Ausgabe 
28.11.1928
 
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scheu Theorien der Heiden Wiener Aerzte. Joseph Breuer und Sigmund Freud ungeschlossen Hut und gewöhnlich diepsychoanalytische' ge­nannt wird, geht zwar sicher in ihre' Einseitig­keit zu weit, wenn sie hinter allen solchen Sto­rungen des seelischen Gleichgewichts geschlecht­liche Erlebnisse sieht. Ein Kind kann auch durch völlig unerotische Erlebnisse, die es verheimlichen zu müssen meint, durch eine Lüge, eine Unehrlich­keit, eine vor den Eltern verschwiegene Schul- strafe, durch ungerechte Behandlung, ja Peini­gung seitens eines Lehrers oder Schulkameraden in schwere innere Bedrängnis gebracht werden, die sich in einem völligen Durcheinander seiner Seele auswirkt. Wir wissen, wie leicht wir un­wirsch, barsch, heftig, ausfallend und auffahrend sind, wenn uns etwas innerlich stark mit Be­schlag belegt, während wir unserer Umgebung über allerhand gleichgültige Alltagsdinge Rede und Antwort stehen sollen. Jeder Mensch, der verschwiegene Sorgen hat, wird dadurch schwerer umgänglich. Der eine mehr, ein anderer weniger. Das ist persönlich sehr verschieden. Beim Er­wachsenen, wie beim Kinde. Alle Dinge der Liebe nun, der geistigen, wie der sinnlichen ge­hören in erster Reihe zu denen, die vom Menschen Besitz nehmen, ohne es ihm zu erlauben, dies nach außen hin zu äußern. Kinder sind oft genug in erste heimliche Geschehnisse des Geschlechtlichen verstrickt, häßliche Versuchungen treten an sie heran, eine unflätige Redensart, der unerwartete Anblick sexueller Handlung vermag ein ahnungs­loses Kind tief aufzuwühlen, zu erschüttern und zu verängstigen. An manchen geht derlei spurlos vorüber, andere, gleichaltrige, bringt es aus den Fugen. Treten im kindlichen Alter Geistes­abwesenheit, scheues Wesen, äünwirschheit, Jnsich- gekehrtheit auf, so ist eine unauffällige Beob­achtung des Kindes immer ratsam. Aber es muß unterstrichen werden, daß sie nur unauffällig sein darf. Der heftigen, ungeduldigen Frage:Was hast du denn?" oder ähnlichen pädagogischen Mißgriffen verschließt sich die Kinderseele nur noch ängstlicher oder trotziger. Ein Kind zu Ge­ständnissen zu bringen, das seht eine ausgespro­chene Vertrauensstülung zu ihnen voraus. In dieser Vertrauensstellung der Erwachsenen zu den Jugendlichen ist ein großer Teil der angel­sächsischen Welt heute vorbildlich: Distanz und Autorität leiden darunter keineswegs, im Ge- gentell, sie sind viel solider verwurzelt, wenn sie nicht bloß äußerlich erzwungen sind. Aber es kann nicht genug davor gewarnt werden, in die psychoanalytische Einseitigkeit zu verfallen, und hinter allem immer nur geschlechtliche ülrsachen zu wittern. Es gibt auch rein geistige Röte im Leben imd Werden des Kindes, mit denen es zeitweilig, nicht fertig werden kann und die sich darum, wenn sie keine Aussprache und Lösung finden, zu Trotz verhärten. Der Bruch einer Freundschaft kann so wirken, aber auch das erste Herantreten von Erschütterungen religiöser Glau- bensrnhalte.

