die richtige Verwendung bicfer Summen. Die beträchtliche Erhöhung der Tabaksteuern Hot selbstverständlich auch den einzelnen 'Raucher schwer getroffen, und während im Jahre 1913 au> den Kopf der Bevölkerung eine Steuerbelastung von ungefähr 2,74 Mark kam, beträgt diese heute 13,40 Mark.
Nicht weniger als 10000 verschiedene Sorten Zigarren und über 1C00 Zigarcttenmarlen stehen dem Raucher in Deutschland zur Verfügung, und damit befindet sich der deutsche Konsument in einer beneidenswerten Lage gegenüber dem Raucher aus den Ländern, in denen ein Tabakmvno- p o l besteht. Dort muh sich der Staatsbürger mit den wenigen Sorten begnügen, die der Staat her- stellt, und noch heute weih der deutsche Raucher nicht, in welcher Gefahr er schwebte, als der Dawesplan angenommen wurde. Dec Sachver- ständigenplan hotte nämlich damals ein Tabakmonopol vorgeschlagen, und nur dec Hinweis auf die 111 OCX) Arbeiter, die die deutsche Tabakindustrie beschäftigt, vermochte die Eachverstän» üigen von ihrem Vorsatz abzubringen. Der deutsche Verbraucher nützt die ihm gebotene Gelegenheit gründlich aus: denn ungefähr 770 Millionen Mark werden jährlich für Zigarren und 1,3 Milliarden für Zigaretten ausgegeben.
Roch immer ist die Herstellung von Z i - garrenkisten ziemlich umständlich, und der Außenstehende kann sich kaum einen Begriff davon machen, welche Arbeitsleistung die Herstellung der Zigarrenausstattung erfordert. Während bei- lsüelsweife Zigarettenschachteln von grohen Maschinen in einem Arbeitsgong angesertigt und zugleich beklebt werden, muh daS Holz für die Zigarrenkisten zunächst einmal nach ten gewünschten Mähen zugeschnitlen werden. In grohen Maschinen wird dann dem Kistendeckel die gewünschte Marke eingebrannt oder aufgedruckt, und nun erst erfolgt daS mühselige Dekleben mit den gewünschten Innen- und Außenetitetten, dem Ausschlagpapier. den Streifen und den Verschlüssen. Außerdem muh der Deckel noch mit einem Gazestreifen an der Kiste befestigt werden, und mit Ragel- oder Heftmaschinen wird dann die Kiste verschlossen.
Wirtschaft.
fiofrlentrife - Kohlenverständigung.
Der Ruhrtohlenrerband hat kürzlich der Welt- lohienkrise eingehende Darlegungen gewidmet, die weit über den Rahmen der engeren Kohlenwirt- schast hinaus von gröhter volkswirtschaftlicher tiitö auch politischer Bedeutung sind, so daß man ihnen nur weitgehende Beachtung wünschen kann. Die Ausführungen über die Produktionssteige- rnng seit 1913. über dir Zunahme des Absatzes während der letzten Jahre, namentlich nach Beendigung des englischen 'Bergarbeiterstreiks, und dann vor allem die Verminderung der Erlöse aus der Pcodultion, denen der Ruhrkohlenverband begreiflicherweise ausführliche Darlegungen widmet, das alles zusammen stellt für den wirtschaftlich denkenden Menschen ein einziges überzeugendes Plädoyer zugunsten einer internationalen Kohwnverständigung dar. War vor dem Kriege die Kohle in den Ländernr, die über derartige Bodenschätze verfügten, das Rückgrat des Volksreichtums. so hat sich in der Rachkriegszeit das Verhältnis sehr gründlich gewandelt. Die Phro- phezeiung des verstorbenen Hugo S t i n n e s, der in Spa erklärte, es werde einmal die Zeit kommen, da die Welt am ^leberfluh der Kohlen- produttion beinahe ersticken werde, ist schneller eingetroffen, als selbst die ärgsten Pessimisten aitzunehmcn wagten. Der Hunger nach hochwer- tiym Brennstoff, der die erste Rachkriegszeit beherrschte. und für wesentliche Teile des Der- saAler Diktats stark mitbestimmend war, ist einer gewaltigen Ueberprvduttion gewichen, die nun mit aller Gewalt auf die Absatzmärkte in den kohlenarmen Ländern drängt, so dah die grohen europäischen Kohlenproduzenten, in erster Linie England und Deutschland, in ihrer Drennstoff- proouktion heute nicht nur nicht mehr eine der wichtigsten Quellen ihres Volkseinkommens besitzen, sondern dah sie geradezu ein Kanal geworden ist, durch den wertvolses Rationalvermögen nach anderen kohlearmen Ländern abslieht. Dieser Stand der Dinge muh jeden Einsichtigen mit ernster Sorge erfüllen.
