Ausgabe 
23.8.1928
 
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Dieser

chsam wie xum Gelöbnis Jortj. die da geschrieben

stehen:

Monroes Erben

Die

C .

* 5

Nachdruck verboten.

7. Fortsetzung.

Oberheffen.

Lanvi .is Gietzeu.

Allenborf a.d. Lda., 22. August.

Wir Toten Flieger Blirben Sieger Durch MnS Allein Volk Flieg Du Wieder itnb Du Wirft Sieger Durch Dich Allein.

Verhängnisse.

Vornan von tie-bet Dill.

Copyright by Martin Feuchtwanger, -alle (Saale).

Und im Weggehen schauen wir noch einmal zurück nach dem Denkmal, auf dem sich nur noch schwach der Wiederichein de- verglimmenden Feuers spiegelt, und g'eichsam wie zum Gelöbnis sprechen wir leise die Worte, die da geschrieben

Die dellen Augen der jungen grau Dcrbunfeltcn ich sah. Wie ein Schleier legte es sich über das eine, weiße Gesicht.Nein, aus die Uhr habe ich an dein Abend nicht mehr gesehen."

Ziehen Sie Ihre Uhr abends nicht regelmäßig auf?"

Ich hatte sie schon aufgezogen, ehe ich fort­ging", sagte Odette.

In diesem Augenblick öffnete sich die Tür und der Gendarm führte den Capitaine herein.

Der Richter wandte sich nun diesem zu. Supon stand in seiner etwas lässigen Haltung vor dem Richter und grüßte nach Öbelle hinüber. Sie er. widerte feinen Blick fest ... Ihre Lippen bewegten sich, sie schob wieder die '.Ringe hin und her.

Ich kann wohl gehen?" fragte die alte Artemis. Mir brennt sonst draußen alles an."

Ja, gehen Sie, ich werde Sie später noch ein­mal brauchen."

Artemis zog die Tür hinter sich ins Schloß.

fcreia Schotten.

Laubach. 22. Aug. 3n der gestrigen S ihn na de- Gemeinderats wurde in Betreff der Verpachtung der Gemeinde- Grundstücke auf der Lfchenstruth" be­schlossen. diese Grundstücke nochmals zu verpach­ten. Zur Deckung der kosten der Kanali­sation wird ein neuer Schuldschein auf 25 000 Mart ausgestellt. Wie schon berichtet, hat die Gemeinde .A m R o te nbe rg" an Fabrikant Schunk einen größeren Bauplatz zu verkaufen sich erboten, unter der Bedingung, daß binnen zwei Jahren mit d?r Errichtung de- Baue- be­gonnen werden sollte. Diesem Vorschlag hatte der Fabrikant zugestimmt. Auf seine jetzige Dr- flärung, daß er auf die Berpslichtuna. innerhalb zweier Fahre zu bauen, doch nicht ein gehen könne, beschloß der Gemeinderat. auf seiner For­derung des Bauens Innerhalb zweier Jahre zu beharren. Der Berkaus der Billa ,Frie­den-ruhe" durch Fabrikant vchunk an die Krankenkasse Offenbach zweck- Ginrichtuna eine- ..Erholung-beime- für kranke Kinder' ist noch nicht endgültig auSgeführt worden. Die Frage deS Au- tritt - der Gemeinde au - dem Waldbesihcrvcrband wird zurückgesteUt. Oberforstineister Königer wird vom Ge­meinderat al- Vertreter der Gemeinde bei der Bezirk-sParkasfe ernannt. Hier ist die Stadl die Garantie-Gemeinde

\r Gedern. 22. Aug Heute früh ereignete sich auf der Baustelle der Bahnerweiderur^G' anlagen ein schwerer Unfall. Der 27jäbnae Wilhelm Peppel au- Mittel-Seemen. Sohn de- dortigen Altbürgermeisters, wurde durch herabstur,ende Erd- und Steinmassen verschüt- t c t Dem Bedauernswerten wurde dadurch der

