Einzelbild herunterladen

Berichte, so auch der. die er selbst -«geben habe, da- durch entstanden, daß die Verständigung oftmals außerordentlich schwierig ge­wesen sei. So waren an Bord desRraffin" sieben Journalisten gekommen, von denen nur einer fran­zösisch und bw übrigen russisch gesprochen hätten. Das Verhältnis -wischen General Nobile und M a l m g r e e n sei von Anfang bis -um Ende das denkbar beste gewesen. Malmgreen sei gerade- -u der Liebling Nobiles gewesen, woraus sich ja auch erkläre, daß Nobile ihn für seine Expedition ausgewähll habe, obwohl sich doch auch eine ganze Reihe italienischer Meteorologen darum beworben halten. Bei seiner Trennung versprach Malmgreen. unbedingt mit der Hilfsexpedition -urück-ukehren. wenn es ihm gelingen sollte, das Festland zu er­reichen.

E» sei jedoch nicht richtig, daß TNalmgreen ab- kommandiert worden wäre. Er habe sich vielmehr selbst dazu entschlossen, den weg über das Eis ;um Festlande zu wagen, und dieser Entschluß sei noch dadurch verstärkt worden, daß Jttalm- green mit dem Fernglas auf dem Festlande die Lebensmittel entdeckte, die die3tallaM kurz vor ihrem Absturz abgeworsen habe. General Nobile sei jebenfalls bis zuletzt gegen eine Tren­nung gewesen.

Robile wollte vielmehr beim roten Zelt blei­ben, selbst wenn sich auch bie übrigen Italiener, mit Ausnahme von C&ecdoni, der bas Dein ge­brochen hatte, zu einem Marsch nach dem Fest­lande entschlossen hätten. Aus die Frage, warum sich General Nobile al« erster retten lieh, waS doch vielfach »richt verstanden würde, er­klärte Professor Behounek, daß hier rin Ver­gleich mit einem Kapitän eines Schisses nicht Autreffenb wäre: hätten doch hier g anzanbere Verhältnisse Vorgelegen. GS wäre über­haupt niemals möglich gewesen, General Robile als letzten zu teilen, da schon im Interesse der Rettungsaktion der Nadiotelegravhist Biagi bis zuletzt beim roten Zelt hätte bleiben muffen. Im übrigen hätte man bereit« 43 Stunden vor der Ankunft Lundboras eine Reihenfolge der Rettung vereinbart, nach der zuerst Eeccioni. dann als zweiter Professor 'Behounek, der damals schneeblind war, als dritter Trojani, der Fieber hatte, al - vierter General Robile, als fünfter Leutnant Viglieri, und als letzter Biagi gerettet werden sollten.

Diese Reihenfolge sei aber abgeänderl worden, als Lundvorg ein traf und mitteilte, daß er den strikten Befehl erhalten hätte, General Nobile als ersten zu retten, damit das Rettungswerk nach feinen Angaben durchgeführt werden könnte.

Hinzu kam noch, daß Robile damals das leichteste Gewicht hatte, WaS ebenfalls ein Grund zu seiner sofortigen Mitnahme war, da Lundborg eine größere Belastung seinem Flugzeug nicht mehr -utrauen konnte. Für die zweite Landung, dic aber leider mißglückte, hatte Limdborg die Rettung zweier Teilnehmer vorgesehen, da er dieses Mal feinen Beobachter mithatte und im übrigen auch daS Flugzeug soweit wie nur mög­lich entlastet hatte. Zum Schluß betonte Professor Behounek, daß die Rettung durch denKrassin" fast im letzten Augenblick eingetroffen wäre, denn bte Si«Verhältnisse wären immer schlech ter geworden. So hätten sie auf ihrer Rückfahrt schon nichts mehr von dem GiSblock gesehen, von dem doch wenige Zeit vorher Ma­riano und Zappi gerettet worden wären.

Pie Diktatur in Aegypten.

ßint Geheimsitzung deS aufgelösten Parlaments.