Wirkliche Ab Hilfe kann nur, wie bereits gesagt, ton einer umfassenden interenropäischcn Kohle» Verständigung erhofst werden. Davon sind wir freilich augenblicklich weiter denn je entfernt. Mit einem einfachen Verzicht auf Teile des bestrittenen Gebietes, wie sic Schmalenbach in seinem Ruhrkohlengutachten fordert, ist dem Problem jedenfa'ls nicht bcizukommen. da die Krise ja nicht nur aus Deutschland beschränkt ist, sondern eine weltwirtschaftliche Angelegenheit von gröhter internationaler Bedeutung darstellt. Dabei können
wir England, das sich so bitter über die deutsche Konkurrenz auf dem Weltmarkt beklagt, die Feststellung nicht ersparen, daß es selbst an der Schaffung dieses Zustandes mahgebend mitbeteiligt gewesen ist Solange England auf dem europäischen Kontinent nur mit einem einzigen grohen Kohlenprvduzenten. nämlich Deutschland, zu rechnen hatte, war eine lleberfättigung des Weltmarktes, wie sie heute zu verzeichnen ist. niemals zu befürchten. Die deutsche Wirtschaft sorgte durch geeignete Maßnahmen von sich aus dafür, dah der Abbau der wertvollen Brenn- stofslagec planmäßig und ökonomisch betrieben wurde, so dah die Kohleförderung sich stets im Einklang mit den Absatzmöglichkeiten auf dem Weltmarlt befand. Das ist aber erheblich anders geworden, seit die britische Regierung es durch ihre politische Trägheit zulieh, dah Polen sich mit französischer älnterstützung und mit Hilfe einer aewaltiamen Interpretation der Abstimmungsrichtlinien oes großen oberschlesischen Koh- lenauskon-mens bemächtigte. Auch die ileberlaf- sung der Saargruben an Frankreich für einen Zeitraum von fünfzehn Jahren hat die englische Kohlenwirtschaft scAver getroffen. Endlich sei an die umfangreichen Reparationslieferungen erinnert. die der britischen Kohle ihr französisches Absatzgebiet in großem Umfange streitig gemacht haben. Vor dem Kriege wurde die mitteleuropäische Kohlenerzeugung planmähig betrieben. Heute herrscht infolge der oben geschilderten Auswirkungen des 'Versailler Vertrages absolute Anarchie in der europäischen Brennstofferzeugung. bei der rücksichtslos und unter Einsatz aller wirtschaftlichen Machtmittel um den ersten Platz am Weltkohlenmarkt gerungen wird.
Dah dabei alle gesunden ötonomischen Grundsätze zum Teufel gehen, dah die Kohlenförderung heute nicht nur in Deutschland, sondern mindestens ebenso sehr in England und Polen tm höchsten Grade unwirtschaftlich geworden ist. verschlägt anscheinend nichts. Deutschland, dessen Wirtschaftsführer ja schon sehr bald nach Kriegs- schluh auf die Notwendigkeit internationaler Pro- duktions- und Abfatzvereinbarungen hinwiesen, bleibt unter den gegebenen ilmftäifben nichts anderes übrig, als in dieser ebenso leidenschaftlichen wie wirtschaftlich sinnlosen Konkurrenz der Drennstoffproduzenten mitzumachen, woraus sich dann der groteste Zustand ergibt, dah in kohle- armen Ländern, wie etwa Rorwegen oder Schweden oder Italien, die Kohle billiger zu haben ist als bei uns im eigenen Lande. Ja, es wurde sogar vor einiger Zeit berichtet, dah englische Kohle bis ins Ruhrgebiet vorgedrungen sei Cs bleibt nur übrig zu hoffen, dah die Verhältnisse sich eines Tages stärker erweisen werden als die Menschen, die heute nur um einer utopischen Vormachtstellung willen sich nicht dazu entschließen können, die europäische Kohlenwirtschaft in vernünftige Bahnen zu lenken.
Oie internationalen Stickstoffverhandlungen.