einen seiner wenigen Grsolge die er teuer genug bezahlen mußte erreicht, daß in die Satzung deS Bblkerbundes die Bestimmung aus­genommen wurde, die Monroedoktrin widerspräche nicht den geschriebenen und ungeschriebenen Ge­sehen des neuen Bundes. Tiun sind aber die Bereinigten Staaten, die jene Monroe- doktrin als Glaubenssatz ausgestellt haben, gar nicht Mitglied des Völkerbundes, und die übrigen amerikanischen Staaten lehnen von sich aus die ganze Monroebok trin a v. Da- ist nach der ganzen Vorgeschichte verständlich. Bor mehr al- hundert Zähren hat der damalige Präsident brr Bereinigten Staaten Monroe eine Botschaft an den Kongreß gerichtet, tootfn er dem Sinne nach den Satz aufstellte'. ,Ame- rika den Amerikanern!" ®tfne Doktrin verfolgte ben Zweck, die lateinamerikanischen Staa­ten. die sich eben von Spanien befreit hatten, zu schützen, er wollte ihnen eine Rückendeckung geben, die ihnen damals sehr willkommen war. Die übrigen europäischen Staaten aber hatten fein Interesse daran, irgendwie zu dem Problem Stel­lung zu nehmen. Dann hat sich die Doktrin aus­gewachsen mit der Macht der Vereinigten Staa­ten. Washington verstand es. darau» eine un­sichtbare Mauer zu machen, die um bett ganzen Kontinent herum gelegt wurde und alle Eingriffe Europas in irgendwelche inneren Angelegenheiten irgenbeiiW» amerikanischen Staate- verbot Die Bückendeckung wuchs sich zu einem Protektorat ans, da- von den Heineren amerikanischen Staaten zunächst ganz gerne gesehen, als sie jedoch spater crftarHcn. als eine lästige Fessel empfunden wurde, weil ntm Washington au« der Versuch gemacht wurde, die Formel umzuprägen in den Begriff:Amerika den Bereinigten Staaten!" Die ständigen Einmischungen tn Kanada. Panama, in Nicaragua, in Merilo. die Selbstverständlichkeit, mit der die Vereinigten Staaten auch in Argentinien. Brasilien und Chile

Halbdunkel da eine düstere Gestalt nach ter anderen den Hang frnauff<.ud>t jede einen llttre« ren Tannenbaum hinter sich her'chleppend. Unb bald ist ein riesiger Holzstoß errichtet, inzwischen ist es völlig dunkel geworden Da kommen sie auch ff,er. Köhl. bie Leiter de« Wrttbrwerbe- unb all die vielen begeisterten Anhänger des Seg'l l'tgfvortrs. Das schnell entmintet' Feuer beleuchtet da- Denkmal. daS malerisch umlagert ist. Unb herrlich nimmt sich im Schrine deS lotemben Feuer- der eherne Adler aus. der da oben stehl trotzig den Blick nach Westen ge­wendet. Der Vorsitzende der Rhön-Rostitten- GesellfchaH spricht einige Worte. Und bann spricht Kohl. Seine to'thin'challente Stimme übertönt das Knistern des Feuer«. Sonst ist allr« ruhig. Sr spricht so sch'icht und doch so zündend, unb au« seinen Worten Hingt bas feste Ver­trauen zu Deutschlands Zukunft. Wir steten toi' Gebannt bis ein begeisterte- Hoch auf Deutschland :->c Zungen löst. Wit ^Deutsch'and, Deutschland über olleS" schließt bi? eindrucksvolle Feier.

,Köhl ist da!" 3nt Auto kam er mit seiner Frau. Beim Ab'ndessen wird er stürmisch be­grüßt. Dann wird unS mitgeteilt, daß am Flie­gerdenkmal ein Feuer angezündet werden soll. Kaum ist da- Abendessen vorbei, so eilen auch schon die ersten zum Denkmal, bztv. in den etwa- tiefer liegenden Wald, um 5annenbäume zu holen Gespensterhaft sieht aus, wie im

Sonntag Nebel, dicker Nebel. Viele Besucher sind heraufgekommen in der Hoffnung, schäne Flüge zu sehen, doch die liebe Knoosc macht ihnen einen Strich durch die Rechnung, und trotzdem mllssen sie noch (Eintritt bezahlen. Auch die Flieger müssen fidi einmal ausruhen. Sie sitzen in her Kantine und schreiben oder sind oben auf der Baude (rote das Unterkunftshaus aus der .Huppe heißt). Dort sind auch die Matrosen, feie als Winker Im Wettbewerb tätig sind. Da wird Klavier gespielt, gelungen und getanzt. Andere sitzen In ihren Schlafräumen und lassen das Grammophon spielen. ImSchlafwagen' sitzt auch eine Gruppe, die singt, daß das ganze Ge höube wackelt Die neugierigen und enttäuschten Ausflügler müssen sich damit begnügen, einen Blick in die Zelte zu werfen, im übrigen müssen sie sich mit den Hotels obflnben. (Ls gibt dort oben außer der Baude noch zwei kleine Hotels.)

