Ausgabe 
30.5.1928
 
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mit der E i n

ten eilends die Felder verlassen. Bisher liegen Meldungen über Verluste an Menschenleben nrcht

Die telegraphischen Verbindungen sind viel-

ro erben, die übri

einem Conboner

Oie Wetterlage.

G(eßen

3«r nächsten Tagung des Völkerbunds

gröberen Fragen zu behandeln

rate-, d»

am die der

vor. fach sind

unterbrochen, auch zahlreiche Lanbst rasten unpassierbar geworden.

Beim Fischraub tödlich verunglückt.

umstürzte und Die sechs Insassen Drei von ihnen konnten gerettet gen ertranken.

Groher Dlamantendiebstahl auf Bahnhof.

Ffir, beide

*n Künd Dom Äünfl 8ach bet j bat «ar

Die nicht anders zu erwarten war, ist damit also das Urteil des Hohen Hanger Gerichtshofes in der Frage der Anrechnung der liquidierten Güter zu ungunsten Deutschlands ausgefallen. Damit gewinnt jedenfalls die Skepsis der deut­schen Reichsregierung eine gewisse Berechtigung, die bekanntlich seinerzeit in dem Kampf um daS Krieg sschädenschlußgesetz immer wie­der erklärte, dast sie selb st nur einen Teil der Schadensforderungen entschädigen könnte, daß ein Teil wohl auf dem Wege beigebracht wer­den sollte, dast man versuchen würde, durrh- zusehen. die Gutschriften der Aeparations- kommission von den Daweszahlungen a b z i e h e n zu können, eine Aussicht, die aber auch von Re- aierungsseite niemals als hoffnungsvoll hinge­stellt wurde Die Geschädigten hatten auch ihrer­seits niemals mit einer Lösung in positivem Sinne gerechnet, weshalb sic ja auch beharrlich an ihrer Forderung festyielten, dah das Reich ihre Schäden wiedergutmachen müsse.

schiedene Derwaltungsgemeinschaslen abzuschlie- sten. Hier wird besonders an das Oberver­waltungsgericht gedacht.

Ranking, 29. Mai. (WB.) Aus die

18. Mai von der japanischen Regierung an

haben wird, gehen als Vertreter Deutschlands nach Genf: Staatssekretär v. Schubert. Mini­sterialdirektor Gaus, Ministerialdirektor von D i r k s« n und Gesandter F r e h t a g.

Am Pfingstsonntag besuchte der französische Senator ßueien Hubert, der Vorsitzende der Senatskommisfion für auswärtige Angelegen­heiten und Vertreter Frankreichs beim Völker­bund, den Rcichstagsabgeordneten Prälat K a a s in Trier. Wie verlautet, sind zwischen den beiden Politikern in längerer Unterredung Fragen be­sprochen worden, die in beiden Ländern infolge der soeben abgeschlossenen Wahl vor allem auch auf dem Gebiete der auswärtigen Politik zur Zeit im Vordergrund des Interesses stehen.

Haag. 29. Mai. (IDB.) Die heute im Haager Friedenspa lost betann! gegebene Entscheidung des Haager Schiedsgerichtes über die Auslegung der Bestimmungen des Dawcsplane» ist für D e u t f ch - land unünstig ausgefallen. Das Schieds­gericht hak alle drei Fragen, die ihm auf Grund des zwischen der deutschen Regierung und der Re- paralionskommission am 8. September 1927 abge­schlossenen pariser Schiedsvertrages norgelegt wur­den, verneint und entschieden, dah 1. weder die Reinerlöse deutscher privater Gü­ler. Rechte und Interessen, die von den alliierten Mächten liquidiert und gemäß § 4 der Anlage zu Artikel 298 des Versailler Vertrages behandelt worden find oder werden und bezüglich deren kontenmühige Verrechnungen zwischen Deutschland und den beteiligten alliierten Staaten staltgesunden haben oder durch deren Inanspruch­nahme eine Befriedigung von alliierten Ansprüchen erfolgt ist. anger edjnef werden können, noch 2. die Reinerlöse solcher privater Rechte. Güler und Interessen, die nicht gemäß §4 Der Anlage zu Artikel 298 des Versailler Vertrages behandelt wurden und nicht den Berechtigten oder der deut- s.hen Regierung freigegeben worden sind ober werden, noch endlich 3. die Zahlungen, die die siamesische Regierung in den Dafjren 1925 bi- 1927 an die Reparationskommission geleistet hat. auf die von Deutschland auf Grund des Dawes- planes zu leistenden Iahreszahlnngen angerechnet werden.