Es läßt sich keineswegs bejahen, daß für alle Fälle die Eltern die tauglichste Aufklärungs­und Lösungsinstanz sind. Wir wissen ganz genau, daß wir denen, die unsere Alltagsumgrbung bil­den, durchaus nicht immer Innerlichstes enthüllen mögen. An der Schwelle der Pubertät fangen die Kinder an, sich vor Eltern und älteren Ge­schwistern, vor Onkeln und Tanten, zu genieren. Sie genieren sich vor allem, mit ihnen öffentlich aufzutreten. Das ist ja ein sehr bekanntes Scheu- und Trvtzstadium der Jugendzeit. Es ist das menschliche Flüggewerdrn, die Loslösung aus der Pflegebedürftigleit, die sich am stärksten in der erwachsenen 2llltags Umgebung verkörpert In die­ser Phase ist es oft unmöglich, Vertrauen zu erzwingen: es wird einfach versagt, llnd die Eltern berührt es besonders schmerzlich, wenn dieses ihnen versagte Vertrauen Fremden ge­währt wird! ilnb doch, wie viele, ja wie tra­gische häusliche Konflikte könnten beendet oder gemildert werden, wenn die Eltern sich einsichts­voll ins Abänderliche fügen und eine Zeitlang von ihrem Kinde trennen wollten! Ich habe solche Trennungen geradezu Wunder wirken sehen. Am schwierigsten gestalten sich die Dinge oft zwischen Vater und Sohn, und zwischen Mutter und Tochter. Die Konflikte pflegen am fühl­barsten und unheilbarsten zu sein, da wo die Mutter ihre Tochter zu einem Manne, und der Vater den Sohn zu einer Braut zwingen will. Mit anderen Worten, es ist vor allem die Ver­gewaltigung des Lebensinhaltes der jungen Ge­neration, die in dieser die Rebellion entfacht.

An diesem Punkte ist jedes Kind ein schwer erziehbares, und das ist gut so. Schwererziehbar- keit ist hier ein hoher Wert, eine instinktmäßige Verteidigung des eigenen Daseinsrechtes. Es sind die weniger wertvollen Raturelle, die sich fügen, sich zerbrechen lassen: es sind die wertvolleren, die sich widersetzen und lieber dor­nenvolle, eigene Wege gehen, als sich fürs ganze

Leben in das von Vaker und Mutter gemachte Bett zu legen. Ein Weltg.'setz leuchtet an diesem Punkte vor uns auf: der ewige Kampf zwischen den benachbarten beiden Generationen, üleberall tritt Versteinung und Verstumpsung ein, wo dieses Ringen aufhört: es fordert seine Opfer, aber es ist ein ülrquell aller echten Entwicklung und Verjüngung, aller Erneuerung und Entfal­tung im irdischen Dasein: häufig wendet sich dabei das Vertrauen und die Trostbedürftigkeit der jungen Leute der vorletzten Generation zu, bei den Großeltern suchen sie gern, was sie bei den Eltern nicht mehr finden können. Wie die Ablösung der Kinder von den Eltern eine große vorwärtstreibende, so ist ihre Verbundenheit mit i>en Großeltern eine große konservative Tatsache, welche die Entwicklung des Menschengeschlechts auf dem unerschöpflichen Boden der Familie re­guliert. Fortschritt und Rückhalt ergän­zen sich in diesem eigenartigen Verhältnis je dreier Geschlechterfolgen. So manche unlösbar scheinende Erziehungsschwiirigkeit möchte in die­sem natürlichen Zirkel doch lösbar werden, wenn man ihn verständig in Anspruch nehme! äln- gezählte junge Menschen verspüren in den schwer­sten Jahren ihres Wachsens und Reifens als tiefe Wahrheit und Wohltat die Umkehrung eines berühmten Goethewortes aus dem ..Faust":

Wohl Dir, daß Du ein Enkel bist!

Wirtschaft.

Oie Konjunktur Mitte November 1928.

Das Institut für Konjunkturforschung berichtet in seinem soeben erschienenen Dierteljahrsheft: Der Kvnj unkt ura b schwu n g , der seit Herbst 1927 festzustellen ist, hat sich, wenn auch verlangsamt, fortgesetzt.