Zu den wiederholt dementierten Verhandlungen über eine bevorstehende S t i ck st o f f - Vereinigung zwischen der I. - G. - F a r b e n- I n d u st r i e - A - G. und der Imperial-Chemi- cal-Industries wird von wohlinformierter Seite mitgeteilt, dah tatsächlich wiederholt eingehende Besprechungen über die Frage eines internationalen Stickstoff-Kartells zwischen den beiden Chemie-Trusts stattgefunden haben, dah jedoch seitens der Farbenindustrie eine Verständi - gung z wisch en den deutschen Stickst o s f e r z e u g e r n als Voraussetzung zu den endgültigen Verhandlungen über ein internationales Stickftoffkartell bezeichnet würde. Bekanntlich steht der Ruhrbergbau vor einer sehr erheblichen Steigerung ferner künstlichen Stictstoff- erzeugung. Vor kurzem haben über die Frage des Stickstofsproduktionsprogramines wiederum wichtige Verhandlungen zwischen führenden Persönlichkeiten des Ruhrbergbaues und dec I.-G.- Farben-Industrie stattgeßinden, die jedoch, wie man hört, ferne Anzeichen für eine Annäherung der beiden Gruppen ergeben haben.
* Polyphonwerke, A.-Ä. In der telegraphisch einberufenen Aufsichtsratssitzung der Poly- phontverke A.-G. wurde beschlossen, der General- oerfammhing nm 29. September die Erhöhung des Aktienkapitals um 4,5 Millionen Mark vorziifchln- gen. Davon, sollen 2 512 000 Mark von einem Bcmk- konsortium zu 235 Prozent übernommen werden mit der Verpflichtung, fi** im Verhältnis 5:1 $um Kurse von 240 Prozent den bisherigen Aktionären anzubieten. 1 748 000 Mark sollen in Verbindung mit der Einführung der Aktien an der Londoner Börse Verwendung finden. Die Einführung der Aktien erfolgt durch die Union Corporation Ltd., London, der Kurs wird im Einverständnis mit der Gesellschaft festgesetzt. Der Erlös fließt restlos der Gesellschaft zu.
'Deutschechandelsbank.A.-G., Frankfurt a. M. Das Institut schließt mit einem Rein- gewinn von 1173 (32306) Mark ab. Auf die 500 000 Mark Aktienkapital kommt eine Dividende nicht zur Verteilung (im Vorjahre 8 v. H. auf 250 000 Mark): Prooisions- und Zinseinnahmen erhöhten sich auf 135 050 ( 53 393) Mark, während sonstige Einnahmen auf 81 250 (145 446) Mark zu rückgingen. Unkosten und steuern stiegen auf 144 791 (128 497) Mark und Provision-- und Zinsausgaben auf 71 741 (39 018) Mark. Qn der Bilanz erhöhten sich Bankschulden auf 139165 (39 210) Mk., Einlagen auf 192 718 (133 025) Mk., andererseits erscheinen 55 362 (58 002) Mark Bar mittel. 42 516 (80 509) Mark Bankguthaben. 50 365 (55 893) Mark Effekten und Devisen und 433 116 (267 031) Mark Konlokorrentschuldner.
Ararrk-urtcr Börse.
Fr a n t f u r t a. M., 30. Juli. Tendenz: überwiegend etwas fester. — Zu Beginn der neuen Woche war die Stimmung etwas freundlicher, wenn auch eine Belebung des Geschäftes nicht ein treten konnte. Reue Orders lagen kaum vor, doch schritt die Spekulation auf den meisten Markgebieten zu kleinen Deckungskäufen, angeregt durch den festen Schluß der Neuyorker Börse nom Samstag. Im Zu sammenhang mit den bestehenden Geldmarktsoraen war der Grundton der Börse etwas unsicher. Der heutige Zahltag brachte allerdings keinerlei Schwierigkeiten. Bei nicht ganz einheitlicher Kurs- cntwicklung ergaben sich zu den ersten Notierungen überwiegend kleine Kursbefferungen oon 1 b i s 2 o. $). Einige der in der vergangenen Woche besonders stark gedrückten Werte waren stärker er holt. So konnten sich nm Montanmarkt RheinijcheBraunkohlenöv. H. und Man nesmonn 2,5 v. H. erholen. Don Elektromer t e n waren Siemens 2,5 v. H. und A E (9. 1,5 o. H. gebessert. I.-G.-F a r b e n , G o l d s ch m i dt und R ü i g e r s w e r k e eröffneten je 1 o. 5). erhöht. Zellstoffwerte waren vernachlässigt. Wald h o s lagen 0,5 v. H., Aschaffenburger 1,25 v. S). gedrückt. Auch S ch i f f a h r ts w c r t e eröffneten eher etwas gedrückt. Am Banken in arkt waren Commerzbank 1,5 d. S). und Dis - conto Gesellschaft! v. H. erhöht. Deutsche Anleihen waren eher nachgebend. A u s l ä n . dische Renten unverändert still. Im Verlause ging das Geschäft auf ein Minimum zurück. Für I.-G.- Farben, AEG. und Siemens bestand einiges Interesse, ohne dah sich die Kurse wesentlich verändert hatten. Der Geldmarkt war etwas leichter. Tägliches Geld 7 v. S). Am Devisen- markt lagen Devisen fester. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1902, gegen Pfund 20,345, London gegen Kabel 4,8580, Paris 124,09, Mailand 92,84, Madrid 29,52, Holland 12,097.
