Mr Z.-G.-Aarbenindustrie im Ähre 1927.
dem Geschäftsbericht der 0 . - ® - Jarbenindustrie A. - G. für 1927 geht hervor, daß auch Ende 1927 noch ern erheblicher Teilbetrag des sogenannten alten Stammkapitals von 900 Millionen nicht gewinnberechtigt war. An der 12 Prozent (i. V. 10 Prozent) Dividende nehmen nur 796,63 Millionen, i. 33. 659,93 Mil» ltonen teil. Für April 1928 stellt der Dorstand fest, daß von den jetzigen 960 Millionen Stammaktien nicht weiter begeben sind 163,37 Millionen (Ende 1927 103,37), und dah darauf noch nicht eingezahlt sind 80,49 Millionen (35,49 Millionen). Daneben laufen noch unbegebene 100 Millionen Vorzugsaktien A mit 25 Prozent Einzahlung und 40 Millionen 3' .'proz. Vorzugsaktien B, die als begeben gelten mit einer Einzahlung von 13 39 Millionen.
Das Roherträgnis
ist gegenüber 1926 um 38 Millionen (in den beiden Vorjahren um etwa 20 Millionen) gestiegen. Die Unkosten sind nach der vorjährigen Senkung diesmal neu erhöht um 6 auf 48,75 Millionen. Die Abschreibungen betragen 74,74 Mill. (1926 : 75,25, 1925 : 55,77 Mill.), obwohl die direkt verwalteten Fabriken sich im Buchwerte auf 382,46 (346,90) Millionen wiederum erhöht haben. Der Reingewinn ist so berechnet, dah er die 12proz. Dividende, die Tantieme unö die Vortragserhöhung deckt.
Die Liquidität der Bilanz
hatte sich am 31. Dezember etwas verringert infolge der Bauten und der Investierungen im Geschäft. Der Aktivsaldo des Bankkontos war Ende 1927 98,06 Millionen (1926: 117,32). 3n- zwischen hat im neuen Jahre die Bezugsofferte auf einen Teil der 250 Millionen Wandel Obligationen neues Geld hereinge"'racht. Der Bericht betont, dah trotz der schwachen Börse die Anleihe eine glatte Aufnahme gefunden habe. Die Börseneinführung der Schuldverschreibungen, sowie der für die Ausübung des Llmtauschrechts erforderlichen Stammaktien fei an den Börsen von Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Mannheim, München und Stuttgart in die Wege geleitet.
Die absolute llmfatzziffer wird diesmal durch eine Progressionsziffer erseht. 2m Durchschnitt haben sich die
Umsätze um rund 20 v. h. gehoben; auch die Gewinne sind erfreulich.
Die fortgesetzte "Reorganisation der Betriebe hat die erwarteten Erfolge gehabt. Belegschaft und Angestellte stiegen von 93 742 auf 108 034 (Tiefstand 1925: 24 315). Unter Einschluß der Gruben und der kontrollierten Fabriken waren im Konzern 143 000 Menschen beschäftigt. Vom Anlagekonto von 382,46 Millionen entfielen diesmal nach 110,30 Millionen Zugängen und 74,31 Millionen Abschreibungen auf Apparate rund 160 (144), auf Gebäude und Bahnen 150 (143) und auf Liegenschaften 71,74 (60,17) Millionen. Bezüglich der den 166 Millionen Bankguthaben gegenüberstehenden Bankschulden von 66,77 Millionen wird bemerkt, dah sie langfristig liefen Lieber
die Arbeitsgebiete
heiht es, dah im Farbengebiet trotz scharfer Weltkonkurrenz erhebliche Äbsatzfortschritte festzustellen seien. Die überall durchgeführte Zusammenfassung der auswärtigen Verkaufsstellen habe die erwarteten günstigen Ergebnisse gezeitigt. Veuheiten hätten guten Anklang gefun
den. auch auf dem verwandten Gebiete der Färberechilfsprodukte (152 Sorten). Der Verbrauch stelle sich weiter auf bessere und wertvollere Farbstoffe um. LInsere wissenschaftliche Vorrangstellung in der Auffindung neuer und verbesserter Produkte und Verfahren bars durch die Arbeiten unserer Laboratorien auch für die Folge als sichergestellt gelten. Die Staatsver- träge mit Frankreich und Japan werden als wesentlicher Fortschritt gekennzeichnet. Man erwarte bestimmt, dah in absehbarer Zeit auch anderwärts noch bestehende Hemmnisse der freien Handelsbetätigung ausgeräumt würden. Das Q£b= kommen mit der französischen Farbenindustrie regele Produktion und Verkauf nach einheitlichen Gesichtspunkten. Mit dem 15. August 1928 falle die Sonderverpflichtung auf "Reparationslieferungen; damit werde in wichtigen Ländern die Bewegungsfreiheit der 2.-G. eine merkliche Besserung erfahren.