London, 90. Juli. (TU.) Wie aus Kairo ge­meldet wird, Hoden die Kammerabgeordneten und Senatoren der Wasdpartei trotz der Aorsichts- Maßnahmen der Regierung eine geheime Par- lamentssitzung in einer in der Nahe des Darlame nksgebäudes gelegenen Wohnung eines Wafdabgeordneten abgebalten. Der ehemalige Vre mlermlnffter Nahas Pascha wurde begeistert empfangen. Es wurde eine Entschließung ange­nommen, in der sestgestellt wird, daß das Kabinett Mahmud Pascha verfassungswidrig sei und nicht das Vertrauen des Landes habe. Alle Ent­scheidungen und ausländischen Verträge dieses Ka­binetts würden oom Lande als null und nichtig betrachtet. Das Geheimparlament vertagte sich auf den dritten Samstag im Novem­ber. Auf Verlangen Nahas Pascha leisteten die Ab­geordneten und Senatoren einen Eid, daß sie die Verfassung bis zum Ende ihres Lebens vertei­digen sollten. Nahas Pascha beabsichtigt eine Reise durch Oberägypten zu unternehmen.

Die Zukunst der Mandschurei.

Unterbrechung der Verhandlungen mit Nanking.

Pari.«, 30. Juli. (WB.) Die Agentur 3nbo Pacifique berichtet aus Schanghai, daß General Dschiang Kai-schek provisorisch den Sta­tu« quo der Mandschurei vorbehaltlich der Möglichkeit einer späteren Diskussion über ein Abkommen anerkannt habe. In M u l - den bestehe ein scharfer Kampf zwischen den verschiedenen Parteien. Wahrend die links­stehenden Elemente für eine Verständigung mit der nationalistischen Regierung seien, trete die konservative Partei für die Unabhängig­keit der Manschurei ein. AuS guter Quelle werde behauptet, daß die Konservativen von den Japanern unter st utzt würden, und daß unter ihrem Druck die Verhandlungen zwi­schen den Regierungen von Ranking und Mulden sich nerlangfamtcn und Tschang Hsiao-liang be­schlossen habe, für die Mandschurei nicht die nationalistische Fahne anzuerkennen. Er habe offiziell seine Vertreter in Peking angewiesen, vorläufig die Verhandlungen nut der nattonolifti- schen Regierung auszufetzen

Oie südslawische Krisis.

Die Rettunoverträge. Sin Lhpositions« Parlament in Agram.

Belgrad, 31. Juli (TU.) Im Minister rat am Montag wurde der endgültige Wortlaut der R c gierungskundgebung. die Moro|et(d) irn Namen der Regierung verkünden soll, verlesen. Wie der Berichterstatter der Tclunion von zuständiger Stelle erfährt, wird die Regierung c> nicht nur bet der Besprechung der N e t t u n o Vertrage be­lassen, sondern dieselben auch ra t1 f i j ic t n. Damit ist die vielumstrittene Frage, ob dieiettuno- Verträge durch ein, wie die Kroaten behaupte,

i Serkampsum die Tariferhöhung der Reichsbahn.

Das Reichsbahngericht tritt binnen kurzem zu- lammen, um den zwischen der Reich« regierung und der RcichSbahngeseUschaft ausgebrochenen Streit über die geplanten Tariserböhungen zu schlichten. Wir sind nicht optimistisch g?nug, um uns der Annahme hinzugeben, daß in dem Ut- tellsspruch eine Ablehnung der Tarifforderun­gen zum Ausdruck kommt Allein die wach­senden Reparationsverpflichtun­gen der Äeichsdahngefellfchaft werden schon ein ins Gewicht fallender Grund für ein Rachgeben den ReichsbahnLlänen gegenüber fein. Richten wir uns also allmählich darauf ein. daß Tarif­erhöhungen kommen. Soviel Hoffnung möchten wir uns allerdings bewahren, bah daS Reichs­bahngericht der Reichsbahngefellfchaft die bin­dende Verpflichtung mit auf den Weg gibt, im Falle einer Gcnchmigung der Tariferhöhung nicht auf« neue ihre Monopolstellung auszu­nützen, sondern jenen Wirtschaftszweigen gegen­über, deren Konjunkturkurve stark abwärts geht, eine weise Mäßigung an den Tag zu legen.