Berliner Börse.
Berlin, 30. Juli. Der feste Verlauf der letzten Neuyorker Börse hatte im heutigen Vormittagsverkehr Erwartungen auf eine Besserung auch bei uns ausgelöst. Die Unsicherheit, die sich aber dann durch die Schwankungen am Polyphon- markte wieder entspannen, machten sich schon im Vormittagsoerkebr fühlbar und schien zu einem Vorstoß der Baisfepartei geführt zu haben, denn die kleinen Käufe, die zu Beginn der Börse zur Aus führung kamen, reichten nicht aus, um das Kursniveau einheitlich zu beeinslussen. Auch ist die Geldmarktlage zum Zahltag immer noch nicht ganz geklärt, obwohl der heutige Zahltag kaum noch Schwierigkeiten machen dürste. Es bestanden aber Befürchtungen betreffs einer Diskonterhöhung der Bank oon England am nächsten Donnerstag, da der niedrige Stand des Pfundkurfes verschiedene europäische Devisen (besonders der Mark gegenüber) bereits zu einem Abzug erheblicher Gvlddeträge der Bank von-England geführt hat, und, wenn sich hieran nichts ändere, nur eine Diskonterhöhung helfen könne. Trotzdem war der Grundton der Börse zu Beginn nicht un- freundlich. Die Hauptspelutionswcrte wie Berger, Tietz, Salzdetfurth konnten Gewinne bis zu 5 Proz. und mehr aufweisen. Bei den Nebenwerten waren die Abweichungen gegen die letzten offiziellen Notierungen vom Freitog nur sehr klein. Polyphon setzte mit 465, nach 455 vor börslich, 15 Proz. niedriger ein, verloren aber im Verlause noch weitere 7 bis 8 Proz. Ueberhaupt neigte die Tendenz nach den ersten Kursen eher zur Schwäche. Auf Abgaben des Hamburger Platzes, an dem eine Firma schwach geworden sein soll, lagen Deutsche Atlanten zeitweise bis zu 10 Proz niedriger. Deutsche Anleihen nachgebeno. Ausländer uneinheitlich. Anatolier und Türken etwas befestigt. Der Pfandbrief markt war still, nur Roggenpfandbriefe wieder etwas fester. Geld war zum Zahltag naturgemäß gefragt, aber nicht in dem Maße, wie zum heutigen Zahltag erwartet. Geld bis morgen 7,5 bis 9 Proz, Geld über Ultimo 8 bis 9,75 Proz., Monatsgeld 8 bis 9 Proz. Warenwechsel ohne Umsotz. Auch im
weiteren Verlaufe war die Tendenz Schwab» Jungen unterworfen, dos Geschäft sehr gering die Kurse neigten eher zur Schwache. Fest Ingen auf gute Käufe Reichsbank und Tietz.
ftnifUvtct »>c».c. c.*jvrje.
Frankfurt a. M, 30. Juli. Der heutige Haupt- markt verkehrte bei ruhiger Tendenz in weiter etwas abgeschwächter Haltung Weizen und Hafer, ebenso Mais und Weizen- unb Roggenmehl verloren je 0,25 Mark, während sich die ubruien Getreide fort en bei stiller Tendenz unverändert hielten. Es wurden notiert: Weizen 25 Mark: Roggen 24,25: Hafer, in- löndifcher, 26,75 bis 27. Mais (gelb) für Futter- zwecke 24,75 bis 25: Weizenmehl, süddeutsches (Spezial 0), 34,50 bis 35: Roggenmeh! 35,25 bi- 35,50; Weizenkleie 14,10 bis 14,25; Rogyenkletc 1 \7 •_ Erbsen, je noch Qualität für Speisezwccke. 32 dis 60; Linsen, je nach Qualität für Speifezwcck. 50 bis 95;
tf ' . gut, gesund :recke , 7,7)5 8; Weizen- und Roggenstroi), drahtgepretzt, l,3(i bis 4.50, Weizen- und Roggensircm, gebündelt 3,60 bis 3,70, Treber, getrocknet, 18,75 bis 19 Mark. — Ten denz: ruhig “ --
F-ra-lksurtcr Schlachtvie. markt.
