Ausgabe 
26.3.1928
 
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Warenkrediten. Dieser öaluo (geschäht auf 279 Mill. Mark) wird aber fast ausgewogen durch die zusätzlich an Rutzland gewährten Waren­kredite (etwa 200 Mill. Mark».

* 8prozen tige Deuts che Kommunal- Gold- Anleihe von 1928 Ausgabe 2. Der zum freihändigen Verkauf aufgelegte Be- trag von 25 Millionen Mark Zprozentige Deutsche Kommunal-Gold-Anleihe von 1928 Ausgabe 1 ist ausverkaust. Der Deutsche Sparkassen- und Giro­verband hat die ministerielle Genehmigung er­halten, eine neue Inhaberanleihe im Betrage von 50 Millionen Mark auszugeben. Die Preuhi- sche Staatsbank und die Deutsche Girozentrale

Deutsche Kommunalbank. Berlin legen hiervon einen Teilbetrag von 25 Million Mark kprozentige Deutsche Kommunal-Gold-Anleihe von 1928 Ausgabe 2 zum freihändigen Verkauf auf. Der Verkaufspreis beträgt 96 Prozent zuzüglich Stückzinsen vom 1.1.28 ab bis zum -Zahlungs­tage unter Abzug der Kapitalertragssteuer.

r D i e amtliche Grohhondelsindex- Ziffer. Die auf den Stichtag des 21. März be­rechnete Grohhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber der Vorwoche um 0,4 v. Sy Von 138,4 auf 138,9 gestiegen. Von den Hauptgruppen hat sich die Indexziffer für Agrarstofse um 0,7 v. Sy auf 132,4 (131,5) und diejenige für Kolonialwaren um 0.2 v. H. auf 130,7 (130,5) erhöht. Die Indexziffer für indu­strielle Rohstoffe und Halbwaren ist um 0,3 v. H. auf 134,0 (133,6) und diejenige für industrielle Fertigwaren um 0,2 v. H. auf 157,4 (157,1) ge­stiegen.

Frankfurter Börse

Frankfurt a. M., 26. März. Tendenz: -Zurückhaltend. Zu Beginn der neuen Woche herrschte wieder starke Zurückhaltung und Geschäfts st ille. Im Vordergrund der Be­trachtungen der Börse stand naturgemäß die morgige Ultimo-Liquidation, wobei es befriedigte, daß am Geldmarkt kurzfristiges Geld auch weiter in ausreichender Menge zur Verfügung stand. Die Spekulation schritt daher verschiedent­lich ^u kleineren Deckungskäufen: da aber auch verschiedentlich Prämienwarc herauskam. war die Kursentwicklung nicht einheitlich und im Vergleich zu den letzten Votierungen ü b e r - wogen die Abschwächungen im Ausmaße von 1 bis 2 Proz. Trotzdem war im Grundton eine Widerstandsfähigkeit nicht zu verkennen. Die Umsätze bljeben minimal, da die zweite Hand weiter fast vollkommen fehlte. Von Montan- werten verloren Gelsenkirchen, Harpener, Mannesmann und Stahlverein 1 bis 2 Prozent, dagegen konnten Rheinbraun und Rheinstohl 1,5 bzw. 0,5 Prozent anziehen. Am Banken- markt verloren Commerzbank 2 Prozent und Danat 1 Prozent. Deutsche blieben behauptet. I.-G.° F a r b e n eröffneten kaum verändert. Bonds nannte man mit 138,5 Prozent. Von Clektrowerten zogen Siemens auf Deckungen 1,5 Prozent an. Licht & Kraft plus 0,5 Prozent, dagegen büßten Gesfürel 2 Prozent und Rheinische Elektro 4 Prozent ein. Von Auto­aktien blieben Kleyer behauptet. Zellstoff-Wald­hof gaben 1,75 Prozent nach. Deutsche An­leihen etwas fester. Von Ausländern wur­den Zolltürken beachtet und fester. Im weiteren Verlaufe kamen LImsähe kaum noch zustande. .Einiges Interesse bestand für I.-G.-Farben, die etwas angezogen und Bonds, die bis 140 Prozent stiegen. Am Geldmarkt war Tagesgeld zu dem ermäßigten Satze von 5 Prozent reichlich angeboten. Monatsgeld blieb gesucht. Im De­visenverkehr notierte die Reichsmark gegen Kabel 4.1806, gegen London 20,418. Paris gegen London 124,02, Mailand 92,40, Madrid 29,05.

