Ausgabe 
25.7.1928
 
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Aus dem Reiche der Krau.

Rasch, ehe der Sommer vorbei ist ...

Sh<te. gnädige Krau!

S,r wollen verrell«? 2lur »ilkn die nod> nicht genau, wohin? Sie träumen vom 3abener Vant>, irgendwo m einem verschwiegenen Wink', der Erdr tefttü vom Dihat lynveniio- nKler Gesetz« eines monMnen Kurort». da kür um so mehr Hatur und reine» Qlu*ieben kreier, schöner Menschlichkeit? Und ök erbitten meinen Hat al- R unbigen de» Landes?

Gnädige Krau, ich bekenne, ich bin ein Enihu- lieft, ein begeisterter Liebhaber diele» träum» hast schönen Stückchen» deutscher Erde Ich itebc diese» Land, da» ich durchstreift vom Schwaz- wald bi» zum Bodensee, ohne je bi» jur vrmu- duna gesättigt zu sein von fernem .-jaüber und her wundersamen Atmosphäre. dte über leinet Hillen Schönheit gebreitet liegt Bor allem hebe ich da« Aeckarwl mit seinen grünen Seligkeiten, die btni am teligftcn sind, wo sie abteit» her uiikdr.nglich angcftri*«km Derlen ruhen. Gc-

» wäre unrecht, all den I>.o!' v>> .v.11- orten und Städtchen die wie köstliche» Ge­ich.,i'-ide da« Neckar,al schmücken, da» Anrecht au* in.d>en (Romen zu beftreiten, von Hc-ll- htonn b » Heidelberg und wiederum von da hi» atxrboä) recht hd) wirslich Perle an Perle, unh hie Wahl fällt schwer wo man sich nieter- laften soll Doch ist die» vielleicht nicht von allzu grober Behebung, da ja die Gemeinden unb Tkrlebropercinc diese» Lande» im Bestreben tnettf.krn, ailerort» da» Beste zu bieten, und die Ikrlfbrepcrbinbungcn zu Wasser und zu Land» wirklich hervorragend gut sind, fo haft man hie vielen Äletnobicn diese» gesegneten tat# in wohldurchdachten wie improvisierten Aus- «lügen von jedem Standort au» bequem erreichen unh genieben kann

Wählcn Sie zum Beispiel Neckargemünd, da» vorzügliche Logis und Verpflegung bietet, oder da» clüflcmeinhete «Ucingcnninh, von wo au» sich da» ganze Tal erschließt und auch das ist wertvoll! wo elf Dampfer täglich den Berkchr zwischen Heidelberg, der Keinen, und Hedaiqcmünb bienen: Ich wette. Sie sind schon nach wenigen Tagen so vom Rhythmus dieser Landschast cuigcfiingcii. der zarten und doch ft> zwingenden Macht derselben verfallen.

Wei» brauchen wir in» AuEand zu gehen, um Herz unb Sinne zu erquicken mit fremd­artigen Genüssen, da uns die heimische Erde fo Köstlichem bietet? Ich sage das nicht au» billi­gem Patriotismus, Sie kennen ja meine Weltall- soele, gnädige Krau! Ich sage e» aus ehrlicher ileber^ugung unb au» Dankbarkeit für die edelsten frreuben, die (einerlei schalen Rach- geichmack hintevliehen, wie so manches, was ich im fremden Land genossen, sondern die gerade in der Erinnerung am süßesten schmecken Da« ist immer eine Probe auf ihre Echtheit.

Wirtlich, diese» Reckartal ist eine wonnige Inkarnation der deutschen Seele. Hinreißend in h.r leuchtenden Grazie der sanft geschwungenen Berge, m der bestrickenden Physiognomie feiner farbigen Flächen mit dem vielerlei Grün, vom zaitesten Pastell hi» zum dunkelsten Dann, ba- z.nilchen Raps selber in strahlendem Gelb, braune Acke, schollen und a ne in on en bestickte Wiesen bis un» ganz plötzlich der tiefe ömft einer fchter dramatisch bewegten Linienführung mit alten Raubneftern überrascht, die seltsam in die auagebreitete Lieblichkeit buvabguden und durch da» Gefilde strömt unbeirrbar das silberne Band de» ?kddi» hinab in die väterlichen Anne drs Rhein»l

Gnädige Krau, wollen Sie mir eine Kahn- fahrt mit Ihnen gönnen auf diesen sanften Wogen? Unh denken Sic an die romantischen Wanderungen nach den vielen, vielen Burgen!

