voll märcheichaster 2id)tjulle. Ho«1) >.n Juicben taucht der Tonnenboll hinter die gewaltigen Pack« rismassen zwischen Grönlanh* und Zslands Lüsten, die der Reisende zur Mitternachtssonne selbst vom wett höher gelegenen Nordkap nicht schauen kann, -hier ermöglicht das grün-schillernde. <nxg Helle Polareis em Schauen mit ungeschützten Äugen in die glühende Lichtfülle zwischen Sonnenuntergang und «aufgang. Das ganze Himmelsgewölbe gleicht einem Farbenmeer, in das nach wenigen Minuten ein goldgelber, glanzender Schein noch Osten mit eilender Macht eindringt und den Anbruch des jungen Tages verkündet. Bald blenden die neuen Strahlen des so plötzlich verjüngten Sonnenlichtes so stark, daß ich den Blick wieder nach Süden, der Küste des „eisigen Felsens im Meer" zürnenden muh. Die Mitternachtssonne hat auch in der Brust der einsamen Beschauer Einzug gehalten!
Die ratternde Maschine, die den unbemerkt auf einer Fischbank aurgeworsenen Anker einholt, weckt mich aus diesem wundersamen Traum, unser Boot ändert langsam die Fahrtrichtung und mit reicher Beute und dem schönsten Erlebnis im hohen Norden, kehren wir im strahlenden, kühlen Morgen in den kleinen Fjord zurück.
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
£. Wieseck. 31. Aug. Dor Beginn der gestrigen Gemeinderatsihung stellte der mein berat Werner den Antrag. alS Punkt 6 die Verpachtung eines Teiles der Badenburger-Hohl an die Dreschgenvslenschast auszunehmen, dem entsprochen wurde. Bürgermeister Schomber eröffnete die Sitzung und teilte mH, dah die Stadt Diesten dem Angebot der Gemeinde Wieseck wegen Umbau der elektrischen Lichtleitung am Lichtenauer Weg und Erbauung von zwei Transformatorenhäusern, eins an der Dlöserstraste und eins an der Die- steuer Strahe, insofern näheraetreten sei, dah sie zwar nicht zwei Drittel der Kosten übernehme, jedoch von der Gemeinde nur noch die Festsumme von 6000 Ml verlange. Dies bedeutet rn Anbetracht der veranschlagten Gesamtsumme von 17 500 Mark immerhin eine Ersparnis für Wieseck, und der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag zu. Eine längere Aussprache entspann die Vergebung der Arbeiten zur Errichtung einer Zentral- Heizung In der Schule an der Giehener Strahe. Hier lagen fünf Angebote vor, und eS wurde der Auftrag der FirmaHSchaff staedt für 2997,80 Mk. erteilt mit Rücksicht darauf, dah bei genannter Firma 31 Leute aus Wieseck be- schästigt sind. Zwischen Möserstraste und Stein- strahe entsteht eine neue Strafte, für deren Benennung zwei Vorschläge gemacht waren. Da beide nicht zusagten, entschloh sich der Gemeinderat, die Strafte nach dem verstorbenen Töpfer Ludwig Kehler, als Ke stier strafte zu benennen, da Kehler durch seinen Beruf und Fähigkeit den Damen seiner Heimatgemeindr in alle Welt gebracht habe. Veranlassung gab auch, dah die Strafte durch sein 'Besitztum führte. — Herrn aim ftommel erhält die Genehmigung zur Erbauung eines Wohnhauses außerhalb der Bau- Huie, muh aber in diesem Fall, wie üblich, auf kostenlose Zuführung von Wasser. Licht und Weg verzichten. -- Ein trauriges Kapitel ist immer noch die Wohnungsnot: 'Bürgermeister Schom- ber muftte zu seinem Bedauern feststellen, dah sich die Verhältnisse seit 1924 nicht gebessert, sondern eher verschlechtert haben. Will Wieseck auf dem Gebiete der Wohnungsfürsorge einiger» maften Schritt halten, so müftten jedes Jahr mindestens 20 Wohnungen erstehen. 3ft doch gerade der.Zuzug nach Wieseck sehr stark, und können doch auch die von privater Seite erstellten Wohnungen, der hohen Mieten wegen, nicht von den einheimischen Arbeitern bezogen trerben. Der Ge- mUnberat war allgemein der Ansicht, dah er sich in nächster Zeit sehr eingeftenb und ernstlich mit diesem Kapitel beschäftigen muh. Eine sreiwer- benbe Wohnung der Gemeinde in der früheren Klingsporschen Fabrik, wurde dem Arbeiter Ludwig Rau zugesprochen. — Der Verpachtung der Badenburger-Hohl an die Dreschgenossenschaft konnte der Gemcinderat nicht ohne weiteres zustimmen; dieser Punkt der Tagesordnung. wurde zurückgestellt, bis eine 'Besichtigung des Geländes durch den GesamtgemcindevorstaTrd stattgesunden hat.
