Ausgabe 
23.8.1928
 
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Sprechstunden der Redaktion

12 bie 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschlossen.

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* Neues Verfahren für bie Stickstoff- lagerung. Eine Frankfurter Firnia hat ein neues Verfahren für die Stickstofflagerung entdeckt. Bisher mußte der Stickstoff bekanntlich unterirdisch gelagert werden: das neue Verfahren gestattet eine ober- irdische Stickstofflagcrung. Auf diese Weise wird eine rationellere Stickstofflagcru"g erzielt. Wie verlautet, steht die Firma rocen der Ausnutzung des neuen Verfahrens mit der holländischen Regierung in Ver­handlung.

* Kabelwerk Nassau in Haiger sttil­ge l e g t. Das KabelwerkNassau" hat seinen Betrieb eingestellt und die gesamte Belegschaft mit annähernd 70 Arbeitnehmern entlassen. Die Ursache der Stillegung ist in der Hauptsache in finanziellen Schwierigkeiten zu suchen. Qluf einer am Montag in Köln stattgehabten Gläu- bigerversammlung ist ein Gläubigerausschuh be-

Wirtschaft.

Oie Gel-marliaussichten.

Der Leiter der 'Beratungsstelle für Ausland­anleihen, Geheimrat Norden, gibt in derDeut­schen Konfektion" einen Ueberblick über die Aus­sichten des Geldmarktes und der Wirtschaftslage. Dabei ist es selbstver- > stündlich, dah er auf -die Geldverhältnisse des * Neuyorkcr Markt es hinweist, der bekanntlich f gegenwärtig leine Aufnahmefähigkeit für deutsche Anleihen aufzuweisen hat. Die Situation ist jedoch - nicht ganz so ungünstig, wie sie Geheimrat Nor­den. auch mit wohlverstandener Rücksicht auf seine Position als Leiter der Beratungsstelle, auffassen muß Zwar liegen in Amerika etwa 300 bis 400 Millionen Bonds deutscher Anleihen in den Tre­sors amerikanischer Emissionshäuscr. aber es ist damit zu rechnen, daß in nicht allzu ferner Zeit das durch die Erhöhung der amerikanischen Redis­kontrote verdeckte, an sich flüssige Aussehen des Neuhorker Geld- und Kapital ma r t - tes wieder in Erscheinung tritt. Das Staats­departement hat selbst verlauten lassen, dah die gegenwärrige hohe Diskontrate in Amerika nur von kurzer Dauer sein werde. Hinter dieser Er­klärung sind wohl auch politische Gründe zu suchen, die nicht zuletzt auf die Derschiebungen der finanziellen Bedeutung zwischen dem Lon­doner und Neuhorker Geldmarkt hinzudeuten scheinen. Das große Fragezeichen am internatio­nalen Geldmarkt ist vor allem die Bank von Frankreich, die im Besitze eines ungeheuer

