Ausgabe 
25.6.1928
 
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Dtaauiatriir» Priefterjubllrium ftatbinal Fruhwirth»

Der Kanzler dec römischen Kirche. Kardinal Andreas Frühwirth, begeht am 5.3uli das Fest bei diamantenen Priesterzubiläums Früh- wtrih wurde in St. Anna am Aigen (Steier­mark, 1845 geboren Aach Absolvierung des humanistischen ®t)mnafium» trat er in den Do­minikanerorden ein. 1868 erhielt Früh- imttb die Priefterweide. 1868 bi» 1870 verbrachte Frühw/rrh ün St. Lyomos-Kolleg der Minerva zu Aon» Aach seiner Rückkehr nach Droz 1870 wurde er zuerst Sudprior und dann Prior des dortigen Dvminikar»erku)sters. 1890 wurde er zum Provinzial btt österreichisch-ungarischen Orrcnt- Provinz und aus dem ®encrat!apitel des Ordens zu Lyon 1891 zum Ordensgenera l gewählt. 3m Jahre 1907 wurde ihm durch Kardinal Merry bei Bal bie Bischofsweihe erteilt und un selben Jahre erhielt er die Nuntiatur zu München 3m Dezember 1915 ernannte ihn Papst 'Benedill XV zum Kardinal. Seit No­vember 1916 lebt Kardinal Frühwirth wiederum in Nom. Pius XI. ernannte ihn 1927 zum Kanzler der römischen Kirche.

Reiseplant der deutschen Ozeanslieger.

chaitptmann Köhl erklärte der Telegraphen. Union, bah die Flieger bei ihrem Besuch deutscher

Stabte zunächst nach München und Stuttgart mit der(Europa" «liegen mtrbtr 3" München werden i)cuptnuun Köhl und Freiherr oou )>une seid am Donnerstag. 2b. Juni, in der Tonhalle einen Vortrag überUnser Fluu nach Amerika" halten. Der Flug nach Irland wird zunächst über Hamburg nach London gehen, wo die Flieger einer englischen Einladung Folge leisten werden Von London wollen Köhl und Freiherr von Hüne seid in direktem Flug nach Dublin starten Rach den Begrütziingsieierlichkeilen in Dublin gebt btr Bückstug nach Deutschland über Amsterdam nach bem Rheinland Jon hier planen die Flieger die Stadt toten zu besuchen. Den Abschluß der Lust reise wirb der Besuch der fteimatorte Köhls und Rreib v Hüneselds in Ulm an der Donau und in Königsberg bilden

Vrrhasiung de» leipziger Babnräuber».

Der Bahn räuber aus der Strecke Halle -Leip­zig wurde als der 31 3ahre alte DLnner Paul Spiest ermittelt. 6r würbe bei einem erneuten Bertud) am 19. 3unt von ?ahnüberwachungO- beamten überrascht. Itritäxn Lötzschna unb Schleuditz bemerkten die 'Beamten. Vie ein Mann den sahrenden 3ug ai.sprang, oni Wagen öksneke und Güter herauswar?. 2fie her Räuber be­merk: dast er entbedt war verbuchte er eu sluchten wobei nach chm geschossen luib er im Rucken verletzt wurde. Äpicst hat. wie sest- steh' Mithelser. die aber noch nicht er­mittelt werden konnten. Auch waren die Nach» sorlchungen nach dem D c r b l e i b der geraubten Güter bisher ohne Ersolg.

Ltrohenumtausr mit Hindernissen.

In Pari» wurde der Quai Saint Michel zu Ehren des chemckstgen URinifterpräflbenten Rens Diviani inQuai Rens Vioiani" umgetauft Eine Anzahl von Ladeninhabern am Quai St. Michel bekundete ihre Unzusriebenheit mit der 'Jiamcnwnbcruna durch ostentatives Schließen ihrer Laden und durch Anbringung gelber heikel mit der AufschriftQuai St. Michel". Noch demTemps" hat sogar der Besitzer des .Hause», an dem das neue Straßenschild angebracht werden sollte, die Arbeiter an der Anbringung des Schildes gehindert.

Stirnen, Sport und Spiel.

6:56.7. 2 W.«p.2>. »üffclborf 6:56.6. ®üflet-

Männerturnverein Giehen beim Feldbergfest.