Collar. 30. Aug. Gin seltenes Jubiläum tonnte anläßlich des diesjährigen Kirchweihfestes der Karussellbesitzer Krämer aus Biedenkopf hier begehen. Gs sind in diesem Jahre 50 Jahre, haft die Familie Krämer mit ihrem Geschäft nach hier kommt. Zwei Kränze mit der goldenen „50“ an dem Dop- pclkarussell waren daS duftere Zeichen des Jubiläums.
• 'Jt ö b g c n , 31. Aug Ein schwerer U n • g l ii ck s s a l l ereignete sich gestern nachmittag in unserem Dorfe. Hier . ar der 30 Jahre alte, bei der Reichsbahn beschäftigte Friedrich H o m e l von hier al» Helfer bei der Dreschmaschine tätig. Der Mann stand auf dem Dreschwagen, von dem er aus bisher noch unbekannter Ursache so unglücklich a b ft ü r j t c, Saft er mit einer schweren (9 e • Hirnerschütterung und wahrscheinlich auch inneren Verletzungen an der Unglücksstelle liegen blieb. Der Bedauernswerte wurde bewußtlos von der Freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen zur Chirurgischen Klinik verbracht, wo er heute vormittag seinen Verletzungen erlegen ist.
- Watzenborn-Steinberg. 30. Aug. Qiitt recht rege und auch zugleich erfolgreiche Tätigkeit entfaltet seit einiger Zeit der hiesige Turnverein ..Gut He i (**. Nachdem erst kürzl.ch einige feinet Mitglieder bei dem Wett- turnen anlätzlch der Gausahrt des TurngaueS Wetterau recht schöne Erfo.ge crr.ngen fonn» toi he runter den 1. Preis in der Oberstufe — Zipfe), nahmen auch einige Turner an dem vor kurzem abgeha?tenen Bergfest des Lahn- Dünsberg-Gaues :n Dorlar teil. Gs errangen bei dem Wetturnen in der Oberstufe Kan Pt tz unb Karl Wehrum m t je 49 Punkten je den U. Preis, und in der Unterstufe Heinrich Schmandt mit 67 Pmitten den 20. Preis. Am vergangenen Sonntag wurden in Dauernh-im die Gaumeisterschatten im Turngau Wette rau ausgetragon. 3m Freiweichoch (1.5Q Sieter hoch — 3 Meter wett) konnte Dich. Zipfe, und im lOO-Moterlaus (12,1 Sek.) Karl Pitz die Gaumeisterschaft erringen. Karl Wehrum wurde m:t einem 2. Preis im Freihoch ausgezeichnet.
o Au» dem nördlichen Teil des Kreises Tieften. Die legten Tage mit ihrem Schönwetter haben die ndber gänzlich geleert, und der R e st des Tetr ei des ist eingebracht. In den meisten Dörfern gehen die D r 11 dj m a • schinen, nm die gute Frucht als Lohn der
sauren Arbeit bcs Bauern auf die Speicher yr bringen. Fast gleichzeittg hat die (Brummet* ernte eingesetzt, die nur in den Tal» und Ls« wässenrngswiesen einen einigermaßen nennenswerten Ertrag gibt Bei den Bergwiesen lohnt der Schnitt kaum. Di« feuchte und warme Siderung der letzten Woche hat auch die Pilze ans Licht gebracht. 3a Feld unb Wald sind fie nun zu fmben und werden dem Kenner eine angenehme Bereicherung de» Küchenzettel» bringen.
