Ausgabe 
29.3.1928
 
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aufs neue beginnen könne, den ganzen Erd ball zu umspannen und alle in Frage kom­menden Handelsplätze zu umfassen.

Buderus'sche Eisenwerke, Metzlar.

3n dem Geschäftsbericht der Bu­derus schen Eisenwerke Wetzlar für 1927 wird ausgeführt, daß. solange Steuern und Soziallasten nicht auf eine der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft angcpastte Höhe gesenkt und das bestehende Zwangssystem geändert werde, eine grundlegende Besserung der Gesamtlage schwer zu erreichen sei. Heber den Geschäftsgang im verflossenen Jahre wird gesagt, daß der milde Winter 1926/27 die Fortsetzung der Bautätigkeit erniöglichte. Auch setzten sich die zum Zwecke der Beschäftigung von Arbeitslosen von seilen der öffentlichen Hand getroffenen Maßnahmen für die Gesellschaft in Arbeit uni. Wenn auch dieses günstige Bild während des ganzen Jahres keine Veränderung erfuhr, so dürfe nicht außer acht gelassen werden, daß es sich hierbei keines­wegs um eine echte, sondern nur uni eine Mengenkonjunktur handle. Hohe Zölle der Ausfuhrländer und niedrige Verkaufspreise des unter günstigeren Bedingungen arbeitenden aus-

Stammartien der Metallbank zu 150 Prozent zu beziehen. Eine Kapitalerhöhung hierfür ist nicht geplant.

' Preuß. Central-Bodenkredit' A. -- D. Der heutige Anzeigenteil enthält einen Prospekt über eine Zeichnin'g auf neue 8proz. Zentral-Gold-Pfondbriefe vcm Jahre 1927 der Preuß. Central-Bobenkredü-A.-G. Diese Anleihe wird an der Börse zu Berlin bereits amtlich notiert. Ihre Einführung ist auch für andere Börsenplätze in Aussicht genommen. Die Pfand­briefe sind ausgefertigt in Abschnitten von 5000, 2000, 1000, 500, 200 und 100 Mark und mit halb­jährlichen Zinsscheinen, jeweils am 1. April und am 1. Oktober fällig, versehen. Der erste Zins- schein ist am 1. Oktober 1928 fällig. Die Zeich­nung auf einen Teilbetrag von 10 000 000 Mark findet statt bis zum 14. April zum Kurse von 98 Proz. zuzüglich Stuckzinsen bis zum Ab- nahmetage. Die Abnahme kann in beliebigen Beträgen bis spätestens 30. April, evtl, aber auch schon sofort geschehen. Die Gesamtkündigung

WSR. Weinbau und Weinernte 1 9 2 7 in Hessen. Aus den nunmehr vorliegen­den statistischen Zahlen für das vergangene Jahr ergibt sich, daß die in Ertrag stehende Weinbau- släche von 12 581 Hektar Weißweinreben und 1118 Hektar Aotweinreben etwas geringer ist als im Vorjahre. Die nicht in Ertrag stehende Anbaufläche für Hessen ist auf 1059 Hektar ge­stiegen. Trotzdem ist der Mostertrag von 9,8 Hektoliter pro Hektar im Jahre 1926 auf 17 Hektoliter 1927 herausgegangen, hat allerdings den Stand von 1924 (28,2 Hektoliter- noch nicht erreicht. Der Vesamtmosterttag betrug 232 352 Hektoliter in einem Werte von 24 232 904 Mk. (im Vorjahre 135830 Hektoliter im Werte von 11 640 924 Mk.).

Don der neuen Frankfurter An­leihe. Die neuen sünfprozentigen Frankfurter Schahscheine sollen vom 30. März bis 5. April zur Zeichnung aufgelegt werden, und zwar zu 99.25 Prozent, zahlbar am 18. April mit Stück- zinsen vom 1. April 1928. Sowohl für die Schatz­scheine, als auch für die feste siebenprozentige Anleihe soll die Börseneinführung in Berlin, Frankfurt a. M. und Hamburg beantragt werben.

