Ausgabe 
30.1.1928
 
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Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

In ihrem Monatsbericht schreibt die Deut­sche Bank über die Berliner Börsen- und Geldmarktlage: Die Zuversicht, die die Börse bereits zum Ausgang des verflossenen Iahres in bezug auf die Gestaltung desGeld- Marktes im neuen Jahr an den Tag legte, hat nicht getrogen. Die Rückflüsse waren zu Beginn des neuen Iahres nach der starken Borversorgung zum Jahresultimo recht beträcht­lich. Das Mah der Entspannung zeigt sich in einer starken Abnahme des Zahlungsmittel­umlaufs, der am 19. Januar ungefähr eine Mil­liarde niedriger war als am Jahresende und in einer Verringerung des BZechselbestandes der Reichsbank in den ersten beiden Januarwochen um 800 Millionen. Die Verflüssigung hatte natur­gemäß ein entsprechendes Sinken der Sähe am offenen Geldmarkt zur Folge.

Dieser veränderten Gcldlage entsprach die Aufwävtsbewegung derAktienkurse nicht. Das Kursniveau stellt sich nach den Be­rechnungen der Deutschen Bank mit 160,1 im Durchschnitt nur 2/2 Punkte höher als am 19. Dezember, die Terminpapiere sogar nur 1,1 Punkte. Daß eine neue spekulative Welle Börse und Publikum auf Grund der leichteren Geld­verhältnisse erfaßt hätte, läßt sich also nicht behaupten. Im Gegenteil, das Publikum be­teiligte sich nur in recht geringem Umfang an den Aktienmärkten, und vielfach fanden speku­lative Kreise die Pariser Börse reizvoller. Denn wenn sich auch die Börsenlage von der Situation vor Iahresfrist dadurch unterscheidet, daß speku­lative Engagements nur in mäßigem Umfang bestehen, so ist das Kursniveau bei weitem nicht niedrig genug, um Börse und Publikum über die möglichen Störungen, die die bevor­stehenden innen- und außenpolitischen Entschei­dungen unter Umständen mit sich bringen könn­ten. hinwegsehen zu lassen.

Die Flüssigkeit des Geldmarktes allein vermag den nötigen Impuls nicht zu geben, weil man sich ja Rechenschaft darüber gibt, wie schnell sich solche Verhältnisse ändern können, wenn der gewiß nicht lange mehr zu unter­drückende langfristige GelN'bedarf, na­mentlich der öffentlichen Stellen, der auch bei Wiederaufnahme der Emissionstätigkeit im Ausland zum guten Teil auf den inländischen Kapitalmarkt angewiesen ist, sich wieder kräftiger zu regen beginnt. Das Interesse für festver­zinsliche Anlagen hat sich, auch durch den Zins- tcrmin begünstigt, in der letzten Zeit zwar ge­hoben, ohne daß aber der Anlagesuchende etwa zu Konzessionen im Zinssatz genötigt worden wäre. Die lange Schonzeit des inländischen Kapitalmarktes brachte nach der Sperre des ausländischen Cmissionsmarktes auch eine Folge finanzieller Rotstandsmaßnahmen mit sich, kurz­fristige Verschuldung, die nach Ablösung drängt. Man rechnet daher, Wohl mit Recht, damit, daß im Kapitalmarkt auf geraume Zeit die Rachfrage das Angebot immer übersteigen wird.

Elekirofriede in Aorddeutschland.

