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entspricht nicht mehr den gestellten Anforde­rungen der Deuzeit." 3m Jahre 1912 wurde die eine der beiden Schwestern wieder abbet i'.a und dann die Kinderfchule von einer Schwester ver­waltet, der ein Dienstmädchen beigegeben war. Dann kam der Krieg. 3n dem Gebäude der Kleinkinderschule wurde ein Lazarett einge° richtet. Die Schule wurde zuerst im christlichen Vereinshaus, dann in der Turnhalle untergc- bracht. Ter Unterricht wurde von hiesigen Frauen und Mädchen erteilt. 3m April 1917 kam dann wieder eine Schwester hierher, Frl. Lina D e - beling, die heutige Kinderschulschwester, die seit dieser Zeit mit großer Hingebung und vielem Erfolg die Aleiniinderschule leitet. Durch die 3 n f l a t i o n wurden auch allmählich die Kapi­talien b;r K.ein kinderfchule vermehr. Die Schule war in immer steigendem Maße auf die Zuwen­dungen der Stadt angewiesen. Durch Beschluß des Etadlvorstandes vom 14. Dovember 1922 wurde die Verwaltung der Kleinkinberschule dem städtischen Wohlfahrtsausschuß übet' tragen. Sie ist damit eine städtische Anstalt geworden. Durch den Geburtenausfall während oes Weltkrieges war natürlich auch die Zahl der Schulkinder stark zurückaegangen. Sie betrug im September 1922 beispielsweise nur noch 42. 3n den folgenden Jahren nahm sie jedoch wieder rasch zu und hat heute mit 88 Kindern fast wieder den alten Stand erreicht. Wie bereits erwähnt, wurde nach einem Dorstandsbericht vorn 3ahre 1907 das alte Kleinkinderschulgebäude schon damals als nicht mehr ausreichend und nicht mehr den neuzeitlichen und hygienischen Anforde­rungen entsprechend bezeichnet. Aus die'er Er­wägung heraus wird wohl der verstorbene Bür­germeister Völker Deranlas ung ,genommen haben, in der Sitzung des Stadtvvrstandes vom 16. März 1927 den Antrag zu stellen, ein neue» Kleinkinderschulgebäude zu errichten. Bereits in der gleichen Sitzung wurde dem An­trag mit großer Mehrheit zugestimmt und das Hess. Hochbauamt Gießen mit der Anfertigung der Pläne beauftragt, das seinerseits den Reg.- Baurat Schneider mit der Ausführung be­traute. Die Aufgabe des Hochbauamts war keine leichte. Galt es doch, die neue Schule mit dem von dem Denkmalpfleger unter Denkmalschutz gestellten alten Festungswalle so zu vereinigen, daß das Ganze zu einem harmonischen, zweckent­sprechenden Gesamtbild wurde. Das Hochbauamt hat sich in glänzender Weise seiner Aufgabe ent­ledigt. Die Bauleitung übernahm das Hochbauamt selbst. Oberbaurat Berth, Baurat Wagner und Oberbausekretär Brücke! haben in uner­müdlicher Tätigkeit ihr Bestes bergegeben und ein Werk geschaffen, das man ohne Zögern als eine Zierde der Stadt bezeichnen kann. Sämtliche Arbeiten wurden von ortsansässigen Firmen und Handwerkern ausgeführt, die damit den Beweis erbrachten, daß das Licher Handwerk auf der Höhe u nd jeder Aufgabe gewachsen ist. Dachdem der Bürgermeister allen am Bau Beteiligten herzlich gedankt hatte, betonte er u. a. noch: Die Errichtung des Gebäudes hat beträcht­liche finanzielle Aufwendungen er­fordert. Aber diese Aufwendungen sind für die aufwachsende 3ugenb, für die Zukunft der Stadt gebracht. Unsere Jugend zu lebensfrohen, brauch­baren und tüchtigen Menschen zu erziehen, das muh ja in jedem Gemeinwesen an der Spitze aller Aufgaben stehen. Und wie die junge Pflanze, so bedarf auch der aufwachsende Mensch besondere Pflege, braucht er Sonne und Licht. Eine sonnige, frohe 3ugenb, das ist es, was dem Menschen nachgeht bis inS späte Alter was ihri fähig macht, später auch schwerere Zeiten Dichter zu ertragen. An der Aufgabe, unseren Kindern diese schöne frohe Jugendzeit zu gewähr- fciften, hat besonders die Kinderschule einen Stoßen Anteil. Die alte Kleintinderschule hat ber 80 3ahre lang ihren Dienst gut getan.