* Frankfurter Lokalbahn A.-G. Die G.-D. genehmigte den Abschluß, der aus 508 420 (515138) Mark Reingewinn die Verteilung von wieder 8 Proz. Dividende vorsieht. Zu Abschrei­bungen wurden 144 070 (158 012) Mark ver­wandt.

* Elektrizitätswerk Homburg v. d. H. A.-G. Die G.-V. beschloß die Verteilung einer Dividende von wieder 5 Proz.

* Friedrich Krupp A.-G. und Stahl - verein Wie der WTV.-Hgndelsdienst von der Friedrich Krupp A.-G. bestätigt erhält, ist zwischen der genannten Firma und dem Stahloerein unter Beteiligung des Essener Bankhauses Simon Hirsch­land ein großes Verkaufs- bzw. Tauschgeschäft ge­tätigt worden. Der Stahlverein verkauft gegen bar seine 500 Kuxe der Gewerkschaft Emscher Lippe an die Friedrich Krupp A.-G., die damit sämtliche 1000 Kuxe in Besitz hat. Außerdem gibt der Stahlverein an Krupp 43 Prozent Aktien der Norddeutschen Hütte A.-G. in Bremen und erhält von Krupp ein größeres, am Rhein in Duisburg gelegenes Grund­stück. Durch den Verkauf der 500 Emscher-Lippe- Kuxe erhält der Stahlverein schätzungsweise dreißig Millionen Mark flüssige Mittel. Das im Tausch an den Stahloerein übergegangene Grundstück liegt neben der Niederrhcinischeii Hütte direkt am Rhein und ist für den weiteren Ausbau der Anlagen des Stahloereins von großem Wert. Durch den Erwerb der Emscher-Lippe-Kuxe wächst die Kohlengrund- lagc der Krupp-A.-G. ganz bedeutend. Die Firma hatte bisher im Syndikat 2,3 Millionen Tonnen Verkaufs- und 3 Millionen Tonnen Verbrauchsbe- teiligung. Emfchsr Lippe eine Verkaufsbeteiligung von 2,2 Millionen Tonnen Kahlen und 980 000 Tonnen Koks. Der Anstoß zu dem obigen Geschäft ging von dem Stahlverein aus.

* Auslandanleihe der Metallbank.

ländischen Wettbewerbs gestalteten das nicht zu entbehrende Auslandsgeschäft nicht nur schwierig, sondern auch unlohnend und in vielen Fällen sogar unmöglich. Tleber die Tochtergesellschaften sei nichts besonderes zu berichten.

2m einzelnen wird ausgeführt, daß der er­freuliche Aufschwung des Eisenstein­bergbaues an Sieg, Dill, Lahn und in Ober­hessen seinen Fortgang nahm. Die Förderung des Lahn- und Dillgebietes und Oberhessens erreichte int März 1927 mit 88 000 Tonnen 75 Prozent der Vockriegssörde-- rung und hielt sich seitdem auf ungefähr der gleichen Höhe. Die Delegschastszahl stieg ent­sprechend. Dabei wird über die nur kurze Wirk­samkeit der Staatshilfe geklagt. 2n den Kalk­steinbrüchen konnte ebenfalls durch Verbesserung der Gewinnungseinxichtungen eine erhebliche Lei­stungssteigerung erzielt werden. Die Erzeugung an elektrischem Dreh ström erfuhr gegen dos Vorjahr eine Steigerung um 41,77 Prozent. Bemerkenswert fei hierbei eine um 12 Prozent vermehrte Stromabnahme der Gemeinden. In den Graugußgießereien konnte die Erzeugung wesentlich erhöht werden. Die im Vorjahre durch- gesührten Ilm-- und Erweiterungsbauten des Zementwerkes ermöglichten es, den zeitweise recht lebhaften Ansprüchen der Kundschaft ohne wei­teres gerecht zu werden. Die Gesamtbelegschaft betrug im Jahresdurchschnitt 567 Angestellte und 5193 Arbeiter, am Jahresschluß 6389 Angestellte und Arbeiter. Daneben beschäftigten die Tochter­gesellschaften und Konzernwerle am Jahresschluß zusammen 3014 Angestellte und Arbeiter.