Vom Dursten und vom Trinken.

Don Dr. meb. Edith von Kölhösiel, Gfodri Ottenburg.*)

Ich hab so Dürft! Wer kennt nicht diese» alte Lied, das alle Äinber an heißen Sommer tagen anstimmen? Unh wenn sie noch nicht sprechen fömien, fv verkünden sie ihre Ansprüche nur um so eindringlicher mit lautem Geschrei, bi» sic hochrot und in Schwerst gebadet sind. Die Ein- und Zweijährigen aber, die sich noch nicht fo recht klar werden über die Ursachen unange­nehmer Körper gefühle, die also ihren Dürft noch nicht gleich erkennen, werden plötzlich mitten im Spiel schrecklich ungezogen, zänkisch, weinerlich unh unerträglich- Wenn aber von fern ein Brun­nen ober eine Wallertone. eine Pfütze oder eine Gfestkanne sichtbar wird, bann sind sie auf ein­mal kaum zu halten und stürzen sich auf da« oft recht wenig einwandfreie Rast mit ungeheurer Gier. Mund und Hände müssen ersetzen, was an Trinkgefäßen fehlt: So grob ist der Dürft!

.Du darfst doch nicht trinken. ruft die Mutter entsetzt, .dann wirft du ja krank! Aber welche» durstige Kind wird wohl dadurch abgeschreckt werden ? Sobald die Mutter den Rucken wendet, bat e» schon die Hände in der Pfütze und lutscht da» schmutzige Wasfer von den Singern. Da» kindliche Denken geht eben andere Wege al» beim Erwachsenen: .Es ist meiner Mutter ganz recht, wenn ich Tvphu» kriege, warum gibt sie mir bei bietet Hitze nicht» zu trinfcn!

Da» Kind hat ganz recht mit seinem Vorwurf Denn e» in den warmen connnertagen herum- tollt, und ein gesundes Kind tollt eben und soll auch tollen, dann verliert es durch dic schnelle Atmung und den Schweift soviel Slüfligfcit. hast sein Körper gebieterisch nach neuer Zlüssigkeitszufuhr verlangt. Es bekommt also einen schrecklichen Dürft, Unmöglich ist es. ihm zur Mittagszeit das Ellen beizubringen. Un­möglich ist ks, ihm Freude am Spiel oder Ruhe zum Schlat abzugewinnen

Warum läftt man aber die Äinber ko häufig dursten?

Aengstliche Mütter und Pflegerinnen schaudern geratanj bei dem Gedanken, dem Kinde ein Glas »L0 eL. ö" geben. 6» könnte davon Typhus W Durchfall oder zumindest eine Erkältung be» Magens bekommen.

L-?ir entnehmen dic folgenden aktuellen Ausführungen der stets gutgeleiteten Zeitschrift ^M uttcr und Kind. Verlag Elwin Staude, Komm.-Gei.. Osterwieck (Harz'.

an den himmlischen Frieden dieier Wälder! Ober

legen. Sehr praktisch ist es. wenn Tyermosflaschen in entsprechender

man nicht nur

Wimpfen schwelge-

Sie nach - meinen

reiu ifeit

tta'che begnügen und d.c warme Mahlzeit auf den Abend verlegen

sein zuiammcngetochi Obst- und Mlchkaltlchalen. Pudd ngs aus fettigem Pudd.ugpulver durch 3ugab< eines Eies, de» Schnees und der Dutter ocrbeitert. E» gibt eine ungeheure Reihe von nabtbaften. schmackhaften Der chlen die Hill im Se.dstkocher kochen teil» schon am löge vorher gerichtet werden können oder wenig Zeit zur Herstellung brauchen Erstes Getetz mutz es sein, da» Menü nicht erst am Morgen. tentern am Rachu. trag vorder leftgelegt tu naben: denn nur o wirb man Unruhe und Zeitixrgeudung ver­hindern Ist tm Tag einmal betende rs iwrfüb- retisch um ihn ganz im Freien zu ocr bringen, io wirb mar. fich mittags auch einmal mit Broten. E.etn Obst Kakao oder Luppe aus der Thermos-

Enthulrasmus für da» Reckartal au» eigenem Erleben teilen In froher Erwartung kommender läge, küsse ich einer stillen schonen Frau in inniger Ergebenheit die Hand

Ihr

Han» Hansen

von denen man oben eh* bann aushöhlt, mit der Deckel wieder auf deckt. A find auch junge Erbsen,

nötig bat.