Produktion und Beschäftigung sind weiter rückläufig. Rach wie vor bewegen sie sich jedoch auf hohem Stand. Die Arbeitslosigkeit wird allerdings in den nächsten Monaten schon aus rein saisonmäßigen Gründen zunehmen. Die VerbrauchCumsätze sind wertmäßig gewachsen, mengenmäßig aber da die Preise der Fertig­waren gestiegen sind vermutlich etwas ge­sunken. Die Produttionsumsähe sind sowohl men­gen- wie wertmäßig zurückgegangen. Dieser Rück­gang hat zu einer zunächst noch geringen Eon- junllu.eilen Erleichterung des Geld­marktes beigetragen. In gleicher Richtung hat gewirkt, daß die Einfuhr gesunken und die Aus­fuhr gestiegen ist, die Passivität der Han­delsbilanz sich also vermindert hat. Eine Entlastung des Kapitalmarktes ist ncch nicht fest­zustellen.

Die Wirtschaftsbewegung der letzten Monate läßt auch jetzt keine Anzeichen für eine krisenhafte Vers chärfung des Ab­schwungs erkennen. Indessen ist durch Arbeits­kämpfe ein erhöhtes ülnsichrrheitsmoment in der Wirtschaft entstanden, das bei längerem An­dauern zu neuen Spannungen führen könnte.

*

* Die Aktiengesellschaften im Ok­tober. Im Oktober wurden nach der offiziellen Statistik 32 neue Aktiengesellschaften mit einem Aominalkapi al von 15 Millionen Mark in das Handelsregister eingetragen, gegen 30 mit einem solchen von 23,7 Millionen Mark im vorher­gehenden Monat. Von 61 Gesellschaften wurden Kapitalerhöhungen um insgesamt 119,5 Mill. Mark (im September 66 um 114,9) vorgenommen. Die bare Kapüalbeonspruchnng hat im Oktober erheblich zugenommen, da von den Kapital­erhöhungen nur ein verhältnismäßig geringer Betrag zu Fusionen und zur älebernahme von Sacheinlagen verwendet wurde. Die bare Ka­pitalbeanspruchung stellte sich im Oktober bei den Kapitalerhöhung?n um 119,5 Millionen Mark auf allein 102,4 Mill. Mark. Von 24 Gesellschaften wurden Kapitalh er abs ehungen um insgesamt 10,7 Mill. Mark vorgenommen. Aufgelöst wurden 59 Gesellschaften, von denen 7 noch keine 11m- stelluna des Kapitals auf Reichsmark vorgenom­men hatten. Die übrigen Gesellschaften ver­fügten über ein Aktienkapital von 17,34 Mil­lionen Mark.

Süddeutsche Rückversicherungs- A. - G., München. In der o. G.-D. der Süd­deutschen Rückversicherungs-A.-G., München, wurde beschlossen, von der Verteilung der be­antragten Dividende von 6 Prozent abzusehen, da auf Grund neuester Meldungen, wie der Vorsitzende ausführte, die Freigabeangelegenheit in Amerika noch lange nicht gellärt sei. Es schwebe hinsichtlich der der Gesellschaft gehören­den 90 000 Dollars kanadischer Bonds noch ein Prozeß zwischen der kanadischen Regierung und dem Treuhänder des beschlagnahmten deutschen Eigentums in Amerika wegen Herausgabe der Bonds an die kanadische Regierung. Das bisher

in Amerika befindliche Depot von 500 000 Dol­lars mühte, wenn das Geschäft in Amerika weiter­betrieben werden soll, auf mindestens eine Mil­lion Dollar erhöht werden. Aus dem Rein­gewinn von 192 018 Mk. werden nunmehr le­diglich 9000 Mk. an den Kapitalreservefonds überwiesen und der verbleibende Betrag auf neue Rechnung vorgetragen.