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lisch« Gesangbuch, hob die Notwendigkeit über die angeregte Erneuerung hervor und befür­wortete die Annahme der Dorlage. Das Kor­referat hielt Pfarrer Dr. Schmidt, Reiskirchen, der in der Hauptsache den Entwurf des dem deutsch-evangelischen Gesangbuch beizufügenden SonderguteS" der Rheinischen Kirche behandelte: er empfahl die Streichung einer Anzahl Lieder desSondergutes" und befürwortete die Auf­nahme einer Anzahl neuer, imSondergut" nicht vorgefehener Lieder, di« er im einzelnen nannte. DaS Thema löste eine fehr lebhafte Aussprache aus, die damit endete, daß die Dorlage des Pro- vinzial-Kirchenrats mit 18 gegen 15 Stimmen angenommen wurde. Noch der Mittagspause wurden die Derhandlungen fortgesetzt. Pfarrer Lic. Müller, Dutenhofen, als gleichzeitiges Mitglied der Synode Braunfels, überbrachte die Grüße dieser Synode, die zu gleicher Zeit in Wehlar-RiedergirmeS tage Nach einer kurzen Mitteilung deS Superintendenten Wieder, Garbenheim, über die Derpachtung der Pfarr- grundstücke wurde auf bi« den Synodalen im Druck vorliegenden einzelnen Synodalberichte bin» gewiesen. Der Synodalvertretcr für Innere Mis­sion. Pfarrer Koch, Lützellinden, empfahl die Einführung eines sogenannten Inneren MissionS- sonntages, der zweckmäßig m die Trinitatiszeit zu legen sei. Sodann gab Superintendent W i e- d er, Garbenheim, den Voranschlag der Shnodalkasse für 1928 bekannt, welcher in Einnahme und Ausgabe mit 27 003 Mk. obschlieht. Einen sehr wichtigen Punkt der Tagesordnung bildete die Aufbringung der S y n o dal- umlage. Hierzu lag ein Antrag dec Kirchen- gemcmde Wetzlar vor, der eine stärkere Heran­ziehung der ländlichen Gemeinden zu der Auf­bringung dieser Umlage vorsah. Der Antrag löste eine sehr lebhafte Aussprache aus, an der sich insbesondere Gemeindevorsteher a.D. Borck, Hörnsheim, und Presbyter Schmidt, Ahboch, beteiligten. Als Vertreter der ländlichen Kirchen­gemeinden sprachen sich beide Herren sehr gegen die Annahme des Wetzlarer Antrages aus, wobei Gemeindevorsteher a.D. Borck, HörnSheim. an der Hand ausgiebigen Zahlenmaterials nachwies, in welchem Umfange bei der Annahme des Wetz­larer Antrages die ländlichen Gemeinden höher als bisher zu der Umlage herangezogen würden. Bei der Abstimmung wurde der Antrag der Kirchengemeinde Wetzlar mit Stimmenmehrheit abgelehnt. Mit Stimmenmehrheit angenommen wurde dagegen ein Antrag der Kirchengemeinden Atzbach-Dorlar und Lützellinden-Hörnsheim, nach dem die Ausbringung der Umlage wieder wie früher erfolgen soll. Ferner wurde noch über einen Antrag der Kirchengemeinde Dorlar auf Einführung eines einheitlichen Bußtages in den Landeskirchen Deutschlands verhandelt, wobei die Mißstände, wie sie sich besonders an den Grenzen verschiedener Länder mit zeitlich verschiedenen Bußtagen ergeben haben, besonders betont wur­den. Als Synodalort für das nächste Jahr wurde Dutenhofen, als Synodalprediger Pfarrer K u l k e, Niederkleen, und als defsen Stellvertreter Pfarrer Knieper, Krofdorf, bestimmt. Mit einem kurzen Schlußwort des Superintendenten Wieder, Garbenheim, wurde die Tagung geschlossen.

allem Elektrowene, von denen elektrische Lieferungen 3,5 d. $)., Schuckert 2,25 und Siemens 2,25 o. H ein- büßten. AEG , Licht und Kraft, Gesfürel waren je 1,5 o. H. hoher. Montanwerte lagen unverändert still bei Kursrückgängen bis zu etwa 1,5 v. H Rheinische Braunkohlen behauptet. Von Banken verloren Ber­liner Handelsgesellschaft 2 o. H, Rcichsbank 2,5 v H. Don den Autowerten konnten sich Adler gut behaup­ten. Kaliwerte verloren etwa 2,5 o. H Deutsche An­leihen lagen gelchaflslos, von Ausländern Rumänen nach wie vor verlangt und weiter erhöht. Im Ver­laufe konnte sich die Tendenz etwas erholen, da die Spekulation Deckungsneigung bekundete. Farben waren 1 v. H., Siemens 2,75 o. H. gebessert Am De­visenmarkt war das Pfund international schwacher. Pfund gegen Kabel 4,8525, Pfund gegen Mark 20,370, sonst war Mark gegen Dollar 4,1975, London gegen Paris 124,24, Mailand 92,70, Madrid 29,2*. Holland 12,1050. Am Geldmarkt war Tagesgeld stärker Angeboten, so daß der Satz auf 4,5 v. H er. mäßigt wurde.

Berliner Börse.