Die ästhetische Kleidung, die gleichzeitig eine hygienische ist. läftt auch die Freud« an der Bc-

w ollen Sie m dem wundervollen Quartier nehmen in diesem Bachanal

, .scher Sinnenfreudigkeit?

Ich aber werde mich freuen, wenn kurzem - - und daran zwei sie ich nicht

Arstheiik der Hihekleidung.

Von (£arlo Gabriele

Borausgeschickt soll tverden. boft wir in einem Zeitalter leben, das es uns ermöglicht selbst bei her grosten Hitze eine Kleidungzu zeigen. die ebenso reizvoll wie angenehm ist. ehe Mode steht fest auf den Fristen des Prakttschen, hat speziell die Aefthetik der Kleidung erschaffen, die man so nennen kann, weil sie da» Schöne mit dem Rützlichen verbindet Unsere Mütter brauchen nicht einmal lange zurückzublicken, um In einen Abgrund der Qualen zu schauen, die ihnen der Sommer bereitete. Sie schleppten selbst bei den

Kalte Küche.

Sine grafte Annehmlichkeit für die Hausfrau, besonders wenn he ohne Bedienung ist unb Gäste erwartet ist die kalte Küche, dte gestattet, ja erfordert das ganz« Menu einige Stunden vorher fertig zu haben. Reben geliertem Fleisch, kalten Vorgerichten und ©reine» spielen da die verschie­denen Salate die Hauptrolle, mit deren Zuberei­tung aber rechtzeitig begonnen werden muft. min­destens einen Tag vorher, wenn sie in dem ge­wünschten Zustand auf den Tisch kommen sollen. Am meisten Anklang findet Kartoffelsalat, den man mit Effig und Ocl, etwas geriebener Zwiebel und Pfeffer aber feiner mit Mayonnaise anrichteii kann. Diele Mayonnaise kauft man fertig und verdünnt sie dann mit einer Flüssig­keit. die man her stellt, indem man einen Bouillon­würfel in ein wenig Walter auflöst. Sffia und Zucker nach Geschmack fttiuutut und diese Flüssig­keit. sobald fic abgekühlt tst, mit der Mayonnaise löffelweise verrührt Zum Äartoffelfalat reicht man Würstchen, kalten Braten jeder Art. sowie vielleicht auch hartgekochte Sier. Wan kann ihn auch in einer Schüssel mit grünem und Tomaten­salat zusammen anrichten.

Sehr gut schmeckt mich ein gemischter Kar­toffelsalat, zu dem man Me gekochten Kar-

Wem man in der Sonnnersnsche inirtftW ^uswirtschaftsiche Plauderei von Lisa Vonroih»Loewe.

bi» zwei Paar weifte Horchen für lebe» Kind ,n die Wäsch« tun können wae etente zwecklos wie arbeitbringend ist Strümpfe wird man nur bei kühlem Wetter tragen lallen, sonst feste gute Sandalen. So reduzier! man die Wälche auf de wöcheniliche Wechstlung Hat man Ne ne Kinder am Tische, so wählt man für sie als Tisch­tuch ruhig da» 'onst so verpönte Wachstuch 3m übr gen empfiehlt es Ich, für die Sommerfrische m.t bunten Tischdecken in Bauerngefchmack au»- zulommen: c» s eht brauften auf dem Lande recht luftig au» unb man wirb auch hier an Wäsche sparen können Woran allerdings absolut gefpart werden darf ;'i '

Küche unb Bett. Denn. Wie man den Haushalt auch enfchränlen mag. um entlastet zu lein, es bars nie auf Kosten bet Hygiene geschehen Ss ist railam. jede Woche d.c Wäsche wegzuwaschen: bann ist es schnell geschasst. Statt der gewöhn­lichen Handtücher verwendet man am besten Frot­tierhandtücher bei denen bas Plätten über­flüssig ist. Auch die meist rnikzubringende Bett- wäfchc Wähle man so. da ft schwierige Plätterei durch Garnierungen vermieden wirb Daft gtofk Töchter ihren Teil an Garberobe leihst waschen unb plätten, ist wiederum selbstverständlich, eben­so. boft die Sorge für kleinere Geschwister in bezug auf Anziehen und Waschen der Kinder übernehmen.

