gen Tagen Mitteilungen gemacht wvrden über Ausführungen eines Reichstagsabgevrdne.en im Haushaltsausschuß des Reichstags. Es wurde daran die Bemerkung geknüpft, daß bei maßgebenden politischen Persönlichkeiten leider noch immer nicht genügend Verständnis für die besonderen, durch die Besetzung hervorgerufenen hessischen Schwierigkeiten vorhanden sei. Aus dem Stenogramm ist nunmehr zu entnehmen, daß der betreffende DeichstagSabgeordnete im weiteren Verlauf der Aussprache ausdrücklich erklärt habe, die Gewährung von Reichsmitteln an das Land Hessen sei nicht zu beanstanden. Hieraus ergibt sich, daß die oben wieder- gegebene Bemerkung über mangelndes Verständnis gegenüber Hessen im vorliegenden Falle nicht zutrifst.
Vatikan und Kapitol.
Es hat wohl mancher Deutscher schon seit längerer Zeit über die Entwicklung der Dinge in Italien im Stillen verwundert den Kopf geschüttelt. Die Selbst- und Gewaltherrschaft Mussolinis hat Anerkennung, vielfach sogar begeisterte Bewunderung gefunden und auch der unbefangene Zuschauer muh zugestehen, daß der tatsächliche Herrscher Italien« Eigenschaften entwickelt hat, die ihn hoch über jeden Durchschnitt emporragen lassen. Rur drängte sich gleichzeitig auch die Frage auf, wie lange ein einziger Mann imstande sein würde, die selbst au, erlegte Last zu tragen, denn es kann kaum ein Zweifel darüber bestehen, dah mit seiner Person das faszistische Regiment in Italien steht und fällt. Die Wandlung, die er hervorgerufen, ist zu plötzlich und unvermittelt gekommen, als dah man die Gewähr für ihre Dauer außerhalb der Persönlichkeit Mussolinis finden könnte.
Eine der merkwürdigsten Erscheinungen des italienischen Faszismus war die scheinbare Aussöhnung de« staatlichen Italiens mit dem Vatikan, die vor rund zwei Iahren sich angebahnt hatte und im Herbst 1926 bei der Iahr- hundertseier des Heiligen Franz von Assisi ihren Höhepunkt erreichte. Damals sprach man sehr ernsthaft und bestimmt von einer völligen Aussöhnung zwischen Vatikan und Kapitol. Zwar hielt der Papst seine freiwillige Gefangenschaft im Vatikan noch aufrecht. Aber er lieh sich durch Kardinäle bei den verschiedenen Feiern vertreten und diesen wurde als den persönlichen Repräsentanten des Heiligen Vaters königliche Ehren erwiesen. Bei einer solchen Feier erwiderte der betreffende Kardinal auf eine Anspielung des Regierungsvertreters mit ausdrücklicher Zustimmung des Papstes, daß dieser durch ihn in Person anwesend sei, was in ganz Italien und außerhalb als die tatsächliche Anerkennung eines neuen Verhältnisses auch zwischen Pius Xl. und Mussolini angesehen werden konnte und muhte.
Seither hat sich jedoch manches geändert, wenn auch in der Oessentlichkeit. und namentlich bei der großen Masse des italienischen Dolles noch immer der Eindruck sich erhalten hatte, daS zwischen diesen beiden seit jeher miteinander ringenden Gewalten, der Kirche und dem Staat, ein durchaus befriedigendes Verhältnis vorherrsche. An der Aenderung ist, wenn auch uneingestan- denermahen. die Knechtung der deutschen Bevölkerung Südtirols durch Mussvlrni zu einem nicht geringen Teil mit Schuld. Solange sich die Unterdrückung dieses deutschen DollSstammes durch den italienischen Machthaber auf das politische, finanzielle und juristische Gebiet beschränkte, sah die Kirche ruhig zu. Als jedoch die Italiener daran gingen, auch auf kulturellem Gebiet, namentlich in der Schule, im Religionsunterricht und in der Kirche, alles Deutsche aufs schwerste zu bekämpfen, wendete sich das Blatt. Die katholische Geistlichkeit Südtirols richtete au« tiefster Brust stammende Bitten an den geistlichen Oberhirten und an die Katholiken der ganzen Welt, ihnen bei Wahrung des Grundsatzes zu Helsen, nach dem der Religionsunterricht und die Kirchenbeichte in der Muttersprache als höchstes Gut der Menschheit zu betrachten ist.