Der Betriebs Überschuß stellte sich auf 4.010 Mill. Mk. Aach Abzug von 1.667 Mill. Mk. Unkosten und 1.321 Mill. Mk. Abschreibungen ergibt sich ein Reingewinn von 1 972 Mill. Mk. (einschließlich 0.951 Mill. Mk. Vor­trag aus dem Vorjahre). Daraus sollen be­kanntlich erstmalig nach vier Jahren 5 Proz. Dividende auf 26 Mill. Stamm- und 5Proz. auf 300 000 Mt. Vorzugsaktien verteilt und die restlichen 1.030 Mill. Mk. vorgetragen werden. Die Bilanz verzeichnet einerseits (alles in Mill. Mark) 3.694 Rohstoffe und Waren, 2.263 Be­teiligungen, 2.304 Wertpapiere und 20.807 Außenstände, andererseits 10.773 Schulden.

Dp. Cuno über den Wiederaufbau der deutschen Handelsflotte.

Zürich, 29. März. (W. T. D. Funkspruch.) Am Mittwochabend sprach hier auf Einladung der Züricher Holzwirtschafts-Gesellschaft vor einer großen Zuhörerschaft, unter der sich auch der deutsche Gesandte in Bern, Dr. Müller , be­fand, Reichskanzler o. D. Dr. C u n o . Vorsitzender des Vorstandes der Hapag, über die deutsche Handelsflotte im Rahmen des Wie­deraufbaues der Weltwirtschaft. Er schilderte die deutsche Schiffahrt nach dem Kriege, die fast aus dem Nichts entstanden und unter den denkbar ungünstigsten Umständen in rund zehn Jahren in Zusammenwirken und unter Einsetzung aller verfügbaren Kräfte zu einer Handelsflotte herangewachsen sei, die bereits wieder einen beachtenswerten Faktor in der Weltwirtschaft bilde. Aach Fertigstellung der auf den Werften befindlichen Neubauten werde die deutsche Handelsflotte nahezu wieder 4 Mil­lionen Brutto-Register-Tonnen, ge­gen 5,4 Millionen vor dem Kriege besitzen. Die heute wiedererlangte Bedeutung der Handels­flotte Deutschlands ergebe sich hauptsächlich aus den zahlreichen Neuerungen, welche im Interesse der höchstmöglichen Wirtschaftlichkeit der ein­zelnen Schiffe berücksichtigt wurden, so daß Deutschland in diesex Beziehung selbst anderen Staaten voraus sei. Deutschlands Handelsflotte sei gegenwärtig derartig reorganisiert, daß sie

Die Metallbank hat eine Anleihe in Höhe von 750 000 Pfund zu 6,50 Prozent ausgenommen. Die Anleihe ist vom Ende des zweiten Jahres ab nach einem festgelegten Amortisationsplan

zu pari derart zuruckzuzahlen, daß die voll- | ständige Zurückzahlung nach 15 Jahren erfolgt sein wird. Eine Emission ist nicht beabsichtigt. Das Londoner Bankhaus Helbert, Wagg & Co. Lim. hat die Unterbringung im Auslande zu einem Kurs von 97,50 Prozent garantiert. Die Bonds werden mit Optionsscheinen ausgestattet, die den Inhabern das Recht geben, während fünf Jahren bis zum 1. April 1933 für je nominell Psu,.d 1000 Bonds nvm. 5000 Mk.

dieser Anleihe ist bis zum 1. April 1933 aus­geschlossen. Eine Auslosung darf bis dahin nur in Höhe derjenigen Beträge erfolgen, welche auf die den Pfandbriefen als Deckung dienenden Darlehen durch Tilgungsbeiträge oder durch Rückzahlungen eingehen. Die Tilgung der ge­samten Anleihe muß bis 1. April 1965 beendet sein. Sie ist auch durch Rückkauf zulässig. Die Pfandbriefe werden von der Reichsbank in Klasse A beließen. Bei einem Grundkapital von 18 200 000 Mark waren von der Gesellschaft am 31. Dezember 1927 im Verkehr 205 944 466 Mk. Zentralpsandbriefe, denen als Deckung 213 233 572 Mark Hypothekar.sche Darlehnsforderungen gegen» Überstanden.