J Li ch, 30. August Am Sonntag beenhigte bte ochützengesellschast L i ch ihr diesjähriges Hauptschief,«n. Neben dem httftgen Verein beteiligten sich Mitglieder des Schützenoereins Tieften, der Schützengesellschaft Nidda und Saubach. Die Preisoerieilung wurde am Abend in Steins Saolbau dahier vorgenommen. Sie hatte folgende» Ergebnis: Königsscheibe (40 Ringscheibe): Schützenkönig für das Fahr 1929 ist Ernst Trechsler (Lick) mit 3V Ringen. Gleichzeitig er« hielt er den vom Schützenverein Tieften gestifteten Wanderpokal; 1. Ritter Willi Hahn (Lich), 2. Ritter Georg Maidhos (Sich). F e fr s ch e i b e (40 Ring« scheibe), 100 Meter, aufgelegt: 1. Preis Heinrich Appel (Gießen), 40 40 Ringe; 2. Koch (Gießen), 40;39 Ringe; 3. Willi Georg (Gießen), 40/39; 4. Willi Hahn (Sich), 40,36 Ringe. 175 Meter freihändig: 1. Preis. Georg Gümblein (Gießen); 2. Willi Hahn (Lich); 3. Heinr. Appel (Gießen); 4. Karl Peter (Sich). 10 0 Meter, aufgelegt: 1. Preis Sauer (Gießen), 36 Ringe; 2. Willi Hahn (Lich), 35; 3. Heinr. Appel (Gießen), 35; 4. Struck (Nidda), 35 Rings. Steh- bock: 1. Preis Nickel (Nidda); 2. Willi Hahn (Lich); 3. S. D. Erbprinz Hermann Otto (Sich). Tontauben: 1. Preis S. D. Erbprinz Hermann Otto (Lich); 2. Wilhelm Kraus (Lich);
»reit Schotte«.
f Gebern. 30. Aug. Vor hrtttm wurden bei ben ärbarbeueu am ftktfigai Bahngrläud« zwei Arbeiter verlchüttet. von denen der eine sofort starb. Nun ist auch der andere Arbeiter, der 33iährig« Otto Baumann aus Eckarrs- bom, feinen schweren inneren Verletzungen in der (Jicftener Klinik erlegen. Er hinterlätzt eine Witwe und em Kind.
Miete T'arLtcidach.
ß Lauterbach, 30. Aua. Aus der jünaften Gemsinderatssigung ist u.a. zu berichten Als erster Punkt steht die Abrechnung de» diesjährigen Prämicnmarktes auf der Tagesordnung. Die Rechnung schließt in Einnahme und Ausgabe mit runb 9500 Mk. ab und wird genehmigt — Die Kläranlage der Stadt ift in gesundheitlicher Hinsicht bereit» wiederholt dsonst a n d e t worden. Die Bau- und Finan zkomMission hat sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt und empfiehlt, zur Beseitigung der derzeitigen Zustand« mit dem ttulhirbauamt in Verbindung zu treten unb Vorschläge mit Kostenanschlägen ausorbetten zu lassen, um einem Um- bzm. Neubau der Kläranlage mihertreten zu können. Der Vorschlag wird zum Beschluß erhoben. Die Inhaberin der jetzigen Herberge hat die Führung derselben mit Ablaus dieses Zahres gekündigt. Es wird nun die Neueinrichtung einer Herberge erforderlich. Auf Vorschlag des Bürgermeister» Dalz wird beschlossen, das Haus „Wilhelmshöhe" zu pochten und als Herberge ein- zurichten — Bürgermeister Walz gibt sodann einen Antrag des GemeinderotsmitgUedes Metzger bekannt, wonach Neubauten für die ersten fünf Jahre von der städtischen Grund st euer befreit bleiben sollen Bürger
Das gvoSe Heimatblatt
Oberhessens und des angrenzenden Lahngebietes ift der
GieSenee Ameise« mit seinen anerkannt hervorragend ausgeftatteien, in eigenem Iftedaltions- und Druckereibetrieb bearbeiteten Seilaqen
Gleßeuev KamlttenblSttev
Dienstags und Samstags
Seimat im VUd Sie Schotte
Donnerstags Freitags
Äeftellungen nehmen entgegen in Gießen die Trägerinnen und die Geschäftsftelle des Gießener Anzeigers, auswärts 250 örtliche Vertriebs« stellen und die post
3. 3uL Ihring (Lich). Kleinkaliber-. 1. Preis Willi Hahn (Lich); 2. Karl Peter (Lich); 3. Struck (Nidda). Auf die Feftscheibe erhielt jeder Preis- träger einen Zusatzehrenpreis; auf die übrigen Scheiben der beste Schütze einen Ehrenpreis.