Adlerwerke vvrm. H. Kleher A.-G., Frankfurt a. M., dividendenlos? An der gestrigen Frankfurter Abendbörse erfolgte ein stärkerer Kursrückgang in den Kleyeraktien, die mit dem hohen Stand der Bankschulden und voraussichtlicher Dividend e?losigkeit für das am 31. Oktober abgelaufene Geschäftsjahr 192628 be­gründet wurde. Tatsächlich besteht, wie der Fwd. von Verwaltungsseite erfährt, noch der hohe Schuldenstand von etwa 13,5 Mill. Mark. Aller­dings müsse die Gesellschaft, die ohne Obliga­tionenkapital arbeitet, und ihren Jahresumsatz von 47 auf etwa 60 Mill. Marr erhöhte, mit Bankkrediten arbeiten. Wenn- man auch $u der . wohl zu erwartenden Dividendenlofigk.it wegen der erst begonnenen Dilanzarbeiten nicht Stel­lung nimmt, so dürften immerhin die beabfichtig- ten Maßnahmen zur Konsolidierung der hohen Bankschulden sich verzögern, wenn nicht schwie­riger gestalten.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 28. Nov. Tendenz: fester. Nachdem der gestrige Prämienerklärungstag ohne Schwierigkeiten überwunden worden ist, eröffnete die heutige Börse in f e ft e r Haltung. Etwas ver­mehrte Käufe von Publikumsseite und des Auslands regten an, so daß sich i n S p e z i a l w e r t e n r e ch t lebhaftes Geschäft entwickeln konnte. Da­durch ermutigt, schritt auch die Spekulation zu grö­ßeren Käufen, so daß überwiegend K u r s b e s s e - rungen bis zu 2 v. H. gegenüber der gestrigen Abendbörse eintraten. Auf den übrigen Märkten blieb das Geschäft jedoch klein, und im Grundton der Börse war eine gewisse Zurückhaltung nicht zu verkennen, da der unsichere Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse und der stark gesteigerte Report­geldmarkt am dortigen Platze einen gewissen Druck ausübten. Dagegen fand die weitere Zunahme der Arbeitslosigkeit, da diese teilweise saisonmäßig be­dingt ist, kaum Beachtung. Im Vordergründe des Interesses standen, wie schon an den Vortagen, die allen Favoriten. Besonders Schuckert mit plus 5,25 v. H., Gesfürel mit plus 4,5 v. H. und Bergmann sogar mit plus 6,5 v. H. waren stark gefragt. Hier sollen hauptsächlich größere Auslandkäufe eine Anregung geboten haben. Auch sonst gingen die Kursbesserungen am Elektromarkt, bis zu 2,5 v. H. Am Chemiemarkt bestand für Farben mit plus 2,75 v. H. größere Nachfrage. Scheideanstall waren bei minimalen Umsätzen behauptet. Montanwerte lagen still und stark vernachlässigt, jedoch waren bei den wenig zustande gekommenen Kursen Erholungen zu verzeichnen. Auch für Westeregeln machte sich mit plus 3,5 v. H. etwas regeres Interesse bemerkbar. Banken still und behauptet. Reichsbank, die vorbörs­lich bis 338 v. H. gehandell waren, gingen auf Ge­winnsicherungen zu Beginn des offiziellen Verkehrs auf 335,5 v. H. zurück. Am Automarkt lagen Adler­werke, die schon an der gestrigen Abendbörse 5 v. H. nachgaben, weiter stark vernachlässigt und erneut 3,5 v. H. niedriger. Schwächer lagen Hapag, Wayß & Freytag, Zellstoff Aschaffenburg. Renten geschäfts­los, bei knapp behaupteten Kursen. Im Verlaufe trat eine allgemeine Geschäftsstille ein. Auch die anfäng­lich stark bevorzugten Werte waren auf Abgaben der Spekulation, die zu Gewinnsicherungen schritt, ver­nachlässigt und durchschnittlich etwas niedriger. Die Grundstimmung blieb jedoch freundlich. AEG. blieben gut behauptet. Schuckert verloren 2 v. H., Licht & Kraft 1,5 v. H., Bergmann 2,5 v. H. J.-G.-Farben waren knapp behauptet. Adlerwerke waren weiter angeboten und erneut 1 v. H. schwächer. Am Geld­markt trat eine Erleichterung ein. Tagesgeld 6 v. H. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1942, gegen Pfund 20,351, .London gegen Kabel 4,8525, gegen Paris 124,09, gegen Mailand 92,60, gegen Madrid 30,09, gegen Holland 12,0775.