Eingreifen eine flagranteDerlctzung der territorialen Una'bhängigkeit dar- stellen würde, da die Aufrechterhaltung von Frie­den und Ordnung in der Mandschurei allein der Südregierung zukommen.

In Meran wurde nach dem jüngsten Vefchlust des P o d e st a verfügt, dast die alten Ramen der Sirasten Italienssierl werden tollen. Aus Grund dieses Beschlusses werden die Strahen und Plätze ltalienischc Ramen erhalten, die Er­innerungen an groste Italiener oder an für Italien bedeutende Ereignisse des Welt­krieges wachrufen.

Meine politische Nachrichten.

Zur Ehrung der tn der Seeschlacht vor dem Skagerrak Gefallenen und zur sichtbaren Erinnerung an diesen Tag ordnete der Herr Reichspräsident im vergangenen Jahre an. dast künftig am Jahrestage der Schlacht d i e Wache vor fernem Wohnfitz durch die Reichsmarine zu stellen fei. In den Tagen vom 30. Mai bis zum 1. Juni wird triefe Ver- ordnung erstmalig ausgeführt werden. Die Wache wird nebst Lpielmannszug und Mustkchvr in diesem Jahve vom Flottenkommando gestellt.

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ung des Deutschen

südchinesischc Regierung gerichtete Rote, in

vor hen Folgen einer Ausdehnung der Kämpfe auf die Mandschurei gewarnt wird, hat die Südrcgierung nunmehr eine Ant­wort erteilt, in der es heistt, dast ein japanisches

StadentenhauseS in Danzig, um dessen Entstehen sich Dr. Leskc besonders verdient ge­mocht hat.

Ueberfchwemmuugeu in Äanaba.

Durch Steigen des Wasserspiegels des Sankt John-Sees im Rordoüen der Provinz Quebec! find infolge des Anschwellens oer in den See mündenden Flüsse große Ländereien über­schwemmt. Mehrere Dörfer stehen bereits unter Wasser, und zahlreiche 'Bauern must-

Siebzigjährig entschlief in Bonn der frühere Regierungspräsident von Koblenz. Fritz von Scherenberg. Der Verstorbene, dec sich all­gemeiner Deliebheit erfreute, war vorher Polizei­präsident von Frankfurt a. M. und Landrat in Mettmann.

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LmmMstiMkSpmch des SmzerSchledsgekWs

Um den Erlös des liquidierten deutschen Privateigentums.

Aus aller Welt.

Wilkin4 und Etelsen besuchen Berlin.

Berlin, 29. Mai. (DB.) Arn Mittwoch­nachmittag zwischen 4,30 und 5 ilfrr dürften die beiden Polflieger Hauptmann WilkinS und Leutnant (Sielfen mit dem Flugzeug von Kopenhagen kommend, im Berliner Flug­hafen ein treff en. Der Generalsekretär deS Aero- arctic-Vercins, Hauptmann Walter Bruns, so­wie Professor D e r s o n vom Vorstand der Ge­sellschaft, der Vorstand des Berliner American- Club, E y e t, und verschiedene Journalisten haben sich beute vormittag in dem breimotorigen Jun- kersflugzeug D. 1000, daS auch dec Einholung der Sllcger nach Berlin dienen soll, zur Begrüßung Willins und Gielsens nach Kopenhagen be­geben. Die Strecke Oslo-Kopenhagen haben die beiden Polflieger mit dem regelmäßig verkebren- den FlugzeugRocco" der Deutschen Lufthansa zurückgelegt. Der Verein Aeroarctic plant für Mittwochabend ein Bankett, bei dem die Pol- flieger über den Verlauf ihrer Fahrt Bericht erstatten werden. Wilkins und 6ielfen werden übermorgen mittag vom Reichspräsiden­ten empfangen. Danach findet ein Frühstück im Kaiserhof statt. Später ist eine Sitzung im Preußischen Landtag vorgesehen, wo die ilebec- reichung der Silbernen Medaille der Geographi­schen Gesellschaft an die Flieger erfolgen wird. Lllcnds findet ein Tee im Hotel Esplanade statt, am Frei.ag eine Fahrt durch Berlin mit einem Frühstück im Rathaus, woran sich eine Besich­tigung der Stadt onschliestt.