Beilin, 23.Aug. Während man im heutigen Vormittagsverkehr noch freundlich gestimmt war, berrfchte an der Porbörse und beim-of^ielkn Be- finn große Unsicherheit und infolgedessen chwachere Tendenz, Die Geschäfts- losigkeit war unvermindert groß. Auch heute mußten wieder 82 Kurse wegen Orbermangels ge- strichen werden. Bei den Banken lag auch nicht eine Publikumsorder vor, und die Epekulation, die nur unter sich blieb, zeigte eher Neigung zu Abgaben. Vereinzelt haben auch kleinere Abgaben stattgesun- den, und bei der herrschenden Unlust wurde die Mare nur sehr zögernd ausgenommen. Die gestrige Neu- norfer Hausse löste feine Wirkung aus, man achtete eher auf d>e weniger günstigen Momente. Die Ar­beitsmarktlage hatte in der dritten Augustwoche eine erneute Verschlechterung aufzuweisen, was beunruhi­gend wirkte. Ferner die Ungewißheit, ob der Reichs- außenminifter an der Pariser Paflunterzeichnung teilnebmcn kann oder durch seinen Gesundheit^ zustand gehindert wird. Tagesgeld 4,5 bis 6 v. H. und darunter. Monatsgeld mit 8 bis 9 v. H gesucht. Warenwechsel ohne jeden Umsatz 7 v. H und darüber. Für Bemberg zeigte sich etwas Interesse im Zusam­menhang mit der Errichtung der zweiten Fabrik der American Bemberg Corporation und der damit ver- bundenen Produktionserhähung. Farben, Reichsbank, Feldmühle, Schuckert, Poluphon waren etwa» stärker angeboten und verloren bis 4 v. H. Deutsche An- leihen lagen schwächer, Ausländer dagegen fester, Bosnier 1,13 höher. Am Rumänenmarkt hielt das Interesse an. 1913 Rumänen 25,75 bis 26 v. H. Im Verlaufe wurde es auf kleine Deckungen hin eher etwas befestigter, doch nur in dem Ausmaß von 1 bis 1,5 v. H. Bemberg und Glanzstoff konnten aus dem angeführten Grunde 5 bis 5,5 v. H. erneut an­ziehen. Reichsbank verloren dagegen noch fast 1 v. H.

Frankfurter Getreidebörse

Frankfurt a. M.. 23. August. Tendenz: Ruhig. Der heutige Produktenmarkt verkehrte in gut behaupteter Haltung. Die AuSlandmrl- dungen sind wieder etwas hoher, jedoch sind die Händler vorsichtig, so daß daS Geschäft sich nur in sehr engen Grenzen bewegte. ES wur­den notiert: Weizen 1 gut. gesund, trocken, bis zu 1 Proz. AuSwuchS 24,10 bis 25. Roggen 22,90 bis 23, Sommergerste für Brau zwecke 26.50, Hafer, inländ., alter 26. neuer 22.25 bis 22,75, MaiS (gelb) für Futterzwecke 21,75. Weizen­mehl, südd. Spezial 0 33.50 bis 34. Roggenmehl 32 bis 32.75, Weizenkleie 14, Naggenkleie 1525 bis 15,50.

Frankfurter Lchlachtviefturarkt.

Frankfurt a.M., 23. Aua. Austrieb: 96 Rinder, 900 Kälber, 277 Schafe, 373 Schweine. Es wurden notiert Kälber: Beste Mast- und Saugkälber 75 biS 80 Mk.: mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 74, geringe Kälber 64 bis 69. Schafe: Mastlämmer und jüngere Wast- hämrnel lWeidemast) 48 biS 52: mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genähr.e Schafe 40 biS 47. Schweine Dollfleischige Schweine von etwa 240 biS 300 Pfund Lebend­gewicht 80 bis 83; von etwa 160 biS 240 Pfund 79 bis 82; fleischige Schweine von etwa 120 biS 160 Pfund 76 biS 80 Mk Marktverlauf: Am Schwcuremarkt verblieb nach schleppendem Geschäft ileb«rftanb.' Kälber und Schale rege, auSverkauft.

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stellt worden, der die technischen und wirtschaft­lichen Derhältnisse an Ort und Stelle prüfen soll. Die Stillegung bedeutet für die ohnehin unter den wirtschaftlichen Notständen schwer­leidende Stadt Haiger und für den gesamten Dillkreis einen Schlag, der nur schwer zu ver­winden ist.

Streik in der Herrenkonfektion. In der deutschen Herrenkonfektion ist wegen Lohnstreitigkeiten ein Streik ausgebrvchen. Don dem Streik sind in Frankfurt a. M. bisher zwei Großbetriebe betroffen, in denen am Mitt­wochmorgen etwa 750 Arbeiter in den Streik getreten lind. Die Konfektionsschneider in Mainz haben in einer am Dienstag abge­haltenen Versammlung beschlossen, am Donners­tag in drei hiesigen Qtetrieben die Arbeit nieder­zulegen. In Aschaffenburg wurde eben­falls in einer außerordentlich stark besuchten Dersammlung der christlichen Gewerkschaften und in einer Dersammlung der freien Gewerkschaften einstimmig beschlossen, den Teilstreik ab Donners­tag aufzunehmen. Man einigte sich darauf, zu­nächst Die Firmen Gebrüder Trier. Iakob De sch und August Dordemfelde lahm- zulegen.

