Ausgabe 
27.6.1928
 
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an die Techniker unter den Städtern, ge­nauer an die Techniker unserer L a n ö - maschinenindustri«, die Maschinen Her­stellen, mit denen dec Bauer ohne viele Arbeits­kräfte die Erntearbeit in ebenso vielen Tagen wie sonst Wochen bewältigt.

Bei diesen Maschinen handelt es sich im we­sentlichen um Mähmaschinen für Getreide und Gras sowie um die zur Heubereitung dienenden Maschinen. Bei den Mähmaschinen unter- scheidet man drei Arten, nämlich Bindemäher, Getreidemäher und Grasmäher. Der Bindc- mäher ist die Maschine des landwirtschaftlichen Mittel- und Grohbctriebes. Er schneidet das Getceide, bindet es in Garben zusammen und wirft diese außerhalb der eigenen Spur auf das Feld ab. älnfer Bild 1 zeigt einen neuzeit­lichen, vom größten deutschen Crntemaschinen- toerf, der Kruppschen Landmaschinenfabrik ge­bauten Bindemäher, der zu Tausenden in der Landwirtschaft verwendet wird.

Die gängigsten Schnittbreiten dieser Maschine sind fünf und sechs Fuß. Der Fünf-Fuß-Binder leistet unter normalen Verhältnissen etwa 0,6 bis 0,7 Hektar in der Stunde: er wird, je nach Gelände und Bodenbeschaffenheit, mit zwei bis drei Pferden gefahren, kann aber auch einzeln oder zu mehreren hinter einen Schlepper gehängt werden. Ieder der schräg gestaffelt hinterein­ander laufenden Binder läßt sich mit einer be­sonderen Binderlenkeinrichtung vom Schlepper- sührer einzeln ins Getreide und aus diesem I crauöfafjrcn. Am vorteilhaftesten sind für Schlepperzug die größeren Binder von sieben

Bild 4.

und acht Fuß Schnittbreite. Der Bedienungs­mann des Bindemähers kann alle wichtigen Stell­hebel von seinem Sih aus leicht und bequem handhaben. Tur bei Lagergetreide ist eine zweite Hilfskraft notwendig, um Die Frucht mit einer Holzpabel auf die Plattform zu bringen, eine Arbeit, die bei stehendem Getreide Der Haspel allein besorgt.

Ein neuartiger Deutscher Bindemäher ist Der von Krupp heraukgebrachte Zapfwellen- binDer, dessen Getriebe nicht, wie bei Den anderen Bindern, durch das Hauptrad, sondern durch den Schleppermotor angetrieben wird. Die Berwendung des Zapfwellenbinders bietet Die Möglichkeit, mit dem Schlepperführer allein Die Mäharbeit zu verrichten, Da bei gut stehender Frucht, Die keine Verstellung des Binders wäh­rend der Mäharbeit erfordert, Der Bedienungs­mann auf Dem Zapfwellenbinder fortfallen kann.

Bei Ableger-Getreide mäher, kurz (5>?treidemäher genannt (Bild 2). muh das ge­schnittene und von Den durch das Laufrad an ge­triebenen Rechenflügeln seitlich abgelegte Getreide von Hand zu Garben gebunden werden. Zum Be- trieb eines Getreidemähers von fünf Fuß Schnitt­breite, der stündlich eine Fläche von 0.60,7 ha . mäht, sind zwei Pferde erforderlich. Für bergi­ges Gelände und für andere Gegenden, wo t größter Wert auf eine leichtzügige Ablege- maschine gelegt wird, gibt es einen leichten ®e- F treidemäher von 1,2 Meter Schnittbreite, für Den ein Pferd genügt.

Der Grasmäher (Bild 3) ist die Maschine des landwirtschaftlichen Kleinbetriebes. Er wird in drei Größen hergestellt, und zwar als ein­spännige und zweispännige Maschine für Pferde­zug fowie als leichte Zwerspännermafchine für "Rindviehbefpannung. Bei Den Grasmähern hat sich im Lauf Der Jahre eine ziemlich einheit­liche Aussührungssorm herausgebildet, die in ihrer Einfachheit und Leistungsfähigkeit allen be­rechtigten Anforderungen genügt. Leichtzügig­keit, sauberer Schnitt und einfache, bequeme Handhabung sind hervorstechende Eigenschaften dieser deutschen Mähmaschine, Die mit einer leicht anbringbaren Zusahvorrichtung auch zum Getreideschnitt benutzt werden kann.