(Eine Entschließung de» Deutschen Cefrreroereiu».

Auf der Tagung des Deutschen Lehrervereins in Braunschweig sprach Regierungsdirektor Pretzel-Derlin über den Stand der Lehrerbildung im Reich. 3m Anschluß daran gelangte eine Entschließung Annahme, in der es u. a. heißt, dah der 'Deutsche Lehrerverein den Gang der Entwicklung, den die Reuregelung der Lehrer­bildung in den deutschen Ländern nach der Ver­kündigung der Weimarer Verfassung genommen habe, mit wachsender Sorge verfolge. Wenn auch einzelne Länder eine der Verfassung im ganzen entsprechende Ordnung durchgciührt hätten, so könne doch die in anderen getroffene Regelung al« befriedigend und mit der Ver al'img im Einklang stehend nur zum Teil oder überhaupt nicht angesehen werden. Der Deaifche Lehrer-

Dem jüngeren Teilhaber der führenden Antwer­pener Diamantenfirma I. W. Tas wurde bei feiner Ankunft auf dem Liverpool-Bahnhof in London ein Portefeuille mit Brillanten im Werte von 240 000 Mark gestohlen, fiurx bevor der Zug in die Bahnhofshalle einlief, hatte sich Tas noch von dem Vorhandensein der Tasche vergewissert. Bei der Begrüßung einer befreundeten Dame wurde sie ihm aus der zugeknöpften Brust lasche entwendet, ohne daß er auch nur die geringste verdächtige Bewegung ober Berührung wahrnahm.

Schon die seinerzeitige Stellungnahme der Repa- rationskommission war ja an und für sich aus­schlaggebend genug und eS hätte sich eigentlich der Weg einer Appellation an den Haager Ge­richtshof erübrigt, wollte daS Reich wenigstens nicht alle Versuche, die möglich waren, aufgreisen, um dartun zu können, daß es nichts unter­lassen hat. die Lage der Geschädigten zu er­leichtern.

Zu dem Urteil selbst kann man natürlich, so­lange nicht die Begründung vorliegt, (eine ein­gehende Stellung nehmen. Juristisch wird es gewiß korrekt fein, denn die Kleber Parteilichkeit deS Hohen Haager Gerichtshofes ist wohl in keiner Weise anzuzweifeln. Es handelte sich im Grunde genommen ja auch nur um eine Aus­legung des Dawesplanes, inwieweit er über­haupt eine Anrechnung der Gutschriften der RLparationskommission in bezug auf die liqui­dierten Güter zulassen würde. Da in dem alten Urteil des Gerichtshofes die Anrechnung der Prämienfätze bei den Soz-.alverfich-rungen an­erkannt worden war. in bezug auf die pri­vaten Güter jedoch ein Vorbehalt ge­macht wurde, insofern nämlich, als sich das Ge­richt seinerseits wenigstens noch nicht für in der Lage erklärte, in dieser Frage zu entscheiden, konnte und mußte jedenfalls die Regierung den neuerlichen Wrg einer Appellation an den Ge­richtshof oerfudjen. Gewiß wird man auch and'. r Ansicht sein können als der Haager Gerichtshof: dies hängt selbstverständlich von der persönlichen Auslegung des Dawesplancs ab. Da aber auch der Dawesplan gwade in bezug auf feine dies­bezüglichen Bestimmungen durch eine ziemlich klare und eindeutige Interpretierung ausgezeich­net ist, kann man wohl aanehmen, daß rein sach­lich gar kein anderer Schluß gefunden werden formte als der, den man im Haag fand. Die Begründung wird jedenfalls hierüber die ge­nügende Aufklärung erbringen.

