ebenso, vast solche Schläge vermeidbar waren. Eine Strafe von 20 Mark wegen Tierquälerei schien angemessen. Das Gericht nahm im übrigen an. dah Stockschläge bei derartigen Transporten recht wohl erforderlich werden tonnen. Es darf aber hierin fein Mißbrauch getrieben werden, und auch die Viehhändler bzw. Diehtreiber haben bei den Diehtransporten die ihnen durch den Tierschutz gesteckten Grenzen durchaus einzuhalten.
Eine gefährliche Stelle für die Autofahrer ist die Ecke be8 Qteucn» und Selter s w e g s, insbesondere beim Einbiegen in den letzteren. Rach § 21 der V. O. über Kraftsohrzeugverkehr hat der Autoführer beim Einbicgen in einen anderen Weg nach rechts in kurzer Wendung. nach links in weitem Bogen zu fahren. Der Angeklagte ist aber bei Benutzung der fraglichen Stelle, vom Neuenweg kommend, nicht im weiten Bogen gefahren, sondern hat den Bogen zu kurz genommen. Dabei hat er auch die Annäherung der Strahenbahn, mit der er unbedingt rechnen mustte. außer acht gelassen. Die Folge war, daß Straßenbahn und Auto beinahe widereinander gestoßen wären. Der Angeklagte vermied aber selbst diesen Zusammenstoß, indem er sein Auto noch in letzter Minute nach der Kaplansgasse zu herumriß. Dies konnte ihn aber vor Strafe nicht schützen, wohl ober strafmildernd wirken. Der AngeLlagte kam daher mit einer geringen Geldstrafe davon.
Eine weitere Verhandlung sollte aus Anlaß einer Autoübertretung hauptsächlich dazu dienen, sestzustellen. ob die Beschaffenheit der Straße Grosten-Duseck — Beuern infolge ihrer vielen Krümmungen, Steigungen und Senkungen. insbesondere durch Behinderung des freien Ueberbltckes, allgemein die Sicherheit eines Auto- führcrs beeinträchtigt und diesen zu besonderer Vorsicht mahnt. Da der Angeklagte aber aus subjektiven Gründen freigesprochen wurde, erübrigte sich diese im Interesse des Autoverkehrs wünschenswerte Feststellung.
Kunst und Wissenschaft.
BeethovenpreiS 1928.
Die PreuhischeAkademicderKünste veranstaltete, wie aus Berlin berichtet wird.
am Dienstagabend eine Deechovenfeier', bei dieser Gelegenheit wurden die Träger des diesjährigen Beethovenpreises von je 5000
— Das Märzheft der Berliner Monatshefte für internationale Ausklärung „Die Kriegs- s ch u l d f r a g c" bringt erstmalig in deutscher Hebersetzung die bulgarischen Dokumente zum Kriegsausbruch 1914 aus dem im Jahre 1920 in Sofia erschienenen Orangebuch über den Balkankrieg und den Weltkrieg. Unabhängiger und objektiver als die Vertreter der Großmächte berichten die bulgarischen Gesandten über die Entstehung und Entwicklung der österreichisch- serbischen und der europäischen Krise, die zum Kriegsausbruch führte. Umworben von beiden Mächtegruppen, dem Dreibund und der Triple- Entente, hat Bulgarien während der Krise eine durchaus neutrale Haltung bewahrt, und man erkennt sogar aus den Berichten seiner diplomatischen Vertreter, daß unter ihnen nicht einmal eine einheitliche Auffassung über die Führung der bulgarischen Außenpolitik bestand. Während die bulgarischen Vertreter in Konstantinopel, Berlin und Wien die Nützlichkeit eines Anschlusses ihres Landes an den Dreibund durchblicken liehen, forderte der bulgarische Gesandte in Petersburg ganz offen den Eintritt Bulgariens in den Krieg aus feiten der Ententemächte.
— Die plötzliche Erneuerung des französisch- amerikanischen Schiedsvertrages erweckte den (Slnt druck, als ob die ausgewogene Taktik des Quai d'Orsay der Diplomatie der Neuen Welt eine Schlappe beigebracht habe, durch die eine klare Hoffnung aller Völker gefährdet werden kann. Sinn und Tragweite dieser für die dauernde Befriedung der Welt sehr entscheidenden Vorgänge analysiert im Märzheft der „Europäischen Gespräche" (Verlag Dr. Walther Rothschild in Berlin-Grunewald) ein Dialog über den Briand-Kellogg-Pakt. Der Dokumententeil bringt zugleich die wichtigen deutschen Anregungen zur Lösung des Sicherheitsproblems für die Diskussion in Prag und Genf.
Mark bekanntgegeben. Es sind die- Pros. Dr. Arnold Mendelssohn in Darmstadt und Heinrich Kaminski in Ried (Bayern).