Wer auf diesen heißen Appell eine sosortige entsprechende Antwort des Vatikans erwartet hatte, wurde freilich bitter enttäuscht. Man schwieg und wartete ab. Dieses Schweigen ist offenbar unter den italienischen Katholiken nicht verstanden worden und deswegen hat sich nunmehr der Papst veranlaßt gesehen, deutlicher zu werden. Roch in Befolgung der bisherigen Politik hatten Vertreter der katholischen Voltspartei, der sog. P o p o l o r i, bei einer Versammlung in Rom als politische Partei Mussolini aufgesucht und ihn ihrer Anhängerschaft versichert. Rach dem Vatikan waren sie nicht gezogen, wohl weil sie eine älnterscheiduüg zwischen politischen und religiösen Veranstaltungen machen wollten. Diese Unterscheidung hat ihnen der Papst übel genommen und in einer Ansprache hat er sich sehr scharf gegen dieses Verhalten ausgesprochen. Besonders wandte er sich gegen die Allmacht des Staates und verlangte die Dorherrschast der Kirche auf dem Gebiet des Religionsunterrichts in der Schule. Südtirol hat Pius XI. dabei mit keinem Wort erwähnt, ater men konnte doch wohl durchfühlen, daß er an die italienische Unterdrückungspolitik in Südtirol lebhaft dachte al« er diese Forderung aufstellte. Man muß in diesem Schritt des Papstes eine offene Kriegserklärung gegen Mussolini erblicken und eS ist nicht ausgeschlossen, daß sich daraus ein Kulturkampf in Italien entwickelt. Mussolini selbst hat, feiner Art entsprechend, sofort eine gleich energische Antwort erteilt, indem er kurzerhand die Weiterverbreit tung der päpstlichen Ansprache in der Öffentlichkeit verbot. Das italienische Volk weiß also gar nicht, was der Papst gesagt hat und wird es auch kaum erfahren, denn bekanntlich ist die gesamte italienische Presse von den Faszisten für sich monopolisiert worden. Rur der gebildetere Teil deS italienischen Volkes wird den Inhalt der päpstlichen Ansprache langsam auf dem Umweg über daS Ausland erfahren.
Mit der ihm eigenen Unbekümmertheit hat sich gleichzeitig Mussolini abermals über Südtirol ausgesprochen und dabei eine verblüffende Gleichgültigkeit gegen alle Forderungen der Logik bewiesen. Den Ungarn gestand er zu, Grenzen ihrem Volkstum entsprechend zu erhalten, den Deutschen Südtirols, die er wegwerfend al« einen österreichischen Volksstamm bezeichnete, sprach er dieses Recht ob, weil der Brenner die natürliche Grenze Italiens sei. Daß der Brenner tatsächlich nie die Grenze Italiens gewesen ist, ist eine Kleinigkeit, um die sich der italienische Gewaltherrscher nicht kümmert. Es
wäre nicht das erstemal in der Weltgeschichte, daß sich aus einem nach Ansicht der jeweiligen Machthaber geringfügigen Anlaß ein heißer Kampf entwickelt, dessen Ende nicht abzusehen ist. Ein wirklicher Kulturkampf in Italien könnte geeignet sein, der Herrschaft Mussolinis den Boden unter den Füßen wegzuziehen.
zum Schaden des Volksganzen engt man bte persönliche Freiheit des einzelnen manchmal so ein, daß ihm die Freude, für daS Ganze zu
♦* Der Beginn der Borftellungen im
Stadttheaterbureau
Rußlands Wirtschaft und die Deutschen-Verhaftungen Ein authentischer Äericht über die Lage.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 31. März 1928.