(hkänzcndc Erfolgt

lFcrvorraganbe (Srfolgc beim 75. Feldberg - f e st errang betriebener Männerturn­verein. Die 4X75 Meier Turnerinnen- stasfel um den Brunhildeschilb. bet seither im Besitz bei Mainzer Turnvereins 1817 war wurde durch bie Turnerinnen Sspach. Amenb, Althaus und Bickelhaupt für den Männerturnverein ©leben in ber Zeit von 45.4 Sekunden auf ansteigender Dahn gewonnen. Sämtliche entsandten 6 Turnerinnen und 6 Turner kehrten sieg gekrönt zurück. Heber die Einzelsieg« wird noch Mitteilung erfolgen, ^ebenfalls bars ber MT.D. ©leben aus bie Leistungen seiner Turnerinnen unb Turner mit Recht stolz lein.

Srantfurter ZubiläumS-Regatfa.

Erster lag.

Die am Samstag vormittag und nachmittag ausgetragenen Rennen nahmen b<i schönem, etwas windigem Wetter einen guten sportlichen Der­saus. Die Frankfurter Rubergesell­schaft wurde wegen guten Ruderns vom Owmpia-AilS'chub zum Kaiserpreis qenielbet. Die Ergebnisse vom öamstag sind folgende

BegrüstungSprels Junior-Tiner. I. Ulmer R E ..Donau" (Aant Schäfer) 7:34,4. 2. W. Sp B ©odesberg <W Ha'enbeck 7:41.4 3. Frankfurter R. D. «tzans Dimpfl) 7:43.6.

Preis deS Deutschen Ruderoerban- d e s. Srfter Vierer 1. N. ©. Sachsenhausen

dorf fährt bis 1800 Meter, dann gelingt es Sachsenhausen, durch schönen Endspurt im Ziel zu gewinnen.

Prelsvom Saalhof. Zweiter Dlererohne Steuermann. 1. R. © ©ermania 6:53 2 Malnz- Kasteler N. © 6:58 Mainzer R. ®. wegen Der- fteuern« bei 1200 Meter aufgegeben, ©ermania »eigt die schönste Zusammenarbeit unb kann sicher gewinnen.

Preisvon der Kaiserlau. Erster 3ung- mann-Bierer. 1. R. D Rüsselsheim 7:02,6. 2. Frankfurter R. B. 7:07,4. 3. Mainzer R. D 7:13,6 Ein schönes geschlossenes Rennen, das Rüsselsheim in leichter Führung für sich ent­scheiden kann.

Preis von ber Alten Brücke. Zweiter Pungmann-Vierer. 1. R. E. Griesheim 7.-07. R. D. Fechenheim 7:12,4. 2. R. 2p. B. Teutonia 7:18,4. 4. R ©. Sachsenhausen 7:20. Griesheim geht bald an bie Spitze und läßt sich nicht mehr einholen.

Preis vom Osthafen. Zweiter Einer. 1. Frankfurter R. D (H. Roller) 7:27. 2. Frank­furter R. ©. Oberrad lG. Paris) 7:27L. 3. Mainzer R. @. 7:41,4. 4. Cochemer R. G. 7:57. Roller siegt knapp gegen den stark auflaufenden Oberräber Paul

Strahlenberg-Preis. Dritter Vierer. 1. Würzburger R. V. 6:46. 2. Würzburger R. G. 6:53,2. 3. Frankfurter R. ®. Germania 6:53,2. 4. Ruberriege Essen 7:02,4. Würzburger R. V. siegt überlegen mit drei Längen.

Preis vom Main. Erster Vierer ohne Steuermann. 1. Renngemeinschaft Mainzer R. D. Kastel 0:37,4. 2. W. Lp. V. Dr.sselbors 6:40,2. Mainz führt vom Start ab unb gewinnt mit einer klaren Länge.