Etwas anderes ist es natürlich, wenn man von der allgemeinen Seite an diese Frage heran­geht. Cs ist selbstverständlich eine geradezu un­erhörte Maßnahme, die sicherlich auch seinerzeit beabsichtigt worden ist. neben den IahreSzahlungcn aus dem Dawesplan auch noch die Reinerlöse deutscher privater Güter, Rechte und Interessen, die von den alliierten Mächten liquidiert worden sind, nolens volens einzu- behalten. 'Bei der bevorstehenden Beratung um die Revision des Dawesplanes sollte man jedenfalls auch diese Frage als sympto­matisch auf greifen. Wenn auch die Reinerlöse keine übergroße Summe darstellen, so haben sie den alliierten Mächten doch immerhin ein an­sehnliches Kapital erbracht.

hat. Die Zahl der Hauptempfänger von ffrifen« Unterstützung sank von rund 162 400 auf 142 900 ober um 12 v. H Die Zahl der Notstandsarbeiter ist in dieser Berichtszeit wiederum gestiegen, und zwar um 1,7 o. H. Sie betrug am 15. Mai rund 91 900.

Avch keine Parteibesprechungen.

voreilige Couloirgerüchte.

Eigener --rahtbericht desGießener Anzeigers".

Berlin, 30. Mai. Was in der vorigen Woche nicht alles an Besprechungen führender Parteileute stallgefunden haben soll, läßt sich kaum übersehen', ledcnfalls hätten die Tage der vergangenen Woche nicht ausgeretcht, sollten diese Beratungen tatsäch lich stattgefunden haben. Gewiß kommen tagtäglich Nerchstagsabgeordnete in den Wallotbau, vor allem solche, die nun neuerdings diesem hohen Hause an­geboren. manchmal stehen auch drei oder vier Ab­geordnete verschiedener Partelen zusammen, und bann wittern diejenigen immer, die dies beobachten, eine Sensation, zum mindesten eine neue R e - gier u ngskombi Nation, einen neuen Mini- ftsrkandidaten und dergleichen mehr. Auf diese Art und Weise sind jedenfalls all die Kombinationen entstanden, die in den letzten Tagen die Oeffentlich- keit mehr oder weniger beunruhigten. Es hat jedoch noch keinerlei Besprechung der Partei- offiziäsen stattgefunden. Auch die Führerkonferenz des Zentrums, von der vielfach gesprochen wird, und an der Florian Klöckner teilgenommen haben soll, ist leere Kombination. Die Zen­trumspartei wartet vielmehr ab, in welcher Form die Sozialdemokraten an sie herantreten, und wird erst dann ihre Entschlüsse auch in personeller Hin­sicht treffen. Als erste Parte! wird die Sozial­demokratie zusammentreten Und zwar hat sie ihren Parteiausschuß zum 6. Zuni nach Köln ein- berufen. Das Zentrum tritt aller Wahrscheinlich­keit nach am selben ober am kommenden Tage in Berlin zusammen. $ o I f 5 p a r t e i wie Demo­kraten halten sich noch vollkommen zurück und dürften erst in den elften Tagen des Juni ihre Entschlüsse treffen. Wahrscheinlich wird sich bann Staatssekretär Dr. Meißner mit den Partci- führern in Verbindung setzen, um im Auftrage des Reichspräsidenten die'parlamentarische Lage zu sondieren. Erst dann wird festgestellt werden, welcher Parlamentarier mit der Regierungsbildung beauftragt werden soll.

Die Esmmeriagung des Hessischen Landtags.

ast sechzig VeraLmrasPunktc.