Außer Den von Tieren zu ziehenden Gras­mähern ist noch Der Kruppsche Motorgras­mäher (BilD 4) zu nennen, dessen luflgekühlteG Benzinmotor etwa sechs Pferdestärken leistet. Diele Maschine kann auch als Schlepper für Heuwender. Säemaschinen usw. sowie zum An­trieb ortsfester Häckselmaschinen, Holzschneide-

maschinen, Schleifsteine usw. Dienen und sogar beim Hacke.i und leichten Pflügen wertvolle Ar­beit leisten.

Maschinen, Die beim Wenden von Gras und Heu und beim Zusammenbringen des Heues Die Handarbeit ausschalten, sind Die GabelheuwenDer, Die Trommelheuwender und Die Pferderechen. Der Trommelheuwender iBildb) ist ein Patentheuwender, vereinigt mit einem Schwaden­rechen. Bei her Wendearbeit stehen Die mit einem Handhebel schräg gestellten fedemden Stahlzinlen Dfcr Trommel gleichlaufend zur Fahr­achse: das Heu wird so in Der ganzen Trommel­breite gleichmäßig gewendet. Zur Umstellung auf Schwadenrcchenarbeit genügen wenige Handgriffe. Die Trommel steht dann in einem Winkel von etwa 45 Grad zur vorderen Zahrachse, Die Zinken stehen nicht mehr schräg, sondern senk­recht. 3eDe folgende Zinkenreihe erfaßt das Heu, das von Der vorhergehenden seitlich ab­gelegt wird und befördert cs weiter, so dah es schließlich in Der ganzen Arbeitsbreite des Aechens zu einem schmalen Schwaden zusammen­gerecht wird, der gleichlaufend zur Fahrtrichtung liegen bleibt.

Beim Gabelheu Wender (Bild 6) erfassen fünf ober sechs gelenkig angebrachte Gabeln das Heu von unten und werfen cs ziemlich hoch in Die Lust. Es wird dadurch kräftig geschüttelt, gründlich gelüftet und bleibt Dann lose liegen, so daß die Luft cs gut austrocknen kann.

Beim vollfelbsttätigen Pferderechen (Bild 7), Der je nach seiner Gröhe 26 bis 36 Federzinken hat, wird der gefüllte Korb vom Führersitz aus durch einen Fuhhebel spielend leicht gehoben und entleert. Der Korb stellt sich dann nach dem Entleeren wieder selbsttätig zur Arbeit ein.

Durch schärfste Erprobungen, durch Vergleichs- Versuche und Sachverständigenurteile, nicht zuletzt aber auch durch Die Ergebnisse des Dauer­gebrauches ist einwandfrei festgcstellt, dah die von der deutschen Grohindustrie gebauten Ernte­maschinen nicht nur nach Auswahl und Gute der Werkstoffe, sondern auch in ihrer Durchbildung und werkstaltmäßigen Ausführung allen aus­ländischen insbesondere auch Den amerikani­schen Maschinen mindestens gleichwertig, ja, in yianchen Punkten sogar überlegen und jeden­falls den deutschen Verhältnifsen besser angc- paßt sind.

Energicgewinnimg aus Kläranlagen.

Seit Ende 1927 ist in Birmingham in England eine Cnergieerzeugungsanlage in Betrieb, Die als Betriebsstoff ein Gas verwertet, das Wohl bisher nirgends in diesem Zusammenhang aus- gcnuljt wurde. Die Anlage besteht aus einer gewöhnlichen Gasmaschine von 150 Pferdestärken und einem Wechselstromerzeuger von 100 Kilo­watt bei 4000 Volt Spannung. Diese Gasmaschine wird durch ein Gas gespeist, das aus einer Vor­kläranlage gewonnen wird. Diesem Zweck dienen 144 Gassammler, Die auf Dem Klärschlamm schwimmen. Die Vorkläranlage faßt ungefähr 112000 Raummeter Schlamm. Die das Gas sam­melnden Behälter sind durch 6 Meter lange und 4 Meter breite Rahmen zu einer Art Eisen- betonftoß rerbunben. Die senkrechten Seiten­wände dieses Floßes tagen etwa 60 Zentimeter nach oben und nach unten, so daß auf der unteren Seite ein Hoblraum entsteht, in Dem das aus Dem Klärschlamm entweichende Gru­bengas gesammelt wird. Von hier gelangt das Gas in einen turmähnlichen Aufbau in Der Mitte des Floßes, aus dem es weitergeleitet wird. Die Erzeugungskosten sind sehr gering. Die gewonnene Gasmenge wird mit 440 000 Raummeter angegeben. Würde diese Gasmenge restlos ausgenuht werden, so erhielte man rund 7,3 Millionen Kilowattstunden.