Der zweite Teil des Tagesprogramms uinfaftt die Beschaffung und Zubereitung der Lebens­mittel. (Mud) in der täglichen Küche wird man zweckmässig von allzu kompliziertem Kochen ab­sehen unb solche Gerichte Wählen, die gesund, ein­fach unb schnell zuzuberelten find llnerläßlich ist eine Kochkiste für die Sommerfrische. Sie allein gestattet, den Vormittag für die Erholung aus­zunutzen und doch mit pünktlichem, gutem Offen zu rechnen Ferner arbeite man in den Ferien ruhig mit Verwendung von Gemüsekonserven, die man Atoedmäftig vorher in der groften Stadt vorteil­haft einkauft und mit Fracht an den Best im- mungeort schaffen läftt. Den Ausfall an frischen Gemüsen kann man leicht durch gröftere Zuaaben von frischen Salaten. Radieschen und öbft er­setzen Man gestaltet die Ernährung bann nicht schlechter aber weitauä bequemer Otbgesehen von der Beihilfe der Konserven für die Wochen der Sommerfrische, disponiere man bei Festsetzung de» MenüS gleich fo. haft man au» den Ucber- reften des Mittage'sens den Grundstock sür da» 2lbendbrot ober für den nächsten Tag legi. Uebriggebliebenc Kartoffeln geben al» Brat- lartofkln mit Salat in Sahne und einem Ei das Abendbrot. Kartoftelklöfte mit frischem Obst vom Mittag werden zum Abend aufgebraten und ebenfalls mit Salat gereicht. Meberreftc von Suppenfleisch richtet man für den Abend unter Beigabe von grüner unb saurer Gurke, Tomaten- und RadieSchenfcheiben zu einem sehr fchmacchas- ten Salat an, zu welchem nur Butterbrot gereicht Werden braucht. Fischreste ergeben gleichfalls Sa­lat oder werden am nächsten Tage mit Spaghetti. Kale unb einer Bcchamellefauce überbaden ser­viert Alle Gemüsereste verwendet man zur Fül­lung von dünnem Eierkuchenteig.

5 er mit Senslauce unb Pellkartoffeln, To­matennudeln. Klötzchen von Weichkäse mit brau­ner Butter, Zimt und Zucker. Schotensuppe mit Grieftklöftchen. Fleisch mit Gemüse und Kartvf­

Grotze für dre Sommerfrische mitnimmt. sondern auch Thermostöpse die in den verschiedensten Por: oiisgrötzen zu haben hnb. und in welchen man die wanne Mahlzeit für di« Familie be­quem früh einfällen unb mittag» irgendwo >m Freien servieren kann.

Alte autzergewöhnl.chen liäftereien und Haus­arbeiten vertage man ruhig auf einen Regentag der ja leider in unterem Minna nicht ausbleiben kann. Kleine Fllck- und Stopfardetten lallen sich autzerdem ja auch im Freren erledigen Erster Grundsatz für Hausfrau unb Hilfe mutz lern, mit einem Mindestmaft an Arbeit im Hause doch Bequemlichkeit und Ordnung zu schassen und ein Höchstmaft von Erholung zu erzielen.

bann soll man daran denken, daft auch er Dürft haben kann. GS wird den lauwarmen, mit Saccharin gefußten, dünnen Tce gierig vom Löf- feichen nehmen und uns mit keinem zufrie­densten Lächeln belohnen.

Wieott unb wieviel da» Kind vom kühlen Labetrunk haben bars, das kann man nicht allge­mein beantworten. Gs hängt von der Wärme bet Lust und von her Bewegung d. h von dem Flüssigkeitsverlust des Kindes ab.