Kreis Büdingen.
!! Vüdingen, 30. Aiug. Der ® c me t n b e - rat bewilligte für das am 4. September statt- findende 3ugenbfeU 450 Mk., sowie eilten Kredit zur Vervielfältigung der Erläuterungen des diesjährigen Gemeinoevoranschlags. Weiterhin wurden Kanalisationsarbeiten am Gebück beschlossen, welche einem Kostenaufwand von 2500 Mk. erfordern. 2n nicht- öfsenllicher Sitzung wurden Hilfsbedürftigkeits- angelegenhei'ten beraten. — @:n Eisenbahnunfall ereignete sich am hiesigen Bahnhose. Eine Vangiermaschine kam durch noch un- befararfce Arfache zur Entgleisung. Die Züge erlitten infolgedessen erhebliche Verspätung. Das Personal der Maschine blieb unverletzt.
N t d d a , 30. Slug. Im kommenden Winter soll der hiesigen Landwirtschaftlichen Sch ule ein Haushalt ungs-Lehrgangfür Mädchen ungegliedert werden. Neben praktischer Unterweisung im Kochen und Nähen erstreckt sich der Unterricht aus Gesundheits- und Säuglingspflege, Hauswirtschaft, Bürger- und Lebenskunde sowie Buchführung. Der halbjährige Lehrgang soll so ausgestaltet werden, daß die Töchter aller Berufsstande daran teilnehmen können. Für die Angliederung eines Mädchenjahraangs war der Gedanke ausschlaggebend, daß viele Väter heute nicht in der Lage sind, ihre Töchter entfernten Haushallungsschulen zu. zuführen. Die zentrale und oerkehrstechnisch äußerst günstige Lage Niddas gestattet es aber einer weiteren Umgebung, ihren Töchtern unter geringen Kosten eine zweckhafte Ausbildung für den Haus- frauenberuf zu geben.
# E chzell, 30. Aug. Während in den letzten Jahren hier rege Bautätigkeit herrschte, liegt der B a u m a r k t in diesem Jahre fast still. Ein eiiui- ges Doppelwohnhaus am Ende der Hauptstrage in der Richtung der Straße nach Grund-Schwal. heim zu wurde errichtet. In den vorhergehenden Jahren hat das Dorf in der Hauptsache seine Ausdehnung nach Gettenau zu erhalten, so daß beide Dörfer oijllig aneinandergewachsen sind; nut die beiden Ortstafeln trennen die Gemeinden. Neben diesem Wohirhausbau wurden noch mehrere An. und Ausbauten an Häusern, <oroie Vergrößerungen und Reparakurarbeiten an landwirtschaftlichen Gebäuden ausgesührt. — Die Grummeternt» ist hier i i vollem (Bange. Der Ertrag ist im Gegensatz )U vielen anderen Gegenden mittelmäßig, da in dem leucht en Wiesengrunde in der fiortoffnteberung auch bei bet großen Trockenheit sich ein einigermaßen guter Graswuchs bilbete. - Die Frühkartoffel* ernte näher, sich ihrem Ende. Trotz sehr großer Trockenheit ist bei dem tiefgründigen Harioffelboben der Ertrag ziemlich gut. wenn auch einzelne cor- fen. v B. Holländer Erstlinge und Asche» Gold- niete. Mindetenräge lieferten. Die letzten Regen- fälle und den cpatfartotfdn noch sehr zustatten gekommen. Die Stauden leften ftifdigrun au» unb und noch im Dachsen begriffen. Te’onbers die neueste Züchtung ..fjbdtraub', di« als die Kartoffel der Zukunft bezeichnet unb immer mehr angebaut
I wirb, hat eine üppige SrautbUdung.