'Darmstadt. 29. Mai. (Wolfs). Das Pro- aramm zur 24. Sitzung des hessischen Landtages, die am kommenden Montag beginnt, umfaßt nicht weniger als 58 Punkte. Trotz dieses Umfanges ist aber anzunehmen, daß das Pensum in zwei Tagen erledigt werden kann, da sich auch eine Anzahl weniger wichtiger Fragen darunter befinden. Dem Plenum liegen 12 Eingaben aus der Devöllerung vor. deren persönliche Rot oder Beschwerden sie veranlaßt, letzte Hilfe von den Abgeordneten zu erreichen, nachdem meist alle gesetzlichen Mittel und Wege erschöpft sind. Kom­munistischen Wünschen entspringen 21 Anträge, die zum Teil bereits bei der Etatsberatung ge­stellt, aber nicht behandelt wurden. 'Sie betreffen vor allem Forderungen auT schulpolitifchem Ge­biet. Wie im Ausschuß werden sie auch irn ' Plenum keine Annahme finden. Der Gesetzent­wurf über die Wahlen für Gemeinde 1 und Gemeindeverbände, über den sich - die Parteien im Ausschuß nicht einigen fonn- * ter. wird auch dem Plenum vorliegen, das jetzt , die Entscheidung treffen soll, ob die kurz vor dem Inkrafttreten des neuen hessischen Gemein­dewahlgesetze« gewählten Bürgermeister, deren Amtszeit nach den alten Bestimmungen nur sechs Jahre läuft, auch für die Dauer von neun Jahren als gewählt gelten sollen. An wich­tigeren Punkten sind noch da die Regulie­rung der Ridder und Ridda. die ver­schiedenen Anträge auf vermehrten Woh­nungsbau im laufenden Jahre und die Ver­anlagung zur Grundsteuer, die aber wohl gemäß den Ausschutzbeschlüssen auch im Plenum ihre Mehrheit sicher haben und glatt über die Bühne gehen werden, damit bereits am Mitt­woch kommender Woche vor den Sommerferien der Landtag seine D:sichllgungsiahrt nach Mi­chelstadt und Lindenfels im Odeitwald unter­nehmen kann.

Oie Regelung der Sondergebäudesteuer in Hessen. Darmstadt. 29. Mai. (Landespressedienst.) Vom Finanzminister wird mitgeteilt: In dem in der Presse erschienenen Bericht über die Fina n sausschuh-Sitzung des Landtags vom Mittwoch, den 23. Mai, ist irrtümlich von dem Antrag Dr. R i e p o t h gesagt, daß er angenommen worden sei. Der Antrag, die Re­gierung möge alsbald ein Gesetz über die Re­gelung der Sondergebäudesteuer mit weitgehenden Erleichterungen für die Steuerpflichtigen vor­legen. und bis zur Verabschiedung des Gesetzes die im vorjährigen Entwurf vorgesehen Erleich­terungen ab I April 1928 in Kraft treten zu . lassen, ist jedoch gegen vier Stimmen durch Regierungsantwort für erledigt erklärt worden. 'Sie Regi rung hält den gegenwärtigen Zeitpunkt zur Vorlage des gewünschten Ent­wurfs nicht für geeignet, weil aller Vor­aussicht nach diese Steuer vom 1. April 1929 einheitlich für die Länder durch Reichs- gefetz geregelt wird. 3m Wege von An­weisungen an die Finanzämter vor Erlaß des Gesetzes die im Entwurf vorgesehenen Erleich­terungen eintreten zu lassen, hält die Regierung rechtlich nicht für möglich.

Berwattungsreform in Thüringen.

Weimar. 30. Mai. (Priv^Tel.s Gegen- toärlig finden zwischen der Reichsregierung und Thüringen Verhandlungen mit dem Ziele einer lieber tragung der thüringischen Rechnungskammer auf den Rech­nungshof des Deutschen Reiches statt. Die Verhandlungen nehmen einen günstigen Ver­lauf. Die llebertragung der Geschäfte soll schon zum 1. Oktober erfolgen. Man denkt in thüringi­schen Kreisen weiter daran, die thüringischen Hochbauämter den Finanzämtern anzugtle­dern, eine Maßnahme, die das Reich für fein Hochbauwesen schon vorgenommen hat. Wie Weiler verlautet, schweben Verhandlungen der thüringischen Regierung mit der Regierung Sachsen-, die ebenfalls zum Ziele hal>en. Der*

(Ein Förderer des studentischen Wohnungswesens.

Rektor und Senat der Technischen Hochschule Danzig haben den Stadtbaurat Senator a. D. Doktor - Ingenieur Leske in Dresden in Würdigung seiner Verdienste um das studen­tische Wohnungswesen und wegen feiner tat­kräftigen Förderung der Danziger Hochschule während feiner amtlichen Tätigkeit als Senator in Danzig die Würde eines Ehrenbürgers ver­liehen. Diese Ehrung stcht im Zusammenhang

Eine japanische Aote an den Völkerbund.

Tsinanfu in japanischer Beleuchtung.