Äber, wie sich im Lauf der Zeiten alle Ansichten ändern, so hat man auch heute ganz besondere Anschauungen über die Erfordernisse von Schul­räumen. Dicht nur bloße Zweckräume, reine Aufenthaltsräume sollen sie sein, sondern hoch, luftig und gesund und vor allem behaglich sollen sie Jein und schon äußerlich den ja sehr aufnahme­fähigen Kindern in frühester Jugend den Begriff des Schönen vermitteln. 3ch möchte hier dem Wunsche Ausdruck geben, daß sich in diesen Räumen auf lange Zeit noch viele gesunde fröh- llche Generationen unserer 3ugenb tummeln mö­gen, die dann in späteren Jahren dankbar der Stadt gebenten, die ihnen dieses Haus geschaffen hat und sich auch ihrerseits der Pflicht bewußt sind, die sie bann gegen ihre Jugenb haben.

Landkreis Gießen.

* Mainzlar, 25. Sept. Die Bruderschaft Altenmarkt des Jungdeutschen, Or­dens hielt am Sonntag in Mainzlar unter reger Beteiligung ihren 3. Sporttag ab. Um 9 Uhr vormittags begannen die Wettkämpfe zunächst im Schießen. Beim Gruppenschießen tour den folgende Preise errungen: 1. Preis: Gruppe Mainzlar, 2. Preis. Gruppe Fronhausen, 3. Pr.: Gruppe Marburg. Anschließend folgten die Einzeltoettkämpfe. bestehend auS 100- Meter-Lauf, 'Weitsprung, Keulenwerfen und Schießen. Hierbei wurden Sieger: 1. H. Dörr- beder. Marburg, 101 Punkte, 2. W. Weiß, Gießen, 97; 3. K. H. Weyganb, Marburg, 89; 4. A. Kreiling, Gießen. 87; 5. G. Klaus. Gießen. 81; 6. H. Quinner. Gießen. 78; 7. H. L. Pauly. Mainzlar und H. Schütz, Gießen, je 76; 8. L. Becker. Mainzlar. 70, 9. E. F. Hirsch. Gießen, 65; 10. E. Beck und K. Luft. Gießen, je 58 Punkte. 3n der4xl00-Meter-Staf- fel errangen die Jungbrüder von Marburg den 1. Sieg. Bei dem am Dachmittag ftatlftr.benben Wannschafts-Keulenwer en wurde eine Gruppe auS Marburg 1. Sieger. Hieran, wur­den drei Shrenschciben auSge.chossen. Die 1. errang Welker. Fronhausen, die 2. Karl Dingel, Mainzlar und die 3. Hch. Schäfer. Fron» hauscn. Bei den Sinzclwettkämpfen dür ten noch nachstehend gute Leistungen erwähnt werben: Dörrbecker. Marburg, lief die 100 Meter auf steiniger Straße in 1PM Sek. Es folgten H. L. Pauly. Mainzlar, mit 11's und Artur Kreiling. Gießen, mit 12 Sek.

Y Watzenborn-Steinberg, 25. Sept. Am SamStaaabend fanden sich die AllerSkame- raben deS Jahrgangs 1878 aus unterer Ge­meinde, wozu auch auswärtig 'Altersgenossen erschienen waren, zu ihrer Funszigerietet im .Goldenen Stern" zusammen 3n einer Be­grüßungsansprache gedachte Altersgenosse Pfarrer Stauvach der vielen, bereite Heimgegangenen Kameraden, zu deren Ehren man sich von den Sitzen erhob. Bei Musikdorträaen. gemein*amen Gesängen und Vorträgen ernster und heiterer Art nahm der Abend einen harmonischen Ver­

lauf. Am kommenden Sonntag spießt sich ge­meinsamer Kirchgang und eine photographische Aufnahme an.