Bei den anorganischen und organischen Zwischenprodukten heißt es. daß diese eine lehr befriedigende Abfatzzunahme hatten. Die führende Stellung der I.-G. im Inlande sei weiter befestigt und der Export ausgedehnter geworden. Bei den Le i ch tmeta l l e n wird eine starke Zunahme des Verbrauchs von Wagnesiun.-Legierungen (Elektronmetall) im Flug- und Fahrzeugbau bei weiter vereinfachter Herstellung verzeichnet. Eine neue Anlage sei nötig gegenüber dem wachsenden Bedarf. Die Lösungsmittel seien in gutem Aufschwung. Pharmazeutika und Schädlingsbekämpfungsmittel zeigten weiter eine günstige Entwicklung. Bei den photographischen Artikeln heißt es, die Awsicht, die Kunden mit sämtlichen Erzeugnissen zu beliefern, werde planmäßig weiter verfolgt. Dank des stark vermehrten Absatzes sei trotz scharfer Konkurrenzpreise ein befriedigendes Ergebnis erzielt worden. In den Vereinigten Staaten würden die sämtlichen photographischen Produkte der I.-G. mit der Ansco Photoproducts Inc. Aew Bork hergestellt. Das Geschäft in Kunst - seide sei erheblich gestiegen. Der Stickstoff- a b s a tz habe sich befriedigend entwickelt. Der Auslandabsah sei auch 1928 weiter zufriedenstellend. Der Inlandabsah dagegen sei gegenüber 1927 im Rückstand wegen der schlechten Agrarlage; hoffentlich würden die Hilfsmaß- nahmen noch rechtzeitig wirken. Die Leistungsfähigkeit der I.-G.-Stickstoffbetriebe werde nach Abschluß der weiter fortgeschrittenen Vergröhe- rungsbauten rund 700 000 Sonnen R betragen; demgemäß sei auch die Weiterverarbeitung vergrößert worden. Die Arbeiten bei der Kohleverflüssigung hätten nach Lieberwindung der bei solchem Prozeß naturgemäß auftretenden Anfangsschwierigkeiten einen befriedigenden Verlauf genommen. Die Produ tion von Benzin sei im Ansteigen und ftnde bei der guten Qualität glatten 2ll»sotz. Die Kohlenförderung betrage bei Braunkohle 18.59 (16.86 Millionen Tonnen), bet Steinkohle 0.90 (0.99 Millionen Tonnen).
Das Geschäftsjahr 1928
habe sich bis heute befriedigend entwickelt. Der gegenüber dem Vorjahre geringere Frühjahrsabsatz an Stickstofsdüngemitteln im Inlande sei durch das Auslandgeschäft in Stickstoffs sowie durch die zahlreichen übrigen Arbeitsgebiete mehr als ausgeglichen. Rach den bisher vorliegenden Zahlen fei für das Düngejahr 1927/28 mit einer erheblichen Steigerung des Weltverbrauchs zu rechnen.
• Die amtliche Großhandelsindex- Ziffer. Die auf den Stichtag des 25. April berechnete Grobhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist mit 139,9 gegenüber der Vorwoche (139,6) um 0,2 o.H. gestiegen. Bon den Haupt- gruppen war die Indexziffer für Agrarstoffe mit 134,1 unverändert, während diejenige für Kolonialwaren sich um 1,5 o. H. auf 135,4 (133,4) erhöht hat. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,4 v. H. aus 134,3 (133,8) und die Indexziffer für industrielle Fertigwaren um 0,1 v. H. auf 157,8 (157,7) gestiegen.