e

Westwind Rekordmind. Die Sirene hat drei- mal gerufen das ist das Zeichen zum Start. HeberaU aus den Hallen fömmen die hochwertigen Maschinen. Der Meßtrupp zieht mit Theodolit, Ent­fernung». und Windmesser zum Westhang, um die Flüge zu vermesten, Sanitäter, Arzt, Polizei und Sportleitung, alles geht nach dem Startplatz Die Winker verteilen sich auf den Rängen, van wo nur sie Weiterflug und Landung der Flugzeuge, wenn diese für Meßtrupp Und Sportleitung am Startplatz nicht mehr sichtbar find, gut beobachten lännen. Die Polizei sperrt den Startplatz ab. Die erste Maschine ist fertig. Das Gell ist eingehängt. Der Pilot ist verstaut. Einer vom Meßtrupp ver- fändet den Wind R Millimetersekunden Rj 9 PI _ g _Ausziehen!" ruft der Führer .Laufen!"Los!" und wie aus einem Katapult 'geschossen, schnellt dos Flugzeug in die Lust. An bere folgen. Bald ziehen vier bis fünf solcher Vögel ruhig und masestätisch ihre Kreise, teilweise schrau- ben sie sich höher und höher, teilweise aber gehen ste auch auf Strecke.

Der Wind hat zugenommen. 15 Millimeter, sekunden. Schwer haben die grobenKisten" mit den Böen zu kämpfen, doch sie steigen dauernd. Da kommt einer herunter; der Führer scheint genug zu haben. Er versucht zu landen. In 50 Zentimeter Äöbe kriecht er über den Boden gegen 12 bis . 15 Millimetersekunden Wind. (Er steht fast. Er kann 1 die Maschine nicht aus den Boden setzen, do dos »Gelände hier abschüssig ist Der Pilot versucht zu drehen, doch der Wind ist starker als er. Dav Flug- . Kug berührt mit der rechten Flügelspike den Boden. Der Wind greift unter die Flächen unb krach da liegt das Flugzeug aus dem Blicken.Die schone Stifte!" Na, der Führer ist wenigsten« heil bnnnnge* kommen.

flrciS Büdingen.

Lpd. Büdingen, 22. Aug. In der bkfigtn Gegend wird zur Zeit viel falscher Geld ange« troffen. Meist handelt es sich um Drei- und Fünf. Markstücke, die sich sehr fettig angreifen.

# Echzell, 22. Aug. Hier totrf» sehr übet Felddiebst ühlc geklagt. 3n der vorigen Woche tourte dem Landwirt Heinrich Sichel- m g nn II. auf einem Acker ein schwerer Leiter­wagen Haferdülchel von ten Haufen weg ge­stohlen Es ist die- in drei 3abrm der dritte Diebstahl auf demselben Grundstück Wie die Feststellungen ergaben kommt cm Doppel- svünnerfuhrwerk in Bettacht, allerdings lassen sich bei der damals bestehenden Trocken­heit schwer Rachweisungen an Wagenspuren er­bringen. Auch auf Kleeäckern mehren sich nächt­liche Spitzbübereien. Die gestrigen Aegenfälle haben eine banbtkfc Durchfeuchtung de- Bodens gebracht. Besonder- den Dick tour» und Zuckerrüben kam der Stegen willkom­men. Für Klee und Wiesen langt die Feuchtig. leit noch lange nicht. Die langanhaltenbe Trocken­heit macht sich nun auch an den Obst bäumen be­merkbar Die teiltoetfc sehr voll düngenden Zwetschenbäume lassen einen grotzLN Teil der Früchte unreif abfallen, die wenigen teigeletzten Aevfel und Birnen bleiben klein unb warzig, einzelne Blätter vergilben. 3n diesem und im Vorjahre gepflanzte Iungbäume fangen in trocke­nen Lagen an dürr zu werden. Hier ist filtere# Diesten mit Abdecken der Baumscheibe am Platze.

