Ausgabe 
25.5.1928
 
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gegen den dortigen 1. Tennis- und Hockey-Klub die erste Runde der Medenipiele auszutragen Haden. Nimmt Wiesbaden den Kampf nicht aui die leichte Schulter, so wird sich Gießen mit einem ehrenvollen Resultat begnügen müssen: denn g?(pn einen Klub, der überEracks" ver­fügt. wie Altmeister Froitzheim. Breuer. Ham- macher iFloda) utw., sind leider keine Sieges­chancen vorhanden. Immerhin ist es gut für die entwickt^ngsvollc Eichener Mannschaft, sich evtl mit diesen bewährten Kämpen messen zu können.

Ty.

Wirifchast.

I.-G.-Zarbenindustrie.

In der gestrigen ordentlichen Generaloerjamm lung der I. >G. .Farbenindustrie zu Frank­furt a. M. machte Geheimrot Bosch im Anschluß an den oorgelegten Geschäftsbericht einige Aus- j führungen über die geschäftliche Lage des Unternehmens, denen folgendes zu ent­nehmen ist.

Die Arbeiten über Kohleverflüssigung konnten bis Ende 1927 mit Erfolg weitergesührt werden und haben sich planmäßig entwickelt. Dom Herbst 1927 sind steigende Mengen Ben­zin auf den Markt gebracht worden und haben ohne Schwierigkeiten Aufnahme gefunden. Der Ausbau der Leunaanlage ist im wesent­lichen vollendet. Voraussichtlich wird bis Ende die­ses Jahres die zunächst vorgesehene Produktion von 100 000 Tonnen Benzin erreicht werden. Im Jahre 1929 darf mit einer weiteren Erhöhung auf etwa die doppelte Menge gerechnet werden. Diese höhere Produktion wird ohne Vergrößerung der Anlage möglich sein, da es der J.-G. durch Der- besserung des Verfahrens gelungen ist, die Leistung der Anlage wesentlich über den ursprünglich ange­nommenen Grad zu steigern. Es ist beabsichtigt, nunmehr auch die Hydrierung der Stein­kohle in verstärktem Maße zu bearbeiten. Die Versuche zur Gewinnung von Schmierölen, Paraf­fin und anderer Produkte wurden fortgesetzt und haben zu vielversprechenden Erfolgen geführt. Die von der I.-G. hergestellten Schmieröle haben sich in monatelanger Verwendung im eigenen Betrieb bewährt. Nach Auswirkung des mit der Standard Oil Eo. of New Jersey im Herbst vorigen Jahres getroffenen Abkommens wurde gemeinsam mit die­ser Gesellschaft die Frage der zweckmäßigen An- roenbung des I.-G.'Hydrierungsverfahrens in der Erdölindustrie studiert. Die Standard Oil Co. wird mit Unterstützung der J.-G. eine Versuchsanlage in den Vereinigten Staaten errichten, die im Sommer d. I. in Betrieb kommen soll. Im all­gemeinen hat sich die Geschäftslage der J.-G. im laufenden Jahre befriedigend entwickelt, so daß wir unter dem üblichen Vorbehalt einem gün­stigen Ergebnis entgegensehen dürfen.

Geheimrat Bosch äußerte sich sodann über die sozialen F . a g e n. Die Belegschaft, die am 1. Januar 1927, einschl. des Leuna-Werkes, 73 404 Arbeiter und 20 338 Angestellte, zusammen 93 742 Personen betragen hatte, hat im Berichts- fahre weiter zugenommen und betrug am 1. Januar 1928 85 774 Arbeiter und 22 260 Angestellte, ins- gesamt 108 034 Personen. Das bedeutet einen Zu­gang von 14 292 Personen. Einschliehlic., der Gru­ben und der I.-G. angeschlossenen Unternehmungen beträgt die Belegschastszahl rund 143 000 Arbeiter und Angestellte. Innerhalb der I.-G. und des Leuna-Werkes wurde im Geschäftsjahr 1927 rund 3 0 0 Millionen an Löhnen und Ge - Haltern bezahlt. Das ist gegenüber dem Jahre 1926 eine Steigerung um 28,2 Prozent, die z. T. turd) die Vermehrung der Belegschaft, z. T. durch im Berichtsjahr erfolgte Erhöhung der Löhne und Ge­hälter verursacht ist. An sozialen L a st e n , zu deren Tragung die Firma gesetzlich verpflichtet ist, wurden 15,3 Millionen oder 5,12 Proz. der Brutto Löhn- und Gehaltssumme, bezahlt. Dazu kommen noch die übrigen freiwilligenWohlsahrts ausgaben einschließlich Pensionskasse in Höbe von 26,9 Millionen ober 9,02 Prozent der Lohn- und Gehaltssumme. Das ergibt insgesamt Aufwen­dungen von 42,3 Millionen Mark oder 14,14 Proz der Lohn- und Gehaltssumme, ober 427 Mark pro Kopf an Hand der Durchschnittsbelegschaft des Iah kes 1927.