* Adlerwerke vormals Heinrich K letze r 21.-®.. Frankfurt a. M. Die Ge- neralversammlung genehmigte den bekannten Abschluß mit 5 Prozent Dividende. Auf 2Infrage wurde vom Vorstand über die Geschäftslage ausgeführt, daß zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 1927 28 eine kleine Stockung eingetreten fei, später jedoch hätte sich das Geschäft wesentlich belebt, und die Llmsähe seien jetzt größer als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Ein Aktionär regte an, durch eine Kapitalerhöhung, für die eine Erhöhung des Kurses der 2Dler- aktien die Vorbedingung sei, Llmsähe und ®e- lchästsergebnis günstiger zu gestalten. Dazu wurde von der Verwaltung ertlärt, daß derartige Erwägungen im Gange gewesen seien, man habe jedoch Ieinerlei Beschlüsse gefaßt, weil die Banken über das bisherige Maß hinaus höhere Kredite bewilligt hätten. Eine willkürliche Erhöhung des Aktienkurses komme nicht in Frage. Zu einem geeigneteren Zeitpunkt werde die Verwaltung erneut die Frage der Kapitalbeschaffung erörtern.
*DcrGold st andardin Norwegen. Aus Oslo wird gemeldet: Das Storthing hat mit allen gegen 64 Stimmen die Vorlage über Wiedereinführung des alten Goldstandards und die Zulaf- jung der Goldausfuhr ab 1. Mai angenommen.
Aranksurtcr Börse.
Frankfurt a. M., 30. Avril. Tendenz: fester. — Zu Beginn der neuen Woche blieb die Stimmung f e ft. Infolge der wieder ft a r t e n Nachfrage nach Spezialwerten konnten sich auf den meisten Marktgebieten neue Kurs- desserungen durchsetzen. Der Farben-Abschluß konnte heute etwas stärker wirken. Außerdem führte man die etwas erhöhte Ruhrkohlenförderung an. Vor allem jedoch bewirkte die Ueberzeugung, daß zum heutigen Zahltag keinerlei Komplikationen zu befürchten waren und der Ultimo als überwunden zu betrachten sei, daß die Spekula- t i o n ,3 u neuen Käufen schritt. Von Aus- l a n d s e i 1 e soll sich weiter starkes Interesse bemerkbar machen. Das private Publikum war dagegen nur in sehr beschränktem Maße am Geschäft beteiligt. Die Umsatztätigkeit war daher im allgemeinen nicht groß und nur in Spezial- werten lebhafter. Zu den ersten Notierungen waren gegenüber den Schlußkursen von Samstag durchschnittlich etwa 1 bis 3prozentige Kürsbesserungcn zu verzeichnen. Eine starke Kurssteigerung erzielten Ilse Bergbau, die 13 o. H. höher eröffneten. Bei den Kursen von Holzmann (169,25) und Bergmann (187,25 v. H.) ist der Dividendenabschlag zu berücksichtigen. I.. G. - Farben lagen 1,25 v.H. höher. Scheideanstall war gut behauptet. Am Elektro markt waren Siemens mit 4,5 v. H. bevorzugt. Sonst gab es hier nur Desserungen bis 1 o. H. Karstadt waren mit plus 8,60 v. H. wieder sehr lebhaft gefragt. Kaliwerke konnten 2 bis 3 o. H. anziehen. Am M o n t a n m a r 11 bestand außer für Ilse Bergbau, für Rheinische Braunkohlen mit plus 5 v. H. einiges Interesse. Daimler setzten ihre Kurssteigerung mit 2,25 v. H. fort. Banken lagen uneinheitlich. Danatbank, Dresdner und Reichsbank gaben etwas nach, während Commerzbank, Discontogesell- fchaft und Deutsche Bank leicht anzogen. Deutsche Anleihen waren behauptet. Don Ausland- renten Türken eher etwas stiller. Serben und Rumänen waren gefragt. Im Frciverkehr lagen ameri konische Kunstseidenwerte etwas stiller. Enka etwa 82,50 Dollar. Im weiteren Verlaufe wurde das Ge- schäft sehr still. Vereinzelt wurden von der Spekulation Gewinnsicherungen vorgenommen. Die Kurse blieben im allgemeinen gut behauptet. Der Geldmarkt war weiter etwas angespannt. Tagesgeld 7,5 v. H. Am Devisenmarkt nennt man Mark gegen Dollar 4,1825, gegen Pfund 20,407, London gegen Kabel 4,88, Paris 124,02, Madrid 29,40, Mailand 92,65, Holland 12,1075.