Die seit langem andauernden Verhandlungen zwischen der Preußischen Elektrizitätö- A. - G. und der E l e k t r o roe r k e - A. - G., die sich im reichseigenen Besitz befinden, haben nunmehr zu einem Uebercinkömmen zwischen den beiden Unternehmen geführt, welches nicht nur eine Ge­meinschaftsarbeit bei der Braunschweigischen Kohlen- bergwerks-A.-G., sondern auch eine Verständigung über die Versorgungsgebiete herbeiführt. Mit der Einigung zwischen Preußen und dem Reich kann der Elektrofriede in Norddeutschland als ge­sichert bezeichnet werden. In die Elektrizitätsver­sorgung Nordwestdeutschlands werden sich von nun an die drei großen Unternehmungen, das Rhei­nisch-westfälische Elektrizitätswerk, die preußische Elektrizitäts A.-G. und die Elektrowerke A.-G. tei­len. Die unwirtschaftlichen Konkurrenzmaßnahmen die besonders zwischen dem RWE. und der preußi­schen Gesellschaft immer wieder aufgetaucht sind, waren zwar schon durch den bekannten Vertrag der Preag mit dem RWE. fortgesallen, aber dieser Der- trag hat durch das mit den Elektrowerken ge­troffene Abkommen erst die sichere Grundlage er­halten, die ihn zu einem Erfolge im Interesse der Gesamtwirtschaft stempelt. Wenn jetzt der Weg für eme planmäßige Gestaltung d e r Elek­trizitätsversorgung in Deutschland durch den Friedensschluß zwischen den drei größten elek­trizitäterzeugenden Unternehmungen freigeworden ist. so gilt es jetzt, alles daran zu setzen, was sowohl einer Verbesserung, als auch Verbilli­gung der Elektrizitätsversorgung beitragen kann. Jedenfalls kann der Ausbau der Elektrizitätsversor­

gung in Noi^westdeutschland als dem Teil Deutsch­lands, welcher der größte Strom Verbraucher ist, in anbetracht der durch die abgeschlossenen Verträge ga­rantierten Zusammenarbeit der Stromerzeuger planmäßig und nach rein sachlichen Jweckmäßigkeits- gesichtspunkten zum Besten der Verbraucher weiter fortgeführt werden. Die Strompreise in den ein­zelnen Wirtschaftsgebieten Deutschlands weisen Spannen auf, die klar beweisen, daß nur planmäßi­ges Zusammengehen der Elektrizitätsindustrie, deren Aussichten infolge des fortschreitenden Strombedarss durch die zunehmende Elektrifizierung recht günstig sind, zu einem Preisausgleich und zu einer Preis- verbilligung führen kann.

*

* D i e amtliche Großhandelsindex­ziffer. Die auf den Stichtag des 25. Ianuar berechnete Großhandelsindexziffer des Sta­tistischen Rcichsamts ist gegenüber der Vor­woche von 138,8 auf 138,4. oder um 0,3 v. S). zurückgegangen. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstofse um 0.9 v. H. auf 130,9 (Vorwoche 132,1) gesunken. Gleichzeitig hat die Indexziffer für Kolonialwaren auf 129,8 (129,4) oder um 0,3 v. H. angezogen. Unter den Industriestoffen lag die Indexziffer der indu- strieUen Rohstoffe und Halbwaren mit 134,6 gegenüber der Vorwoche unverändert, während die Indexziffer derindustrieilen Fertigwaren auf 156,6 (156,3) oder um 0,2 v. H. gestiegen ist.

* Betriebserweiterung b e i Bude­rus. Wie wir hören, werden die Werksanlagen der den Buderusschen Eisenwerke gehörigen Karlshütte in Staffel bei Limöurg zur Zeit durch den Bau einer neuen Gießhalle er­weitert.

' Reuordnung der Zweimonats­bilanzen der Banken. Die seit einiger Zeit arbeitende Kommission zur Reuordnung der Zweimonatsbilanzen der Banken usw. hat ihre Arbeit zu Ende gebracht. Die Vereinbarungen, die noch der Genehmigung des Reichswirtschafts­ministers bedürfen, betreffen im wesentlichen folgende Punkte: Aus Zweimonatsbilanzen wer­den im wesentlichen Eimnonatsöilanzen. Die Frist für die Veröffentlichung wird abgekürzt. Das Bilanzschema hat nach verschiedenen Rich­tungen hin eine präzisere Formulierung und Ausgestaltung gefunden. Das neue Schema ist so aufgestellt, daß es einheitlich für die privaten Kreditbanken, öffentlichen Banken, Girozentralen und Hypothekenbanken Verwendung finden kann. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens steht noch nicht fest, es ist aber damit zu rechnen, daß die Neu­regelung in einigen Wochen praktisch wird.