Sn der G.-D. waren 787 521 400 Mk. Stamm­aktien. 100 Millionen Mk. Vorzugsaktien Serie A und 40 Millionen Mk. Vorzugsaktien Serie B vertreten. Aktionär Dr. Ten ha es f (Köln) be­mängelte die K u r s r e g u l i e r u n g der Far­benaktien, kritisierte die Rede Geh. Rat Dr. DuisbergS in München und verlangte, daß die Verwaltung zu allen Gerüchten unaufge­fordert Stellung nehme. Ferner bat er um Auf­klärung. ob in dem vertretenen Kapital Vorrats- altieu enthalten seien. waS ihm Dr. Duisberg bestätigte. Sodann verteidigte Dr. Duisberg

seine Münchener Rede: er habe damals nicht nur den Kursfta d der Farben a lle, sondern das ge­tarnte Kursniorau der d utiche.i Börsen kriti­siert. Als Vorsitzender d s Rnchrverbandes der Deutschen Industrie habe er dies für seine Pflicht gehalten. Hierauf tarn es zu einem scharfen Zu­sammenstoß zwischen Dr. Duisberg und einem Aktionär, der ebenfalls an der Münchmer Rede Kritik übte. Au* Anfrage wurde mitg teilt. daß die KunstscideprvSuktion der I.-G. 1 ICO bis 1200 Kilogramm täglich betrage, bei Fertigstellung der neuen Fabriken 22 003 Kilo­gramm. Aeber die Versuche zur Kautschuk- synthese wurde mitg teilt, da; cruge..blicklich noch kein Kautschuk zu Bcharfrzweckm yrrgestellt werden könne. Die Versuche gingen natürlich weiter, und bei den Laborato. u nsa b.'ten feien neue Fortschritte erzielt Word n. Sine Fabri­kation im großen könne natürlich noch nicht aus­genommen werden.

lieber die Denzinherstellung äußerte sich Geh. Rat Bosch dahingehend. daß das Verfahren feinen Gewinn ab wer en könne, so­lange nur in kleinem Maßstäbe gearbeitet werde. Die Produktion könne natürlich nicht sofort un­sinnig in die Höhe getrieben werden. Das Ac « - t a t k u n st s e i d e v e r f a h r e n sei j etzt im Gange und arbeite ausgezeichnet. Dr. Tenhaess, der sich noch verschiedene Male zum Wort mel­dete. verlangte u. a. Herabsetzung der Tantieme für den Auisichtsrat was von der Verwaltung abschlägig befchicden wurde. Die G.-V. geneh­migte sodann einstimmig den bekannten Ab­schluß mit 12 Proz. (L V. 10 Proz.) Stammaktiendividende Bei der Entlastung des Aussichtsrats erhob Dr. Tenhaeff schwere Anschuldigungen gegen das Aufsichtsratsmitglied Geh. Rat Louis Hagen, wogegen sich Dr. Duisberg in entschiedener *IBeife wandte. Auch von Aktionär eite wurde gegen die'e Anschuldi­gungen Ste'.l'.'.ng genommen. Dem Aufsichtsrat wurde sodann Entlastung erteilt, g gen die Stimme Dr. T e n h a e s s s. der Protest zu Protokoll gab. Dr. Tenhaess stimmte ferner gegen die Wiederwahl des Reichstagsabgeoeten Dr. Moldenhauer. Reu in den Au'-iytsrat ge­wählt wurde Herr Axel Obaer als Vertreter der Rorsk Hydro.

*

' Preiserhöhung für Beleuchtungs- körper. Die in der Vereinigung der Beleuch tungskörper-Fabrikanten zusammengeschlofjenen Fir­men haben den bisher gültigen Teuerungszuschlag von 6 o. H. mit sofortiger Wirkung auf 10 v H. er­höht. Die Heraufsetzung des Teuerungszuschlages entspricht einer Preiserhöhung von 3,8 v. H.