Genf, 29. Mai. (WTD.) Das japanksche Ratsmitglied Adatci. Botschafter in Paris, hat dem Generalsekretär des Völkerbundes eine ausführliche Darstellung seiner Regierung über die Zwischenfälle zwischen japanischen und chine- fischen Truppen zur Kenntnisnahme und Wei­terleitung an sämtliche Mitglieder des Völker­bundes zugestrllt. Das Begleitschreiben des japa­nischen Botschafters wie auch die Darstellung seiner Regierung selbst nehmen formal keinen Bezug auf die Rote der Rankingregierung an den Dölkcrbundsrat. Die japanischr Darstellung enthält nach einer eingehenden Schilderung ähn­licher Zwischenfälle des letzten Jahres die Er­klärung, daß die derzeitigen japanischen Truppen­sendungen nur den Zweck haben. Leben und Gut der japanischen Staatsangehörigen zu schützen und keine Intervention in die mili­tärischen Operationen darftelle. Dis Truppen würden in dem Augenblick zurück­gezogen werden, in dem sie nicht mehr nod- wendig sind.

Güdchina protestiert.

verein erhebe aufs neue die Forderung, daß dem klaren Sinn und dem Wortlaut der Ver­fassung gemäß nach den Grundsätzen, die für die höhere Bildung allgenrein gälten, die Lehrer ihre allgemeine wts enscha tliche Dorbi düng durch daS volle Durchlaufen einer )ur Hochschulreife führenden höheren Schule und chre berufswisien- schastliche Ausbildung durch ein mindestens dreijähriges Studium auf einer vollwertigen Hochschule erhielten. Er mahne die Reichsregie­rung an ihre durch die Verfassung ihr auferlegte Pflicht, in diesem Sinne die Lehrerbildung durch ein Reichsgesetz für daS Reich einheitlich zu regeln.

Die deutsche Regierung hat die Einladung dec königlich spanischen Regierung zur Teil­nahme an der im Jahre 1929 stattfindenden Internationalen Ausstellung in Barcelona angenommen. Zum Generalkom- mrffat der deutschen Abteilung auf dec Aus­stellung ist Dr. Georg von Schnitzler, Vorstandsmitglied der I.-G.-Farbenindustrie, er­nannt worden.

Am Pfingstsarnstagabend geaen neun Uhr ver­gnügten sich sechs Burschen im Alter von 14 bis 19 Jahren mit Kahnsahren auf dem Elsenz-See. Kaum hatten sie den Kahn bestiegen, als dieser " " ins Waffer fielen.

Beim Fischen in der Löcknitz bei Berlin in der Röhe der Rüdersdorser Kalkberae verunglückte der Bergarbeiter Dummer tödlich. Dummer hatte eine Flasche mit Spreng st off gefüllt und wallte diese ins Wasser werfen, als sich vor- .zeitig das Pulver entzündete und explodierte. Der Bergarbeiter, der am ganzen Körper schwer verletzt wurde, brach besinnungslos zusammen und st a r b, ehe noch ärztliche Hilfe eintraf. Durch den starken Luftdruck wurde ein zweiter Arbeiter, der wenige Meter von Dummer entfernt stand, umge- rissen und verlor die Besinnung. Er trug aber glücklicherweise keinerlei Verletzungen davon. Der Bergarbeiter Dummer hatte nicht dieErlaub- n i 5, in der Löcknitz zu fischen. Um möglichst schnell einen ergiebigen Fang zu machen, wandte er das verbotene Mittel an, Sprengstoff im Wasser explodieren zu lasten.

Drei junge Burschen beim kahnsahren ertrunken.

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Der hohe Lusrdruck im Norden hat sich weiter südwärts ausgebreitet und die aus ihm entstam­menden Winde halten zunächst noch die Schon- Wetterlage.

Voraussage für Donnerstag: Meist heiter, warm und trocken.

Voraussage für Freitag: Heiter, auch zeitweise warm, und Reigung zu Gewitter­störungen.

Lufttemperaturen am 29. Mai: mittags 23,5 Grad Celsius, abends 17,7 Grad Celsius, am 30 Mau morgens 16,1 Grad Celsius. Maximum 24,4 Grad Celsius, Minimum 9,9 Grad Celsius Erdtemoera- tuten in 10 Zentimeter Tiefe am 29. Mai: abends 22,9 Grad Celsius. am 30. Mai: morgens 16,9 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 12K Stunden.

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S'abends. 1928.