Bcrliue. Börse.

Berlin, 26. März. Die Tendenz der heutigen Börse war freundlicher. Ob die börsentechnische Situation gerade eine festere Welle zur Folge haben muhte, läßt sich kaum entscheiden, jedenfalls wurde zu den ersten Kur­sen gedeckt und es traten überwiegend kleine Kursbesserungen ein. DieLUtimovorberei- tungen gehen weiter. Reportgeld war zu 8 bis 81/« Prozent eher gesucht. Tagesgeld stellte sich auf 5 bis 7 Prozent, Monatsgeld V/2 bis 8'^ Prozent, Warenwechsel ca. 7 Prozent. Das Ge­schäft war aber nicht umfangreich und die Speku­lation verhielt sich abwartend, zumal Anregun­gen kaum Vorlagen. Die Kurse waren im all­gemeinen kaum verändert und wiesen selten Ab­weichungen über 1 Prozent auf. Einige Spe­zi a l w e r t e , wie Hammersen, Rheinische Elektro und Glanzstosf konnten 3 bis 5 Prozent an­ziehen. Heimische Anleihen nicht einheit­lich. Ausländer eher schwächer. Pfandbriefe geschäftslos. Rach den ersten Kursen traten trotz

Buntes Allerlei.

Erst kamen die Blusen, die Kleider. .

Kleines Stimmungsbild aus Berlin. Rennen wirsie" Lola. Also Lola, ein Mägdlein von Anmut und Grazie, voll Schick und Eleganz, geistreich und schlagfertig, kurz mit allen Vor­zügen eines begehrten jungen Mädchens ver­sehen, hat ihre besondere Art, und ihr beson­deres System, nach Dem sie ihren Verbrauch an Kleidern und alledem, was dazu gehört, deckt. Lola sucht Die vornehmsten und teuersten Ge­schäfte Berlins auf. gibt sich als Privatsekretärin eines bekannten Groheinkäufers aus, fragt an, ob ihr Chef noch nicht Da sei, hat jedesmal Pech, trifft ihn noch nicht an und wartet eben. Um sich Die Zeit bis zum Eintreffen des Chefs zu vertreiben, fängt sie ihrerseits schon an, in Den reichhaltigen Lagern Umschau zu halten, bittet dieses und jenes für Die Auftragserteilung zurückzulegen und Da sie, wie gesagt, über alle bestehenden weiblichen Reize verfügt, helfen ihr dabei Der Chef und das ganze männliche Per­sonal bis zum Lehrbuben. Lola macht sich keine großen Gedanken dabei, wenn sie bei diesem Aussuchen ab und zu mal eines der kostbarsten Stücke in ihren mitgebrachten Koffer in einem unbewachten Augenblick verstaut, auch Dann nicht, wenn ihr das Ausbleiben des Chefs zu lange Dauert und sie mit ihrer Beute schließlich ab- trudelt. ohne jemals wieder etwas von sich hören zu lassen. Lola hat auf diese Weise schon viel Glück gehabt, glaubte aber, wie das einmal bei Glücklichen immer Der Fall ist, daß es immer so weiter gehen würde, und das Geheimnis ihres Erfolgs niemals an Den Tag kommen würde. Das war der einzige Rachteil ihrer Vorteile. Sie wurde gefaßt, auf frischer Tat, als sie gerade wieder einmal dabei war. eine Musterkollektion einzupacken.

Berlins neue Moschee.

