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er. „Die Welt irieffchreiben für »wissenden wird
von jeder Ver« ;r geistigem Zu- es wäre vielleicht e Interessen zu
„Ich vernmihe, hundert Francs wäre eins große Summe für Euch, Signore Palestro?"
Die Augen des Schreibers funkelten gierig.
„Eine große Summe I" rief er aus. „Ich habe in Jahren nicht hundert Francs gleichzeitig beisammen gehabt I"
„Was würdet Ihr also zu fünfhundert Francs sagen? Ich würde Euch diese Summe jährlich geben, unter der Bedingung, daß Ihr mich von dem Zustand des Kranken gut unterrichtet haltet, mir be- sonders von jeder Veränderung oder Besserung Nachricht gebt."
Der Schreiber nahm das Anerbieten bereitwilligst an und seine klauenartigen Finger zuckten fast vor Gier, bas versprochene Geld zu erfassen.
„Ich will Euch hundert Francs Angabe geben", sagte Lowder, „um unser Geschäft fest abzuschließen."
Er nahm fünf Napoleons aus der Tasche und zählte sie Palestro aus die Hand.
„Ihr werdet mich als den treuesten, gewiffenhaf. testen Schreiber finden", rief Palestro entzückt. „Der arme Wahnsinnige soll nicht seufzen und nicht ächzen, ohne daß ich Euch schreibe; und wenn der arme Junge durch irgend ein Wunder seinen Verstand zu- rückerhält, sollt Ihr er fast ebenso schnell wissen, als er."
(Fortsetzung folgt.)
Wahre Krkönisse eines Aaörikanten für Badewannen.
Im vorigen Sommer enthielt ein bayerisches Blatt ein kleines Inserat, welches folgenden Wortlaut hatte:
Badewannen, Fabrik-Spezial. Jed. Größe, Zur Erh. d. Gesundheit unerläßlich. Preiskour. verf. gratis. K., Fabrik für Klempnerwaaren
Breslau.
Leider mußte He r K., der Specialfabrikant für Badewannen, die Erfahrung machen, daß die Menschheit von heute ihre Gesundheit in leichtsinniger Weise vernachlässigt, denn der Bestellung n, die in Folge des Inserats auf Badewannen eingingsn, waren nur sehr wenige. Eines Tages aber kam aus Afchaffen- bürg folgendes Schreiben:
„Ew. Wohlgeboren benachrichtige ich hiermit, daß ich geneigt wäre, für meinen Haushalt einige Badewannen von Ihnen zu beziehen. Aber aus praktischen Gründen kann ich das erste khun, wenn ich in Breslau bin. Ich gedenke nämlich dorthin überzusiedeln.
Sie haben wohl auch die Güte, mir auf folgende Frage Auskunft zu ertheilen: „Wie sind in Breslau dis Wohnungen von 5 bis 6 Zim- mein und Zubehör im ersten oder zweiten Stock, und in welchem Stadttheile ist dort die Luft am gesündesten?
Ihnen im Voraus für Ihre Gefälligkeit dan- 'end, zeichne hochachtungsvoll
Xaver Schmidt.
Unser Badewannen,Fabrikant war natürlich gern bereit, seinem künftigen Kunden die gewünschte Auskunft zu ertheilen. Freilich konnte er das nicht so ohne Weiteres. Er mußte selbst durch die Straßen laufen, überall Erkundigungen einziehen u. s. w. Aber was thut ein Geschäftsmann h-utzutage n-cht alles! Einige Tage später sah sich Herr K. in Stand gesetzt, Herrn Schmidt über die Breslauer Wohnungs-Verhältnisse ausführliche Auskunft zu ertheilen.
Herr Schmidt bedankte sich höflichst für die Auskunft und machte in einem zweiten Schreiben dem Fabrikanten die erfreuliche Mittheilung, daß auch Herrn Schmidt's Schwiegereltern nach Breslau über# zufiedeln gedächten, und alsdann gleichfalls ihren Bedarf an Badewannen bei Herrn K. decken würden. Das Schreiben schloß mit den Worten:
„Ich würde Ihnen überaus dankbar sein, wenn Sie mir auch eine passende Wohnung in paffen- der Gegend für meins Schwiegereltern empfehlen könnten. Es genügen drei Zimmer und Zubehör; doch bitte ich, darauf zu achten, daß diese Wohnung nicht in demselben Stadttheile sein darf, wie die meinige. Auch müffen die Fenster des Schlafzimmers durch Läden verschließbar sein.
Hochachtungsvoll Xaver Schmidt." Diesmal wurde der Fabrikant schon verdrießlich. Aber trotzdem antwortete er Herrn Schmidt in höflichem Tone, daß er trotz eifrigen Suchens eine Wohnung in verlangter Beschaffenheit für die geehrten Schwiegereltern nicht habe' finden können, und sandte einige Zeitungsausschnitte mit, welche Woh- nungk#Offerten enthielten.
H«rr Schmidt ließ mit der Antwort nicht lange warten. Ec bedankte fich in freundlichster Weise für die Bemühungen des Herrn K., theilte ihm mit, daß er sich sofort mit mehreren Hauswirthen in Ver, bindung gesetzt habe, und daß die U'berstedelung schon in nächster Woche erfolgen werde. Vorerst aber hätte er nochmals eins kleine B'tte.
Er schrieb nämlich:
„Bitte, würden Sie wohl so freundlich sein, mir noch einen oder mehrere Rektoren der Mittelschulen aufzugeben, damit ich mich behufs Anfragen an sie wenden kann. Sind die Mittelschulen dort ein Zwischending der Realschulen und der geringen Bürgerschulen? Oder bitte, wie ist das Vrrhältniß? Und möchten Sie mir auch sagen (genau!) wie hoch die städtische Steuer für dreihundert Mark Einkommen ist? Auch für Kapital-Einkommen (wegen meiner Schwieger- Eltern.) Betreffs der Wohnungen waren Sie so freundlich, anzuführen, daß überall Wafferleitung ist; in den Inseraten steht aber nichts davon. Wie kommt das? Ohne Waffer wird keine Wohnung genommen!
Giebt's denn dort auch Ungeziefer? Wanzen? Oder laufen auf dm gemauerten Herden die Schwaben herum?