Berlinc Börje.
Berlin, 30. April. Die neue Woche brachte zum heutigen Börsenbeginn im wesentlichen f e i n e g r o • h c n Veränderungen. Spezialwerte waren wieder, angeblich hauptsächlich vom Auslande, gefragt. Der Dresdner Bankbericht stimmte in feinen Ausführungen etwa überein mit den Veröffentlichungen der übrigen Großbanken in der letzten Zeit. Die bevorstehende Kohlenpreiserhöhung
beurteilt man im speziellen für die Montanwerke gut, da sicherlich der Profit für die Werke über die durch die Lohnerhöhung entstandenen Verluste hinausgehen wird. Für die ersten Kurse kam feilens der Spekulation eher Ware heraus, diese fand aber glatte Aufnahme. Von Spezialbewegungen konnten Kunstseidenwerte, die bis 8 v. H. höher lagen, Polyphon plus 13 v. H., Ilse Bergbau plus 11 v. H., Leonhard Tietz plus 6 o. H., Karstadt plus 7 v. H. anziehen. Holzmann konnten ihren heutigen Dividendenabtrag fast wieder einholen. Schlesische Zement, Charlottenburger Wasser waren u. a. 3 bis 4 v. H. erhöht, während Licht und Kraft, Harpener, Deutsche Atlanten 3,25 resp. 5 v. H. niedriger einsetzten. Im allgemeinen gingen die Schwankungen nach beiden Seiten nur selten über 2 v. H. hinaus. Anleihen eher nachgebend. Ausländer geschäftslos, nicht ganz einheitlich. Pfandbriefe still. Roggen-Pfandbriefe eher fester. Geld heute zum Ultimo, der als überwunden gilt, noch teuer, aber vorhanden. Tägliches Geld und Geld über Ultimo 8 bis 9 v. H., Monatsgeld 7,5 bis 8,5 o. H. nominell. Warenwechsel zirka 7 o. H. Im Verlaufe
wurde die Tendenz zunächst noch weiter etwas fester, jedoch trat Realisationsneigung der Spekulation später stärker in Erscheinung, und die Kurse gingen durchschnittlich um 1 bis 2 v. H. zurück. Berger minus 5 v. $)., Bemberg minus 9 v. H., Ilse minus 3,5 v. H., Polyphon lagen unter Schwankungen weiter fest.
FrankfurLcr Getreidebörse.
Frankfurt a. M.. 30. April. Die Frankfurter Börse eröffnet die neue Woche in stiller Haltung. Da sich dem Markt keine Anregung bot, übten die Händler Zurückhaltung, und die Llmsätze blieben klein. Mais für Znduftriezwecke war angeboten und vernachlässigt. Großes 3nter- effe bestand für Futtermittel. Roggen hatte reges Geschäft unb die hohen geforderten Preise wurden glatt bewilligt. Es wurde notiert: Weizen 1, gut. gesund, trocken, bis 1 Prozent Auswuchs, 27,25 bis 27,50; Roggen 29,25 bis 29,50; int. Hafer 27,75 bis 28,25; Mais (gelb) für Futter- zwecke 24; Mais (gelb) für andere Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0, 38,50 bis 40; Roggenmehl 40 bis 41; Weizenkleie 15,65 bis 15,75; RoggeiÄeie 17,25 bis 17,50; Erbsen, je
nach Qualität für Lveifezwecke. 32 bis 60; Linsen. je nach Qualität für Speifezwecke, 55 bis 105; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken, 9, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt. 4.75; Weizen- und Roggenflroh, gebündelt. 4; Treber, getrocknet. 19 bis 19,75 Mk. Tendenz: ruhig^ Futtermittel fest.
Arankfurtcr Lchlachtvichmarkt.