* Frankfurter Strohhutfabrik AG, Frankfurt a.M. Di« Gesellschaft schließt dos Geschäftsjahr 1927/28 mit einem mäßigen Gewinn ab, wodurch der aus 1926 27 übernommene Verlust von 60 000 Mark sich auf etwa 30 000 Mark ermäßigt bei 200 000 Mark Aktienkapital. Der Betrieb ist nun­mehr vollständig auf Mützen- und Filzhuifobrikation umgestellt worden und erstreckt sich in der Haupt­sache auf Kinder- und Herrenhüte bzw. Mützen. Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr sind in Anbetracht der vorliegenden Auftragsbestände nicht ungünstig.

* 'S) i c Heag kaust das Städtische Elektrizitätswerk Erbach i. O. Die Hessische Eisenbahn A. G hat daS Elektrizitäts­werk Erbach i. O. mit dem gesamten Leitungs­netz mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. für einen Kaufpreis von 300 000 Mk. übernommen. Die Beurkundung der Rechtsveränderung hat am Mittwochnachmittag in Darmstadt stattgefunden. Das Erbacher Elektrizitätswerk wurde vor etwa 25 Iahren erbaut. Notwendig gewordene Er- Weiterungen und Umstellungen d:s Werkes haben es ratsam erscheinen lassen, zur Ersparung der hohen Kosten das Werk an die Heag zu ver­laufen. Wie verlautet, sollen sämtlich? zur Zeit im Erbacher Werk beschäftigte Angestellte und Beamte von der Heag übernommen werden. Die Strahenbeleuchti'.ngSanlage bleibt im Besitz der Stadt Erbach. Das Baubureau der Heag in Groh-Arnstadt soll nach Erbach verlegt wer­ben. Doraussichtlich wird mit dem Besihwechsel eine Verbilligung des Stromes für die Erbacher Kraftstrombezicher eintreten.

D i« erst« Ammoniakfabrik des holländischen Staates. Wie der D. H. D. erfährt, ist der Firma Mester & Co., G. m. b. H., in Frankfurt a. M. von der Firma Society Ano­nyme Ammoniaque Shnthetique et Derives in Brüssel ein Auftrag für die Lieferung von Stickstoff- und Wasserstoff-Erzeugungs-Anlagen, welche an die Staatsmynen in Limburg (Holland­geliefert werden, erteilt worden. Die Anlagen werden auf Grube Maurits bei Heerlen zur Aufstellung gebracht. Die Anlagen zerlegen stündlich 20 000 Kubikmeter Koksofengas und 5000 Kubikmeter Luft. Die hieraus erzeugten Wasser- ft off- und ©tiefft affinen gen genügen zur Herstel­lung von 100 Tonnen synthetischem Ammoniak pro Tag. Sie arbeiten nach Dersahren und Konstruktionen des Inhabers und Geschäftsfüh­rers der Firma Mefser & Co., G. m. b. H., des Ingenieurs Adolf Messer. Es sind im In- und Ausland« hierauf Patente erteilt und an» gemeldet.

5taiiliurtcr Börse.

Frankfurt a. M., 23. Aug. Tendenz: schwacher. Nachdeni bereits vorbörslich eine merkliche Unsicher­heit fühlbar war, erfuhr die Tendenz bei Beginn des offiziellen Verkehrs eine allgemeine Ab­schwächung. Die trotz immer noch herrschender Geldvcrsteisung weiter feste Neuyorker Börse konnte dem Markte heute keine Stütze bieten, da der unver­änderte Ordermangel auf das Kursnioeau drückte, außerdem war man verstimmt über die nach den Berichten der Landesarbeitsämter festzustellende Z u- nähme der Arbeitslosigkeit. Nach den gestrigen Deckungen schritt die Spekulation zu Ge- winnsicherungen, zu denen auch der nahe Ultimo wieder Veranlassung bot. Das Angebot war nicht groß, doch hat andererseits kaum Aufnahmelust be- standen. Auf den meisten Märkten traten 1- bis 2-v. H. Kursrückgänge gegen die gestrige Abendbörse ein. Stärker angeboten waren Farben, die 3 o. H. nachgaben. Scheideanstalt verloren von ihrem gestrigen Gewinn 2,25 v. H., Holzverkohlung blieben gut behauptet. Angeboten waren ferner vor