* Schuhfabrik Herz A. G., Frankfurt am Main. Die außerordentliche Generalversamm­lung genehmigte die bekannten Sanierungsvor­schläge. Zur Beseitigung von Verlusten und zur Bil­dung von Rückstellungen wird das Grundkapital von 1 540 000 Mk. auf 405 000 Mk. herabgesetzt, und zwar derart, daß 4 Stammaktien über je 60 Mk. in 1 Stammaktie zu 60 Mk. zusammengelegt werden. Gleichzeitig erfolgt eine Zusammenlegung der Vor- zugskaticn von 40 000 auf 30 000 Mk. und die Auf­hebung des mehrfachen Stimmrechts der Vorzuas- aktien. Gleichzeitig wurde Wiedererhöhung des Ka­pitals um 875 000 Mk. beschlossen. Von den neuen, ab 1. Juli 1928 dioidendeberechtigten Aktien erhält der neue Großaktionär Eugen Kaufmann (August Anathan Leder A. G., Frankfurt a. M.) 500 000 Mk., die restlichen 375 000 Mk. werden den alten Aktio­nären derart angeboten, daß sie auf 5 zu je 60 Mk. zusammengelegte Aktien 3 neue zu 100 Mk. zu pari beziehen können. Auf den Einwurf von Aktionär­seite, daß nach der Bilanz per 30. Juni 1927 eine Zusammenlegung des Stammkapitals im Verhältnis 5:1 zu scharf sei, wurde von der Verwaltung ausge­führt, daß seit dem Verlust von 134 000 Mk. per 30. Juni 1927 im laufenden Jahr ein neuer Verlust von bereits 218 000 Mk. zu verzeichnen sei, da nach alten Abmachungen Artikel mit Verlust geliefert werden mußten. Bis die Sanierung durchgeführt sei, würden weitere Verluste eintreten, so daß die Sa­nierungsmaßnahmen als angemessen betrachtet wer­den müßten. Im Verlauf der Debatte darüber äußerte sich der neue Großaktionär Kaufmann über die eigentlichen Verluste der Gesellschaft, die am 30. Juni 1927 in Wahrheit bereits 300 000 bis 400 000 Mk. betragen hätten. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sei bis jetzt ein mo­natlicher Verlust von 40 000 Mk. entstanden. Auch weiterhin sei das Eintreten von Verlusten so gut wie sicher, da der Verkauf beinahe ruhe und die Fabrik bereits verkürzt arbeite.

e 21.-0. für Schrif tgießerei und Maschinenbau, Offenbach (Main).Wie der LPD. zuverlässig erfährt, ist das Geschäfts­jahr 1927, soweit man bisher Tleberblick hat, derart verlaufen, daß der Vorjahresverlust von 42 752 Mk. beseitigt und darüber hinaus ein Tleberschuß erzielt ist. Doch könne man noch nicht ganz übersehen, wie der endgültige Ab­

schluß ausfalle. Iedenfalls ist mit einer Divi­dende wieder nicht zu rechnen. Das Aktienkapital von 800 000 Mark befindet sich zu etwa 94 bis 95 Prozent in Händen der H. Berthold Messing­linienfabrik und Schriftgießerei A.-G.. Berlin, so daß an der Börse selbst höchstens 2 bis 3 Pro­zent schwimmen.

Rheinisch-Westfälisches Kohlen- s y n d i k a t. Die Mitgliederversammlung des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndirats setzte, wie der WTB.-Handelsdienst meldet, einen Ausschuß ein, der die Frage der Neuregelung der Han­delsorganisation im besetzten Gebiet beraten soll. Die .Umlage wurde für den Monat Ianuar un­verändert mit 1,38 Mk. beschlossen. Die Ver­sammlung gab ferner ihre Zustimmung dazu, daß bei den- und Magerkohlen eine An­passung an die Marktlage herveigeführt wird, indem einige Sorten im Preise herabgesetzt wer­den, bei gleich entsprechenden Preiserhöhungen bei anderen Sorten.