00 Klein-Linden, 25. Sept. Die G e ° meindeob st Versteigerung von heute vor­mittag brachte trotz des nur geringen Obst-Er- tragS recht viele Interessenten auf die Beine. Zum AuSgebot kamen an Aepfeln einige Gold­parmänen, in größerem Maße Allendorfer Rosenäpfel und ganz vereinzelt hängende Mus­katreinetten, an Dirnen waren nur Pastoren Hirnen vertreten. Für Aevfel wurden je Zent­ner am Daum 15 bi8 30 Mark bezahlt, ein­zelne gut behangene "Bäume kamen auf 60 bis 80 Mark, Dirnen galten pro Zentner 10 bis 20 Marl. Verhältnismäßig billig gingen die wenigen Ztoetschcn ab, meist pro Daum mit 20 Pfennig bis 1 Mark. Der Gesamterlös der Spätobstversteigerung beträgt 622 Mark, gegen 1200 Mark im Jahr 1927. Die meist aus Zwet- schen bestehende Obsternte deS alten Friedhofes, dessen Ertrag in die Kirchenkakse fließt, erbrachte rund 18 Mark, gegen 75 Mark im vorigen Jahr.

Lang-Göns. 25. Sept. Am Sonntag be­endete der hiesige Kriegerverein sein dies­jährige- Preisfchießen. Dachstehende

Landwirte das Welleck derselben Auch hielt manchen die Dreschmaschine noch zurück, die man allemhalben fimunen hört. Mit dem Eintreten kälterer Witterung hat nunmehr der volle Srnte- betricb eingesetzt. Das Auskarsten drr Kartoffeln hat sich hier ganz überlebt. Kleinere Bauern pflügen sie aus, während wohlhabendere immer mehr Kartoffelerntemaschinen anschas­sen. Wenn auch die Erträge nicht an die vor­jährigen heranreichen. so werden doch auf gutem Löhboden 90 bis 100 Zentner auf einem Dormal- nrorgen geerntet. Auf schlechteren Böden ist der Betrag allerdings infolge der Trockenheit wesent­lich geringer. Bei manchen Sorten hat sich der letzte Regen im August durch das Ansetzen zahl­reicher kleiner Knöllchen unangenehm bemerkbar gemacht.

s. Utphe, 25. Eept. Der Schulocrwalter Wil­helm Lehr von hier «erhielt, nachdem er üoer 21/2 Jahre infolge der Abbaumahnahmen keine dienstliche Verwendung finden konnte, nunmehr ein Dekret nach Bernsfeld. Kreis Alsfeld, wo ihm die Verwaltung einer einklassigen Schule übertragen wurde. Dach seinem Seminarabgang versah er den Vorbereitungsdienst an der hie­sigen Volksschule und legte vor Ostern dieses

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Schützen erhiellen Preise: 1. Preis Otto Binck, 34 Ringe; 2. Pr. Otto Rudolph, 34 Ringe; 3. Pr. Wilhelm Bopf, 33 Ringe; 4. Preis Wilh. Görlach, 33 Ringe; 5. Preis Friedrich Höfer, 33 Ringe; 6. Preis Wilh. Reusch, 32 Ringe; 7. Preis Wilhelm Dink, 32 Ringe; 8. Preis Karl Spies, 32 Ringe; 9. Preis Wil­helm Euler, 31 Ringe; 10. Preis Wilh. Mül­ler V!., 31 Ringe.

D Lich, 25. Sept. Von unserer werktätigen Bevölkerung wird es freudig begrüßt, daß am 1. Oktober die Firma Rinn & Lloo s-Heu­chelheim in unserer Stadt eine Zigarrenfa­brik eröffnet Rechnen doch viele Leute, die seither im Tagelohn tätig waren, im Winter aber keine Beschäftigung fanden, nun für dau­ernd auf ArbeitS- und Derdieustmöglichkeit Als Fabrikräume find die Räume der seitherigen Kinder schule in der Butzbacherstraße von ber Firma übernommen worden.