Frankfurt a. 'DL, 30. April. Austrieb: 1793 Rinder, darunter 306 Ochsen, 70 Bullen, 722 Kühe, 390 Färsen; 523 Kälber; 55 Schafe; 5548 Schweine' Es notierten: Rinder: Ochsen: vollfleischige, aus- gemästete, höchsten Schlachtwerts: jüngere 58 bis 62 Mark, ältere 54 bis 57; sonstige vollfleischige jüngere 50 bis 53, ältere 46 bis 48; fleischige 42 bis 45. Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht- werts 50 bis 55; sonstige voÜsleischige oder aus- gemästete 45 bis 49. Xuhe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 43 bis 48: sonstige vollfleischige oder ausgemästete 37 bis 42; fleischige 32 bis 36; gering genährte 24 bis 31. Färsen (Kalbinnen, Jung- rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 58 bis 62; vollfleischige 54 bis 57; fleischige 48 bis 53. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 70 bis 74; mittlere Mast- und Saugkälber 63 bis 69- geringe Kälber 51 bis 62. ~-»d)'ro eine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 54 bis 55; ooUfleifdv'U von zirka 240 bis 300 Pfund 54 bis 56; von zirka 200 bis 240 Pfund 55 bis 57; von zirka 160 bis 200 Pfund 55 bis 57; fleischige von zirka 120 bis 160 Pfund 50 bis 56; Sauen 42 bis 46 Mark. Marktverlauf: Rinder ruhig, Ucberftanb. Kälber und Schafe ruhig, geräumt. Schweine ausoerfguft.
Kunst und Wissenschaft.
Heinrich ^oberer f.
Der Dichter Heinrich Federer ist, einer Meldung aus Zürich zufolge, dort am Sonntagmorgen im Atter von 61 Jahren an den Folgen einer Blind- darmentzündung gestorben.
Federer wurde am 7. Oktober 1866 in Brienz (Kanton Bern) geboren. Er studierte in der Schweiz und in Bayern Theologie, wurde zum Priester geweiht und dann Kaplan in Ionschwil (Kanton St. Gallen). Jedoch wurde er später infolge eines Asthmaleidens gezwungen, die Ausübung feines geistlichen Berufes aufzugeben. Er wandte sich nun« mehr erfolgreich der Schriststellerei zu. Seine Bücher erhielten fast ausnahmslos große Auflagen, die größte von 100 Tausend erreichte die 1913 erschienene Erzählung „Sista et Desto". Von seinen übrigen Werken seien erwähnt . „Der heilige Franz von Assisi", zweite Auflage 1917; „Bachweiler Geschick)- ten" 1911, „Berge und Menschen" 1911, „Pilatus" Exzählung 1912. „Das Mätteliseppi" 1916, „Das letzte Stündlein des Papstes" 1914, „Patria!' 1916, „Gebt mir meine Wildnis wieder!" 1917, „Der Fürchtemacher" und „Das Wunder in Holzschuhen"
Letzte Nachrichten.
Oie Gewinne und Verluste bei den franzSsischen Wahlen.
Paris, 30. April. (MTV. Funkfpruch.) Die Agentur „havas" veröffentlicht folgende Gewinn, und Verlustliste: Rechtsstehende plus 2, minus 4, Verlust 2; Rechtsrepubkikaner mit Einschluß von 3 Regionalisten und den katholischen Demokraten plus 67, minus 26, Gewinn 41; Links- republlfaner plus 31, minus 21, Gewinn 10; Rechtsradikale plus 29, minus 17, Gewinn 12; Radikale plus 26, minus 46, Verlust 20; So- ziatrcpublikaner plus 15, minus 17, vertust 2; Sozialisten plus 27, minus 27; Kommunisten plus 5, minus 16, vertust 11.
Oie „Bremen" Flieger in Aeuyorl.
Neu y or k, 30.April. (WTB. Funkspruch.) Die „Brernen"-Flieaer sind unausgesetzt Gegenstand des höchsten Interesses. UeberaU, wo sie sich zeigen, folgt ihnen eine Schar unermüdlicher Bewunderer. Sie waren am Samstag Gäste des Bürgermeisters Walker in der Metropolitan-Oper, wo der größte Neuyorker Theaterklub, der Lambsklub, seine alljährliche Ausführung veranstaltete. Schon auf dem Wege zum Theater wurden die Flieger m i t stürmischen Zurufen begrüßt. Im Innern des Theaters brachten ihnen die anwesenden 4000 Menschen eine miaute nlangeKundgebung bar, als die Flieger der Frau Walkers die Hand küßten. Die heutigen Morgenblätter bringen zahlreiche Bilder von dem Empfang der Flieger bei Kardinal Hayes, dem römisch-katholischen Erzbischof von Neuyork, der sich inmitten der Flieger photographieren ließ, nachdem er ihnen feine Freude über ihren Besuch ausgesprochen hatte.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent.