Arauksurtcr Börse.

Frankfurt a. M., 30. Jan. Tendenz: lustlos. Zu Beginn der neuen Woche konnte eine Belebung des Börsengeschäftes wieder nicht eintreten. Es herrschte weiterhin starker Ordersmangcl und auch die berufsmäßige Spekulation zeigte keine Neigung zu einer stärkeren Betätigung. Die allgemeine Stimmung war recht lustlos und es machte sich wieder stärkere Unsicherheit bemerkbar, da sich die Befürchtungen hinsichtlich einer evtl. Gsldverknappung im Zusammenhang mit den bevorstehenden Jnlandemissionen verstärk­ten. 'Zur Zurückhaltung mahnte ferner der morgige Zahltag: man hält jedoch irgendwelche Schwierig­keiten für unwahrscheinlich. Die erhöhten Produ'k- tionsziffern der Vereinigten Stahlwerke blieben ohne Wirkung auf die allgemeine Stimmung, nur Stahlverein selbst konnten 1 v. H. anziehen. Im übrigen war die Tendenz bei den ersten Notie­rungen überwiegend schwächer und die Mehrzahl der Papiere gaben 1 bis 2 v. H. nach. Stärker abgeschwächt waren Zellstoffaktien, von denen Aschaffenburg 3 v. H. und Waldhof 5,5 v. H. nachgaben. Am Elektromart t verloren Gesfürel 3,75 v. H. und Bergmann 2,5 v. H. AEG. blieben dagegen behauptet. Die übrigen Werte die­ses Marktes gaben je 1,5 v. H. nach. I. - G. - F a r - ben eröffneten 1 v. H. schwächer. Auch Farben- Bonds zu 139,5 v. H. eher angeboten. Stärker ge­drückt waren Scheideanstalt minus 3 o. H. und Kleyer minus 2,5 v.H. Am Montanmarkt blieben Phönix gut behauptet, sonst gab es hier Kursrückgänge von 1 bis 2 o.H. Deutsche An­leihen lagen im Angebot und eher etwas schwä­cher. Bon ausländischen Renten Türken angeboten und abgeschwächt. Nach den ersten Kur­sen blieb die Stimmung lustlos und die Kurse gaben weiter bis 1 v. H. nach. Im weiteren Ver­laufe erfuhr die Tendenz plötzlich eine Belebung, angeblich auf Käufe von Großbankseite. Es konnten sich Kurserholungen von 1 bis 2 o. H. durchsetzen. J.-G.-Farben wurden bevorzugt und zogen 2 v. H. an. Elektrowerte konnten auf Deck'.m- gen der Spekulation bis 3 v. H. anziehen. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld zu 5,5 v. H. gesucht. Im Devisen verkehr stellte sich die Reichs­mark gegen Kabel auf 4.1963, gegen London auf 20,458. London-Kabel 4,8735. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,075, Madrid 28,60.'

Berlin e. Börse.

Berlin, 30. Ian. Im heutigen Dormittags­verkehr kam mangels jeglicher Anregung fauni eine Llmsahtätigkeit zustande und auch zum Börsenbeginn änderte sich hieran recht wenig. Aus Privatkreisen kam etwas Ware heraus, die von der Spekulation, die selbst eher nach unten ein­gestellt ist, nur zögernd aufgenommen wurde. -Bei teilweise behaupteten, teilweise schwächeren Kursen hielten sich die BeränderungeH in engen Greiizen und die Tendenz war als ab­wartend zu bezeichnen. Der Geldmarkt mahnte zur Zurückhaltung. Stärker abgeschwächt waren Schubert & Salzer minus 6 Prozent, Bem- berg minus 8,5 Prozent. Schadeaktien minus 5 Mark. Fester lagen Glanzstoff plus 8 Prozent. Heimische Anleihen etwas schwächer. Ausländer geteilt. Pfandbriefe aeschäftslos und auf Angebot etwas zur Schwäche neigend. Tagesgeld und Geld über den Ultimo stellte sich auf 6,5 bis 8,5 Prozent. Nach den ersten Kursen wurde die Tendenz auch leichte Deckungen etwas fester und die Kurse konnten 0,5 bis'