' A u s d e m N I d d a t a I 22. Aug. Das F c h - I e n eine- einheitlichen OrtSbau- plans. dessen Ausarbeitung sinanziell« Be­denken verhindern, macht sich setzt bei der räum­lichen Ausdehnung vieler Dörfer unangenehm bemerkbar De Neubauten werden in Verlän­gerung der Hauptstraßen errichtet, so dast die Ortschaften we.t au-einandergezogcn werden. Da aber die verbindenden Sirastenzüae nicht vor­handen sind, zeigt das Ortebilb nicht den Ein­druck . nnerer Deschiofsenhelt. Dabei erwachsnf den Gemeinden durch Verlängerung de- Wasser- lei tung-ftrange- nach den verlchiedeirften Seiten« Au«behnung der Strahenbeieuchtung auch bei nur einseitiger Bebauung erhebliche Kosten. die sicherlich den größten Teil der Gebühren für einen vrtsbauplan decken würden. Mertwnrdiger- tocifc inerben noch immer gerade die verkehrs­reichsten Durchgang-ftrachen beim (Jrtoerb eine- Bauplatzes bevorzugt. Man kennt bk Staud- vlage, die Gesahren für Kinder. Hühner und Gänse durch die norüberrafenben Auto- und Motorräder, den Lärm zur Aachtzeit aber man will ,,'ooch etwa- sehen und hören von der Wett'. Dem Straßenverkehr entrückte- Bauaelände. das zum halben Preise zu haben wäre, ist wenig be­gehrt.

bäudes liegen unb eingerichtet sind, wie ein Schlaf magrnabt-il, nur nicht fo nnrnebm.)

Vjcute ist Rekordwetker! Einer will den Lokal- .ekord brechen, er fliegt bi© in den «bend hinein. Wir stehen am Hang. Jetzt fehlen noch 4 Minuten, bann ist der Rekord gebrochen. Schnell wird am Fuß der Hanges ein Feuer angezundet. Alles fteht drum herum unb beobachtet gespannt dos Flugzeug. Jetzt kurvt der Führer wieder gerade über uns Einer kommandiertEins Zwei Drei!" und La- onden'" rufen wir alle mit vereinten Mräf 'ten.Was' ertönt es klar und deutlich ron oben. Bei der nächsten Iflunbe ift er schon tiefer. Und wieder rufen wirßaanben Da ruft der Füh- rer von oben: Jtönnen vor Lachen'" Lau'es Ge­lachter unten! Doch er kommt tiefer. Sr fliegt nach dem Lager zuWird er dort in der Dunkelheit landen können?" Alle, rennt hin Doch siehe do, auch dort brennt ein großes Feuer unb der Motor­landeplatz Ist mit Fackeln umstellt. Das Flugzeug landet glatt. Der Führer wird herausgehoben. Hoch rufe ertönen; viele Hande strecken sich dem Sieg reichen zum Glückwünsche entgegen. Ein Starker nimmt ihn auf die Schultern und mitOh Deutsch land hoch In Ehren" bewegt sich her Zug durch das Lager zur Kantine, wo der müde und hungrige Pilot sich erst einmal ordentlich starken fall.

Unb bas Klingeln?"

Dos kam aus Madames Zimmer, die mir ja nm anderen Morgen neben der Ktingelschnur ge­sunden haben. Sie hat wahrscheinlich auch das Klopfen gehört unb mar aufgeftonben. Unb tn her Angst, es fei etwas mit ihrem Sohne passiert, ist sie ^usammengebrochen. Unb lag so die gany Nacht ..

Wieviel llbr kann es gewesen sein, als Frau Gontard heimkam?"

Die Alte schaute Frau Dbclle an und lAmieg. Obfite faß auf bem blauen Sosa und hielt die Hände fest über den Knien gefaltet, wie, um sich einen Holt zu geben ober eine Stütze. Sic sah aus, als ob ihr alles ziemlich gleichgültig fei unb dieses peinliche Verhören sie Inngrodlf.

Nun, Artemis, besinnen Sie sich wieviel Uhr kann es gewesen sein?"

Es wirb Mitternacht gewesen sein, Herr Richter." Frau Odette warf Artemis einen Blick zu.

Artemis, eo kann nicht Mitternacht gewesen sein", sagte sie bestimmt, ..ich bin gleich nach zehn Ubr fort gegangen von meiner Tante unb bin den ganzen Weg herimtergelaufen, dar- sind kaum zwanzig Minuten. Ev war halb cif Ubr ..."