Die Reichshauptstadt Berlin ist nun auch in Die Reihe Der europäischen Großstädte getreten, die ihren mohammedanischen Einwohnern oder Be­suchern eine eigene Moschee bieten. Drei Jahre lang hat man gebaut, ehe der gewaltige weiße Kuppelbau vollendet wurde. Die Moschee ist von der Ahmat-da-Gesellschaft, einer Sektion in­discher Mohammedaner, die in Lahore ihren Sih hat. errichtet worden. Das Gotteshaus ist dazu bestimmt, den religiösen Bedürfnissen aller Mo­hammedaner ohne Unterschied der Rich­tung zu dienen. Im Stil hat sich der Architekt Hermann an indisch-arabische Vorbilder, insbe­sondere an den berühmten Tadsch-Mahal bei Agra gehalten. Man sieht eine große weihe runde Kuppel, die Den Hauptbau überragt, der etwa

des sehr kleinen Geschäfts fast allgemein wei­tere Besserungen ein. Einige Montanwerke, Siemens und Polyphon, wurden lebhafter um» gesetzt. Spritaktien zogen ca. 4 Prozent an.

FraEurtor Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 26. Mürz. Weizen liegt etwas ruhiger, dagegen ist Roggen außerordent­lich fest. Braugerste kam nicht mehr zum An­gebot, die amtliche Rotierung wurde daher ge­strichen. Cs werden nur noch ganz gute Quali­täten vereinzelt gehandelt. Sehr gesucht ist Hafer, gute Qualitäten werden sogar über die amtliche Rotierung bezahlt. Weizenkleie ist knapp und stark gesucht bei anziehenden Preisen, desgleichen Roggenkleie. Mais ist abgeschwächt. Geschäft kam nur wenig zustande. Es wurden notiert: Wei­zen 1 (gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs) 26,50 Mk., Roggen 27,25 bis 27,50, Haser (inl.) 27 bis 27,50, Mais (gelb, für Futter­zwecke) 24,25 bis 24,75, Mais (gelb, für andere Zwecke) 25 bis 25,25, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 38 bis 38,50, Roggenmehl 37,75 bis 38,50, Weizenkleie 14,75, Roggenkleie 15,75 bis 16,25, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 34 bis 60, Linsen (je nach Qualität für Speise­zwecke) 55 bis 110, Heu (süddeutsches, gut, gesund, trocken) 8, Weizen- und Roggenstroh (draht- gepreßt) 4,50, Weizen- und Roggenstroh (ge­bündelt) 3,25, Treber (getrocknet) 18 bis 18.25 Mk.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 26. März. Auftrieb: 1522 Rinder, davon 385 Ochsen, 79 Bullen, 671 Kühe, 380 Färsen: 553 Kälber: 75 Schafe: 5871 Schweine. Es notierten: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausge- mäftete, höchsten Schlachtmerts: jüngere 58 bis 60 Mark, ältere 54 bis 57; sonstige vollfleischige: jüngere 50 bis 53, ältere 42 bis 48; Bullen: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 53 bis 55; sonstige vollfleischige oder ausgemäftete 48 bis 52; fleischige 44 bis 47; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 45 bis 49; sonstige vollfleischige

20 Meter hoch ist. Er ist von zwei weißen Minaretten flankiert, die 32 Meter hoch und vom Hauptbau getrennt sind. In dessen Innern ist zunächst ein Vorraum, Dann der eigentliche Ver­sammlungsraum, dessen Wände und Decken zum Teil mit einfachen farbigen Ornamenten bemalt sind. Die Minarette dienen mehr stilistisch-deko­rativen Zwecken, denn von der islamischen Sitte, hier jeden Abend zum Gebet aufrufen zu lassen, will man absehen. Das Gebäude soll nicht nur zu gottesdienstlichen, sondern auch zu Vor­trags- und Versammlungszwecken dienen, ebenso auch zu Festen. Die Einweihung Der Moschee sollte ursprünglich durch den Af­ghanenkönig Aman Allah während seiner An­wesenheit in Berlin stattfinden, man hat aber aus verschiedenen Gründen davon Abstand ge­nommen. Außerdem soll der I m a n, der Geist­liche der Moschee, erst noch eine größere Reise nach Indien machen, und erst nach seiner Rück­kehr soll Der regelmäßige GottesDienst ausge­nommen tocrDen. Die ReichshauptstaDt ist mit Der Moschee zweifellos um ein sehenswertes Ge­bäude reicher.

Die italienische Nordpolexpedition.