Ich gebe meinen eigenen Kleinen im Hoch­sommer schon um ,10 Uhr ein volle» Glas Sasttvasser zu trinlen, und wenn es nötig ist, nach zwei Stunden noch einmal. Denn gerade die Kleinkinder verausgaben sich mit ihren schnel­len, wenig sparsamen Bewegungen an heiften Tagen besonders rasch. Durch einen Trunk wirb in Sekunden au» einem unzufriedenen, verdur­steten Teusclchm wieder ein gutes, luftige» Kind.

Da» strenge Durftenlaffen ist Wirklich eine Grausamkeit. (?-» ist nur noch aus einer Zeit ver­ständlich. in der man die Ursache von Typhus unb Ruhrerkrankung nicht kannte und deshalb ba» Wassertrinken im Sommer allgemein fürch­tete. Aber heutzutage erhalten wir unsere Kin- ber gerade durch einen srilchen Trunk auch in ber gröhten Hitze gefunb und munter.

groften Temperaturansteigungen den langen schwarzen Rock die weifte Bluse saft fest auf der Figur, die durch da» pressende Mieder ge­blitzt würbe, die Stäbchen am Kragen drückten und zeichneten rote, schmerzende Flecke auf den Hals <5in Gurt wurde eng um die Taille ge­schlungen. wurde mit einer langen Radel feft- gesteckt, damit er nicht verrutsche und den Rock­bund, der ohnehin genügend eng anlag. bloft- Icgte. Der Sommer wurde den Frauen, die sich nicht gehen lassen wollten, zur Qual.

Der kurze Rückblick wirb den Frauen von heute offenbaren, daft die Mode zu einem Höhepunkt gelangt ist. den man kaukn erwartet haben konnte. Einst Dcneibeten die Frauen, die sich in die Tortur ihrer Kleidung begaben, den Mann, der ohne da» pressende Mieder, ohne die enge Bluse in seinem 2ln*ug frei unb luftig erschien. Heute? Hand auf« Herz, ihr Her Heute beneidet ihr uns um Die Zweckmäßig unserer Kleidung, die nicht engt und nicht drückt, die den Körper sich frei bewegen, die Haut atmen läßt, die wirklich zu einer Aefthetik gelangt ist, Die Mode hat sich aus einen einheitlichen Standpunkt gestellt, und hat die Forderungen des Tages erkannt. Die Mode schuf da» sport­mäßige Kleid, kurz, knapp, faltenreich, damit man im Gehen nicht behindert ist, halsfrei und dennoch mit fangen Aerrneln. um nicht unfa<bli<fl zu erscheinen Die Linie ist einfach, streng auf das Körperliche gestellt, damit man Vertuschung, die bi« zur Selbstaufopferung geht, nicht mehr

TyphuS bekommt man aber von gutem Trink- Waffer bestimmt nicht Unb schlechtes Trink- wasfer (eilte man lieber rechtzeitig abkochcn. abhtblcn unb als dünnen Tee oder mit frischen Fruchttäfien den Äinbcrn geben, anstatt fic der Gefahr auszufetzen, sich heimlich einen gefähr­lichen Trunk stehlen zu müllen. Da» gilt be­sonder» für iänbliOx* Verhältnisse, auch rür ein­zelne Seebäder mit schlechtem Tcinkwaller.

Aber die Gefahr der plötzlichen starken Ab­kühlung be« Magens bleibt doch bestehen und kann zu recht unangenehmen Mageii- imb Darm- katarrhen führen? - Gewifi Ist e» für dir Kinder schädlich, wenn sie mittags ganz heiß vom Spiel kalte« Leitung»- ober Brunnenwasser herunter stürzen! ,Dr»balb soll man ben Ämtern eben da» Trinken verbieten", sagt manche Mutter . denn ich kann hc ia nicht dazu bringen, wirf- lieb langsam, schluckweise zu trinken.' Da» ist allerdings richtig. Ater muft man beim lo lange Warten, bi» bie Kleinen ganz ausgedörrt. gie­rig geworben und kaum mehr zu halten sind? Wer seinen Ämtern an heiften Tagen recht­zeitig und regelmäßig zu trinken gibt, braucht ba» Hinunierstürzen des Trunkes nicht zu fürch- ten. Hur ein Kind, ba» unsicher ist, ob es überhaupt etwas bekommt, schlingt herunter fo viel es kann, ehe cm Machtwort es daran hindern könnte.