* Dividendevorschläge im Salz­detfurth- Konzern. Die Kaliwerke Salz- detfurih A>G. schlagen bei einem Reingewinn von 2 587 411 Maick die Ausschüttung einer Divi­dende von 15 Prozent (i. V. 12 Prozent) auf die Stammaktien vor. 181 411 Mark sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden. Die Kaliwerke Aschersleben verteilen bei einem Reingewinn von 1 731 908 Mark 6 Prozent (i. V. 6 Prozent) Di­vidende auf die Vorzugsaktien und 10 Prozent (L V. 10 Prozent) auf die Stammaktien. 162 468 Mart werden auf neue Rechnung vorgetrogen. Die Consolidiexten Alkaliwerke Westeregeln wei­sen einen Reingewinn von 1 829 560 Mark aus. Davon sollen 6 Prozent Dividende auf die Vor­zugs- und 10 Prozent (i. V. 10 Prozent) auf die Stammaktien verteilt und 170 560 Mark auf neue Rechnung vorgetrogen werden. Die G.-D. aller drei Gesellschaften findet am 8. Mai statt.

' Deutsche Schiffe un ö Maschinen­bau 21.-®., Bremen. Die Verwaltung dec Deutschen Schiff- und Maschinenbau A.-G. Bremen Hot beschlossen, das Stettiner Werk der Gesell­schaft, die ehemalige Stettiner Vulkanwerft, im Lause dieses Jahres stillzulegen. Hieran werde sich auch nichts ändern, wenn der preußische Staat weitere Mittel zur Aufrechterhaltung des Be­triebes zur Verfügung stellen werde.

Frankfurter Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Frankfurt a. M.» 29. März. Im An­schluß an die gestrige Abendbörse war die Tendenz zu Beginn des heutigen Börsenver­kehrs allgemein weiter befestigt. 3m Zu­sammenhang mit dem Abschluß der 750 000 - Pfund-Anleihe der Metallbank war die Stimmung zuversichtlicher, da man nun­mehr wieder auf das Zustandekommen weiterer Ausländsanleihen rechnen zu können glaubt, zu­mal Reichsfinonzminister Köhler im Reichs­tag gestern die Erklärung obgob, daß die Be­ratungsstelle in kurzein ihre Prüfungstätigreit über den Anleihebedarf der Kommunen ab­schließen wird. Im großen und ganzen wurden jedoch nur wieder Spezialwerte lebhafter gehandelt, da die Beteiligung des privaten Publikums nach wie vor gering blieb. Dagegen sollen von Seiten des Auslandes ver­schiedentlich wieder Kaufaufträge Vorge­legen haben, namentlich für Elektrv- werte auf die Gründung zweier belgischer C l e k t r o t r u st s. Bei der ersten Aotiernng er­gaben sich guf den meisten Marktgebieten Kurs­besserungen von 1 bis 3 Proz. Am Elek- t r o m a r k t waren aus dem erwähnten Grunde die Werte mit Anlehnung an das Ausland be­vorzugt. So konnte Gessürel 4y< und Licht und Kraft 2% Proz. anziehen. AEG., Berg­mann und Siemens gewannen PA bis 2IA Proz. Metallbank und Metallgesellschaft waren auf den Anleiheabschluh starkverlangt und je um 3 Proz. erhöht. Lebhafteres Interesse macht sich ferner für Bauunternehmungen bemerk­bar, von denen Holzmann erneut 3V2 Proz. und Wohß und Freytag 4 Prvz. fester lagen. Zement Heidelberg plus l/2 Prozent, auch J.-G.-Donds mit 143,75 eher etwas nied- auch E.-G.-Donds mit 143,75 eher etwas nied­riger. Aur Scheideanstalt konnte sich 1,25 Proz. erholen. Schifsahrtswerte lagen 1,50 bis 2,50 Proz. höher. Montan werte hatten nur kleines Geschäft, doch überwogen die Kursbesse- rungen. Kaliwerte konnten auf die Abschlüsse im Salzdetfurth-Konzern 2,50 bis 3 Proz. anziehen. Karstadt konnte den an der Abenbbörse erzielten Kursgewinn gut behaupten. A.-G. für Verkehrswesen wieder lt Proz. nachlassend. Hei­mische Anleihen lägen still. Von auslän­dischen Renten waren Türken etwas höher. Im weiteren Verlaufe wandte nia.i dem Far­be n m a r k t größere Aufmerksamkeit zu und die ' Farbenaktien lagen 1 Prozent fester. J.-G.- Bonds notierten 144 Prozent. Am Markt der Autoaktien waren 21.6.11. 3 Prozent ei> holt. Auf den übrigen Marktgebieten waren meist weitere geringe Kucsbesserungcn zu ver­zeichnen. Am Geldmarkt war Lagesgeld heute wieder stärker gefragt zu 7 Prozent. Am

