Die Liebes Le« 4 f I Schnltheiß-Brauerei eröffnet demnächst ein Prachtlocal

züaliLe KöLin u verta nT Ut Friedrichstraße, Friedrichshöhe hat bereits

Me9 h7» !?:^sser, als j einige selbst eingerichtete Bierhäuser bem Setrie6 über=

M ^er Koch- geben, und das Böhmische Brauhaus kündigt die runst wegen berühmt ist. Eröffnungstilvoll" ausgestatteter Restaurants in

(Fortsetzung folgt.) j der Anhalt- und Friedrichstraße an, Neuerungen,

welche jedenfalls zum Nachdenken anregen. Was den Consum an echtem Bier anbelangt, so schätzt der Berl. Act." denselben nach zuverlässigen Erkundi­gungen auf 120000 Hektol. pro Jahr. In erster m r , I Linie figurirt die Münchener Concurrenz; Spaten b"de«8 erconsumderReichshaupt- mit 31000, Löwen mit20000, Pschorr mit 16 000, ft ci b t veröffentlicht derBerliner Actionarr" einen | Leistbräu mit 14000 Lacker mit 3000 dann Reit- di E/d^^m Rörs tabellarischen Uebersichten Nürnberg mit 9000,' Tucher-Nürnberg'mit 35Oo' bie Lage der rm Börsenverkehr stehenden Brauereien, I Frankenbräu-Bamberg mit 6000, Ansbacher mit 1500 dre Concurrenz der bayerischen Gesellschaften und die | und Adelshoffen-Elsaß mit 2000 Hektoliter. Die fL^r9-*9 ^arsenpreise schildert. Aus der um- I sämmtlichen an der Berliner Börse gehandelten Braue- P^atMMikum^^nen^vir hervorheben, daß das I reien verzeichneten in 1886/87 einen Gesammtabsatz EÄfiKrAw? s /86 bie von 2 357 274 Hektoliter (gegen 1885/86 + 142 918 St « Ärgerte, diesen Papieren gegenüber Hektoliter) und erzielten incl. 2 831 173 M. Ab- Ä ^hr die früher beobachtete Vorliebe bekundet, I schreibungen einen Bruttogewinn von 9 725078 M.

PeU ble. A°ph^ungen der Börsenjobber betreffs I Nur zwei Gesellschaften Wiesner-Breslau und blugetroffen sind. Die Preise I Ahrens-Berlin arbeiten seit Jahren mit Verlust üer^^U ^ßnäl)S£thfrl«?^9ält^«3^9$renb bie eine exceptionelle Stellung einnehmende

S \ der Berliner Gesellschaften Berliner Patzenhofer-Brauerei Dividenden von 53'/

betrifft so hat sich,derselbe tn 1886/87 nicht beson- 43 73 und 33^ Proc. vertheilte. Für Reserven himh9§e-9hf.9?°6tefn 33rauer?ien I wurden im letzten Jahre 509 957 ^/erübrigt und ^r^""b F?^dnchshohe) haben sogar weniger ! an Tantiemen insgesammt 750 677 gezahlt, erlauft als un Vorjahre, was vornehmlich auf die I Die neue Campagne der Brauereien läßt sich befriedi- ?er auswärtigen Unternehmungen zurück- I gend an; der Absatz hat sich bei den meisten Gesell- ^Är"^^lchshauptstabt sind zur Zeit I schäften im ersten Vierteljahr bester als in der wohl alle leßtungssahigen Brauereien Deutschlands I Parallelperiode des Vorjahres gestellt. Man sieht thatlg, die nach Münchener und Wiener Braumethode I daraus, daß die Concurrenz der fremden Brauereien AcÜenKe?ellscka?t!^r* Sreffenben I einen besonders bemerkenswerthen finanziellen Effect Actlen-Gesellfchasten überbieten sich förmlich, um der I noch nicht ausübt. Uebrigens muß man auch mit Berliner (meist Böhmischen) Brauart das Dasein I der Bevölkerungszunahme rechnen die in Berlin urn zu erschweren; die Berliner Gesellschaften, dadurch | Jahr auf 50 000 Ln veranschlagt wird P