Ich bitte nochmals", sagte der Richter ungehol ten.die alle Frau nicht zu verwirren." Er wandte sich an Artemis.Sie meinen also, et fei Mitter­nacht gewesen?"

Gott ja, so genau kann man das wirklich nicht mehr sagen, Herr Richter ... ee kann auch früher gewesen sein. Man hat eo nur fo Im Gesicht, wie- nie! Uhr es ist. Ich habe zwar nicht auf meinen Wecker gesehen aber später al» halb elf Uhr war es bestimmt ..."

Run, bann war ee brcioieritl elf Uhr, da will ich" nicht bestreiten", sagte Frau Obette mit großer Sicherheit.....Tiber ich bleibe dabei, daß e» nicht

später geroejen sein kann."

.Haben Sie denn auf die Uhr .Rkbn Ma bm'ne, als Sie Heimsamen*"

Tage sand man zwischen hier und Treis ben von Norbeck stammenden Knecht eines hiefiaen Mühlen- besitzen bewußtlos am Straßenrande auf. Das von ihm benutzte Fahrrad lag nahe bei dem verunglückten. Der zur Unfallsteue gerufene hiesige Arzt stellte SchLbelvcrletzunaen fest, so daß der Knecht in die Chirurgische Klinik zu Gießen verbracht werben mußte. Dort haben sich die Verletzungen des vermutlich mit dem Rade Gestürzten erfreulicherweise all- leicht herausgestelll-, dos Befinden des Knechtes ist durchaus zusrieden- stellenb.

S. Beuern. 22. Aug G/.ircn seltenen Fall sowohl hinsichtlich de- erreichten Aller- al# der Fruchtbarkeit stellt ein Zuchtfchwetn deS hie­sigen Landwirts Wilhelm Arnold V. bat. Ö# ist über neun Jahre alt und, da c# in der Zucht nicht zurückaing. acht Jahre lang zur Zucht ver­wendet tooroen. In dieser Zeit hat eS bei jähr­lich zwei Würscn über 140 Ferkel zur Welt gebracht eine ansehnliche Vachkommenschast

-. Il tphe, 22. Aug. Am Sonntag fand das Abturnen des hiefiaen Turnvereins Frisch auf" statt. Dabei errang im Zwölf­kampf den 1. Preis Fritz Weber, im Acht- kampf erhielt Robert Tag den ersten. Kar' Ltndcmrtcr ben zweiten Preis. 3n_ her ilnterftufc war der Tertianer LudwigSchöser 1. Sieger. Beim Schülerturnen erhielten Her­mann Sack und Reinhard Schäfer die beiden ersten Preise. Am Abend vorher veranstaltete der Verein «ine Gedenkfeier zum 15 0. Geburtstage Jahns. Ein langer Lam­pionzug. an dem auch Gesang- unb Kriezerverein teilnahmcn. bewegt^ sich durchs Dorf unter Vor­antritt ter Turn.r.apelle und begab sich zur hochftgelegenen Stelle ter Gemarkung am Wasser- bassin. Während das Deutschlandlied erklang, loderten die Stammen eines Freuden feuer# empor. Der Gesangverein trug Thöre vor, die Tlirner stellten mehrere lxmgalisch beleuchtete Pyramiden. Lehrer Lehr gedachte in einer kurzen Ansprache ter Beteutung de- Turnvater- Iayn. Aach ter Rückkehr zum Dorf reihten sich nach turnerisch« Vorführungen an.

Kreis Friedberg.

WSN. B a b » 91 a u h e l m , 22. Aug. von her hie sjgen (Benbarmerieftallon wurde tn zwei Fällen tn Ilmlauf befindliches falsche« Papiergeld festge­stellt. Es sind dies blaue Hundertmarkscheine aus der Vorkriegszeit. Die Zahl 1906 Ist aus den Scheinen In 1928 umgeändert worden. Es sollen auch falsche Zwanzigmarkscheine in ben Verkehr gebracht worden sein. Nach den bisherigen Ermittlungen stammt bas Fatschgelb von einem Händler, der (fier, Obst usw. auskaust und die falschen Scheine in Zahlung gibt.

WSN. Hausen bei Bußbach, 22. Aug. Da die Amtszeit des hiesigen Bürgermeisters abgelaufen mar, sollte eine Bürgermet st erwähl statt- finden. Es ist aber innerhalb her gesetzlichen Frist nur ein Wahlvorschlag auf den seitherigen Bürger- meister Wilhelm Häuser cingcgangen, so baß dieser auf roeitne neun Jahre als gewählt gilt.