Devisenmarkt war der Dollar wieder cm- geboten und im Kurs schwächer. Mark gegen Dollar 4,18, gegen Pfund 20.413. London-Kabel 483.20, Paris 124.Q2, Mailand 290.40, Madrid 28,95, Holland 12,1225.

Berliner Börse.

Eigene Drahtmeldung desGießener Anzeigers".

Berlin, 29. Marz. (Eigener Drahtbecicht des Gießener Anzeigers.) Die heutige Börse zeigte im großen und ganzen dasselbe Bild wie gestern, der Gesamteindruck war wieder etwas gün­stiger. doch läßt die (Beteiligung des Publi­kums immer noch zu wünschen übrig. Für S p e - zialwerte bestand wieder, besonders seiteis des Auslandes, Kausueigung. wobei eine Reihe neuer Werte in den Kreis der alten Favoriten eintrat. Die Grundtendenz ist aber nur als gut behauptet zu bezeichnen da die Kursentwicklung keinerlei einheitliche Rich­tung zeigte. 2lnregende Momente lagen nur wenig vor. Die Feiertage rücken in die Tkäbe und werden schon heute als hemmender Fattor in Erwägung gezogen. Zu den ersten Kursen wiesen nur Spezialitäten größere Veränderungen auf. Schiff­fahrtswerte und Danken waren 1 bls 2 Prozent höher. Montanwerte eröff­neten eher schwächer. Kaliaktien nach Be- kanntwerden der Abschluhziffern wirkten ent­täuschend und waren kaum verändert. Stoll- berger Zink, Akkumulatoren, Gessürel, Ludwig Löwe, Berger, Tolzmann, Metallbank, Thüringer Gas, Deutsche Erdöl. Charlottenburger Wasser. Feldmühlepapier, Schlesische Gas und Oberkoks lagen bis 6 Prozent höher. Dagegen verloren Gebr. Körting 4,5 Prozent, Glanzswff 7 Prozent. Deutsche Eisenhandel 3 Prozent. Heimische Anleihen lagen freundlicher. Ausländer geschäftslos. Bosnier und Türken 0,5 Prozent fester. Berger, Polyphon, Deutsch-Atlantische. Dessauer Gas zogen erneut 1 bis 3 Prozent an. Gessürel blieben 2 Prozent über Anfang gesucht.

Frarrrfuxtcr Getreidebörse.

Eigene Drahtmekdung desGießener Anzeigers".