Vanadiumvorkommen.

Vanadium ist ein in Der Ratur verhältnis­mäßig weit verbreitetes Element, das sich viel­fach in ganz erheblichen Mengen in zahlreichen Gesteinen, wie Eisenerzen, Bauxiten, Phosphaten usw. findet und auch in Erdölen, Asphaltvorkom­men usw. austritt. Der Gehalt ist jedoch zu ge­ring, um nach Den bis jetzt bekannten Gewin­nungsverfahren eine lohnende Ausbeute zu ge­statten. Der Hauptteil des Weltbedarfs, etwa ' wird von einer einzigen in Peru liegenden Danadiumgrube gedeckt. Hier findet sich ein schwefelhaltiges Erz, das sonst nirgends auf der Welt vorkommt. Der Abbau gestaltet sich sehr schwierig. Die Grube gehört einer amerikanischen Gesellschaft, so daß Amerika tatsächlich den Va- naDiumweltmarkt beherrscht. Die anderen wich­tigen Danadiumfundorte liegen in Südafrika und

in Den Bereinigten Staaten Denn auch ein endgültiges Urteil über Die Zukunftsausfichten der afrikanischen Gruben verfrüh^ ist. so kann man von den in den Vereinigten Staaten sagen, dah ihr Betrieb notleidend geworden ist, seitdem das Radium, das bisher den wertvollsten Be­standteil bildete, auf billigere Weise in den neuen Vorkommen von Katanga im belgischen Kongo gewonnen werden kann. Die Erzvor­räte in Peru lind jedoch so groß, daß der Weltbedarf an Vanadium für Die nächsten hun- deri Jahre daraus gedeckt werden kann.

Wirtschaft.

)ieichSbank-AuSwelS vom 23.3uni.

Der Ausweis der Reichsbank vom 2 3. Juni zeigt einen Rückgang Der gelern­ten Kapitalanlage in Wechseln und Schecks, Lombards und (Sficften um 114,8 Millionen auf 1982.1 Millionen Mark: im einzelnen haben die Bestände an Wechseln und Schecks um 63.9 Millionen auf 1860.9 Mill. Mk.. Die Lombard- bestände um 50,9 Mill, auf 27.2 Mill. Mk. ab­genommen. Die Effektenbestände blieben mit 94,0 Millionen Mark unverändert.

An Reichsbanknoten und Renten- bankscheinen zusammen sind 149.8 Mill. Mark in Die Kassen Der Bank zurückgeflollen, und zwar hat sich Der Umlauf an Reichsbank­noten um 132.6 Millionen auf 3906,7 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 17,2 Millionen Mark auf 541.2 Millionen Mark ver­ringert. Dementsprechend und unter Berück­sichtigung. dah in Der Berichtswoche Renten­bankscheine in Höhe von 7.3 Mill. Mk. getilgt worden find, haben sich Die Bestände Der Reichs­bank an Rentenbankscheinen auf 58.4 Millionen Mark erhöht Die fremden Gelder zeigen mit 512,7 Will. Mk. eine Zunahme um 40,9 Millio­nen Mark.

Die B e ft ä n d e a n G o ld und deckunqsfähigen Devisen insgesamt find mit 2307,5 Millionen Mark ,1m einzelnen die Goldbestände mit 2062.2 Millionen Mark, Die Bestände an Deckungsfähi­gen Devisen mit 245,3 Mill. Mk. auSgewielen. Die Deckung der Roten durch Gold allein erhöhte sich von 51,1 Prozent in der Vorwoche auf 52,8 Prozent. Diejenige Durch Gold und Deckungsfähige Devisen von 57,3 Prozent auf 59,1 Prozent.