Prozent anziehen. Man wollte eine Großbank, die in den letzten Tagen als schwächer gestimmt bekannt war, als Käufer beobachtet haben. Fester lagen Deutsche Waffen plus 2 Prozent und einige Elektrowerte. Später wurde die Stimmung allgemein wieder ruhig, doch lagen die Kurse immer noch etwas über dem Anfangsniveau. 3(fc, die anfangs um 4 Prozent gedrückt waren, gewannen 2 Proz. zurück. Gesfürel plus 2 Proz.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 30. Ion. Auch in der neuen Woche erfuhr das Geschäft am hiesigen Pxoduklenmartt keine Belebung. Die Tendenz war im allgemeinen behauptet. Etwas Interesse zeigte sich für Mais, der um 0,25 Mark im Preise anziehen konnte. Weizen lag dagegen 0 25 Mar: niedriger, besonders geringe Sorten waren angeboten. Cs wurden notiert: Weizen 1, gut. gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 24,75 bis 25. Weizen 2. gut, gesund, trocken, bis zu 3 Proz. Auswuchs 23,25 bis 23,50. Weizen 3, ger ngerc Beschaffenheit, bis zu 23 Proz. Feuch­tigkeit 22,75 bis 23,25, Roggen 21,50, Sommer­gerste für Brauzwecke 27,50 bis 30, Hafer, in­ländischer 23,50 bis 24, Mais (gelb) für Futter- zwecke 21,75 bis 22. Mais (gelb) für andere Zwecke 22,50 bis 22,75, Weizenmehl süddeutsches Spezial 0 36,75 bis 37,25, Roggenmehl 33,25 bis 35,25, Weizenkleie 14,15 bis 14,25, Roggen- kleie 15 bis 15,25, Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 32 bis 60, Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 55 bis 100, Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 8 bis 3,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 4,50. ..Weizen- und Roggenstroh, gcbinbelt 3,25 bis 3,50, Treber Roggenstroh, gebündelt 3,25 bis 3,50, Treber, getrocknet 17,75 bis 18. Tendenz geschäftslos.

Frankfurter Schlachtdrehmarkt.

Frankfurt, 30. Ian. Auftrieb: 1202 Rinder (darunter 283 Ochsen, 67 Dullen, 550 Kühe, 302 Färsen), 590 Kälber, 206 Schafe, 6198 Schweine. Rinder lOchsen): Vollfleischige, auägemäfte;e, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 58 bis 62 Mk., (ältere) 55 bis 57; sonstige voll- fleischige (jüngere) 51 bis 54, (ältere) 47 bis 50; fleischige 42 bis 46. (Bullen): (Jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 55; son­stige vollfleischige oder ausgemästete 47 bis 51. (Kühe): Jüngere, vollfleischige, höchsten Schlacht­werts 47 bis 50; sonstige vollfleischige oder aus­gemästete 41 bis 46; fleischige 34 bis 40; gering genährte 23 bis 33. (Färsen Kalbinnen, Jungrinder): Vollfleischige, ausgemästete, höch­sten Schlachtwerts 60 bis 63; vollfleischige 55 bis 59; fleischige 45 bis 54. - Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 72 bis 75; mittlere Mast- unb Saugkälber 65 bis 71; geringe Kälber 54 bis 64 Schaf e: Mastlämmer und jüngere Mast- hämmel (Weidemast) 48 bis 54; mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 46. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 56 bis 58: voll- fleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 56 bis 58; von etwa 160 bis 240 Pfund Lebendgewicht 55 bis 57; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebend­gewicht 50 bis 54; Sauen 45 bis 52 Mk.

Buntes Allerlei.