Landeü-Duß- und Bettag.
Je älter man wird, um fo skeptischer denkt man über den Wert eines Landes-Buß- und Det- tages. Dieser Tag wird längst nicht mehr von dem ganzen Volke gefeiert. Weite Kreise sind dem kirchlichen Leben ganz entfremdet, die Veranstaltungen ihrer Kirche liegen ihnen so fern, als ob eS Veranstaltungen eines fremden Volkes wären. Buße tun heißt den Sinn zum Guten ändern. Sind die Menschen überhaupt geneigt, ihren Sinn zu ändern? Martin Luther gebraucht In seinem Kleinen Katechismus bei der Erklärung der Taufe eine Redewendung, die manchem Menschen der Gegenwart vielleicht etwas derb vorkommt, die aber ungemein plastisch ist und eine tiefe Kenntnis des menschlichen Seelenleben« in sich birgt. Er fragt: „Was bedeutet denn solch Wassertaufen?", und gibt die Antwort: „Es bedeutet, daß der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buhe soll ersäuft werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lüsten und wiederum täglich heraus- kommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit vor Gott ewiglich lebe." Der alte Adam, daS ist der Mensch mit feinen Gewohnheiten, Fehlern, Eigenheiten und Leidenschaften. Diesie lassen sich so leicht nicht beseitigen, der alte Adam ist nicht so ohne weiteres zu ersäufen, er bricht immer wieder mit großer Gewalt hervor, und Luther hat auch darin recht, daß er sagt, es sei schwer, alte Schälke fromm zu machen.
Dennoch ist es eine sehr heilsame Sache um einen Bußtag. Gr legt dem Menschen die Verpflichtung auf, unablässig, täglich sich selbst zu prüfen, ob fein Denken und Tun vor feinem Gewissen Geltung behalten kann, ob fein Irdisches vor Gott besteht. Wie hast du deine Zeit
tung derselben durch die im Abrechnungsoerfahren zuaelassenen Steuerpflichtigen. Ohne Schonfrist.
2 0. April: Steuerabzug vom Arbeitslohn für die Zeit vom
Im Zusammenhang mit der Verhaftung der deutschen Ingenieure im Donez Gebiet ist selbstverständlich die Frage in den Vordergrund gerückt, wie zur Zeit die Lage überhaupt in Rußland ist, welche wirtschaftlichen Möglichkeiten noch vorhanden sind, und wie sich nach den Verhaftungen die Beziehungen schließlich gestalten können. Im Rahmen der deutsch-russischen Wirt^chastsbesprechungen in Berlin hat sich die Oessentlichkeit schon manmg- fach mit den russischen Fragen beschäftigt, es ist ober doch interessant, noch einmal in großem Zusammenbang eine Schilderung zu geben, die keine Tendenz verfolgt, sondern nur dem einen Zwecke dienen soll, die richtige Ansicht über Rußland im Auslande und namentlich in Deutschland zu verbreiten. Es dürfte dieses namentlich für die Wirtschaftsbeziehungen von grundlegender Bedeutung fein. Folgendes Bild, as dem WTB.-HandelSdienst ein guter Kenner Rußlands gegeben hat, ist deshalb außerordentlich interessant, zumal es einen tiefen Einblick in die russischen Verhältnisse der Jetztzeit gewährt.