Run gibt es allerdings eine Möglichkeit, im Interesse der Aufrechterhaltung wenigstens des bisherigen KonjunkturftandeS neue Belastungen wichtiger und große Arbeitermassen beschäftigen­der Industriezweige zu verhindern. Das ist die Bereitstellung von Geldmitteln für die Senkung jener Frachten, die un­bestreitbar wirtschaftSstörend sind. Die Engländer haben bereits diesen Weg beschritten und wollen für einige bedeutende Wirtschafts­zweige namhafte Summen jährlich in Form von Frachtsenkungen frei machen, um den einzelnen Betrieben den Wettbewerb mit der aus­ländischen Konkurrenz zu erleichtern. Wenn sich das Londoner Kabinett entschloß, Sub­ventionspolitik zu treiben, bann tat es das ledig­lich wegen der steigenden englischen Arbeitslosig­keit. Bei unS liegen aber die Dinge nicht anders: viele Industrien sind schon jetzt genötigt, ihre Belegschaften zu vermindern, weil ihnen im Kampf mit dem Auslande der Atem ausgeht. Dieser Konkurrenzkampf spielt sich jedoch nicht mehr auf ausländischem, sondern in wachsendem Umfang auf dem inländischen Absatz- m a r f t ab. ( gibt Gründe genug, die es unseren verantwortlichen Stellen im Reich nahelegen müß­ten, schleunigst einen Wall gegen daS gewaltige Hereinslute n billiger ausländischer Erzeugnisse auf zuschüt­ten. Dieser Wall kann aber nur die Form von Frachtenermäßigungen ausweisen.

Hm eine Senkung der Frachtraten dort durch­zudrücken, wo sie in erster Linie zur Verhinde­rung eine« neuerlichen Anwachsen« der Arbeits­losigkeit erforderlich erscheint, kann die Reichs­regierung der Reichsbahn Teile ihrer Repara­tionsverpflichtungen abnehmen, dirie also bann -um Verzicht auf gewisse Frachter- Höhungen bringen und sie darüber hinaus veranlagen. Senkungen vorzunehmen. Es tonnen aber auch zwischen gewissen Industrien und der Reichsbahn private Abmachungen auf Frachten- f en Jungen gctrof'en werden, wobei allerdings von vornherein Beträge sicherzustellen sind, die heran- gezogen werden können, falls die Tari fenfung eine Steigerung des Verkehrs und somit Mchr- einnahmen für die Reichsbahn nicht bringt. Es liehe sich hier durch Selbsthilfe bei einer ent­gegenkommenden Haltung der Reichsbahn man­cherlei erreichen. Sin Eingreifen des Reiches ist aber notwendig, da unsere Wirtschaft dank der Reichsbahnpolitik fortgesetzt an iyrer Wett­bewerbsfähigkeit einbüht und nicht mehr in der Lage ist. den ausländischen Produkten auch in Deutschland Konkurrenz -u machen. Angesichts der gespann'en Mnan-.lage des Deiches darf man sich aber keinen übertriebenen Erwar­tungen bingeben für den Fall, daß die RrichS- regicrung daran gehen sollte, frühere Verspre­chungen des Reick swirtlHaftSministerS wahr zu machen und ihrerseits dafür Sorge zu tragen, daß durch entsprechende Aktionen die h i.mische Wirt­schaft gekräftigt wird. Frachterleichterungen für die wichtigsten Industricer eugnis e dürften jedoch schon genügen, den Absatz zu fördern und drohende Detriedseinschränklmgen zu unterbinden.

Die Beisitzer

des Rerchsbahngenchis.

Berlin. 30. Juli. (IDB.) Der Präsident des Reichsgerichte» hat die beiden Beisitzer des Reichsbahngerichls, das sich demnächst mit der Frage der Tariferhöhung zu befassen Haden wird, entsprechend den Vorschlägen der beiden Parteien bestellt. Das Reichsbahngericht wird sich danach zusammen setzen au» dem Senatspräsidenten beim Reichsgericht, Meyer, als Dorfihendem. dem auf Vorschlag der Reichsregierung ernannten Dr.h.c. S ilver berg (Köln) und dem auf Vor­schlag der Deutschen Reichsbahngesellschall ernann­ten Geh. CegaHonerat, Bankdirektor Dr. W. FrIsch (Berlin) als Beisitzern.

verstümmeltes Parlament angenommen wer­den, erledigt. In politischen Kreisen wird mit be­sonderer Aufmerksamkeit bie Tätigkeit der Opposition in Agram verfolgt. Die Dppo- sition hat nämlich beschlossen, gleichzeitig mit den Sitzungen der Skupschtina in dem Agramer histori­schen Sitzungssaal des kroatischen Landtages Sit­zungen abzuhalten und die der Skupschtina al» n i ch t i g zu ertlären. Demgegenüber befaßt man sich inßclgraber offiziellen Kreisen mit der Ab­sicht, diese Sitzungen in Agram zu verbieten.

CRücffriff

des rumänischen Außenministers.