Preis von Frankfurt a. M. Gast- vierer. 1 Offenbacher R. V. 6:55,2. 2. Ruder- riege Essen 7:07,8. 3. Karlsruher R. D. bei

1500 Meter rnfgegeben Offenbacher R V ist , leinen Oe£ <m weü überlegen

Carolus-Preis Zunror-Achter I -- bronnei R G. Schwaben 6.15.4. 2 Ottenbacher | R G rind ine Offenbacher R V abgegeben Un ter wechtc.nber Führung hegen die langrudern [ den Heilbronner

Präfidenten-Pre»» Dvppelzweiel ohnc Steuermann 1 R D WiUng Linz 6.45.4 2. Berliner R E 6 48 3. Ulmer R C Donau 6 53 R. E. Rhenanra Koblenz auf gegeben

tzvchschul-Vierer 1 Heidelberger R E 7:09.2. 2. Universität .Frank,urt 7. 12. X Würz­burger R E 7:24.8 4 Frankfurter RV 7 28.4 Heidcloerger R S wtrd wegen schlechten Steuerns ausgefchloffen unb der Sieg Universität Frank­furt zugeivrochen

Iubiläums-Prets. Erste-. Achtrr 1 Renngemcinfchaft Köln 1891/77 6 C9.8. 2 Rrnn- aemeinschefl Main^-Kastel 6 10.6, Rach schärf- nem Renrn-n gewinnt Köln tm 3M

Zweiter Lag.

Sw Ruderwet!kämpfe am Sonntag waren wie­der vom schönsten Wetter begünstigt und batten denn auch Massenbesuch DenÄaUer"- Vierer i Okhmpia-Vorprüs ung, konnte der Wafsersportverein Düsseldorf er­kämpfen. während ber beut'dx Weister Walter 51 fnsch vom 5ranfhirter Ruderverein sich den rsten Einer in überlegenem Stil holte unb nun wohl auch die deutlchc- Farven in Am ft er- bam vertreten wird Boetzelen vom Ber­liner Ruderklub muhte sich mit dem zweiten Platz begnügen. Die Kölner Renngemeln- schast 1891/77 gewann bie beiden Ersten Achter und ist somit auch Anwäner für die Olhmpiade in Amsterdam Bemerkenswert ist ferner die ausgezeichnete Qcrttimg des Würz­burger Rubervereins, btr mit einer Dierermannschaft brei Rennen gewann. Die Er- gebndfe

Heinrich-Heyter-Gedächtnls-Ach- ter. - Zweiter Achter 1. Frankfurter R (S Dermania 6:43.4. 2. Ruderrtege Efsen 6:44.6. 3. Karlsruher R D 1879 6:59.8: 4. Mainz- Kasteler R D. 7:11,6. Germania liegt be. 1000 Meter in Führung unb läßt bie flottrudernben Essener nicht mehr auskommen

Kaiser-PrelS.=- Erster Vierer lOlympia- Dorprüfung). 1. Wassersportverein Düsseldorf 7.20,4; 2. Frankfurter R.S. Sachsenbaufen 7:26.2; 3. Renn^emeiufchaft Mainzer R. D. Mainz-Ko- steler R.G. 7:27,4. Bei 1000 Meter liegt Düf cidors an erster Stelle, gefolgt von Sachsen- baufen, an dritler Stelle Mainz-Kastel. Düssel­dorf kann seinen Vorsprung auf zwei Längen vergröbern.

Ern st - Labenburg - DedächkniS- Vlerer. Zweiter Vierer. 1. Offenbacher R D. 1874 7:24 2. 2. Mainzer R. D. 1902 7:33.6 3. Universität Frankfurt 7:44 Osseribach macht sich bald frei und gewinnt überlegen mit drei Längen.

Preis vom Roten Hamm. 3ungmann- Etner. 1. Frankfurter R. D. 1865 (Hans Dimpsl) 8:28,2. 2. Frankfurter R G Oberrab (®. Paul) 8:32. 3. Hanauer R. ®. 1879 (W. Herbert) 8:57,4. Diii'psl übernimmt in flottem Tempo die Spitze unb läßt den langrudernden Paul nicht mehr auftommen.

Preis vom Mühlberg. Erster Junior- Vierer. 1. Würzburger R. V. 7:17,4. 2. Frank­furter R.D. 1865 7:26,2. 3. Heilbronner R. D. Schwaben 7:26,8. Frankfurter R. Q). Germania aufgegeben. Würzburg siegt überlegen. Frank­furter R. V. faitn sich noch im Ziel den zweiten Platz sichern.