* Amerika-Anleihe des Ruhrv er­bau D e s. Zu einer Reuhorker Meldung über eine Anleihe Des RuhrverbanDes erfährt WTB.» HanDelsDienst von zuständiger Stelle, dah Ver­handlungen über Die Aufnahme einer Dollar- anleihe mit amerikanischen Bankiers ftattfinDen, über Deren Ergebnis jcDoch nichts mitgeteilt wer- Den kann, Da sich Die Verhandlungen noch im Anfangsstadtum besinden.

* Internationale R o h st a h l g e m e i n- schaftDüfseldorf. In Der gestrigen Sitzung Der Internationalen Rohstahlgemeinschaft, Die im Stahlbof zu Düsseldorf ftattfanD. verständigten sich sämtliche Gruppen dahin, im Gedenken an den verstorbenen Präsidenten der I. R. G., Mährisch, seinen Rachfolger in der Arbed, Generaldirektor Meier, zu bitten, den ver­waisten Präsid:ntenstuhl in Der Internationalen Rohstahlgemeinschast einzunehmen, und zwar nicht für das lausende Geschäftsjahr, das am 30. September endigt, sondern auch für die fol­gende 3eit. Die zentraleuropäische Gruppe hat der Internationalen Rohstahlgemeinschaft mitge­teilt, daß fic Die Absicht habe, .sich im Rahmen Der I. R. G. in Drei ilntergriu>iÄni au teilen, und zwar inline tschechische, österreichische und unga­rische. Man hat einen Unterausschuß gebildet. Der eine Prüfung der sich aus' der Tagung er­gebenden Fragen vornehmen soll. Das Pro­duktionsprogramm soll im bisherigen Umfange auch für das nächste Vierteljahr fortgesetzt wer­den. Im übrigen sanden die Regularien ihre Erledigung.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 27. Juni. Tendenz: fest. Nachdem schon an der gestrigen Slbenddörse die Stimmung freundlicher war, eröffnete die heutige Börse in f e st e r Haltung. Die Stimmung war sehr z u o e r s i ch t l i ch , da der Ultimo als glatt überwunden gilt und der feste Verlauf der gestriaen Neuyorker Börse nicht ohne Einfluß blieb. Günstig ausgenommen wurde die weitere Entlastung des Reichsbankinstituts. Da aber die Beteiligung des Auslandes und der Bankkundschaft noch sehr gering war, konnte das Geschäft kein größeres Ausmaß annehmen. Die Umsätze beschränkten sich auch heute zinneist auf einige Spezialwerte, so daß gegenüber der gestrigen Abendbörse im allac- meinen Kursbessenmgen vis zu 3 v. H. festzustellcn

waren. An der Spitze der bevorzugten Zierte logen wieder die Äaliafticn, die Gewinne bis zu 7 o. H. zu verzeichnen hatten. Westeregeln plus 7 v. H.. Aschersleben plus 4.75 v H., Salzdetfurth plus 4 v. H. Auch Den Zcllstofswerten wandle sich verstärk, irs Interesse zu. Waldhof konnten bei lebhasten Umsätzen 6,5 v. H., Zellstoff Aschaffenburg 4,5 o. H. gewinnen. Am Farbenmarkt zogen Farben 2,5 o. f>. an, da hier die wahrscheinliche Emsührung der Far- benbonds-Aktie an der Ncuporker Börse günstig be­urteilt wurde, edjcibeanftalt zogen 2,5 o. H. an. Am Tlontanmarft blieben die Umsätze ziemlich klein. Nur 3)arpcner und Mannesmann waren mit >e plus 2 n. 5). etwas bevorzugt. Rheinische Braun- kohlen eher angeboten und nur knapp behauptet. Schifsahrtswerte lagen bis 2 v. H. höher. Don Elek- troircrten lagen Ges für el mit plus 4,75 v. H.. Sie­mens mit plus 4,5 o. H., Schuckert mit plus 3.5 o. H. etwas stärker begehrt. Rcichsbank bis 3 v. f). erhöht. Am Rentenmarkt war das Geschält nur klein. Deutsche Anleihen eher angedoten und etwas schwacher. Ausländer still, aber behauptet. Rege Nachfrage hatten Goldrumänen mit 20,90 o. 3). Geld. 3m Verlaufe blieb die Tendenz fest, das fBe» ichäst wurde aber ziemlich klein und beschränkte sich wieder nur auf «pezialweNe. Die^Kurse konn­ten jedoch im Verlause zum Teil noch etwas an- ziehen. Stärker gefragt und erneut 3 v. S). gebessert waren Reichsbank. Am Geldmarkt war Taqesqelh etwas gesucht. Der Sag hierfür wurde auf 6,5 v. H. erhöht. Am Devisenmarkt lag das Pfund internatio­nal schwach. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,1840, gegen Pfund 20,40. London gegen Kabel 4,8760, Paris 123,95 fest. Madrid 20,45. Mailand 92,75, Holland 12,1050.