Das Galafrühstück des Klubs der 13.

Freitag, der 13. Januar, dieserunglücklichste" Tag des Jahres 1928, der zugleich der 13. Tag des Monats und des Jahres war, bildete einen besonderen Festtag für den Londoner Klub der 13, der sich die Bekämpfung des Aberglaubens in jeder Gestalt zur Aufgabe gemacht hat. Die Mitglieder vereinigten sich an diesem Freitag um 13 Ähr zu ihrer jährlichen Festsitzung, die durch ein Galafrühstück begangen wurde, an bem außer den 13 Mitgliedern auch Ehrengäste teil- nahmen. Diese wurden zuerst unter eine Leiter gestellt, was in England für besonders unglück­bringend gilt. Alle möglichen älnglückszeichen, wie umgedrehte Hufeisen, zerbrochene Spiegel, gekreuzte Messer und Pfauenfedern waren zum Schmuck der Festtafel verwendet. Zwei geschmückte Esel wurden während des Essens feierlich her­umgeführt, denn nach dem sardinischen Volks­glauben gilt es als ein sehr böses Zeichen, wenn man zwei Esel sieht. Die Speisenfolge bestand aus seltenen Genüssen, die z. T. im Flugzeug nach England gebracht worden waren.

Das Neumeyer Piano bereitet hohen musikalischen Genuß. Infolge seiner stabilen Bauart über­dauert es Generationen. / Vertreter:

August Förster * Gieben

Bahnhofstraße 65 B Fernruf 1367

260

258.5

257,5

187

:, Lombardzinsfuh 8 Prozent.

Hi

92,9

191.5

111

94,4

179,5

258,5

125

I Farben-Industrie 10

Dynamit Nabel ......o

Scheideanstalt....... .8

Goldschmidt....... . ,5

NulyrrSwcrke . . ......o

Metall griellichak».....10

93

179

109,75

93

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. Reichsbankdisfont 7 Proz,

Frankfurt a. M.

Berlin

Schlich, stur»

1-Uhr- stur»

Schluh«; Änsana

Kur»

fiuvs

Datum:

28.1.

30.1.

| 28.1-

| 30. 1.

F/ Dt Reichsanleihe v. 1927 Ts, Anl Ablos. Schuld mit

-

87,5

-

Auslos -Neckten.....

DrsLl. ohne AuSlos.-Rechten

52,2

_

52

52.13

16,525

16,4

16,65

16.4

7°/« Rranff. Huv -Bk. Go.dvs unkündbar bis 1932 . . .

93

<Vi0/o Rheinische 60p »Bank 2t5n»©oibbi......

83,1

A E G Qbg VorkriegS-Ob

_

üoationen. rückzahlbar 1932

85

_

_

4/., Schwei;. Bundesb.-Anl.

95 75

4% Ocfterelchischc ttoldrle.

_

4.2t?/, Oesterreich. Silberne

4°/o Oesterreich, cinheiil. Rio

4.1

_

4,25

-

«7» Ungarische (8oldrte . .

25,35

25,3

Ungarische StaotSr.v 1910

_

Vr/n dcsgl. von 1913 . , , Ungarische Kronenrte . .

_

1.65

13

1,65

12,9

4 Io Türk. Zollanleihe v 1911

12,9

1$ 1

Turk. Lagdadbabn-Anl

seric 1......

4°/o desgl. Serie 11. ...

40 Rumänen convcrk. R'e.

14

13 13

14 13,13

5.85

<7,°/o Rumänen Golbanl.

voll 1913 .

-

16,75

_

vllg. Deutsche Eisenbahn ,4A

_

Hambura-Amerika Pater. . g

143

142,75

142,5

142 5

Hamb -Südmn Damp'sch. s

209,25

2OR ,S

Hansa Dampfschiff ... .6

_

208

207 5

Norddeutscher frUovd . . c Allg. Deutsche Crcdilanst.. io

146,25

146,4

147 2.5

146,4

1 j!