Preis vom Lohrberg. Zweiter Junior- Vierer. 1. Mannheimer R. E 7:46. 2. Frank­furter R. G. Sachtenhausen 7:52.4. 3 Wormser R. V. 7:53. 4. Hanauer 21. tt. Hassia 8:01,6. Mannheim liegt bei 1000 Meter vorne und siegt mit zwei Längen. Sachsenhausen kann sich vom vierten Platz aus noch an die zweite Stelle schassen.

Preisvon Sachsenhausen Dritter Vie­rer. 1. Würzburger R. V. 7:26,8 2. Frankfurter R. D Germania 7: 30,8. 3. Würzburgei R. G 7:31,6. 4. Mannheimer R. E. 7 :42,2 Die beiden Würzburger Boote gingen an die Spitze, Würz­burger R. D. gewinnt mit zwei Längen. Ger­mania kommt im Ziel auf den zweiten Platz.

Preis von Oberrad. Iungmann-Achter 1. Offenbacher R. G. Unbine 7:00 2. R V. Rüs- selSheim 7:05. 3. R ®. WormS 7:09,6. 4. Main-

SlelörmllöenfleöenStülöfletB.

Vornan von (Sbflar Wallace.

Copyright by Wilhelm Goldmann, Verlag. Leipzig.

39 Fortsetzung. Nachdruck verboten.

29.

Eine Viertelstunde später öffnete Dick leise die Tür seines Zimmers, grüßte schweigend den Detek­tiv, der im Korridor Wache hielt, drehte den Schlüs­sel non außen herum und ließ ihn in die Tasche gleiten. Dann ging er auf Zehenspitzen die Treppe hinab und begab sich zu Sneeb, der in seinem Sessel eingenickt war.

Er klopfte ihm auf die Schulter.Es iit Zeit", tagte er leise, oneeb fuhr schuldbewußt auf, unter- bnickte gerade noch ein Aechzen und folgte dem jum gen Freunde in das Gemach, dessen seltsamer Besuch St)btt so in Schrecken gesetzt hatte. Oni Licht der Taschenlampe zeigte es seine vier kahlen Wände.

Sie warten draußen vor der Tür Sneed, und .Uhren sich nicht. Ich beobachte dar Zimmer durch das Fenster. Er kann lange dauern, aber wenn mich nicht alles täuscht, war der Riese weder dar erst- noch dar letzte Mai hier!"

Er ließ ben Inspektor an der Tür zurück und be­gab «ich nach draußen, wo er genau an betreiben 3teile Posten faßte, die noch den Abdruck von «ybils Füßen zeigte.

Die Zeit oeraing langsam und doppelt schleppend, loell jie mit elektrftcher Spannung geladen war. All mählich gewöhnte sich sein Auge an dar Dunkel. Mehr und mehr «wann seine Umgebung Form und Bedeutung für ihn. Der Mond ging auf und war* den Schatten der Bäume wunderbar klar auf die Rasenfläche hin. Denn der Rachtwind die Blätter bewegte, war es, al» reichten sich unheimliche Schemen die Hände zum Tanz.

Durch die jtille Luft zittette der Klang der Turm uhr. Dick zähste zwölf Schläge. Danach verging wieder eine Ewigkeit. Schon fühlte er in seinen Füßen ein nervöses Kribbeln, unb die Muskeln taten ihm vom Stehen wch.

Da hellte sich plötzlich das Zimmer vor chm auf. Sin dünner Lichtstrahl schoß durch das Dunkel und 'piegelte sich aus der Tischplatte. Er kam aus der