Paris. 30. Juli. (WT2.) DemQHaHn* wird au» Bukarest gemeldet, daß Außenminister TituleScu dem Reaentschaftsrat seine De­mission definitiv überreicht hat. Der Korre­spondent des Blattes will berichten können, daß bereits seit langem zwischen TituleScu und den übrigen KabinettSmitgliedem ernste 2K« i- nungsversckiedenheiten wegen der Anleihepolitik bestanden hätten und darauf der Rücktritt Titulescus zurückzuführen fei. An­gesichts der innerpolitischen Spannung werde der Posten nicht neubesetzt, sondern interimistisch zu­nächst von B r a t i a n u und später von dem Landwirtschastsminister Argetolano mitversehen werden. TituleScu selbst habe eingewilligt, nach einem dreimonatigen Erholungsurlaub auf den LondonerPosten alS rumänischerGe- 1 an b ter zurückzukehren.

Die Verwattungsreform in Bayern.

Zusammenlegung von Ministerien. Wiederwahl Dr. Helds.

München, 30. Juli. (WTB.) Der Bayo- rische Landtag stimmte mit 69 gegen 52 Stimmen bei einer Tnthaltung dem Anträge deS Staats- hauShaltsauSfchusses auf Genehmigung der Ver­ordnung über die Reuformation der Staats rnini st erie n zu. durch die das Han­delsministerium mit dem Ministerium des Aeuße- ren vereinigt wird und die beiden anderen Ministerien, für Landwirtschaft und Soziales, in daS Ministerium für Landwirtschaft und Ar­beit zusammengelegt werden. In der an» schließenden Wahl deS Ministerpräsi­denten wurden insgesamt 122 Stimmen abge­geben, wovon auf Ministerpräsident Dr. Held 72 Stimmen entfielen. 46 Abgeordnete hatten sich der Stimme enthalten. Damit ist Dr. Held wieder zum Ministerpräsidenten gewählt. Die Bestellung der weiteren KabinettSmitglleder und die Regie- rung«erflärung wurden auf DienStagnachmittag vertagt. Der Abg. Funke, der Führer der Arbeiterabgeordneten der Bayerischen Volks­partei. hat im Auftrage seiner Freunde ein län­geres Schreiben an den Ministerpräsidenten ge­richtet, worin Bedenken gegen bie Auf­hebung de« Sozialmini st eri ums gel­tend gemacht werden und betont wird, daß die weitesten Volkskreise große «Srregung über den geplanten Abbau des Sozialministeriums erfaßt habe.

Die Notlage der erwerbslosen älteren Angestellten.

Berlin, 31.3uli. Der Arbeitsausschuß der erwerbslosen Angestellten Groß-Berlins hat an bie zuständigen Ministerien eine Denkschrift ge­sandt, in der die HoHage der erwerbslosen älteren Angestellten eingehend geschllderi wird. I» dieser Denkschrift werden vor allen Dingen brei Forderungen zur Abstellung der dringend- sten Rot erhoben: 1. Schaffung eines .-wangS- I cift<.Iung«gefetzes im Interesse der älteren An­gestellten. 2. Einrichtung eines Fonds, aus dem erwerbslosen Angestellten bie Mittel zum Ausbau

einer Existenz gewährleistet werden; 3. Sriaß einer Verordnung, die den erwerbslosen Ange­stellten die Krisenfürsorge 'm Höhe der 8r- werbslosenverficherung für die gesamte Dauer der Erwerbs losenzeit gewährt.

Aus aller Wett.

Oie Lodzer Äxplosionskatastrophe.