Rach Mitteilungen aus Rom wird Kapitän Robile mit seinen Borbereitungen für Die RorDpolexpeDition, Die bekanntlich ihren Ausgang von S t o l p in Pommern nehmen soll, in Den allernächsten Tagen Den Start feines Luft­schiffes festfehen. Das Flugzeugmutterschiff, Das in Der Rühe von Spitzbergen ankern soll, um von Dort aus Der italienischen RorDpolexpeDition Hilfe leisten zu können, hat Italien bereits verlassen und Dürfte seinen Bestimmungsort in etwa vier­zehn Tagen erreicht haben. General Robile wirb voraussichtlich Mitte April in Stolp ein­treffen, wo Das Luftschiff vierzehn Tage bleiben soll. Es ist beabsichtigt. Die ..Italia" mit direkten Ku r s über SüddeutschlanD zu führen. Sie wird Dabei München unD auch Berlin passieren. Die VerhanDlungen zwischen Der italienischen unD deutschen Regierung haben Dazu geführt, Daß Die Reichsregierung General Robile voll st e Unterstützung bei feinem Unternehmen zugefagt hat. Die Frage Der Stel­lung von Deutschen Hilfsmannschaften ist in Der Weise gelöst, Daß 100 Mann Des in Stolp liegen­den Reiterregiments zu Den notwenDigen Ar­beiten bei Der Landung und beim Aufstieg ab» kommandiert werben. Das Luftschiff wird einen besonderen Wettermeldedienst erhalten, Der über Den Der Lufthansa gehörigen Flugplatz Stolp ge» leitet wirD.

oder ausgemäftete 40 bis 44; fleischige 33 bis 39; gering genährte 25 bis 32; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 58 bis 62; oollfleischige 53 bis 57; fleischige 48 bis 52; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 75 bis 81; mittlere Mast- und Saugkälber 65 bis 74; geringe Kälber 56 bis 64. Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- härnmel (Weidemast) 52 bis 56; mittlere Mast­lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 42 bis 51. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 54 bis 56; voll­fleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 55 bis 57; von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 55 bis 57; von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 54 bis 57; fleifchiae Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebend­gewicht 50 bis 54; Sauen 45 bis 50 Mark. Marktverkauf: Rinder ruhig und nahezu ausver­kauft. Kälber und Schafe ebenfalls ruhig, ge­räumt. Schweine mittelmäßig. Schwere fette Schweine schlecht verkäuflich.

Kunst und Wissenschaft.

Reger-Fest 1928.

Das nächste Reger-Fest, Das unter Leitung von Paul S ch e i n p f l u g vom 7. bis 10. Juni in Duisburg stattfinDet, wirb Diesmal besonders den Vokalkomponisten Reger berücksichtigen. Eine besondere Gesangs-Matinee bringt zahlreiche Lie­der, gesungen von Clara Wirz-Wyß (Zürich) und Cornelis Bronsgeest (Berlin), begleitet von Karr Hermann P i l l n e y , sowie verschiedene geistliche und weltliche A-cappella-®Ijöre, gesun­gen vom Rheinischen Madrigalchor unter Lei­tung von Walther Josephson. Das Schlußkonzert bringt Die beiDen Chorwerke op. 144,Der Ein» sieDler" unD das Den Gefallenen Des Weltkrieges gewidmeteRequiem" (Soli: Cornelis Brons­geest und Else D r ö l l - P f a f f) und zum Schluß Den 100. Psalm.

75. Konferenz der hessischen Dergwerksbetriebsleiter.

Vorige Woche tagte im Deaintenkasino des Gießener Braunsteinbergwerks, wir man unS Stricktet. Die 7 5. Konferenz Der Be­triebsleiter Hessischer Bergwerke. Entsprechend Dem besonderen Anlaß war die Zahl der Teilnehmer ungewöhnlich groß; ins­besondere waren auch das Ministerium für Ar­beit und Wirtschaft. Die Provinzialdirektion Oberhessen, das Kreisamt Gießen und die Dor- tie Handelskammer, sowie die benachbarten preu­ßischen Bergbehörden vertreten. Der Konferenz ging voraus eine Besichtigung der neuen Bade- und Wascheinrichtung für die Arbeiterschaft des Braunsteinbergwerks. Die einen wesentlichen Fort­schritt in der hygienischen Fürsorge bedeutet und für Die hessischen Verhält.iisse als vorbild­lich gelten kann.