(Begcnb des Kamins. Unwillkürlich reckte Dick sich auf den Zehenspitzen empor. Der Strahl wuchs schnell zur breiten Lichtbobn an. der Ko mm bewegte sich um einen Zapfen und deckte ein dustere» Loch im Boden auf. Ein« Hand trat in Erscheinung, die eine Lampe hielt, die Sktroleumlanwc, die Dick aus Sybil» Schilderung kannte. Der Hand folgte ein Haupt, umflossen von einer Gloriole goldenen Haars, ein Gotterhaupt der grauen Vorzeit wenn es Leben und Ausdruck gehabt hätte. Alle», was da» Geiicht setzt an menschlicher Regung zeinte, war ein kindisch ängstliches Lächeln, das in erschütterndem Gegensatz zu der Straft der Glieder unb der Pracht der Muskeln stand. Der Riese kam nach vorn und stellte die Lampe auf den Tisch. Dann wandte er sich um und streckte die f)anb in den dunklen Schacht hinab. Sie wurde ergriffen, und mit unbeschrcid sichern Schauder sah Dick letzt neben der ersten über menschlichen Gestalt eine zweite ähnliche stehen. Dieser zweiter Riese trug kur^geschnittenes Haar unb ein glattes bartloses Geiicht. ceine Augen hatten den dumpfen Blick des Sklaven, aber sic waren nicht ganz ausdruckslos. Eine gewisse sterische Wildheit lag in diesen Zügen mit ben breiten hochstehenden Backenknochen, der an der Wurzel scharf vorsprin­genden Rase, eine Wildheit, die jetzt gebändigt schien durch die Gutmütigkeit unb die Vorfreude eine» Kin­des. Beide waren sie nackt bis auf kurze zerrissene Hosen, die kaum bie Schenkel bebeaten. Sie schlichen sich an die Wand. Der bärtige Mann drückte auf eine Holzfüllung. Sie fprang zurück und gab den Blick auf einen eingebauten Schrank frei.

Doch im selben Moment bewegte sich die Klinke. Die Riesen horchten auf. Blitzschnell sprang der Bartlose zum Tisch und löschte bie Lampe aus.

Dick stieß einen Fluch durch die Zähne. Dann sprang er mit einem Sag über das Beet unb eilte in bie Halle.

An ber halb offenen Tür fand er Sneed, der, die Hand um die Klinke gekrampft, dastand, al» wäre er zur Salzsäule erstarrt.

J)atte ich Ihnen nicht gesagt, daß Sie sich nicht rühren sollten, zischle Dick ihn wütend an und eilte an ihm vorbei ins Zimmer. Es war leer, unb als endlich die Aasslamme brannte, sahen sie, daß der Kamin wieder an seine Stelle gerückt war. unb die Lampe auf bem Tisch fehlte

..Mir war es, als hätte ich Sie rufen gehört", entschuldigte sich Sneed, der Dick gefolgt war.Im Zimmer bewegte sich etaras. Da öffnete ich bie Tür unb sah ..." Er schüttelte sich.So muß es Gulli­ver zumute gewesen jein, al» er unter Riesen er- wachte!"

Dick antwortete ihm nicht. Zorn unb Enttäuschung brannten zu heftig in ihm. Er war so nahe der Lösung bes Rätsels gewesen, nun war sie ihm wie­her entglitten.

Er trat an ben Schrank heran, der noch geöffnet war. Seine Augen weiteten gch. Er hatte seine Ner­ven für eine furchtbare Entdeckung gestählt, unb was er vor sich sah, war Kinderspielzeug. ein Eisenbahn- zug, doch ohne Lokomotive. Tiere aus Stoss und au» 5)olz. eine Schachtel mit Zinnsoldaten, bunt be malte Balle, ein paar Kreisel Kinderkegel, ein Kasperletheater ...

Dick sagte fein Wort au diesem Fund, er vermied cs auch, bem Blick des Inspektors zu begegnen. Nie in seinem ganzen Leben hatte er eine foldx Trauer und eine so bittere Ohnmacht gefühlt. Er wandte sich dem Kamin zu und versuchte ilm zu bewegen, aber es gelang ihm nicht.

Aufblickend sagte er.Barunter liegt ein Stollen, ber in eine der Arabkammern führt. Bleiben Sie hier, ich laufe indessen zu ben Gräbern "

enceb wollte ihn zurückhalten, aber Dick lieg sich auf keine Auseinandersetzung ein. Mit ichnellen Schritten überquerte er den Rasen unb verschwand im Schalten bes Parks. Der Weg dünkte ihm end los. Endlich lichtete sich der Wald. Doch plötzlich blieb er wie angewurzelt stehen Stimmen drangen zu ihm hin, Stimmen, die aus männlichen Kehlen tarnen unb doch flangen wie die unmündiger Kinder, vorsichttg setzte er seinen Weg fort. Dod) als er an ben Saum der Lichtung trat, ;uckte er unwillkürlich zusammen.