Der durch bie Explosion in der Benzinfabrik von Hadrian In der Nacht vom Samstag zum Sonntag hrrvorgemfene Brand stellt sich ab bas größte Un­glück bar, das sich seit vielen Jahren In Lob; er­eignet hat. Vas Feuer konnte sich deshalb soweit ausbreiten, weit bie Zufahrtsstraßen wegen Cr barbeiten gesperrt waren, so baß bie Feuerwehr nur mit Mühe an den Branb- hcrb gelangen konnte. HJlc sich herausstellte, war ein Lager von etwa 1000 Kilogramm Benzin aus noch nicht geklärter Ursache in Brand geraten, das inner­halb weniger Minuten auf bas gesamte fünf Stock hohe Gebäude nnb bie übrigen Häuser bes gleichen Blocke» Übergriff. Noch ehe bie Feuerwehr eingrei­fen konnte, stürzte bas Gebäube ein und riß bie Berblnbungsmauern mit ben Nachbarge- bäuben mit. 3n einem ber Nachbargebäude befindet sich eine Frauenklinik; unter ben Patienten brach eine heftige Panik ans, jedoch konnten alle gereitet werden. Die Feuerwehr mußte sich ans bie Rettung bet Nachbarhäuser beschränken, da der ge­samte mit ber Fabrik zusammenhängende Häuser­block nicht mehr zu retten war. Da» Feuer dauerte die ganze Nacht nnb den ganzen Sonntag Über an, noch am lUontaguormlftag waren bie Feuerwehren an bet Branbstelle beschäftigt. Der Luftdruck war so stark, daß Daffanfen auf der Strafte meterweit fortgeschleudert wurden. Eine ungeheure Panik bemächtigte sich der Leute, die an ein Erd­beben glaubten und laute Hilferufe ausstieszen. In ben Wohnungen wirbelten bie wöbet durchein­ander und die Schlafenden wurden an» den Betten geworfen. 3n wenigen Minuten ver­färbte sich der Himmel mit einem roten Schein. Die genaue Zahl der verunglückten stehl noch nicht fest, übersteigt aber bei ben Getöteten bie Zahl 25. Die Anzahl der verwundeten beläuft sich auf meh­rere hundert. Der Sachschaden beträgt nach vor­läufigen Schätzungen acht Millionen Zloty, wie au» Fachkreisen erklärt wird, trägt der völlig u n - zulängliche Zustand der Wasserleitung sowie die ungenügende baupolizeiliche Sicherung die Hauptschuld daran, daß das Feuer einen solchen Umfang hat annebmtn können.

Schwerer Betriebsunfall aus ber Neu Yorker Hochbahn.

In ber Sonntagnacht fuhr ein Hochbahnziig a u f einen anderen Zug auf, der mit vier wei teren Zügen durch einen Kurzschluß zum hal­ten gekommen war. Durch die Wucht bes Anpralls wurde der letzte Wogen Des stehenden Zuges voll­ständig zertrümmert. Fünfzig Personen er­litten Perletzunaen, brei davon tödliche. Da sämt­liche von dem llnfall betroffenen Züge mit Au»- flüglern dicht besetzt waren, entstand unter ben Fahrgästen eine ernste Panik, bie noch baburd) vermehrt wurde, daß die Beleuchtung plötz­lich versagte, und daß infolge des Kurzschlusses die Wagen ber Züge In Flammen u n b Nauch gehüllt würben. Die Fahrgäste, über taufend Personen, mußten auf ben Gleisen entlang, zu Fuß bis zur nächsten Station gehen.

Die Reparahiraebeiten au herMonte Cervantes.

Rach Mitteilungen, die bei der Hamburg-Süd» amenfaniftfcen Dam-sichifiabnSgelelll chatt vom Kapitän ber .Monte Getränte®'* eingetroffen sind, haben die Reparaturordeiten inzwischen nicht den Forifchritt genommen, welcher ursprünglich erwartet war. Die Re«derer hat mm mit ber

HamburgAmerika-Linie vereinbart, deren ptt Zeit im Hamburger Hafen befindlichen Dampf« .General Belgrano" für eine etwa erfor­derlich werdende Abnahme ber Paffa» giere von bet -Monte Cervantes" bereitzw- holten. »General Belgrano" ist von Hamburg nach Spitzbergen in See gegangen. Sollten die Arbeiten zur Reparatur der »Monte Cervantes", wozu durchaus die Möglichkeit voriiegt. vor Eintreffen dts »General Belgrano" beendet fein, so werden voraussichtlich bie Passagiere auf der .Monte Cervanlev bleiben und mit dem Schiff selbst nach Hairrburg zurückkehrrn. Die Loge, in welcher sich die .Monte CervanteS" gegenwärtig befindet, birgt für die Passagiere feine Gefahr, fo daß keinerlei Anlaß zur Beunruhigung wegen der Passagiere Dortan- ben ist.

Hilfeleistung eines deutschen Dampfer».

Der Dampfer .Antonio Delfin o" von der Hamburg Sütarrerikanischrn Dampfichtf'ahri^ Gesellschaft traf am r<rganqtntn Samstag auf hoher See ein portugiesischeS-egs- schiff, das wegen Kohlenmangels seit drei Tagen in hesiizen Pasiattoinden hilflos trieb. Der .An­tonio Del ino" nahm das Kriegsschiff in Schlepp und brachte es nach Las Palmas.