' D i e Amerika-Anleihe der Stadt Berlin, lieber die Tilgungsmodalitäten der gestern abgeschlossenen-Millionen-Dollar-Anleihe der Stabt Berlin erfährt WTB.-Hanbelsbienst, baß die Tilgung bereits in diesem Jahre mit 1,2 n. H. be­ginnt und unter Zuwachs der ersparten Zinsen durch Auslosung ober Ankauf immer zu pari in dreißig Jahren beendigt werden soll.

* Zechen st illegung bei der Harpener Bergbau - A. - G Die Harpener Bergbau-A.-G. hat beim Reichskornifsar die Stillegung der Zeche Roland" in Oberhausen beantragt. Die Verhand­lungen schweben zur Zeit noch. Als nächster Termin für die Stillegung kommt der 15. Juni in Frage. Die Zeche arbeitet schon seit längerer Zeit mit Ver­lusten, so baß im Zusammenhang mit den allgemei- nen Absatzschwierigkeiten diese Maßnahme notwen­dig erscheint.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 25. Mai. Tendenz: freundlich. Heute, am letzten Börsentage vor den Feiertagen, blieb die Stimmung im Anschluß an die gestrige festere Abendbörse freundllcy. Das Geschäft war verschiedentlich stärker eingeschränkt, da die be­vorstehende mehrtägige Unterbrechung des Börsen­verkehrs doch st arte Zurückhaltung veran­laßte. Geschäftshemmend wirkte daneben die Nähe des Ultimos, zu dem im allgemeinen jedoch keiner­lei Schwierigkeiten befürchtet werden. Gestützt wurde die Börfe wesentlich durch die. wenn auch nur in beschränktem Maße, auch heute eingetroffe­nen Kauforders o o in Auslande. Zur ersten Notierung war die Kursentwicklung nicht ganz einheitlich. Auf den meisten Marktgebieten waren 1- bis 2prozentige Kursbesserungen zu ver­zeichnen. Einige Spezialwerte waren aber etwas ebhafter verlangt. So bestand am Bankenmarkt ür Reichsbank mit plus 6,75 v. H. und besonders ür Braubank, die 9 v. H. höher eröffneten, grö­ßeres Interesse. Am Montanmarkt waren Oberbedarf mit plus 2,13 v. H. und Ilse Bergbau mit plus 3,5 v. H. bevorzugt. Mannesmann eröff­neten dagegen etwas niedriger. Für Schift - fahrtswerte erhielt sich einiges Interesse. Hapag zogen erneut 2,25 v. H. und Norddeutscher Lloyd 1 v.H. an. Am Chemiemarkt waren

I.-G.-Farben nur Inapp behauptet. Scheideanstalt wa.e, leicht erhöht. Elektrowerte lagen we­sentlich stiller als an den Ponogen, doch tonnten AEG. erneut 1.25 v. H. anziehen. Siemens, Fel- ten und Bergmann blieben gut behauptet. Kali- werte waren etwas gefragt und 2 bis 2,5 v. H. erhöht. Die WeNe des Metallbankkonzerns konnten 2,5 bis 2,75 v. H. gewinnen. Zell st off- werte waren oernachläjfigt und eher schwächer. Deutsche Anleihen blieben bei stillem Ge­schäft freundlich. Ausländer weiter ruhig. Im weiteren Verlause blieb die Stimmung freundlich. Siemens zogen etwas an, im übrigen blieben die Kurse etwa behauptet. Arn Devisenmarkt herrschte weiter stärkeres Angebot und die Mark zog erneut an. Man nannte Reichsmark gegen Dol­lar 4.1763. gegen Psunb 20.392. London gegen Kabel 4,8860, Paris 124,02. Mailand 92,65, Ma­drid 29,15 und Holland 12,0975.