Die Tür zu ben Gräbern stand offen. Im hellsten Mondenschein davor hatten sich die beiden riesigen Gesellen wie Kinder an der Hand gefaßt unb taten ItDci Schritte nach rechts, zwei nach links. Dazu angen sie: Jimmy, warum weinest du, weinest du o sehr ...

In der Mitte zwischen chren ausaestreckten Hän­den stand ein Mann in Breeches und eng anliegen­der Iackc. Reben den beiden Titanen iah er wie ein Zwerg au». Dick kannte ihn zuett: nicht er­

ter R V 7 13.6 Offenbach wird wegen Behin- Pcrung ausgeschlossen imh das Rennen unter Lue«ch'.uN von Ottenbach wiederhvik. wobei h*- grnbe» Ergebne erzielt wird 1 R B Rüssels­heim 6. 46.8 2 *X.> W?rms 6:4*<2. 3 Main- <er X 'J 7 098 3tt>i,d>rn Rüttessdetm imb lihmr» entspann sich nn bitte* Rwmen brs TUillelN>xim mit einer halben Länge gewinnen konnte

Preis von der iBerbermüble. Erster Einer. (Olvmpiaprüfung.) 1. front für ter R. V < Walter Flinich, 7.56,4. 2. Berliner R ö (Bocb- iden, 8 04.4 3 Ulmer R. E Donau sH Schä- teri 8 06.8 4 R B Wiking Lin, <i P (Loser) 8 09 4.

InIe 1 - Preis Zweie, ohne Steuermann 1. Heidelberger RE 8 19.4 2 Peggenborfcr R D 8:34.6 3 Kölner Klub für Wassersport 8:50.8.

Preis vom Fischerfe 1 d. dritter Achter 1. Rub?meg< Esten 6 492. 2. Frankfurter R. V 1865 v 49.3. 3 Mainzer R E 7 07. Esten unb Frsnkfurl lieferten sich über tnc gante Strecke einen harten Kampf Bord an Bord, ben Esten im Ziel ganz knapp gewann Mainz lag aus brm Rennen

Preis vom Müllermain. ®ni:untminai- Vierer. 1. Ludwigshafener R. V. 7:42,6.2. Mainz- Kafteler RE. 7.49,2 Ruderrerein Helias-Osfen- dach ausgegeben. Vie leichtrudernden Ludwigs­hafener gewinnen sicher mit zwei Längen.

Erster Achter. Dermania-Wanderpreis (Olompia-Torpnifuna). 1. Renn lemeinschatt 1891 77 Köln 629,2. 2 Renngemein schalt Mainzer R V Kastel 6.42,2 3. Frankfurter R. D 1865 6:50. Die Kölner Renngemeinlchast kuhr ein Tempo, dem die anderen auf die Dauer nicht hanbbaltcn konnten, und gewann ganz überlegen mit Her Längen

Chiles Hußball-Olympia'Elf in Köln siegreich.

Vor 18000 Zusch<n»ern traf am Samstag im Koli er Stadion hie chilenische Olnrnpia-Fusibatl- mannlcbaft auf ihrer Deutschianvrrife auf die Kölner Stadt-Elf, die mit 2:1 geschlagen wirrde.

Deutsches Derby in Hamburg

Da» Ergebnis: 1. Lupus (Haynes): 2 Ror- manne (Warr); 8 ,'nrn (Grabfch): Tot i2 i". Platz 14 2 29:10.

Wirtschaft.

Außenhandel und Konjunktur.

Die Aubenhandelsbilanz für Mai zeigt, wie am Samstag bereite kurz gemeldet, einen Einfuhrüderfchuß in Höhe von 192 Mill. War.' gegen 251 im April, und damit einen Rückgang der Pasfivität um 58 Mill. Mark, eine Summe, welche die Differenz zwi- fchen bem Rückgang der Einfuhr um 68.7 unb der Ausfuhr um 29,5 Millionen Marl bildet. Das günstigere BUb der AuhenhandelSbilanz ist also zahlenmäßig in erster Linie auf den Rückgang der Einfuhr, an dem alle Gruppen, nämlich Lebensrnittel, Rohstoffe und Fertigwaren (Xeftll), beteiligt sind, zurückzuführen.