Wer seine Kinder regelmäßig trinlcn läftt, wirb auch niemals erskaltes Gettänk geten, 1on- teni temperierte», möglicherweise mit Frucht- sästeir ober als Tee zur echt gern achtes Wasser zur Hand haben. Dann braucht er dieErkältung te» Magens' wirklich nicht zu fürchten.

Wo» follcrr die Kinder nun gegen ihren Dürft bekommen? Gute», nicht zu kaltes Brunnen«. Quell- oder Leitungswaller oder Saftwasfer von frllchen Obstsäften, bie man durch Elnzuckern von Erdbeeren. Johannis- ober Blaubeeren, auch von geschmortem Obst im Sommer schnell und bequem bereiten kann Die Vitamine ter Früchte bleiben dabei voll erhalten! Aber auch die neuen vita­minreichen Oblttäfte der alkoholfreien Frucht- vcrwertung. wie Apfel- unb Sraubaikift, ver­dienen wert mehr Verbreitung als bisher. Denn alkvholifche Getränke sind sür Kinder selbst­verständlich verboten, auch die leicht alkoho­lischen Erzeugnisse Wie Weißbier, Malzbier oder gar Obstwein.

'Die Milch ist übrigen» auch kein Mittel zum Durstlöschen, sondern ein Rahrungsmittel. Das gilt besonders für die Allerklrinslen. Niemals darf man ihnen die Wildnnenge vermehren, um ihren Flüssigkeit»Verlust wieder auSzuglerchen.

Ater Wenn der Säugling an heiften Tagen un­ruhig wird und trotz leichter Bekleidung schreit.

löffeln nicht wie sonst in Scheiten, sondern in Würfel schneitet bie man mit etwa ber gleichen Menge Gurksnwürfel (non Salzgurken) vermischt unb alsdann ebenfalls in Mayonnaise cm richtet. Wirb genau so verwandt, wie anderer Äar- toftclfafat. Sehr beliebt ist auch ein Schicht- 1 a La t: eine Schicht frischer Gurkensalat, eine Schicht Kartoffelsalat, in Del unb Essig (wer Del nicht mag, nimmt zerlassenen Speck dazu) ange- richlei. und eine Schicht Tomatensalat Richt weniger beliebt ist Heringssalat. Man nimmt dazu zwei schöne Salzheringe, wassert, enthauptet und entgrätet sie worauf man he in Meine Würfel schneitet Man gibt nun die gleiche Menge in kleine Würfel geschnittene ge­kochte Mart off ein hinzu, ferner geschälte Aepsel in Würfeln, kalte» Fleisch, rote Ruten unb Salz­gurken. Der Salat wirb mit Zucker und Efsig av- geschmeckt und zwei Löffel gute« Speiseöl hinzu- Gctan. Run richtet man ihn in einer Schüssel an, Die man mit Eiern, Gurken. Petersilie und ähn­lichem verziert. Will man den Salat verfeinern, kann man auch hartgekochte Eier hineinschneiden und einen Löffel eingemachter Preihelteeren Unter­mieten.

Kalter gekochter Lach», mit Moyon- naifenfoftc zufammengercicht unb mit kaltem ge­hacktem Ei verziert, ist eine Delikatesse, diese« Gericht kann, mit KredSschwänzchen verziert, jedem falten Büfett zur Zierde gereichen. Als kalter Braten ist Roastbeef besonders zu empfehlen. Wan muft darauf achten, ein Stück zu bekommen. daS schon abgehangen ist. also nicht von einem srischgcfchlachteten Tier stammt. Leicht gesalzen wirb da» Fleisch im heißen Ofen eine halte Stunde lang gebraten. Spickt man das Roastbeef, fo wird e» dadurch ansehnlicher unb saftiger. Man schneidet das Fleisch erst, wenn e» erkaltet ist. Auch kalter Kalbsbraten und kaltes Kasseler Rippenkpeer find immer erwünscht. Zu Kalbsbraten reicht man gern gekochtes Gelee, das man auS Douillon- würfeln unb Gelatine vielleicht unter Zutat von etwas Zuck^^ouleur, leicht Herstellen kann.