Der Gesamteindruck, so sührt unser Gewährsmann aus, zeigt ein Bild, das namentlich in den Städten sich in den letzten Monaten sehr verschlechtert hat. Die Ladengeschäfte sind zum großen Teil geschlossen, zum Teil durch die Verstaatlichung in einem derartigen Zustande, der den Rieder gang der russischen Wirtschaft, der auf den letzteren Umstand wesentlich zurück- gesührt werden muh, erkennen läßt. Die ungeheure Teuerung hat ebenfalls ihren Grund darin und gleichfalls der Mangel einer ganzen Reihe von Produkten, wie Butter, (Sier, weißes Mehl, Kleiderstoffe, Wäsche, Speiseöl usw. Man könnte sagen, daß einRegiefehler vorliege. Jedenfalls ist dieses nichtderalleinigeGrund. Vielmehr haben die Russen, um Geld hereinzubekommen, ihre Landesprodukte in so großem Umfange ausgeführt, dah dieses große Agrarland Mangel an den wichtigsten Nahrungsmitteln aufweist. Textilwaren fehlen deshalb, weil weder fertige Waren, noch genügend Rohstoffe wegen Geldmangel eingeführt werden können. Unter diesen Zuständen leidet das gcprze Volk, und namentlich leiden diejenigen, welchen durch die Einführung des Sowjetsystems am meisten geholfen werden fällte, nämlich d i e Armen. Was nun den Import anbetrifft, so interessiert in erster Linie der Anteil, den Deutschland daran hat. War der deutsche Export nach Rußland durch die Gewährung des 300-Millionen Kredites auch angestiegen, so muß man doch jetzt, nachdem dieser Kredit erledigt ist, feststellen, daß die bei der deutschen Wirtschaft Plazierten Bestellungen ganz rapid abgenommen haben. Was das für Rußland bedeutet, erkennt man daraus, dah Rußland auf den Import deutscher Fertigfabrikate j e d e r A r t angewiesen ist.
Aus zwei wirtschaftlichen Gründen dürften für Rußland gute Beziehungen zu Deutschland von Vorteil fein. Einmal ist fein Export nach Deutschland sehr groß, d. h. wir sind einer seiner besten Kunden, und schließlich finanzieren wir einen großen Teil seines Imports, indem wir gegen Wechsel unsere Maschinen liefern, wodurch der Sowjetunion die Möglichkeit gegeben wird, ihre Wirtschaft aufzubauen. Man hört in Deutschland häufig die Befürchtung, daß, falls wir das russische Geschäft nicht machen, oiefes von England und Amerika gemacht werden würde. Diese Umschaltung ist jedoch n ich t wahrscheinlich, und zwar schon deshalb, weil namentlich die Engländer ebenso wie wir mit russischen Wechselnfaturiert sind. Der Handel mit diesen Ländern vollzieht sich außerdem jetzt schon zuvielschlech terenBedingungen für die Russen, als der mit Deutschland. Die Engländer fordern Barzahlung bis zum Versand der Ware mit mindestens 50 Proz., und die Amerikaner gehen in dieser Hinsicht noch weiter. Es kann wohl gesagt werden, dah die deutsche Industrie der Schrittmacher für die rasst-
WoÄ ÄÄ Äer Dichter August Seinruf) Sofmann non
hörigen gestellt hattest du reine Hände in deinen I Fallersleben in Fallersleben geboren (geftorben Geldgeschäften,' bist du immer in solcher Gesell- 1874); — 1805: der Achter Hans Christtan Andersen schäft und bei solchen Freunden gewesen, dah m Odense geboren (gestorben 1875), — 1840. der du vor deiner Mutter, wenn sie dabei gewesen Schriftsteller Emile Zola in Pans geboren (ge- wäre, nicht hättest erröten müssen? Das sind ftorben 1902).
Fragen, die der einzelne am ersten Tage der Gieftener Wochenmarktpreise.
Volksgemeinschaft einer kritischen Sichtung unter- 18° ?9S' A Ä 50 ODe?6*
ziehen. Vielleicht ist unser Volk in den letzten 10 6h«f) 60 btä1 140 OBirRng 4C1 bi« 50 Wv zehn Jahren etwas innerlicher geworden, als Rotkraut 40 bis 45,
früher. Man arbeitet nicht mehr soviel mit 20 bis 25, rote Rüben 15 bi« 20. Spinat 40 bis pathetischen Reden und mit großen Gesten, man 50, ^^er^hlrabi 12 bis 2 . h ist davon abgekommen, durch Massenversamm- ^ ^pfenfobl bO bis 80 Selbfalat 150 Bts ZW, langen and Massenresolutionen Erstrebenswertes Aidiwen 100 bis 120^ Tomaten^130 Zwiebln 25.