Bemerkenswert ist ber weitete Ttüdgang des gefaxten Auhenhandelsvolu- men«. bas im April noch 2,228 Milliarden Mark betrug unb seht auf 1,989 Milliarden zu- rüdgegangen ist Diese Tatsache betätigt In klarer Weise, bah die inländische Kon­junktur eine erhebliche Dämpfung er­fahren hat, denn im Mai deS Vorjahres zeig­ten bie von der Industrie benötigten Rohstoff- Importe eine erhebliche Steigerung. Die Tertil- inbuftric hat toicbcrum bas Bild der Auftenhan- delsbüanz stark beeinflußt, da gerade die Einfuhr tejtiler Rohstoffe einen sehr niedrigen Stanb erreicht hat wie auch bie Einfuhr an Terttt- fertigtoaren unter dem Monatödurchschnilt des Jahres 1927 liegt. Die Einfuhrzisser dev Monats Mai liegt wesentlich unter der Mo- natsdurch'chnittszifser des Jahres 1927 <1086 Millionen Mark gegen 1186), desgleichen die Rohstoffeinfuhr mit 5i>7 Millionen Mart gegen 599. Der Rückgang Oer Lebensmittelemfuyr ist faifonmäfiig bebingi und in der Hauptfache auf die geringe Einfuhr von Brotgetreide zurück- zuführen.

Die Iertigwarenaussuhr hat einen nur unbedeutenden Rückgang auszuweisen. Öm

kennen, weil er dauernd verdeckt wurde. Dann aber war er plötzlich ganz deutlich zu sehen Dick griff in die Zweige der Busche, um seine Bewegung zu meistern ... ev war Tom Eawler.

Dom Ringelreihen ermüdet, zogen die beiden Enakskinder Tom Eawler mit sich. Dann Hoden sie etwa» aus, das im (Brate log. Eine Kindertrompete und die kleine Lokomotive, die im Spielschrank ge­fehlt hatte. Sie hockten auf dem Boden nieder unb leigten Tom stolz ihre Schätze. Eawler gab sich den Anschein, als habe er noch nie etwas so Schönes gesehen, und dann zog er die Lokomotive auf und ließ sie über den Boden laufen. Die beiden Riesen starrten aus runden Augen, bann klatschten sie be­geistert in die Hände Der eine stieß in die Trom­pete, die einen heiseren dünner. Ton von sich gab. Dann wandle sich Eawler ab, als könne er den Anblick nicht mehr ertragen, unb Dick sah, daß er dem Weinen nahe war. Es zuckte und flackerte in seinem Gesicht, unb er hielt die Oberlippe mit den Zähnen fest, damit sie sich nicht im Schluchzen Der ziehen sollte. Zn diesem Moment flog ihm Dicks Herz zu, und er hätte ihn am liebsten bei ber Hand genommen.

Da plötzlich tönte vom Wald her ein Pfiff, unfl mit ben glücklich spielenden großen Kindern ging eine furchtbare Veränderung vor.

Sie duckten sich, sie kauerten wie Sklaven am 8oben. Tom Eawler warf ihnen noch einen ver­zweifelten Blick zu. bann barg er sich im Schatten be» Felsen. Ein zweiter Pfiff durchfchnitt bie Tittle der Rocht. Zetzt (prangen die Riesen auf unb standen zitternd unb mit hängenden Armen. Staletti, gnomhast klein neben seinen Zöglingen, schälte sich aus dem Dunkel des Waldes. Er hielt eine schußbereite Pistole in der Hand.

..2H do seid ihr ja, meine Kinder! Warum haltet ihr euch versteckt' Zch finde euch doch immer", * narrte Stalettis Stimme. Jammer wiederholte er in hartem, eindringlichem Ion.

Gr stand mit gekreuzten Armen vor Ihnen unb verließ sich auf nicht, als auf feinten stählerner» Blick, vor dem sie erschauerren.

Kommt!" tagte er, und seine Stimme schmeichelte und drohte.Ihr sollt auch süße Milch und jafttaes Fleisch haben'"

(Fortfetzung folgt.) *