OO Aus der südlichen Wettern u, ben 22. Aug. Die Getreideernte ist teentet unb bei dem günstigen Wetter gut eingebracht worden. Die Frucht hatte keine Lagerstellen, so daß mit Maschinen gearbeitet werten konnte. Beim Drusch, ter eben in vollem Gmige ist. zeigt sich, daß auch der Kvrnerertrag an Menge wie. an Güte keine Wünsche offen läßt.

Verzeihung, Herr Eapilainc, daß wir auch Sie herbemühen. Ich möchte nur fcftftcUen, ob Eie in Ihrem Hause irgenb elnxie Verbächtiges wahr­genommen hoben, als Sie es zum ersten Male De­katen ... Sie sind heute morgen angefonmwn?"

Ja!" z

Wohl mH dem Frühzug?"

Nein, ich bin zu Fuß gekommen ... Ich hatte mir in Ehateaudun ein Reitpserb anaesehen, unb es ivar mir langweilig, aus ben nächsten Zug zu warten. Da ging Ich burch den Wald hierher. Am Watbrante traf ich Herrn Gontard, und er nahm mich mit seinem Wagen mit."

Sie Unb bann gleich in Ihr Haus gegangen?"

Rein, ich ging erst bierber, unb wir aßen zu­sammen Nach Tisch ging ich bann hinüber."

Die kamen Sie denn in Ihr Haus?"

Ich habe einen Schlussel, ben ich gewöhnlich biertasse. Ich habe aber nicht» Außergewöhnliche* bort gesunden Alle Zimmer waren In Ordnung Und verschlossen, wie ich sie Weihnachten uertaffen habe.

.Haben Sie auch gebärt baß ble alte Frau (Bon iarb schon gestern idenb Licht in Ihrem Hause ge- sehen haben will?"

Tharle» kam herein, er sah verstört unb fabl aus.

Als Dbclle ihren Mann erblickte, sprang sie ans unb warf sich an (einen Hal».

Charles, Charles!" fchluchzt« sie.

Er strich über das weiche dunkle Haar unb brückte ihre zitternde Gestalt fett an sich.Sei ruhig, Odette, dir geschieht ja nichts. Haben die Herren mich etwas zu fragen?"

.Ich bitte 'Ölak xu nehmen, Herr Monwrb."

E ho ries blieb stehen.

Verzeihung, wenn ich bitte, mid) rin an denn al vernehmen zu lassen, meiner Mutter geht e» sehr schlecht", sagte er mit gebrochener Stimme.

Sein veränderte» Aussehen, der Xon feiner Stimme war so überzeugend, daß der Richter ihn mitleidig ansah.Es sind nur ein paar Fragen, Herr Gontard. Wir werden gleich an der Tatstelle noch eine kurze Aufnahme machen unb bitten bann Ihre Frau, uns zu begleiten."

Unb ich?"

Sie brauchen wir bort nicht. Ich muß nur einiges wissen." Der Richter schlug das Blatt um, bas mit stenographischen Notizen bedeckt war.

Also Sie waren an bem gestrigen Abend zur Iagb gesahren und kamen morgens mst den Herren Meunier unb Thiriot zurück. Haben «ie bie alle Dame näher gekannt? Ich meine, haben wie sich näheraestanben, und wußten Sie über Ihre Ver­hältnisse Brscheib?"

Charles zogertt, bann sagte er ruhig und fest, in bem fr Odette ansahRa urkich habe ich sie a-rannt. Aber, offen gestanden, ich habe sie nicht leiben mögen unb bin nie in Ihr Haus gegangen.

. Aber Ihre Frau ging wohl öfters hin?"

,J3o. meine Frau besuchte ihre Tank zuweilen."

*,®as war Ihnen über bie Berfjältnifle der alten Dame befannt?1

Ich wußte, baß sie Vermögen hat, man hielt sie sogar für reich, aber Ich hielt diese (BeriiAfc für übertrieben. Meine Fran sagte immer, es sei ba wenig zu hassen. Dic alte Dmnc hatte ja Ihr Vermögen einem .Hundeasyl vermacht. Aus solche Damen ist nicht zu rechnen. Ich bin kein Erb­schleicher und meine Frau noch weniger. Sie tft manchmal zu ihr gegangen, weil sie ihr leib tat."