— „Pantheon". Monatsschrift für Freunde und Sammler der Kunst. Herausgegeben von O. v. Falke und A. L. Mayer. Verlag F. Bruck- mann A.-G., München. Vierteljährlich 7,50 Mk. Von dieser eben neubegründeten Kunstzeitschrift liegt uns das zweite Heft vor. Zweck der Zeitschrift ist. aus der Kunst aller Zeiten und Völker und aus allen Kunstzweigen besonders wichtiges und schönes, bisher nicht bekanntes Material an den Tag zu sördern, aus in- und ausländischem Privatbesitz, aus üerftedten öffentlichen Sammlungen, aus dem internationalen Kunsthandel usw. Aus dem Inhalt greifen wir weniges heraus und nennen zunächst eine prachtvoll bebilderte Abhandlung über die Fürstlich Hohenzollemschen Sammlungen in Sigmaringen, die Besprechung einer farbig wiedergegebenen bezaubernden „Verkündigung" vom Meister des Frankfurter Paradiesgärtleins, einen illustrierten Aufsatz von A. L. Mayer über neue Grecoforschungen. O- v. Falke zeigt das gotische Elfenbeinkästchen mit der Tristansage aus der Eremitage in Petersburg, bann die sehr schönen mittelalterlichen gotischen Bildteppiche aus dem Kloster Wienhausen. 3m übrigen Inhalt wechseln prächtige mittelalterliche Plastiken mit Werken der Malerei der italieni» scheu, deutschen, holländischen usw. Schulen, einem herrlichen Beispiel südindischer Plastik. Kameen und weiteren kunstgewerblichen Arbeiten. Den Abschluß bilden wieder Berichte über bemerkenswerte Vorgänge ujib Veränderungen auf dem Gebiete des Kunstinteresses aus aller Welt.
-- Die Rot des deutschen Buches bespricht in einem Aussatz „Heber die Rot der deutschen Wissenschaft und ein Mittel zu ihrer Abhilfe" Prof. Kurt Dreysig im Märzheft des „Kunstwart s" (Verlag Georg D. W. Eall- I wey, München), wobei es u. a. heißt: „In Hinsicht auf den Buchhandel hat sich in Deutschland seit dem Kriege eine Umwälzung vollzogen, deren
Tragweite, ja Deren Dasein selbst der Oefsenk- lichkeit kaum bekannt ist und die doch für dageistige Leben unseres Volkes schwere Gefahren in sich birgt. Der Dücherabsatz hat in diesen Jahren ganz außerordentlich schwere Einbußen erlitten: der Verkauf der Bücher, vornehmlich der wissenschaftlichen, ist in einem Maße zurüdge» gangen, für das es in allen Vorkriegszeiten kein Seitenstüd weder an ilmfapg noch an Nachhaltigkeit gibt. Von vielen Erwerbenden und insbesondere von den schnell zu Reichtum und Wohlstand Gekommenen mag zugegeben werden, daß sie, wie dem Geist überhaupt, so Dem Buch in stumpfer Gleichgültigkeit gegenüberstehen. Aber daß es Tausende und Zehntausende williger Leser gibt, denen ein Buch ein Freund und ein köstlicher Besitz ist, daß ist ebenso gewiß. Nur. und das ist Me traurige Lösung der Frage: die Willigen können nicht Käufer sein, die Besitzenden aber wollen es zu östest nicht sein. ... Eine der ganz schlimmen Folgen dieses Vorganges ist die Lähmung unserer Buchverbreitung."
— Das Inselschis f. Eine Zeitschrift für die Freunde des Insel-Verlages. Neunter Jahrgang. Zweites Heft. Frühjahr 1928. Aus dem reichen Inhalt dieses stillen und vornehmen, stets hochliterarischen Periodicums sei im Durchblättern dies und das mit besonderer Empfehlung herausgegriffen', die Worte Hofmannsthals z.B. über Rudolf Alexander Schröder, und Schröders Sonette und seine Hebersehung der berühmten ersten Satire des Horaz. Friedländer steuert ein (jetzt besonders aktuelles) Kapitel über Dürer bei. Stefan Zweig gibt einen glänzenden Essai über Casanova. Von den Dildbeigaben: ein Selbstbildnis Dürers und eine wundervolle heilige Barbara vom Sterzinger Altar des Hans Multscher.
— „Junges Gemüse" ist die Dorfrühlingssondernummer der „Lustigen Blätter" (Dr. Ehsler & Co., Berlin). Roellinghoff erzählt die neuesten Lenzwitzchen. „Meine Sache mit Emil" ist ein ulkiges Erlebnis von Heinz Lorenz. Heiligenstaedt, Trier und noch viele andere haben mitgeholfen, diese Nummer besonders vielseitig zu machen.
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