df. Langsdorf. 25. Sept Unser Schützen- verei n entfaltete in diesem Sommer e ne rege Tätigkeit Dachdem er am Sonntag, 9. d. M., fein Preisfchießen abgehalten hatte, fand in diesem Jahre auf Beschluß der Generalversamm­lung zum erstenmal Königsschiehen statt. Schützenkönig wurde der seitherige Schützen­meister. Schlos ermeister Hermann Lehrmund von hier. Dem Schützenkönig soll vom Verein eine entsprechende Medaille überreicht werden, die bei DereinSveranstaltungen zu tragen ist.

s. Trais-Horloff, 25. Sept. Am Svnn- tagDornrittag wurde unser Dorf durch eine Ex­plosion in der Dähe der Schwel- anlage erschreckt. Gewaltige schwarze Rauch­wollen stiegen noch etwa 10 Minuten lang an der Stelle in die Höhe und lockten zahlreiche Zuschauer herbei. Allem Anschein nach hatte sich auf den Schlackenhalden, wo die Kessel rückstände entladen werden, ein explosives Gemisch aus Kohlenstaub gebildet Seit der Inbetriebnahme der Schwelanlage war die Erzeugung von Braunkohlenbriketts vollständig einge­stellt worden. Seit kurzem wurde sie wieder auf­genommen. Die Briketts werden in umliegen- den Ortschaften der Zentner zu 1 Mk. angeboten unb. ba dieser Preis wesentlich niedriger als bei sächsischen Briketts ist, auch gut gekauft.

S 21 u- dem Horloff tal, 25. Sept Mit Rücklicht auf die große Hitze hatte in der vorigen Woche die Spätkartoffelernte hier nur fe&r AÖgernb eingesetzt Da bei der Verwendung t>on Kartoffellchlludern die Knollen längere Zeit aus ber Oberfläche liegen müssen, befürchteten die

Jahres feine Staatsprüfung ab. Dor den Herbstferien machten die oberen Jahrgänge unserer Schule einen Tagesausflug nach Schloß Braunfels und Wetzlar. (Erfreute schon die Wanderung durch die berg» und wald­reiche Gegend unsere Jugend, die ja auS der an landschaftlichen Reizen armen Wetterau kommt, so versetzte sie das Schloß Braunfels vollends in Entzücken, diese stolze Stammburg eines bis in unsere Gegend begüterten Fürstengeschlechts. Der Besuch Wetzlars gewährte den Schülern einen Einblick in mittelalterliche Bauweise und Be­festigungsanlagen, wahrend die Dombesichtigung ihnen ein Stück Stilkunde vermittelte. Die Wan­derung. ti; von herrlichem Herbstwetter begünstigt war, dürfte einen bleibenden Eindruck in den jugendlichen Gemütern hinter!assem

T Aus der nördlichen Wetterau, 25. Sept. Die Konto ff elernte hat jetzt allenthalben begonnen. Die Erträge sind im all­gemeinen besser ausgefallen, als man anfangs erwartete. In guten Lagen kann man immerhin noch von einer Mittelernte sprechen. Hutterkartoffeln, wie Vater Rhein unb Hassia, fmb wohl am besten geraten, während die här­teren Industrie nur eine schwache Mittelemte liefern. Im allgemeinen sind die Knollen gesund, faule K »rollen smd fast nicht vorzufinden Die Preise für Fettschweine. die bis auf 87 Pf. für das Pfund Lebendgewicht gestiegen waren, sind in den letzten Tagen auf etwa 70 Pfennig gefallen. Für ganz fette Schweine im Gewicht von über 3 Zentner besteht fast keine Dachs rage.

Kreis Friedberg.