145

144,65

Barm:r 3 an hierein io

147

-

144,75

144 0

Berliner Handclsgesellsch. 12

260

258.75

266,75

tzommerj' und Prioak-Bt. 11

173.5

171

172.5

Darmst. u. Nalionalbank. r?

231

230

'30

Deutsche Bank......10

DiSkonto-Gesellschaft Lnr. 10

Dresdner Bant......10

Mitteldeutsche Lredubanl 9

161

159,5

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^60 156.5

157 2(j",

157,75

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157

158

156.75

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205

Mcialldank..........8

126.5

126,5

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Berlin

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Kurs

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28 1.

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Datum:

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».EG...........7

160.5

160,75

160,25

160,25

Philipp Heizmann . ... 12

140

138.5

139

138

Bergmann . ........8

Elektr. Lieferungen . ... 10

183

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182.2.5

181

Heidelberger Gement . . y

136.25

136

168

165

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180

Licht und cklrast......10

Felten 4 Guilleaume .... 6

Ges. f. Elckir. Unfern. . . 10

Lamb. eiettr. Werte . . 10

216

213,5

214,5

Wadb A Freitag.....io

135

133,5

_

123

263

149,5

179

281.5

165,5

259 25

123 259.5 148,75 150.75 188,5 176,5

278

133 164

122.25

257,5

146.65

150,75

187

177

277

131.5 -

DchulthelS Patzenhofer . 15 Ostwerke.........

Ber. (Llanzstoff......15

395

343,5

515

39.3

340.5

Eckles. Elcttr. ....... iv

Sckuckert ........ 7

Siemens A Halske .... 16

Transradio...... 8

Ladmeher 4 So.........

176.5

277.25

Lemberg.......... v

Zellstoff Daldbof.....12

Zellstoff Aschaffenburg . . ic

Cbarlottenbnrger Taster. 7

Tcffauer @c3.....x

Daimler Motoren......

250

175.5

83

244

173

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4'3.5

244

175

125,25

172,25

82 13

415

243.5

125

171.13

81

BuderuS...... (1

Deutsche Erdöl ...... .0

96.2.5

95,75

96,25

95,13

Temaa .........

63

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127

128

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133

185

138

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144,5

Vldlerwerke Kleder. ... c

Stin 1 1 1 1 1

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30 72,25

79,5

252,5

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126

199

Essener Sieinkohle.....8

Gelsenkirchener . f./ 9- 4 Horvener ......... .8 voesckr Elsen ........ .5 Ilse Bergbau...... . .8

Klöcknerwerle ........ 5> Köln-Neuesten .....fi'/s

ManneSmann . .f./» 9- 4

182

188

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143 5

r^udw üoeirt ..... 1

Not. Automobil...... t

Orenstein A. Kovvel

Linke Hofmann......

Leonhard Tietz....... r

Bamaa-Megnin.......

Aranlf. Maschinen .... 0

ManSielder- .........7

117

117,5

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Gritzner ..... 7

Heyliaenslacdt ...... r

Oungbans . ...... <

Leckwerke. ........fr

Moinkraftwcrke ...... i

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Oberschles. Eisenb. Bedarf c Oberschlcs. Kokswerke . . .0 Wbönir Bergbau. f. '/, 9 B Hncintftbe Braunkohlen . 10 Nyeinstayl ........0

SHebert Montan.......c

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86

140

101

Vereinigte Stablw. f.9 3

Otadi Minen..... 1 $b

Kaki Aschersleben.....10

102

42,13

103

172

in?

42,65

102,5

42,4

172 181 75

PeterS Union ....... fr (Sebr. Roeder.......ie

Boigt t Haestner.....c

112

146.75

178

112

179.5

Kaltrveftereqelll ... .10

182,5

18!

183

Südd. Zucker.......0

139,75

HO

Kaliwerk Salzdeikurtb, . 12

248

246,5

246,5

Berlin. 28. <Van.

I fficlb

Bries

i^ran;o'lscke "jlotcn......

16.325

16.585

Holländische stloten......