Berliner Börse.

Berlin, 27. Juni. Auch für die heutige Börse war viel Anregung nicht vorhanden. Ls genügte aber schon, daß nichts Ungünstiges bekannt wurde,' um die freundliche Stimmung 311 erhalten. Der Ultimo ist überwunden. Günstig beurteilt wurde Der heute veröffentlichte Reichsdankauswei». der eine Verringerung der Wechsel- und Lombard- beftände um etwa 115 Millionen und der Noten um etwa 130 Millionen brachte. Die Sorgen um Die Entwicklung des Geldmarktes haben etwas nach­gelassen. Auch für den Zahltag am 29. werden keine Schwierigkeiten erwartet. 3m allgemeinen wiesen die ersten Kurse 1- bis 3-D.-5). Befestigungen auf, aber nur bei Spezialwerten betrugen die Gewinne bis zu 10 v. Sj. Mit Ausnahme dieser Werte hat auch das Geschäft nicht wesentlich an Umfang zu- genommen. Bayerische 5)ypotheken- und Wechsel­bank wurden heute erstmalig per Termin gehan­delt. Bei Feldmühle entwickelte sich schon ein leb­hafter inoffizieller Terminhandel, nachdem bereits der erste Kurs 11 v.H. höher lag. Waldhof plus 8 0.5)., Polyphon plus 9 v. H., Kaliwerte 5 bis 7 v.H. höhet. Glanzstoff plus 8,5 p. Sy, Deutsche Waffen lagen, trotz des ungünstigen Geschäfts­berichts, der sich eine scharfe Kritik gefallen lassen mußte, weiter fest: anscheinend hält man die Oppo­sition für stark genug, denn im Derlanfe zog der Kurs um weitere 3,v5 d. Sy an. Auch bie Jogen. Löwensteinwette konnten im verlause ihre Steige­rung bis zu 10 0. Sy sortsetzen, da die Schwierig­keiten bei diesem Konzern angeblich behoben sind. Polyphon lagen weitere 6 v. H. höher. Kaliwerte und Zellstoffwerte blieben lebhaft, und auch sonst zogen die Kurse eher weiter an. Deutsche Anleihen ruhig. Ausländer nicht einheitlich. Anatolier und Türken eher schwächer. Bosnier und Rumän« eher etwas fester. Pfandbriefmarkt unverändert. Der Geldmarkt war eine Kleinigkeit leichter. Tages- gelb 5,5 bis 6,5 v. Sy, Monatsgeld 7,5 bis 8,5 v iy Warenwechsel etwa 7 v. Sy

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 27. Juni. Der heutige Frankfurts Probuktenmarkt verkehrte in äußerlt ruhiger Haltung. Das Geschäft ist nach wie vor klein, die Preise konnten sich bei ruhiger Ten- Dm gut behaupten. Rur Futtermittel, so IDei- zenkleie, gaben geringfügig nach, ebenso Koggen* llete und Roggenmehl 0,25 Mk. ermäßigt W wurden notiert: Weizen 26,75; Roggen 28.50: inl. Hafer 27,75 bi« 28.25; Mai» (gelb) für Futterzwecke 24 bis 24.25; Weizenmehl, süd­deutsches Spezial 0. 36.75 bis 37,25. Roggen­mehl 38.25 bis 39; Weizenlleie 13,85; Roggen- lleic 16,25 bi« 16,50 Mk. Tendenz: ruhig

^us -em Amisvefkün-igungsblatt.

Das AmtsverkünDtgungsblatk R r. 46 vom 26. Juni enthält: Straßensperre - - Wahl der KreiStagsmitglieder für Den Streif Gießen. Einfuhr von Vieh au« stark verseuch- ten Gebieten. Maul- und Klauenseuche in Launsbach. Hauptkörung 1928. Kanalisation Der Gemeinden Langsdorf und Mainzlar. Dienstnachrichten.