Die Konferenz eröffnete Oberber^rat Köb - rich mit einem Rückblick auf Die Ergeb­nisse Der verflossenen Konferenzen. Airs Der reichhaltigen Aufzählung seien hier nur als wichtigste Punkte genannt die Ein­führung technischer Verbesserungen in den Be­trieben 'Benzolmotorei,, Karbidbeleuchtlmg, Elek­trizität, Sprengstoffe), die Organisation betrieb­licher Einrichtungen (älnfallhilfc, Rettungsdienst, Fachausbildung der Bergleute), Die Arwassung der Betriebe an die Reuerungen der sozialen Gesetzgebung aller Art (Arbeitszeit, Mehr- und Ueberarbeit, Betriebsräte, Schwerbeschädigte), allgemeine Kenntnis Der Grundlagen Des hessi­schen Bergbaus (Veröfsentlichungen, Kartenwesen, .Berggesetzgebung usw.). Die Entwicklung des hes­sischen Bergbaus selbst hatte Der Vortragende aus Anlaß Der diesmaligen Tagung in einen mit zahlreichen Bildern und Tabellen audge­statteten Druckheft übersichtlich dar gestellt, das bei der Konferenz ausgegeben wurde.

Im Anschluß an diese Rückschau befaßte fich sv- dann der größere Teil der Tagesordnung mit den künftigen Aufgaben und Pro­blemen des Bergbaus in Hessen. So sprach zunächst Prof. Dr. Harraffowitz» Gießen über die möglichen Lagerstätten im Hintergrund des Vogelsberges. Er­gab beachtenswerte Hinweise auf neue Fest­stellungen, die zur Erschließung von Eisenerz-, Manganerz- und wohl auch Braunkohlenvor­kommen anregen können. Für das südliche Hessen, namentlich das R h e i n t a l und seine Ränder, bot Oberbergrat Köbrich sodann ähnliche Mit­tellungen bezüglich der Möglichkeit des Vor­kommens von Gold, Erdöl und Salz, oder wenig­stens Sole, und ging namentlich auf Die nörd­liche Tiefe Des Rheintalgrabens zwischen Darm­stadt und Mainz ein. Hieran anschließend erläu­terte Oberregierungsrat Dr. Bernheim das Problem der landwirtschaftlichen Bo­dennutzung in dem soeben besprochenen Ge­biet, besonders die im Gange befindlichen Ent- wäjserungsarbeiten im Ried. Die wirtschaft­lichen Probleme des hessischen Eisen- erzbergbaus beleuchtete Dr.-Ing. Witte in eindringlichen Darlegungen in ihrer ganzen ge­genwärtigen Schwere, und fand damit nicht nur den Beifall der beteiligten Erzbergleute, sondern offentsichtlich starken Eindruck bei allen Zu­hörern, nicht zum wenigsten bei den Vertretern der Behörden. Hieran anschließend erörterte Bergrat Hundt noch die technischen Pro­bleme des hessischen Bergbaus, Die sich bei der Braunkohle hauptsächlich auf die Urgewin­nung aus der Lagerstätte und auf die Fördermög­lichkeiten, bei den Erzen außerdem aber auch noch auf die Anreicherung des Rohgutes erstrecken. Bei der Fülle der hier noch ungelösten Aufgaben konnte der Berichterstatter nur die wesentlichsten Probleme andeuten. Ihre Lösung wird dem Bergmann in Zu­kunft noch manche dankbare Aufgabe stellen. Eine solche Einzelausgabe erörterte zum Schluß Bergoer- Walter Freitag in der Besprechung des frost- freien Dynamits, das die hohe Gefahr der Winterkälte beim Umgang mit Dynamit ausschlie­ßen soll.

Vermischtes.

Line Frankfurterin als erste Rechtsanwältin am Kammergericht.

Frau Ella Auerbach, die Gattin eines Berliner Rechtsanwalts, ist als erste Rechts­anwältin am Kammergericht zugelassen worden. Ella Auerbach, Die Tochter des Frankfurter: Amtsgerichtsrats Dr. Levi, war als erste Referendarin im Oberlandesgerichtsbezirk Frank­furt a. M. tätig gewesen und hatte am 14. Fe­bruar d. I. in Berlin das Asfesforexamen be­standen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent. Lombardzinsfuß 8 Prozent.