meister Walz hält diesen Antrag teils ht finan« Ziellor Hinsicht, teils aus Gründen der Gerechtigkeit nicht, oder wenigstens nur für schwer durchführbar. Bei dieser Gelegenheit weist der Büraermeister darauf hin, daß die Stadt in nicht allzu ferner Zeit vor Aufgaben gestellt ist. die mit enormen Kosten verbunden sind, rote z. B. Schulhausneubau. Erbauung einer neuen Kläranlage u. dgl. Um tiefe Projekte, die bei der derzeitigen Entwicklung der Stadt nicht zu umgehen sind, zur Durchführung zu bringen, müsse man, nach den Ausführungen des Bürger- meisters. jetzt schon entsprechende Rücklagen machen. Der Bürgermeister schlägt deshalb vor. den Antrag Metzger im vorliegenden Wortlaut abzulehnen, dagegen bei Kleinroohnungs bauten in t c dürftigen Fällen von Fall zu Fall über evtl, nachgesuchte Steuerbefreiung Beschluß zu fassen. Der Vorschlag des Bürgermeisters wirb nach eingehender Beratung zum Beschluß erhoben. — Die Anwohner der H o h b r ü ck e haben ersucht, dieses Straßenstück in Anbetracht der ständig zunehmenden Staub plage zu befestigen. Nach den Aussührun- gen des Bürgermeisters hat sich die Provinz schon bereit erklärt, die Strafte im nächsten Zahre zu teeren, und somit dem Gesuch zu entsprechen. Der (Bemeinberot ist mit den getroffenen Vereinbarungen einverstanden unb beschließt, die aus die Stadt entfallenden an teilmäßigen Kosten zu übernehmen. — Am Schluß der Sitzung wird noch be- schloffen, btt neuerbautc Strafte neben dem Finanz- amt „A m Kreppei ft ein" zu benennen.
Starkenburg.
WSV. Langen b. Darmstadt, 30. Aug. Ein achtjähriges Mädchen, das mit dem Fahrrad zwischen zwei Oaftautoi durchfahren wollte, wurde von dem «inen Lastauto erfaßt und zu Fall gebracht. Das Hinterrad des Autos ging dem Mädchen üf*ct den Kopf unb tötete es auf der Stell«.
Preußen.
Kreis «etzlar.
3 Krofdorf, 30. August. Die Gemeindevertretung ha, in ihrer gestern abend haitac- habten Sitzung folgende Beschlüsse gcsaßt: Die Verhandlungen mit der StadlSietzen nxaen d«m Bau einer Straßenbahn sollen wieder ausgenommen werden. Der Bürgermeister, der auch zu dieser Sitzung geloben war, wurde beauftragt. diese Verhandlungen zu tätigen. — Zur Befestigung de» Ufers der Kroppach unterhalb dem Bahndamm ist eine weitere Ausgabe non 4'10 Mark erforderlich. Die Gemeindever« tretung erklärte sich mit diesem Kostenanschlag einverstanden; die Arbeiten sollen dem Unternehmer Valentin in Gleiberg übertragen werden. — Die Schulbänke sollen durch einen Fachmann einer gründlichen Reparatur unterzogen worden. — Der Rähuvt erricht soll incht, wie bisher, in einem Schulsaal stottfinden. ior.be ni in dem für die Haushaltungeschule vorgesehenen Raume. — Die Po st Verwaltung Hane den Antrag geheilt. da» Auto ab 3L3O flftr unb Tießen ab 22-40 Uhr aussallen m losten; der Aniraa wurde abge- lehnt. — Mm 2S. d. M. feierte bet Laadwiri Karl neuer, hier, in körperlicher unb geistiger Frische seinen 80. Geburtstag. Herr JVger ist Alt
Veteran von 187071. Die Musikkapelle Krofdorf brachte dem Ocburtstavtinbe ein Ständchen.