OVtu. v t t k

Berlin, 25. Mai. Die letzte Börse vor den Feiertagen zeigte ein s e h r ruhiges Bild. Die dreitägige Unterbrechung hat doch, verbunden mit den Ulttmooorbereilungen, zu größerer Z u - rückhaktung geführt, Aumal das Ausland in nur mäßigem Umfange als Käufer auftrat. Neue Nachrichten von Belang waren nicht au verzeich­nen. Die Gencraloerfammlungsberichte der I. - G. - Farben - Industrie und der Sarftabt - A.-G waren größtenteils gestern schon bekannt. Einen guten Ein­druck machten vielleicht die Kaliabsatzschötzunaen für Mai. Im allgemeinen zeigten die ersten Kurse keine einheitliche Tendenz. Die Abweichungen gegenüber gestern Mittag betrugen etwa 1 bis 3 o. H. Ver­schiedentlich sollen kleinere Firmen doch Schwierig- feiten bei der Reportgeldbeschaffung gehabt haben und waren deshalb zu Engagementsoerkleinerung gezwungen. Lebhaftes Geschäft hatte dagegen der Schlfsahrts markt, einige Werte waren 4 bis 7 v. H. erhöht. Schuckert und Aschaffenburg no­tierten heute exklusive Dividende. Vernachlässigt und eher schwächer lag der Montanmarkt auf die gemeldete Stillegung der ZecheRoland" der Harpener Bergbau-A.-G. Der deutsche An­leihemarkt war still. Ausländer ruhig. Mexikaner bis zu 1 o. H. fester. Am Pfand- b r i e f m a r f t herrschte Feiertagsstimmung. Der Geldmarkt war unverändert. Tagesgeld 4,5 bis 6 v. H. und angebolen. Im weiteren Verlaufe wurde die Tendenz eher schwächer. Lebhaft gehan- beit blieben nur Schiffahrtswerte und Reichsbank. Braubank, Kunstfeideaktien und Laurahütte etwas gefragt, letztere konnten bei größeren Umsätzen auf angebliche Käufe der Verwaltung 4,5 o. H. gegen­über dem Anscingskurse gewinnen. Später wurde es wieder fester. Geschäft war aber nur In ein­zelnen Werten festzustellen.

Fraukfurtcr «ktrciD^üihrje.

Frankfurt a. M.. 25. Mai. Der Frankfurter Produktenmartt verehrte zum Wochenschluh in ruhiger Haltung Auch machleu sich die bevor­stehenden Feiertage stärker bemerkbar, so daß Umsätze kaum zu verzeichnen waren. Die Preise blieben jedoch gut behauptet. Es wurden notiert. Weizen 1. gut. gesund, trocken, bis zu 1 Prvz Auswuchs 26,50, Roggen 28 bis 28.25, Hafer, inländ. 28 bis 28,50, Mais (gelb) für Futterzwecke und für andere Zwecke 25, Weizenmehl, füdd. Spezial 0 38 bis 39,25, Aoggemnehl 39,50 bis 40, Weizenkleie 14,85 bis 15, Roggenkleie 15 Mk Ten den-: ruhig.

Berliner ^.odukteubvr

Berlin, 24. Mai. Das Bevorstehen der mehr­tägigen Aerkehrsunterbrechung machte sich heute Aiemlich stark bemerkbar. Auch die von den Aus- landmärkten gebotenen Anregungen vermochten das Geschäft nicht zu beleben. Das Angebot von Brot­getreide aus dem Jnlanbe war für Waggonware ziemlich mäßig, reichlicheres Offertenmaterial liegt nur von Roggen auf Wafferverladung vor, die Mühlen befunoen sehr wenig Unternehmungslust. Nach den aus der Provinz vorliegenden Meldungen war die feuchte kühle Witterung der letzten Zeit der Entwicklung der Pflanzen, namentlich der Som­mersaaten, recht günstig, trotzdem zeigt sich jedoch hier am Lieferungsmarkt für Herbstroggen regere Nachfrage, da bas Mehlaeschäft für spätere Liefe­rung verhältnismäßig besser als in prompter Ware von statten geht. Sonst blieben im Zeitgeschäft, ebenso wie auf den anderen Marktgebieten, die Um­sätze sehr gering. Mehl bei unveränderten Mühlen« forbtrungen in sehr kleinem Geschäft. Auch am Hafermarkt fanden, oxe schon in der ganzen letzten Zeit, nur geringste Umsätze statt. Gerste ruhig. Es notierten (1000 kg): Weizen, märkiscyer, 262 bis 265. Mai 278,50 bis 279, Juli 286,50; September 273 Brief (ruhig); Roggen, mörkifcher, 285 bis 287, 297 bis 296, Juli 275 bis 274,75, September 253,50 bis 253,25 bis 253,50 (stetig); Sommergerste 252 bis 290 (ruhig); Hafer, märkischer, 264 bis 270 (still), Mais, zollbegünstigter Futtermais, 237 bis 240

(fest); (100 kg): Weizenmehl 32,75 bis 36,50 (ruhig); Rogaenmehl 35,25 bis 39,50 (ruhig); Weizenkleie 17,25 (stetig); Weizenkleiemelasie 16,85 bis 17,25; Roggenkleie 18,75 bis 19 (stetig), Diktoriaerbsen 48 bis 63; kleine Erbsen 35 bis 38; Futtererbsen 25 bis 27; Peluschken 24 bis 24,50; Ackerbohnen 23 bis 24.

Eingesandt.