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großen Devisenvorrates ist und nach der Stabili­sierung ungeahnte Möglichkeiten am internatio­nalen Geldmarkt besitzt. Don ihrer Goldpolitik wird die Gestaltung auch der internationalen Geldmarktlage in Zukunft maßgeblich beeinflußt sein. Die Rolle Frankreichs als Kreditgeber hat bekanntlich bereits auch für Deutschland Be­deutung gewonnen, denn ter ein getretene Abzug besonders kurzfristiger amerikanischer Gelder ist von den deutschen Banken durch die Hereinnahme französischer ausgeglichen worden. Ob der franzö­sische Geldmarkt für langfristige deutsche Anleihen in Frage kommt, kann man heute noch nicht sagen, denn der Geldbedarf Frankreichs selbst ist. eine Folge der Staoilifierung. zunächst groß, und be­kanntlich stehen größere InvestitUlionsprogrammc in Frankreich vor der Durchführung, täe_ aller- bmgd auf Betreiben des französischen Finanz­ministeriums zum überwiegeirden Teil soweit als möglich auf Reparationskonto zur Abwicklung gelangen. Die Anleiheaufnahme Deutschlands im Ausland? hat im ersten Teil dieses Iahres zum 3>il Rekordziffern aufzuweifen gehabt, die aus ihr herrührenden Mittel sind noch nicht voll aue- genuht, so daß vorerst unmittelbare Auswirkungen der verschlechterten Anleihemöglichkei'en in Amcrcka nicht eintreten werden Hinzu kommt, dah dre amerikanischen Emissionshäuscr die Zah­lung der Anleihen garantiert haben, ganz unab­hängig davon, ob tatsächlich di: Emission der Bonds durchgeführt ist. Darin, dah in diesem Iahre mit einer Diskontermähigung nicht mehr zu rechnen ist, muh man mit Geheimrat Norden übereinftimmen. Deutschland muh an dem Zinssatzvon 7 Prozent als dem seiner wirtschaftlichen Lage und seinen Kreditverhäll- nissen entsprechenden Landeszinsfrih festhalten, da eS die >Zufuhr ausländischen Kapftals vorerst nicht entbehren kann und ausländische Gelder nur zu »erhältnismäßig hohen Zinssätzen in deutsche Anlage gehen, zumal da die Wirtschaftskonjunktur tatsächlich im Zeichen des Rückganges steht und man der Entwicklung im Winter mit einiger Sorge gegenüberstehen muß. Auch selbst b:i einer Klärung der gegenwärtig über der internationalen Geldmarktlage liegenden Unsicherheit muh dies beachtet werden. Schwierigkeiten für die Ernte­finanzierung. auch bei einer allgemein erwarteten guten Mittelernte, werden sich jedoch keinesfalls ergeben.

Oer deutsche Außenhandel im Juli.

Der deutsche Außenhandel zeigt im Iuli 1928 im reinen Warenverkehr einen Einfuhr­überschuß von 268 gegen 215 Mill. Mark im Dormonat. Die Einfuhr hatte ihre im Iuni wieder in Erscheinung getretene Steigerung auch im Iuli bei behalten. Die Zunahme von 74,3 Millionen Mark erklärt sich jedoch überwiegend durch Terminabrechnung im Niederlageverkehr. Die hierfür besonders in Betracht kommenden Waren, wie Kaffee, Tee. Kakao und Mineral­öle haben allein eine Einfuhrsteigerung um 70.5 Millionen Mark aufzuweisen. Bei einer Reihe anderer Waren sind die Erhöhungen in erheb­lichem Umfange saisonbedingt. Diese haben auf die Gesamtentwicklung nur geringen Einfluß ge­habt, weil sie größtenteils durch Rückgänge ausgeglichen wurden. An der Steigerung der Ge­samteinfuhr sind Lebensmittel, Roh­stoffe und Halbfertigwaren beteiligt. Fertigwaren wurden dagegen geringfügiger eingeführt. Die Einfuhr von Gold betrug 119,1 Millionen Mark, mithin gegen den Dormonat 70,6 Mitt. Mark mehr. Das Gold flammte zu drei Dierteln aus Rußland, der Rest fast ganz aus Großbritannien. Auch die Ausfuhr ist im Iuli wieder etwas gestiegen. Die Zunahme von 21,6 Mill. Mk. hat in erheblichem Umfange Saisoncharakter. Mit 18,9 Mill. Mk. entfällt sie überwiegend auf Rohstoffe und mit 4.2 Millionen Mark auf Fertigwaren, während Lebensrnittel und Getränke um 2 Mill. Mark zurückgingen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführt en Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlostenen Dividende an. ReichSbankdiSkont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 3 Prozent.

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