F r a n k f u x t a. W., 29. März. Die Marktlage zeigte keinerlei Deränderung. Das Geschäft ist ruhig. Futtermittel, besonders Hafer, sind gut gefragt. Kleie für spätere Termine wird billiger angeboten. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Proz. Auswuchs 26,50. Roggen 27,75 bis 28,50, Hafer, inländ. 26,75 bis 27, Mais (gelb) für Futterzwecke 24,25 bis 24,50, Mais (gelb) für andere Zwecke 25 bis 25,25, Weizenmehl, südd. Spezial 0 37,75 bis 38,50, Roggenmehl 37,75 bis 38,50, Weizenkleie 14,75, Roggenkleie 15,75 bis 16,25. Tendenz fest.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 29. März. Auftrieb: 81 Rinder, 1289 Kälber, 301 Schafe. 764 Schweine - Kalber: Beste Mast- und Saugkäll>er 76 bis 80 Mk,, mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 75, geringe Kälber 58 bis 64. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weide­mast) 45 bis 50, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 38 bis 44. fleischiges Schasoieh 33 bis 37. Schwei n e: Dollfseischine Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 51 bis 54, von etwa 200 vis 240 Pfund Lebendgewicht 52 bis 54, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 52 bis 55, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 50 bis 54 Mk. Marktver­kauf. Kälber und Schafe anfangs mittelmäßig, zum Schluß abflauend, ausverlauft. Schafe hinter­lassen Ueberstand. Schweine schleppend, geringer Uebexstand. Schwere fette Schweine schlecht ver­käuflich.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 23. März. Der Auftrieb von Dieh auf den Diehmärkten gibt nicht selten Anlaß za Tierquälereien gelegentlich des Vieh­transports. So beobachtete ein Einwohner der Hcpnmstraße, wie ein auswärtiger Viehhändler dem von ihm zum Markt getriebenen Vieh in gefühlloser und ärgerniserreaender Weise fort­gefetzt Stockschläge auf Kopf, Rücken, nament­lich aber in die Weichteile versetzte, um es zum Weitergehen wahrscheinlich war cs zu eng zusammengekoppelt zu bewegen. Das Ge- richt erblickte hierin eine öffentliche vorsätzliche rohe Mißhandlung der Tiere, insbesondere um deswillen, weil der Viehhändler fortgesetzt auf das Dieh einschlim, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, welche Körperteile getroffen wurden. Daß aber gerade Schläge auf die Weichteile, wie solche festgestellt, geeignet sind, hefttge Schmerzen zu bereiten, nimmt das Gericht ohne weiteres und ohne Zuziehung eines Sachverständigen an,

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbanldiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

Frankfurt a- M

Berlin

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Be-sw. 38 März

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Brie,

iLmcrtlaniiche Noten.....

belgische Noten - . . ... Dänische Noten ......

Englische Noten ......

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58.2>

111,75

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4,188

112 J 9 M. <5

Berlin. 28 Mär; "" ^ranzöiisckre -loten.....

Holländische Noten .... Italienisch.' Noten......

Norwegische Note«.....

Deukkch-Oestcrr, s 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Svanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten

Devifeumartt Berlin

Telegraphische

Geld

iTTrnMi

16,49

>6.66

167.91

168,59

22.11

22,19

111.33

111,77

68,71

58.95

2.59

2,61

111,93

112.3$

80,70

80.38

70,06

70,34

13.356

>12.415

72 80

73.10

Frankfurt <l M-

Auszahlung.

28- März

49 März

Amtliche Non rung

Amtliche Notierung

Geld

Bne'

Brief

Ämst^-Ron

Bucn-SireS

168.26

1.78«

168,54

1,791

168.56

1.790

58,455

111.78

«rss-Amw Ehrrstiania

>8.513

111,53

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111.74

IJiS

RoDenbagcn

111.90

112.17

111,96

ih

Stockholm

112,15

112,37

112,14

HelstngiorS.

10,517

10.537

10.617

22,065

10.637

Alalten. .

42,076

22,115

32,105

London. . .

20,392

20,132

30,389

20,449

Renvork . .

1,17*0

4,18.50

1.1775

4.1835

BortL.... schwer .. Spanien

10,44

16,48

80,645

16,44

16, .8

.'0,485

M),46

80,62

-0,25

70 39

70 33

70.47

Japan

1,998

2,002

1,997

2.201

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J.ÖO25

0.5045

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-8,76

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Prag

12.377

12.397

12,377

13.397

Belirad

7,350

7.364

7.260

7,364

Budavest.

72,93

73,09

72.95

73.09

Bul arten

3,022

3.028

1.019

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Ltstabon

18,28

18,3t

18.28

18.32

Danztg Öonft.jute.

61,52

81,68

->1,535

81,695

4,113

2,117

4,113

2,117

atben .

5.544

5,55b

4.186

5.534

6,546

Canada

4.178

1.179

4.187

Urn.inao

<*

4.346

20.918

4,354

20.958

4.320

20.916

4,334

20.956