Berliner Börse.

Berlin. 28. Rov. Obwohl in der heutigen Morgenpresse eine Fülle ungünstiger Aachrichten zu finden war, eröffnete die offizielle Börse in freundlicher Grundstimmung. Begün­stigt durch fehlende Limite wurde der heute auf den Kursen liegende Report in den meisten Fäl­len wieder aufgeholt. Die Umsätze wurden aber hauptsächlich von der berufsmäßigen Spekulation getätigt, außenstehende Kreise beteiligten sich nur in Spezialwerten am Geschäft. Im Vordergründe stand wieder der Elektromarkt, an dem in Werten wie Bergmann, Siemens, Schuckert, Licht & Kraft usw. über den Report hinaus Gewinne erzielt wurden. Anscheinend wirkte der gute Reichs­bankausweis noch nach. Auch war man froh, daß der Ultimo so glatt vorbeigegangen

ist, denn auch der bevorstehende Zahltag fanrt kaum noch Schwierigkeiten machen, da die meisten Papiere zu den Liquidationskursen Plusdiffe­renzen aufzuweisen hatten. Reichsbankanteile, die vormittags stärker gesucht waren, eröffneten über­raschenderweise vollkommen unverändert, dagegen konnten Berger 6 Prozent gewinnen. Schwache Haltung zeigten Kaliwerte und besonders Auto­aktien. Adlerwerke eröffneten auf die Aussichten eines dividendelosen Abschlusses 6,75 Prozent nie­driger und lagen damit noch schwächer als ge­stern abend in Frankfurt. Deutsche Anleihen ruhiger. Ausländer geschäftslos, Anatolier aber schwächer. Der Pfaichbriefmarkt war noch un­entwickelt. Geld etwas gesuchter, besonders Tages­geld hatte infolge des nahen Ultimos bei 6 bis 8 Prozent einige Rachfrage. Die übrigen Sätze blieben unverändert. Im Verlaufe hielt die freundliche Stimmung an. Während sich aber in den Favoriten vereinzelt Realisationsneigung zeigte, konnten Papiere wie Deutsche Linoleum. Farben, Polyphon, Konti-Kautschuk. Dessauer Gas, Deutsche Atlantische, Hohenlohe (letztere auf Zinkpreiserhöhung), Oberkoks und R.W.E. bis 3proz. Gewinne erzielen.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 28. Rov. Der Frank­furter Produttenmarkt verkehrte heute ib ruhiger Haltung. Anregungen lagen nicht vor. Dir schwächeren Auslandmeldungen drückten auf die Stimmung, so daß Umsätze kaum zustande kamen. Rur geringe Rachfrage machte sich vonseiten der Mühlen für Brotgetreide bemerkbar. Das Mehl- geschäft war schleppend. Am Futermijtelmartt bestand t>on;eiten der Landwirtschaft für Roggen- fleie bei stärker erhöhtem Preise größere Rach­frage. Es wurden nofert: Weizen 23, Roggen 22. Sommergerste für Drauzwecke 24 bis 24 25. Hafer, inländischer 22,75 bis 23,75, Weizenmehl, süd­deutsches Spezial 0 33,75 bis 31, Roggenmehl 29,25 bis 30, Weizenkleie 13,50 bis 13,63, Roggen­kleie 14 bis 14,25. Tendenz ruhig.