Italienischer Salat Wirb au» gekochtem und rohem Schinken, kaltem Braten mit Aepfeln. geräuchertem Lach», Salzgurken, alles in feine Streifen geschnitten, hergestellt unb mit Mayon­naise untermischt. In tezug auf fhe Zutaten wird jede Hausfrau selber erfinderisch sein und ver- Wenben, wo» sie hat. Sehr gut ist italienischer Salat zur Füllung von Tomaten zu verwenden.

Nachdruck verboten.

Die Hausfrau, welche in ben großen «Serien mit ber Familie verreist um in irgcnteincm Labeort Wirttchatt zu führen, wird nur einen Bruchte t jener Erholung finden den fic. un­belastet von Huushaltslorgen. haben könnte, wie hoben müßte Dielen Bruckneil aber au erhalten und möglichst groß zu gestalten muft da» Be­streben Jeter Frau 'cm Denn bie gewonnene Erholung st ja nicht nur Vorteil für sie selbst, sondern auch für die ganze Familie. Sv heitzr es denn, den Hausbalr in ter Sommerfrische so zu orgamiiercn. haft er mit möglichst wenig Arbeitslast sür die Ha.iSfrau und auch für eme eventuell mit zur Erholung weilende Hausyalts- hilfe bennod) zweckmäßig, in Ordnung unb Er­nährung <ur bic Familie hd) abwickelt Man tut gut. sich schon vorher ein gewisses Programm zu machen, welches sozusagen in zwei Teile ver­säht. Der eine ist die allgemeine HauShaltsorocit. ber anberc die Kocharteit.

Was die allgemeine Hausarbeit anbelangt, so muft e« unumstößliches Gesetz sein, daß in den Ferien jedes Kind, welches dazu irgend im­stande ist. feinen Teil an der Arbeit ber Mutter oder dem Mädchen abnimmt. Arbeiten, die man sonst dem Schulttnd. daS srüh zur Schule muß. nicht unbedingt zumutet, kann cs nun in ben Ferien durchaus übernehmen Schon ein sechs­jähriges Kind kann fein Bett auslcgcn. feine Wafchgeräte fäubern, sein Zimmer soweit auf­räumen. daß nichts berumlicgt. Wenn jedes Äinb diese Handreichungen tut, ist schon viel Arbeit für Hausfrau und Mädchen erspart Jedes Kind von sechs Jahren an kann ferner seine Eftgeräte selber abloakten unh trocknen: tohbarc» Geschirr wird man in ber Sommerfrische lowicfo nicht ver­wenden. Geht wirklich einmal etwas kaputt, so wird e» durch erhöhte Vonicht unb gröftere Hebung der kleinen Heller au-geglichen werben. Bleibt 3um Abwaschen für die GrWachiencn nur ba» Kochgerät und die Platten, in denen man auftrug, fo wird man schnell fertig fein. Daft größere Kinder Mäb<chen wie Knaben, hierbei der Mutter oder dem Mädchen zur Hand gehen müssen, ist eine Selbstverständlichkeit, die man zum 'Beispiel in dem praktischen Amerika längst kennt. Dort hilft der Knabe und der Mann genau so bei Haushalisvcrrichttingen Wie bei uns Mäd­chen und Frauen. Hat so jedes ber Kinder teilt Teil der Morgenarteit erledigt, so wird man staunen, wie schnell die Wohnung fertig ist. und Mutter wie Hausgehilfin bis zum Mittagkochen entlastet sind. Andere Arbeiten, wie die all­wöchentlich notige Wäsche »um Beispiel, kann man in der Sommerfrische gleichfalls beschränken. Wenn man die Kinder nicht hcrauspuyt. sondern sie gerade in ber Sommerfrische einfach unb praktllch kleidet, wird man viel Mühe sparen. Für Knaben wie für Mädchen bis zum achten Jahre teilte eS nichts andere» für gute» Wetter geben als Sp.elanzüge au» gut waschbarem bun­ten Stoss, der luftecht ist. lichtdnrchlällig unb zu­gleich die Unterwäsche schont. Auch find gefchlof- tenc Spielhoten für Mädchen ba» teste Ver­hütungsmittel gegen Unterteiberflältungcn beim Spiel in Wielen und im Snnbe. Für kühle» Detter ersetzt man biete Spieldosen durch lolche au» Wolchsunimet. Läftt man die kleinen Mäd­chen in Kleidern gehen fo wird man täglich ein