XX ’2I R b n d). V. Ang. Die setzt eitrig betriebene Znsammenkegnng der Feldmark hat vorerst den großen Soncil gebracht, daß neues V.iugelärbe aufgeschiofjen werden konnte. Zw> chen bem Weg nach b r .naltefteUe unb der Kinzenbacher Strafte find zwei Baulinien auf- getan, yilerbina» iinb die Bauplätze daietdit üem- lich teuer, es werden pro Quadratmeter burdiMfnitt- lich 4.50 Mark oerionqt. Durch ben Ausbau in hie- lem Gelände erftoU aber das Dorf ein g«i<Mo*epe» während bisher mir an seine Ausgänge vor allem an die Straße nach Heuchriheim. nie! gebaut wurde.
OO Münchholzhausen, 3o. Äug. Der T e • mein berat beschäfngte sich in seiner jingHe« Sitzung mit der Beratung b e s Haushaltspläne» für ba» Rechnungsjahr 19^ Unb jaftte dabei u. a. folgende Beschluste: Da» früher ubi-dx- Zwolfuhrläuten |oll wieder cingefubrt werden — 3n der neuen unb in der alten Schule sind verschiedene Instandfetzungsarbeiten in den Lehrerdienstroehnungen vom Schulnorftanb als notwendig bezeichnet morden, deren Ausführung Dom Gemeinderat beschlossen wurde. — Dem Antrag der Kirchengemeinde auf Unterstützung tes beabsichtigten Kirchen neubaue» wurde insoweit statt gegeben, als 80 bi» 100 Festmeter Nutzholz au» einem bei der Forftverwaltuna beantragten tfytra- hieb, die erforderlichen Bruchsteine ou» bem Te- meindesteinbruch und der Lehm zur Herstellung der Feldbrandfteine aus der (ftetnetnöclehmgrübe forme ein Betrag von 10 000 Reichsmark in bar zur Verfügung gestellt werben. Ferner ist die Gemeinde bereit, die Bürgschaft für eine von der Kirchen- gemeind« aufzunehrnend« 21nleihe im Betrage non 9000 Mark zu übernehmen. — Fortbildung»- schulunterricht soll, wie im vorigen, so auch in diesem Winter erteilt werden. — Die Blitz- ab lei ter am Ortsnetz sollen eine InstandletziiMF erfahren. — Auf di« staatliche Steuer vom Grundvermögen soll ein Zuschlag von 400 vH und aus die Gewerbekapital- und erbeertragsteuer ein solcher von 200 o. H zur Erhebung kommen. E» bandelt sich hierbei um dieselben Sätze, die auch im abgelaufenen Rechnungsjahre erhoben wurden.— Au» bem von ber fflemeinbe von bem dürften am Solms-Braunfels erworbenen Grund» besitz sollen in diesem Jahre an der Dorfarer G«. markungsgrenze etwa 35 Morgen öffentlich meist- bietend verfauft werden. Der Erlös soll zur teilweifen Tilgung der Gerncindeschiilben Verwenbung finden. — Die Gemeinde hat an ber Strafte Munch» holzhansen—Dutenhofen eine Entwässerung», a n läge Herstellen lassen, deren Kosten sich auf an- nähernd 3000 Mark belaufen. Einem von ber Gemeinde gestellten Anträge auf Gewährung »iner Kreisbeihilfe will die Äreisoerroalhmg mir unter her Bedingung stattgeben, haft die Gemeinde die Ent- roäfferungsanlage mindestens um 200 Meter aufwärts verlängert. Der Gemeinderat konnte sich nicht entschließen, dieser Forderung zu entsprechen, da her Gemeinde durch die Verlängerung 6er Kanakanlage ein weiterer erheblicher Kostenaufwand entstehen würde, den sie zur Zeit nicht tragen kann. Der Ge« meinberat beschloß, die Angelegenheit bi» zu bem bevorstehenden Wasterlcitungsbau zurückzustellen.