168,78

169,46

Italienische Noten .....

22,22

22,30

'Norwegische Noten.....

111,2.8

111,72

Teutsch-Oesterr.,äioo Kronen

59,00

59,24

hinten......

2,60

2,62

Schwedische Noten......

112,14

112,60

Schweizer Noten.......

80,69

81.01

71,08

12,382

71,36

Tschechoslowakische Noten . .

12,442

Ungarische V.oten . . .

73.05

73,35

Sevif^nmarkt Berlin

Fromkfuri a. M.

Telegraphische

Auszahlang

28. Ian.

30. Jan.

Äuitliche Notierung

Amtliche Notierung

(Seid

Br-ei

Geld

; Brni.

2lmst..Nolt

169,11

169,45

169,12

(6b^

Buen.-SireS

1,792

1,796

1,791

1,795

Brss..?lntw

58,38

58,50

58,405

58,525

Ehristiania.

111,49

111,71

111,52

111.74

Kopenbagcn

112,24

112,46

112,29

112.51

Stockholm .

112,39

112.61

112,47

112.69

.pelnngfors. Italien. . .

10,551

22,20

10,571

22,24

10,556

22,21

10,576

22,25

London. . . Olenyork . .

20,429

20,469

20,433

20,473

1,1920

4,2000

4,1925

4,2005

Paris....

16,475

16,515

16,47

16,51

Schweiz . .

80,67

'0.83

80,71

80,87

Svanien . .

71,23

71,37

71,49

71 63

Japan . . . de Jan

1.968

1.972

1,966

1,970

0.5045

0,5065

0.505

0,507

Wien in®.- Oest. adgest

69,075

59,195

59,68

59,20

Prag .... Belgrad . .

12,422

12.142

12,424

12,444

7,376

7,393

7,376

7,390

Budapest. .

73,25

73,39

73.30

73,44

Bulgarien

3.027

3,033

3,030

3,031

Ickstabon .

20,08

20,12

20,23

20,27

Danna.. . Konstantin

81.68

81,84

81,70

81,86

2,143

2,147

2,130

2,134

Silben. . .

5,564

5,576

5,544

5,556

Canada

4,185

4,193

4,186 4.276

1,194

Nrn inav .

4,276

4,281

4.284

kstrv

20.953

20,993

20.958

20 998

Berlin, 28. Jan. | Geld

Brief

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten......

Dänische Noten ......

Englische Noten.......

4,17

58,2

111,9

20.4

4,191

58,51

112,4-

20.48

fit. 26 &

V Scho'

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Außenpol

(Berlin, $ steht die zweite

Ausschuß Aenderungen l Aeichsaußei brüdt zunächst alle Parteien sandfschastl tinien zu / Die Reichstes Dvchc dem Do! Demerkungen zi rüsiungsfra ständig abgerust Schleösverirägen Wahrheit, dah erreichen kann, t (Verträge in spalten. Es der Eindruck e: eines einzelnen Sicherheit a werden soll, als des Friedens, Iorbereitu anlomme, als i Verständigung, bestimmter ner Staate Denkschrift spri unverständlich einen Aüchchri: haben verschied darunter mit

Wir stehen i slowakei, Polen lungen mit Abschluß Däh ischen Ministert lin haben zvisc stattgefunden, l stirnmung unser, grlmis ist der ' gerichts unk verschiedener t die Terhältniss dort verbliebe befriedigende unser Derh ist die Leidensc Verhandlungen Ajederlassungsf daran anschlieh ist von uns in c der wirtsch auch aus dem (s Mgelegt Word, «nem einmütige Zchmub es des, Aufsatz des Poir -Deutschen Tage Hemmungen gc( MNt vom Walles Mi Entfchlietzungen Handelsvertrag H°"nks); % schenk, da Slt slnd nicht IK Selbstherrs Haben a 11 ejn ^teien sich ausgesprochen Ä Wei ®SQU- wem Ätschen Land K den Best fe, Vestehun 8fr Mer fe 'taniölifc KL°7

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