Jraitfcfurt a. M
Berlin
^chlutz- Sur,
-'Uhr- Sur»
Schtuh- fiurs
Anfang Kur»
Datum
28. 4.
30.4.
| 28.4.
1 30. 4.
£/o Dt Reichsanleihe v. 1927
Dt. tinl Ablös Schuld mit
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-
87,5
-
Hutlof Rechten ...
31.9
—
52
52
DeS^l. ohne AuSlos -Rechten
17.25
17,0
17,4
•7.4
77o ftrantf Hvp-Bk. Goips unkündbar diS 1932 ...
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8; 6. (3 abg BorkricgS-Ob-
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ltgattoncu. rückzahlbar 1932
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Datum:
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772
Bemberg..........
S
—
—
575
581
^ellstoli Wnldboi.....
12
306
307.5
306
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Zellstoff Aschaffenburg . .
Charlottenburger Wasser.
10
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206,9
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Dessauer SaS.......
8
—
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209-75
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Daimler Motoren.....
0
109
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111.25
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Demag . . . ......
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53
52
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Adlerwerke Kieper.....
0
95,75
95,5
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Ludw. Loene ......
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—
264
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Rat Automobil......
6
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101.25
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132
132
Linke Ho'mann......
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Leonhard Tief.......
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25
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Franks. M-.'chinm . . . .
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8
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Rckarsnlmer ........
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10
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—
Voigt 4 Haeffner.....
6
183
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Sn do Zocker.......
0
144
145
145
-
Berlin, 28. April
.Seid
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Lmerikanilche Roten.....
47155
4,179
Belgische Roten..... . .
58.32
58.56
TLnilche Roten . .......
Sngliftbe Moeen........
01.71
70.366
03,22 70.446
Sevileumartt Berlin —Frankfurt a. 1
Berlin. 28 April
t^eld
Franiönsche -Jlotcn . . . .
Holländische Roten......
Italienische Roten......
Norwegische Noten......
Deutsch Ctftcrr. 5100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweiler Noten.......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ...
idJA ' 168.06
22.02
111,53
58,71 2,61 111,78
80.41
69.53 12,34
73 75
16.3t 168.74
22,10 111.97
m.m
2,63 112,22
80,73
69.8 t
12.40 73,05
Telegraphische Auszahlung.
28. April
30. April
Amtliche (Seid
Notierung Briei
Amtliche Notierung
>8eld
Briei
«mst.-Rott
168.47
168.81
168,34
168, i 8
Buch. Aire-
1,786
1,790
1.785
1.789
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58,39
111,74
58,51
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58,45
Shrtsitania
111.96
111,80
112.02
Qopenbagcn
02,07
112,29
112,03
112.25
Stockholm -
112, Oo 10,512
112,27
02,06
112,28
helsiugfor4.
10,532
10,508
10.528
fttaütn . .
.'2,025
22,065
22,01
22.05
London. . .
70,393
20,445
30.38
20,42
Neuvork . .
1.1780
4,1860
1,1765
4,1846
Parig.... Sch wett . .
16.145
16, .85
16,43
16.47
*0,515
80,675
80,495
80,655
Spanien .
69,57
69.71
69,33
63.47
ftapan . . Rio de Jan-
1,986 .503
1.990
>.505
1,978
0,503
1,982 ,507
Vien in T--
C«ft abgeit
■»8,79
12,38
58,91
»8,775 12,379
68,895
Prag .... Bettrad -
12,40
12,399
7,353
7,367
7,353
7,857
Vudavest. .
72,97
73.11
72,83
13.03
Bnl?.arien
3,017
3,023
3,022
3.028
Lissabon .
17,48
17.52
17,58
17.62
Taockg. . . Äonftantm.
81,555
81,715
81,51
81,67
3.130
2,134
2,128
.',133
Alben. . .
Tanada . .
5,545
5,555
5,42-5
S.U5
4,176
4,184
4,175
1.183
Uruguay. .
4,321
4,329
4,331
4.M#
tätro . . .
36.91
20.95
20,905
20,945