Berliner Produktenbörse.

D e r 11 n, 27. Rov. Der Produktenmarkt zeigte heute einen etwas festeren Unterton, ohne daß sich jedoch gleichzeittg eine Geschäftsbelebung ein­stellen konnte. Trotz der festeren Meldungen von den überseeischen Terminmärtten lauteten die Cis- offerten für Auslandgetreide gegenüber gestern wenig verändert: das Interesse, namentlich dec Mühlen, bleibt auf nahe Ware beschränkt, wor­aus hervorgeht, daß nur für den dringendsten Bedarf gekauft wird. Das inländische Angebot von Weizen hat sich eher etwas verstärkt, aller­dings verharren die Verkäufer auf höheren For­derungen. die kaum durchzuholen sind. Roggen! ist nach wie vor knapp angeboten. Einige Rach- frage der Exporteure ist sowohl für Weizen als auch für Roggen weiter im Markte. Am Lie­ferungsmarkt stellte sich Dezemberweizen etwas niedriger, anscheinend im Zusammenhang mit dem etwas reichlicher herauskommenden -Angeboi. Die späteren Sichten und ebenso Roggen für alle notierten Lieferungsmonate erzielten dagegen höhere Preise. Am Mehlmartte beschränkt sich die Umsatztätigkett auf die Deckung des laufenden: Bedarfs, die Preise sind stetig. Hafer liegt ruhi­ger. Gersten weiter matt

Turnen, Sport und Spiel.

Helene Mayer

schlägt die italienische Meisterin.

Bei dem am Montagabend in Mailand ver­anstalteten internationalen Fechtturnier trat die deutsche Olympiasiegerin Helene Maner aus Offenbach a. M. der italienischen Meisterin M a « r i f a Cerani in einem Florettkampf über zehn Treffer gegenüber. Die Italienerin, die die in diesem Jahre erstmalig ausgeschriebene Florettmeisterschaft für Damen gewann, war der großen internationalen Erfahrung der deutschen Meisterin nicht gewachsen. Unter dem Beifall der zahlreichen Zuschauer konnte Helene Mayer mit 10:3 einen sicheren Sieg erringen.

Letzte Nachrichten.

Landrat v. Gilsa vorläufig seines Amtes enthoben.

Kassel. 28. Rov. (I2L Drahtbericht) Der Landrat des Kreises Kirchhain, von Gilsa, ist, wie von zuständiger Stelle bestätigt wird, von seinem Amte vorläufig ent­hoben worden. Ob eine endgültige Amtsent­hebung ftaftfinben wird, hängt von einer ministe­riellen Entscheidung ab. Die Gründe für diese Maß­nahme sind politischer Jlatur.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuh 8 Prozent

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Berlin. 27. November

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4% Ungarische SlaatSr. v. 1910 <H% beSgi. von 1919 ...

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111,94 111,96 112.19 10.559

21,99 20,a(k 4,1970

k>,42 -0,85 67,65 1,935

0,5025

39.02 12.437

7.382 73,19

1,023 18,73

61,44 2,106

5,435 4,20o

4,294

20.885

168,33 1,707 j8.26

111.76 111,77 112,60

16,54 21,055 20,»31 4,1965 Lo,v85 56,720

u7,53 1.924

1.5605

58,-15 12.41

7,363 <3,66 -.026

18.71

81,27 2,104

5.425

4,1945

4,286 30.865

168,67 1.771 58.-8

111,18 111.99

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16.56 21,995 20,o,l 4.1985

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67,67 1,928

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59, 35 12,438

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4,294

1 W.895

Berlin. 27. November

'»eld

iörxer

Amerikanische Note» ..... Belgstche Noten ....... Dänische Rorcu . ....... Englyche Raren........

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58,13

111.48

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4713 68,37 U1.92 <0.c83