Tarifliche AllgemeinverbindllchkeU im Bankgrwcrbe.

Die am 18. April b. I. zwischen dem Deut­schen Dankbeamtenverein, dem ReichSver^rnd der Dankkasfenboten und dem Rc'.chs verband der Banlleitungen abgeschlossene Vereinbarung, durch welche der Reichs la rifvertrag bi6 zum 31. März 1930 verlängert wurde iDehaltsregelung bis 31. März 1929), ist vom Reichsarbei tSrninist« durch Decfügung vom 28. Juli 1928 für all­gemeinverbindlich erklärt worden.

Separatlonsauftrag für ben Stettiner Vulkan.

Die Compagnie närale Transattan» tique Hot bei ber Stettiner Bulkanwerst zwei Dampfer von se 10 000 Tonnen und ein Mo­torschiff von 10 500 Tonnen m Auftrag gegeben. Die Schiffe, die auf Vteparationstonto geliefert wer­den sollen, erhalten die NamenOregon*, Wyoming" undWisconsin" und werden zwischen Le Havre, den Antillen, Mexiko und dem Stillen Ozean in Dienst gestellt werden.

Die Königin der Niederlande auf der Heimreise.

Die Königin und dic Kronprinzessin der Nieder­lande, die sich zur Zeit auf der Rückreise von Norwegen in Oslo befanden, wo sie beim nor­wegischen Königspaar zu Gast waren, haben nm Montag die Weiterreise angetreten. Am 6. August wird die Königin in Amsterdam erwartet, wo ein großer Empfang und ein Festmahl für die Prominenten ber olympischen Spiele vorge­sehen ist.

Acht blinde Pastogiete bei einem Zugbronb getötet.

In Guernfey (Wyoming) erlitt ein Güterzug. ber mehrere Petroleumbehälter beför­derte. einen Unfall 2n den zerstörten Wagen brach ein Brand aus, bei dem acht blinde Passa­giere umkamen. Das brennenhe Pctroleum floh bi« zum Platte-Flnh hinunter, dessen Ober­fläche mehrere Meilen weit in Flammen stanb.

Ein neuer KutobueanfaD In ben Pyrenäen.

In den Pyrenäen ereignete sich ein neuer, schwerer Autounfall. Bei Renterio, zwischen 3vun und St. Sebastian, stürzte ein mit Tou­risten vollbesetzter Autobus, der von St. Jean de Luz kam. in eine Schlucht. Der Wagen geriet daraus in Brand. Sine Touristin, deren Identität noch nicht festgestellt ist, wurde getötet. Die verkohlte Leiche wurde geborgen. 13 Personen wurden in schwerverletz­tem Zustand ins Krankenhaus nach St. Se­bastian geschafft.

Oie Wetterlage.

7 atem

C

» leinet <k Oriupci» Ht6«l X rirv«!t«r «CK

ttuMcr Qm *<3Sigcr luflioovo* q

Bit Mtllt rtitatn »It 6t» «AMc o« »oetn SUIiobtn it<et"d*n Z-* rtn gttxn die Tcflptrtlef «-v P't lu--te <HM«« Qrw eh VC'tM* ewf nctrtsmvtn» vmatttteMtte LMiidret»

'^vclteruu lau» jage.

Das skandinavische lief stacht sich allmählich ab. Infolge Aufaleitens warmer Luft auf bie noch immer auf der Nückfeite des lief» ouefiromenben Saltluft» massen ist es heute morgen saft an der ganzen Nord­seeküste zu Negensällen gekommen. Auf unser Gebiet wird das Tief jedoch keinen weiteren Einfluß mehr haben, somit wird eine vorübergehende Besserung der Wetterlage eintreten.

Wettervoraussage für Mittwoch: heiter bis wolkig, warm und vorübergehend trodee.

Witterungen us fichten für Donnere» tag. Heiter, warm und trocken.

Lufttemperoturen am 30. Juli: mittag» 22,3 Grad Celsius, abends 16,6 Grad Celfius: am 31. Juli: morgen» 18,6 Grad Celsius. Aarirnum 22,3 Grad Celsius, Minimum 9,1 Grad Celsius. Erdtcmper» raturen in 10 Zentimeter liefe am 30. Juli - abend» 22,2 Grad Celsius, nm 31. Jul«: morgens 17,2 Grad Celsius. Eonnenfcheindauer SX Stunden.