(Für Form und Inhau aller unter dieser AubrU stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem 'Pu Mi firm gege-^b...... - Verantwortung.)

Ls gehl auch so!

Die ,.AuLlände:ei" ist wieder fest im Schwung. Auf allen deutschen Strafen lassen Deutsche ausländische Autos Ioa; en. Meist sind es sogar Leu e, die .ür ihre deutschen Waren selbst­verständlich im Inland auf Absatz rechnen.

Sie bedenken nicht, daß sie mit ihren ganz unveranlaß en Auslanbläu en die ohnehin schoi* schwache deutsche Handelsbilanz noch mehr schwächen. Jeder deutsche Wagen gab bei der Herstellung ein bis zwei deutschen Arbeitern ein Iahr lang Arbeit und Brot.

Solch' gedankenloser Deutscher sutzr vor einigen Tagen bei einem oberheffifchen Großindustriellen Geschäfte halber mit feinem ausländischen Wagen vor Jener ließ ihm sagen, er mache nur mit Leuten Geschäfte, die in deutschen Wagen kämen. Am andern Tage kam er in einem deutschen Auto wieder. Also, es geht auch so!

Unsere Hochachtung dem Herrn, der so durch­griff. Mächten viele seinem Beispiel scü^en.

Kunst und Wiffenfchast.

Kunstausstellung In Bad-Rauhelm.

3m staatlichen Ausstellungsraum in ten Kolon­naden von Dad-Rauheim (Kunsthandlung Richard Banger) findet Aur Zeit bis 15. Oktober eine Ausstellung hessischer Graphik statt, die wie in den Vorjahren von der Reuen hessischen Arbeits­gemeinschaft für bildende Kunst veranstaltet ist. Fast alle in Hessen ansässigen und auch viele auswärtige hessische Künstler von Ruf haben sich beteiligt mit Aquarellen. Pastetten. Handzeich- nungen. Radierungen .Holzschnitten, Steindrucken. Kleine Bildbauerwerk: und kunstgewerbliche Ar­beiten, auch von den Kunstschulen in Mainz, Offenbach. Erbach, ergänzen die Ausstellung.

Letzte Nachrichten.

Oie Menen presse zum Zwischenfall in Innsbruck.

Wien, 25. Mat. (WTB. Funksoruch.) In den Blättern kommt das 'Bebauern darüber zum Aus- druck, daß die gewaltsame Entfernung der italieni­schen Flagge vom Konsulat tn Innsbruck durch jugendliche Hitzköpse die Tiroler Bundesregierung in die Zwangslage versetzte, sich ge« mäß der Forderung des italienischen Generalkon- suls zu entschuldigen und die Flagge unter militärischen Ehren wieder hlsien zu lassen. Die unbedachte Handlung der Tiroler Jugend wirb da­her von den Blättern bei Anerkennung der Motive gerügt. Bor allem aber begegnet die Tatsache der Htssung der italienischen Flagge am Tage Der Kriegserklärung leiten» des Siegers im Lande der Besiegten scharfer Beurteilung. So schreibt dieNeue Freie Presse": Selbstverständlich wäre es rücksichtsvoll gewesen und wir hätten es dankbar empfunben, wenn im Lande der Besiegten und insbesondere in Tirol eine solche Kundgebung unterblieben wäre. Derlag" bezeichnet die Beflaggung der italienischen Vertretung in Innsbruck als eine Geschmacklosigkeit und Taktlosigkeit sonderglei cyen. In derVolkszeitung" heißt es: Gerade dem Tiroler muß dieser Geßler- Hut des italienischen Siegers besonder» schmerzlich sein. Wenn auch das reale Interesse Oesterreichs sicherlich gute Beziehungen zu Italien fordert und die Demonstrationen in Innsbruck die­sen Beziehungen ebenso aewiß nichts nützen wer­den, so kann man doch die Erregung der Inns­brucker Bevölkerung s e y r wohl mitfühlen." Schwere Wurfivrrsistu»arn.-Zwei Tote.

Themar. 25. Mai. IWTV. Funkspruch.) Arn Himmelfahrtstage hatte die Familie eines Land­wirtes in Wachenbrunn eingeweckte, jedoch bereits verdorbene Wurst gegessen. Du ganze Familie, sowie das Kind eines Verwandten erkrankten darauf unter schweren Vergiftung*- erscheinungen Der Landwirt und eine Tochter sind der Vergiftung erlegen. Ein zweites Kind liegt im Sterben. Auch für die anderen Er­krankten besteht Lebensgefahr.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

_____________________Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, LombarbzinSfuß 8 Prozent.

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