OO Nieder - Flotstadt. 25. Sept. Der Zweckverband Wetterau hat vorige Woche feinen Wagenpark, der neben anderen Fahrzeugen schon zwei moderne Omnibusse um­faßte, um einen weiteren riesigen Omni­bus vergrößert. Der Wagen wurde von der Firma *Ben^ Gaggenau, geliefert, die Karosserie baute die Waggonfabrik Kastel-Mainz. Er um­faßt 50 Sitz- und 30 Stehplätze und hat drei Achsen. Da die Wetterbrücke n«h nicht fertig ist, müssen bei den ersten Fahrten, die über Bauern» heim gehen, leider Feldwege benutzt werden. Die Abnahme erfolgte am Mittwoch, am Donnerstag fand eine Probefahrt in den Odenwald statt, an der sich der Derbondsvorstand. sowie Ver­treter der beteiligten Gemeinden und Behörden beteiligten. Alle sprachen stch sehr anerkennend über den Verlauf der Fahrt und übet den neuen

Wagen auS. Hauptsächlich wird er die Strecke FriebbergBad-Rauhe im befahren, aber auch auf ben übrigen Strecken gut verwendet werben können. Vielleicht geht die Verbandsleitung mm auch an em weiteres Ziel der Fahrgäste, die Herabsetzung der Fahrpreise auf der Strecke FriebbergFlarsradt von 80 Pf auf ettoa 60 Pf., einen Ausfall an Einnahmen würde es, ba bann stärkere Benutzung licher ist, nicht geben.

: : P o h l - G ö n s. 25. Sept. In der Qladjt zum Sonntag wurden in ber hiesigen Fahrrad- Handlung die Türen auegehoben unb aus dem Lagerraum ein neues Fahrrad gestoh len. Die Täter müssen mit ber. Lokalitäten auf da­genaueste bekannt gewesen sein.

Kreis Büdingen.

Kohben, 25. Sept. Die hiesige Gemeinde verkaufte von ihrem an dem nördlichen Ende der Bismarckstraße in Oer Gemarkung Ridda ge­legenen Baugelände zwei Bauplätze an die Finanzbeamten Jäger unb Stroh in Ridda, ben Quadratmeter für 3 Marl. Die Käufer wollen darauf zwei Wohnhäupe p^-cr bauen lassen. Immer mehr rüden die Gebäude von Didda und Kohden zusammen, unb in absehbarer Zeit werben Dibba und Kohden zusaminengebaut sein. Das ehemals zum Gradierwerk 'Bad Salz­hausen gehörige Rathaus stand noch vor zwan­zig Jahren ganz allein zwischen Ridda und Koh­den. von jedem ber beiben Wohnplätze ettoa 500 Meter entfernt. Jetzt ist es ganz von Deu- bauten umgeben. Die Besitzerin dieses HauseS. Frau Kaufmann Tilly Wwe.. hat es nebst ettoa 4 Morgen anliegendem Grundbesitz kürzlich auf längere Zeit an einen Diplomingenieur aus Elberfeld verpachtet. Der Pachter tolll eine große Geflügelfarm hier errichten.

Kreis Schotten.

r~I Laubach. 25. Sept. Am Sonntag fand unter reger Beteiligung auf den neuen Schieh­st an den am .Ringelsberg" das diesjährige Ab- schießen des hiesigen SchützenvereinS (Schützenmeister Kaufmann Wilhelm K r e i d e t) statt. Auf der Festscheibe errang ben ersten Preis Uhrmacher Arnold Enders; auf der Preisscheibe wurde Erster: Förster Karl Becker. Jeder Schütze stiftete und erhielt einen Preis. Der Wanderbecher wurde von Duchbindern«ister Eduard Göbel errungen. Außerdem hatte Schüt­zenbruder Kreiskommifsar Poth bei ferner Ver­setzung nach Friedberg einen Becher gestiftet. Diesen errang Schütze Tanzlehrer Gustav Schneidt. Zwei beachtliche Funde wurden bei ber jetzigen Kanalisation gemacht: Unter ben Fundamenten der 1828 abgebrochenen Unterpforte ein alter großer Torschlüs- s e l, dessen Kamm 6 Zenttmeter lang ist bet etner Drelle von 3 Zerttimeter, außerdem ein kleinerer sehr alter Schlüssel, dessen Kamm die Form eines Hakenkreuzes, dessen Griff die Form einer Raute hat. Sein Stiel ist 10 Zentimeter lang.

y Gedern, 25. Sept. 3n kurzer Zell wird Gendarmeriehauptwachtmeister Pfeffer unsere Stadt verlassen, um nach seinem neuen Wirkunas- ort Gießen üoerzusiedeln. Dicht nur die Bevölke­rung unserer Stadt, sondern auch die dos gesam­ten Dienstbezirks sieht den ruhigen, gewissenhaften und streng gerecht denkenden Beamten nur ungern scheiden. Am nächsten Freitag feiert Joseph Fuld dahier seinen 9 0. Geburtstag in vol­ler geistiger und körperlicher Frische.