_____________Datum

Dt «eichsanlethe v >92? Dt- Anl Ablös Schuld mit Auelol -Rechten

Desgl. ohne Auslos-Rechten 7°/o Franks Hop.-Bk. Go dpi unkündbar bis >932 iVt°/o Rheinisch» Hop -Bank Lwu -Goidps

AEG abg Borkrtegs-Ob- ltgarionen. ruckiablbar 1932

IVa Schwei, Bundesb.-Anl. 4°/0 Oefteretchische Goldne 1,20°/. Oeftert ich Silberne <7o Oesterreich dnheitl- Rte <°/o Ungarische Goldne 4°/« Ungarische Slaaisr. 6-1910 1'/,°/ desgl von 1913 4% Ungarische Kronenrte .

4°/u Türk. Follanleihc v 1911 4°/, Türk Bagdadbahr^Anl

Serie I

4°/0 deSgl. Berit 11 4% Rumänen convert Rie VI,0 o Rumänen Goldanl.

von 1913

Alla Deutsche Eisenbahn 4'/, Hamburg-Amerika Paket G Hamb -Südam Dampssch 8 Hansa Damvfschiff 6 Norddeutscher Lloyd 6 Allg Deutsche Eredtlanst. 10 Barm r Bankverein 10

Berliner Hanbelsacselllch. 12

Commerz- und Privat-Bk- 11

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Deutsche Bank 10

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Frankfurt a. M

Berlin

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Frankfurt a. M

Berlin

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Berlin

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Berlta. 24 März

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Belgische Roten ... .

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Dänische Roten . . . . .

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I 20.372

20.453

Devüenmartt DerlmFrankfurt a. BL

Berlin. 24 Mär;

Geld

"'"W '

französische 'Noten - - . .

(Ti*

16,54

Holländische Noten ....

168.06

168,74

Italienische Noten......

22,135

22,215

Norwegische Noten......

111,28

111,73

Deutsch-Testerr-, 5100 Kronen

58,67

58,91

Rumänische Noten......

2,58

2,60

Schwedische Noten......

111,88

112,32

Schweizer Noten.......

80,36

80.68

Spanische Noten.......

<0,20

70,48

Tschechoslowakische Noten . .

12,35

12,41

Ungarische Noten . .

72 75

73,05

Telegraphische Auszahlung.

24. März

26 Mär,

Amtliche Noti rung

Geld Brie'

Amtliche Notierung

Geld

Briei

Amst^Roir

168,34

168,68

168,28

168,62

Buen-Atrek

1,787

1,791

1.786

1.790

Brss.-Antw

58,265

58,385

58,27

58,39

brrttumia

111,53

111,75

111.49

111.71

Kopenhagen

111,99

112,21

111.97

112,19

Stoekbolm .

112,14

112,36

112,14

112,36

HelssngiorS.

10,52

10,54

10,518

10,538

Italien .

22,085

22,125

22,685

22.125

London. . .

20,398

20,438

20.393

20,133

Nennort . .

Paris....

1,1780

4,1860

4,1770

16,445

4,1850

16,443

16,,85

16,485

Schweiz . .

60,485

60,645

60,495

80,655

Spanien

70 18

70,32

70,13

70 27

Japan . .

Nio de Ian

1,973

1,977

1,988

1,992

J. 502

0.504

U.501

0.503

Wien tu

C*cft adgest

>8,78

58,1*0

-*8,775

08,895

Prag

12,38

12,40

12,378

12.398

Belgrad

7.351

7,365

73,13

7,355

7,369

«ndapest -

72,99

72,97

73,11

Bulgarien

3,019

3,025

3,019

3.0-25

8'ssabon

16,48

16,52

17.68

17.73

Danna..

Konss.mliu.

81,50

81,66

81,54

81,70

2,121

2,125

2,116

2,120

Alden

5,494

4,181

6,506

5.594

5,606

Tanada

4.189

4,181

4,189

Ure oae .

4,326

4,334

4,326

20.918

4,334

20,958

Un . . .

20.923

20,962