S SÄ« 2a^Ä "K Ä L M.100 w
heilsamen Leibesübungen werden völlig zum Bornotizen.
Sport, der, wie der Name schon besagt, in
Deutschland nicht seinen Ursprung hat, sie er- r\iRr^TmnSrfübruna Dn Ml-
toten in der Jugend das geistige Leben. Em hanneskirche- a ,
Finanzskandal jagt den anderen, man wirtschaftet ^9«.Arn. ^^ener Tur. sch s . yr leichtsinnig mit öfsentlichen Mitteln: Bestechung Neichs unMrist-
und Korruption sind tägliche Erscheinungen. So- Zou-^mmwa^-Erste Rerch-turzschrist- lange man in Deutschland noch von Menschen Gesellschaft -Gabelsberge: 8^Ollhr .Stadt
als „Material" redet, muß eS mit der Men- U Dttfannnüm» Lichllprelchmi«, Baynyop schenliebe und der sozialen Gesinnung sehr im stsaße. Sv küßt nur eure Wienerin . f Argen liegen. Man redet gegen den Geburten- Lichtspiele, ' ^elphogor' 1-,
SW.« ÄM
W-r VON dem ©eburtenrMgang rebzt. fotl nicht -WS»f
vergessen. Bon der Inflation zu sprechen, die Ml
die Ersparnisse des deutschen Volkes vernichtet na-Lichtspiele. „Delphogor
hat, von der heutigen Arbeitslosigkeit und da-
von, daß heute der Arbeiter und der Beamte ** Der Beginn der Borftellungen im oft zu einer Zeit, in b?r er noch viel Nützliches Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau leisten könnte, zum Richtstun verurteilt wird, wird ans geschrieben: Um vielfach im Publikum ge« Torheiten, die so tief In das Familienleben äußerten Wünschen entgegenzakommen. hat sich die einschneiden würden wie die seiner Zeit flür- Intendanz des Stadttheaters entschlossen, ab 1. April misch geforderte Staatsdienstpflicht der Frau, alle Vorstellungen werktags, deren Dauer die Zeit scheinen heute ja überwunden zu fein, aber * von zwei Stunden nicht wesentlich überschreiten.
wirken, vergeht.
Gegen alle diese Schäden helfen keine behördlichen Aiwrdnungen und keine öffentlichen Aufrufe, dagegen hilft nut her Hinweis auf das Wort des Heilandes: „Du sollst lieben Gott, schen Geschäfte ist und wohl auch bleiben wird, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Wenn dieses bis jetzt in positiver Hinsicht ge- Seele and von ganzem Gemüts. Dies ist daS schehen ist, so kann es nach den bekannten Vor- I vornehmste und größte Gebot. Das andere aber fallen eintreten, daß wir es auch in nega- jst dem gleich: Du sollst deinen Rächsten lieben tiber Richtung sein müssen, aber zum Scha- als dich selbst." Trachten wir darnach, mit den den Rußlands. ewigen Mächten in Verbindung zu kommen, geben
Was nun die Konzefsionsverträge be- wir dem Rächsten in Treue und persönlicher trifft, fo dürfte bekannt sein, daß diese durchweg Anteilnahme das Seine, so wird es in vielem so scharf abgesaßt sind und baß den Konzessiv- unter uns besser werden, zum mindesten wird nären bei der Fabrikation und beim Abwickeln in vielen der Wunsch erwachen, den alten Adam ihrer Geschäfte soviel Schwierigkeiten gemacht wer- in sich zu ertöten, damit täglich herauskomme den, daß ein nennenswerter Verdienst und auferstehe ein neuer Mensch. H.D. nicht verbleiben rann. Es ist ein Soll er...