Kreis Alsfeld.

tef Alsfeld, 25. Sept. Die 'Bereinigung ehemaliger 116er von Alsfeld und Um­gebung veranstaltete am Sonntagabend im großen Saale des .Deutschen HauseS" ein großes QE i II* tärkonzerl, welches von dem gesamten Mu­si k ko r p s des l.Batl. 15. Inf.-Regt s. in Gießen unter persönlicher Leitung von Obermufifmeifter Löber auSgesührt wurde. Wie jedesmal, wenn die Gießener Mllllärkapelle kommt, war dies wieder ein voller Erfolg, der Saal war dicht beseht und die Zuhörer wurden wieder begeistert von ben exakten, künstlerisch bor- getragenen Darbietungen der Kapelle, die Herr Löber auf eine beachtenswerte künstlerische Höhe gebracht hat. Der erste Teil des Programms war dem Andenken Fran; Schuberts gewidmet und brachte die ewig schöne .Ouv rlüre zu Rosamunde" und die Balleilmusik daraus in fein empfundener Auffassung zu Gehör, während im zweiten und dritten Teile deS Progrannns die UiUerhaltungs- musik ihren Platz fand, wobei insbesondere daS Tongemälde .Ein Morgen in Sanssouci" stür­mischen Beifall auslöste. Der Reinerlös aus dem Konzert wird zum Besten des Fonds zur Unter­stützung in Dot geratener Kameraden verwendet. Das nächste Milllärkonzert soll im März nächsten Jahres stattsinben. Der Verein ehemaliger 116er erwirbt sich um die Allgemeinheit ein dankens­wertes Verdienst, daß er diese Mllllärkonzerte für Alsfeld ermöglicht. Der Turnverein AlS- s e l d hielt am Sonntag auf dem städtischen Fest­platz sein QI b t u r n e n mit Freiübungen, Schau­turnen sämtlicher Qlbteilungen, Volkstänzen ab, verbunden mit einem Pokal-Staffellauf, um ben vom Turnverein Alsfeld gestifteten Pokal. Dieser blieb im Besitz des Turnvereins Alsfeld. Olbends fand in der Festhalle Tanz statt.

Kreis Lauterbach.

$ Lauterbach. 25. Sept. 3m Anschluß an den von dem Obstbauverein ncranftaltetcn Gemarlungsrundgang, bei dem festgrstellt werden konnte, daß die Obflernte in diesem Jahre eine gute zu werden verspricht, fand in dem Delleck schen Saale eine Versammlung statt, in der Obstbautechniker Kur» einen Vortrag über »Obstbaumpflanzung und Obstbaump lege " hielt. Dach den Aus übrungen bei Referenten sand eine lebhafte Aussprache statt, bei der den Ver­sammlungsteilnehmern beachtenswerte Finger­zeige gegeben wurden, die sie für ihre eigenen Baumbestände beachten können. Die Anschaf» fung einer Daumspritze auf DereinSkosten wurde beschlossen, außerdem stellt der Verein demjenigen eine Belohnung von 10 Mark in Aussicht, der einen Obstdieb so bezeichnet, daß dieser der gerichtlichen Bestrafung -ugeführt werden kann.

- "Bermuthshain, 25. Sept. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr feierte am Sonntag ihr Stiftungsfest. Die Dachbarwehren waren hierzu in einer Stärke von ettoa 400 Wann erschienen. Unter Vorantritt der Kapelle ber Freiwilligen Feuerwehr Grebenhain zogen die Wehrleute mittags nach dem Viehmarktplatz. Bürgermeister P f a n n st i e l, Kreisseuecwehrin- spektvr Bechtold und Feuerwehrkommandant Schlot hau er hielten Ansprache^ woraus die Dermuthshainer Wehr ein Geräte- und Fuß- eKerzferen dorführte, das allgemeine Qlnerfemnmg

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