Frankfurt a. TL, 30. Juli. Auftrieb: 1659 Rinder: darunter 360 Ochsen, 9> Bullen, 715 Kühe, 430 Färsen, 588 Kälber, 54 Scho sc, 4954 Schweine. Rinder. Ochsen: ocUfl., ausqemäftctc, höchste» Schlachtwerts, jüngere 57 bis 60 Mark, ältere bis 56 Mk.: sonstige vollst jüngere 47 bis 52. Bullen: jüngere, vollst., höchsten Schlachtwerts -I I bis 52; sonstige vollst, oder ausgemostete 44 bis 4>. Kühe: jüngere, vollst., höchsten Schlachtwerts 45 bis 50; sonstige vollst, oder ausgemästete 40 bis 41. fleischige 34 bis 39; gering genahri- 28 bis .13. Färsen (Kalbinnen, Iungrindcr): vollsl., au-gemäftek, höchsten ---chlachtwerts 57 bis 60; oollsteischiq" 53 bis 56; fleischige 46 bis 52. Halber: beste Mast und Saugkälber 71 bis 74; mittlere Mast und Saugkälber 65 b-s 70; geringe .Halber 56 bis 64. Schweine Fettjchrneine über 300 Pfund V-'bvnb gewicht 73 bis 75; Schweine ton etwa 240 bt. 300 Pfd. Lebendgewicht 74 bis 76; von etwa 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 75 bis 77. oon etwa 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 75 bis 77; fleischige Schweine von etwa 120 bis IGO Pfd. Lebendgewicht 70 bis 74; Sauen 60 bis 65 Mk. — Markiverlavf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft. Schweine lebhaft, geräumt. Kälber und Schafe bei ruhigem Verkehr ausv^kauft.
Bücherirsch.
— A u g tt st Skalweit: Die curo- päische Einwanderung in Südamerika. (Verlag Quelle & Meyer in Leipzig.) Der an seiner Gießener Forschungsstätte noch unvergessene, jetzt an der Universität Kiel lehrend-' Professor der Dolkswirtschastslehre August Stal- tocit gibt in dieser kleinen Broschüre den Seit eines Vortrages, der eines der interessantesten Probleme der modernen Devölkerungspolitik, die Auswanderung nach Südamerika, behandelt. Der Vortrag ist deshalb besonders wertvoll, weil er aus dem Ergebnis der wissenschaftlichen Forschung die prakttschen Folgerungen zieht und deshalb in die Hand eines jeden gehört, der sich mit dem Gedanken trägt, auf dem südatncriIonischen Kontinent eine neue Heimat zu gründen. Es wird dann zweifellos mancher dem deutschen Boden und dem deutschen Volkstum erhalten bleiben, der heute in der Fremde nur attzuleicht dem rettungslosen Untergang ausgesetzt ist. 251
— Paul Meesmann, Dr. rcr. pol. h. c.: Grundfragen der Wirtschaft. (Verl?g des Mittelrheinischen Fabrilantenvereins, Mainz. Preis 3 Mk.) — Das wertvolle Buch ist entstanden aus Vorlesungen, die der Verfasser nach seiner Ausweisung aus dem besetzten Gebiet an der Hessischen Landesuniversität in Giehen gehalten hat. Es ist deshalb von besonderem Interesse. weil hier ein Mann der Praxis auf Grund jahrzehntelanger Erfahrungen im Wirtschaftsleben über die Probleme der Wirtschaft spricht. Das kleine Werk ist deshalb eine sehr schätzenswerte Ergänzung der nationalökonomischen Fachliteratur und besonders auch Studierenden warm zu empfehlen. 340
— Walter Fiseher: Hauptfragen der Amer i k a k u n de. (Bandlll ivr neupyilo- logischen Handbibliothek für die westeuropäischen Kulturen und Sprachen, Verlag Deshagen L Kla- sing in Leipzig) Der Anglist unsere' Landesuniversität veröffentlicht hier auf Grund früherer Einzclarbcilcn in knappster Form ein außerordentlich inlerefsanles und für die GrleimtniS Amerikas zweifellos wesentliches Material, aus dem wichtige und iniere'sanle Schlußfolgerungen gezogen werden. Das kleine Büchlein ist in hohem Maße geeignet, schneller und gründlicher, als manch dickleibige Kompendien uns den amerikanischen Eharakter nahezubringen. Besonder» interessant ist auch der Aussatz über die amerikanischen Universitäten. 330
Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse.
_____________________Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — ReichsbankdiSkonl 7 Prozent, LombardzinSfuh 8 Prozent.
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