bekannt, in dem sich der Konzessionär verpflichten I ötCUetTOiCtWCr für 4lprrt.
mußte, sein verdientes Geld in Rußland 311 1 April: Rentenbankzinsen neuer Art 1.Rate lassen. Andere, denen das nicht vorgeschrieben ist, tür Rechnungsjahr 1928 auf Grund der für Rj. 1925 haben sehr große Schwierigkeiten, wenn sie ihr zugestellten Grundschuldbescheide.
verdientes Geld ins Ausland überweisen wollen. I 5 April Steuerabzug vom Arbeitslohn Als Auswirkung aller dieser Wrnnente hat sich (Lohnsteuer); Abführung der für die Zeit vom in Rußland ein Zustand herausgebildet der sehr 16 März 1928 bis 31. März 1928 einschließlich an die Zeit der deutschen Inflatron &cr erften Märzhälfte einbehaltenen noch erinnert. Rußland ist völlig im A a sver - nj*t abgelieferten Beträge, ohne Rücksicht auf deren kauf begriffen ja, man kann wohl sagen, daß es ^öt)e @Icid)d<,itig jst die Abgabe einer entsprechenschon zum großen Teil ausverkauft ul. In den den Bescheinigung über die Richtigkeit der im Geschäften, wie 3utoeüer-2aben u. bgl, m denen März 1928 einbehaltenen Beträge erforderlich, die Wertsachen, Möbel uftp. der früheren wohl- £>kne Schonfrist.
habenden Besitzer zum Verkauf gelangen und in 10 April: Einkommen- und Körperschafts- denen man vor einigen Monaten noch kostbare steueroorauszahluna 1. Rate 1928. Ohne Schon- Gegenstände sehen konnte, tft fast nichts mehr Richt für Landwirte. Umsatzsteuervoraus-
zu haben. Zahlung für das 1. Viertel des Kalenderjahrs
Do ist ber Eindruck, den man heute von der ^28 unter gleichzeitiger Abgabe einer eutsprechen- rullischen Wirtschaftslage gewinnt. Was in diesem I &en Voranmeldung. — Börsenumsatzsteuer: Entrich- Zusammcnhange die Verhaftungen der' --- ■ - • ■ • — -
deutschen Ingenieure an Auswirkungen zeitigen werden, liegt auf der Hand. Verspricht
schon die Wirtschaftslage, wie sie jetzt ist und 1 Lohnsteuer) Abführung der , solange fte nicht gebessert Ard k ein e günstigen J April bis 15. April 1928 einbehaltenen Beträge, 2lusftchten auf einen reg«t Geschä tSverkch^so ist -fern sie mehr als 200 Mk. betragen. Ohne Schon, der Handelsverkehr durch die Deuftchenverhas--
leWöerftimbliÄ n*$! nuc *tn Bei Posteinzahlungen find jedesmal die Steuer-
ar<?’ sondern bejug auf bie gange I nummer Sollbuchnummer und die betr. Ad- Welt auheror oentlrch erschüttert wvr- . ° anxuaeben
den. Es wird sicherlich nicht leicht sein, irgend «Qbe Sena" anzugeben.