Wußten Sie, baß Ihre Frau cm diesem Abend zu 3brtr Tante gehen wollte?" (Fortsetzung folgt)

Der Capitalne lächelte.Das ist roobl kaum möglich. Wer sollt« denn dort in der Nacht etwas zu tun haben?"

Nun, Sie haben wohl noch allerlei in der Woh­nung stehen?"

Geiviß, alte Möbel. Die schleppt niemand fort.'

Unb baß Silber?"

Habe ich längst In meine Wohnung nach Nantes gebracht."

Also, Sie glauben, daß das Licht eine Halluzi­nation her alten Dame war?"

Ja, das ist sogar sicher. Sie glaubte ost, etwas Aehnliches zu sehen, was sich hinterher als Trug erwies. Sie Ist sehr ängfUid). besonder- abends, unb verträgt Die schwüle Gewitterlust nicht.

Könnte irgend jemnnb von ben Dienstboten aus dem Haute hier vielleicht sich das leere 5)aus zu- nutze machen zu einem Stelldichein und bergkid)en. da der Schlussel im Hause liegt?" fragte der Richter.

Der Capitaine schüllelte den Stoyi- Or sah zum Fenster hinaus.Das glaube Ich nicht. Die Flamin Mark wäre selbst baju zu dumm der Hausknecht Ist ein Krüppel, Der Kutscher ein Greis, der in der Stadt seine Familie hat, unb der alten Artemis traut man wohl so etwas nicht zu."

Der Richter notierte etwas. ,Lch mußte bas nur seststellen. Sie find entlassen, Herr Capitaine."

Verzeihung, eine Frage." Der Capitaine trat an ben Tisch, hinter dem der Schreiber schrieb, unb warf einen raschen Blick auf bie Akten .Ich muß heute abenb mieber zurück. Ick) habe keinen Urlaub, Sie haben mich wohl nicht weiter nötig?"

Rein, wenn bas später notwendig ist bei her Verhandlung, werben rotr Ihnen Mitteilung davon machen."

Dann bin id) also entlassen?" Der Capitaine sah Odette r.odj einmal kurz an. verneigte sich leicht vor ben Richtern unb ging mit raschen, elastischen Schritten hinaus.

Ich laste Herrn Charles Gontarb bitten", sagte ber Richter.

Der Genbarm ging. ,Lch muß nach meiner Schwiegermutter sehen", erinnert« Odette.

ff* tut mir leib, augenblicklich brauch« ich Eie noch. Behalten Sie Platz, bitte. Wir sinb halb mit brr ersten Vernehmung fertig."

dn Vorrecht verlangen, hat ft ad herftimmf und auf Den letzten vana wen'.am schon Kongreß zu einer Trpkof-on geführt, die zeigte, toi« gering die Sympathien sind, bereit sich bie Vereinigten Staaten auf bem Kon'.inent außerhalb ihrer eige­nen Grenz« erfreuen. Wo- ffoftarica will, ist allo, dem Machthunger Washingtons einen Riegel vorzuschieben. Es macht sich zum Wortführer de- getarnten Latein­amerika unb will den Völkerbund zto'.ngen. Partei zu ergreifen, der nun tn der schwierigen Lag« ist. eine Desinition zu sinden. die entweder die Vereinigten Staaten vor den Kops stößt toas man gerne vermeiden möchte. oder die anderen ameritanjl'v'n Staaten unbefriedigt laßt Es wird ein ästhetischer Genuß fein, zu fehen. mit welchen Formeln sich bie vereidigten Juristen de- Völkerbünde- aus dieser Verlegenheit zu befreien ttachten.

Juristen des Völlerbunte- in Gens sind in einiger Verlegenheit. Der kleine mitfelameri- kattische Staat Svstarica hat ihnen eine Ruß zu knacken gegeben, ble sie einstweilen nicht be­wältigen können. Eostarica war aus dem Völ­kerbünde ausgetreten und hat jetzt eine Ein­ladung zur Rückkehr eehaltrn. yot sich dazu auch grundsätzlich bereiterklärt, aber daran die Bitte um chic au I hentl s che Interpretation des Begriffs der Monrvedoktrin qe* knüps:, der sich sehr zu Unrecht tn ter Völker- bund-sahung im § 21 fintet. Die Geschichte ist außerorbentsich kompliziert. Wilson hat als

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