i Groh-Rechtenbach, 30. August. Au» der jüngsten (Semei n beratsfiftung ist zu berichten: Der Gemeinderat beschäftigte sich mit der Beratung de» Haushaltsplanes für dos Rechnungsjahr 1 928, wobei er u. o. folgende Beschlüsse faßte: zur Ergänzimg her Feuer- löschgeräkschaften eine ausziehbare Fe »»riefle r zu beschaffen; im nächsten Winter Fortbil - dungsschnlnnterricht abzuholten; zur ftreihmg ber nicht durch eigene Einnahmen gedeckten lausenden Gcmeindebedürfniste. wie im Vorjahre, einen Zuschlag von 200 v. H. auf die skaatliche Steuer vorn Grundvermögen sowie auf die (Seroerbefapital- unb die Gewerbeertragssteuer zu erheben. Im übrigen wurde der staushäkt-vlon für das Rechnungsjahr 1928 in Einnahme und Ausgabe auf 44 200 Reichsmark festgestellt.
Tillkrei».
Lpd. Dillenburg, 30. Aug. Ein eigenartiger Betriebsunfall hat sich in dsr Elfen- giefterei Herwig & Söhne ereignet. Aus unbekannter Ursache explodierte unter faulem Getöse eine Antriebsmoschine. Mehrere gewaltige Eisenkörper sausten durch das Dach b«1» Werkgedäubes der Hauptsache waren es Teile de» riesigen Schwungrades. Die bis acht Zentner schweren Stücke flogen bi» zu hundert Meter weit und bohrten sich tief in die Erde ein Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.
bl. Herborn. 30. Aug. Di« Hess Strafte vcrkehrsgefelIfchaft beablkftttgt, im Dillkreise einige neue Autobuslinien cinauricbfcn und damit die schlecht za erreich.mden Gebietsteile aufzuschlieften. Insbesondere richtet di« M rkehes» gcfolUcboft ihr Augenmerk auf btc Orte bes Westerwa^des. So plant man Li lien bon Gußern- hain nach Herborn. Driedorf Herdvru und Herborn Vcilste'm. Von feiten ftcr Vabn und Post liefen Einsprüche vor. doch hofft man. Ne Schtoterigkeiten zu beseitigen unb di« Einrichtung ber Verbindungen burdj^ufüftttn.
Aenderungen in der Gießener Luftpost.
Das Postamt «Heften teilt >ms mit: Vom 3. September an trifft das Flugzeug von Hannover anstatt um 14JO bereits um 12.05 auf dem ftiefiaen Augplay ein und fliegt um 12.15 nach Frvnk'uri <2Haln) weiter. 3n entgegengesetzter Richtung er«olgt bi« Ankunft von Frankfurt lUaim anstatt um 13.05 bereits um 12JO imb ber Writerilug na* Hannover um 13.0. D rte Aenderungen der Flugzeiten bedingen auch eine Aenderung der Schluftzeilen für di« Aufiie'erung vom Luftpostsendungen für die l-’iben Flüge.
Künftig werden beiärderi werden mit Iter'-'u-t« post um 12.15 nach Frankfurt iDlo i n):
1. die mit der Kastenleerung von 8 30 bis 9.45 einflef am weiten.
2 bi« beim Postamt in ber Schul ft ratz» bü 10.15 unb
3. b»< b?im Postamt Vahndosftratze 85 bis 11.0 aufgelieterten Luftpostsendungen für bi» Viche turtn nach Frankfurt 'Main, und weit«.
Die Luftpost um 13.0 nach Hannover erhält bi« LuttPostsendungen für bl« Aichtung na* Kostal unb writer. bie
1. mit ber Kastenlo rung von 830 bis 9.45 b im Postamt »ingeften,
Z. beim Postamt in der Schul strafte bis N 15 und
3. beim Postamt Vadndofstratze 85 Hf 12.0 auf» geliefert werden.
V«' ber Post Hilfsstelle au) bem Flughafen kann dia Aufsie-'ttung gtw:bi>'i*er Luttpostsendungoa bis 20 Minuten vor Abgang lebes Flugzeugs «rfolgen.