jemand zu veranlassen, heute nach Rußland zu I Gießen tritt Der Heroga vei. gehen muh er doch befürchten eines Tages Hals Stadtverordnetenversammlung
übet Kopf ohne Angabe von Gründen v er ha f- ()Qt }n ^rer gestrigen Sitzung den Beitritt der tet zu werden und dann Leiden durchzumachen, ^^dt Gießen zu der kürzlich gegründeten tote sie ja letjt gut ©enüge bekannt geworden smd. $ct hessische Kommunal - Gas - Fernversor- Derschredene deutsche.^rnensindbereits tnbte £ »^schlossen Die Stadt Gießen wird in dem Lage verseht, keinerlet Personal.mehr zur Mon- ^Ltsrat durch den Beigeordneten Dr. Hamm tage nach ^ßland schicken zu Vnnen. Das be b £ Stadtverordneten Oberingenieur Adolf beutet aber für Rußland, daß bte Maschinen, bte ~ nprtrptpn fpjn auf Grund der Verträge geliefert sind, mangels I $
geschulten Personals nicht in Betrieb ge- ZÜhrer durch Oberhessen, nommen werden können. Dadurch wird aber »
wiederum die russische Industrie gezwungen, ihre Der B er ke h rsb und 01 er b cf en roirö Sin- Betriebe einzuf chrä nken oder wenigstens sang Avril einen 111 ft vierte n Öu1J1■ c tur sie nicht weiter auszubauen. Daß damit der russi- I 0 e r h essen der Oeffentllchkeit übergeben. Das schen Wirtschaft nicht gedient ist, dürfte auf der 64 Seiten starke Buch bnngt aus Kunstdruckpa^ler Hand llegen. Erstes Erfordernis zu einer unbe- eine Beschreibung der Schönheiten unserer Provinz, hinderten^ Fortsetzung des Handels- und Wirt- der in vollendeter Aus uhrung eine große Anzahl schastSverkehrs mit Rußland wird deshalb sein, Illustrationen nach Phocographien m den oberhessi- 8aß Vie Esche Regierung ausreichende schen Städten beigegeben sind. Em mehrfarbiger Um. Garantien dafür gibt, die ein unbehindertes schlag gibt der Schrift ein werbendes und charakte- Arbeiten und Verbleiben der deutschen Vertreter risttsches Gewand. Das Buch wird em Berkehrs- in Rußland gewährleisten. Die russische Industrie Werbemittel erftenj ain g es sein und durch braucht unsere Techniker und Maschinen drin- feine Verteilung »n ganz Deutschland und «m benach- aend Deshalb sollte sie gerade daraus bringen, barten Auslande sicherlich dazu beitragen daß der daß der Eindruck, den die Verhaftung der beut- Provinz Oberhefsen bei dem reisenden Publikum schen Ingenieure und Monteure, über deren mehr als bisher Beachtung zuteil wird.
Grund auch bis heute noch Einerlei ausreichendes Daten für Sonntag, 1. April. Material vorliegt, verursacht hat, möglichst bald
wieder in einer Weise korrigiert wird, die die Sonnenaufgang 5.37 Uhr, Sonnenuntergang 18.32 Hemmungen, die sich jetzt in bezug auf ein Ar- Uhr. — Mondaufgang 14.18 Uhr, Monduntergang beiten in und mit Rußland geltend machen, re ft- 4.54 Ufjr.
los beseitigt. Eine baldige und den deutschen 1815: Fürst Otto von Bismarck m Schönhausen ae- Interessen genügende Bereinigung der An- boten (gestorben 1898); - 1864: ber Dramatiker aeleacnbeit der verhafteten deutschen Ingenieure Edmund Rostand in Marseille geboren (gestorben und Monteure würde dazu beitragen, dieSchwie- 1918); - 1868: der Musiker Yerruccio Busom tn rigkeiten, die sich heute im deutsch-russischen Wirt- Empoli geboren (gestorben 1924); — 1878: der Dra- schastsverkehr zeigen, zu beheben. Die deutsch- matiker Karl Sternheim in Leipzig geboren; -- russischen Wirtschaftsbeziehungen können nur dann 1899: Kaiser-Wilhelms-Land wird unter deutsche fortbestehen, wenn bad Vertrauen nicht durch Oberhohett gestellt.
Maßnahmen untergraben wird, die für west- Daten für MvNtaa. 2. April, europäische Begriffe nicht tragbar find. , ' . rnnnn 1R...
Sonnenaufgang 5.35 Uhr, Sonnenuntergang 18.34
. Uhr. — Mondaufgang 15.33 Uhr, Monduntergang


