Buntes Allerlei
dasteht. Es gewinnt von
Turnen, Sport und Spiel
Der Start der deutschen
ström
er das mord.
Haupt an der 4X100-Meter-Staffel für Turnerinnen.
Start der deutschen Rheinstromstaffel.
sonst beginnt t>V Chinesin jetzt mehr und mehr in der Oeffentlichkeit sich zu zeigen. Manche von ihnen tragen eine Tracht, die ein Kompromiß zwischen einheimischer und europäischer Mr* stellt. Sie lieben leuchtende Farben, tragen Kleider in einem Stück, gewöhnlich mit dem chinesischen hohen Kragen, aber mit Qlermcln, die bis an die Ellenbogen gehen. Die Kleider reichm bis etwa 15 Zmrtimrter über das Kine hlnob. dann kommt der überall übliche fleischfarbene Seidenstrumpf und der europäische Schuh mit hohem oder niedrigem Ablatz. Die Chinesin ist klug genug, keinen Hut zu tragen, und em schon gepflegter Bubenkopf steht den meisten Trage- rinnen sehr gut; besonders ist der Eton^chnttt sehr beliebt.
in seiner Art wohl einzig auf der ganzen Welt Zahr zu Fahr immer
grschirr in einen Wndenkorb. gingen fort und liehen es a5?nM und nachts in dieser gebückten Haltung allein. Vor Gericht wollte die Mutter, die der Geburt eines vierten KindeS entgegensieht, die Schuld mr das Kind abwälzen, während der Vater, ein Fleischergeselle, m vollem .Umfange geständig war. Das Gericht ging bis nahe an die vom Staatsanwalt beantragten sieben Jahre Zuchthaus heran und verurteilte beide Eltern zu je sechs Jahren Zuchthaus urrd fünf Jahren Ehrverlust. Frau Wieltsch wäre in Zittau beinahe von der Bevölkerung gelyncht worden, als sie einmal zu einer Haussuchung polizeilich vorgesührt wurde.
Preisausschreiben für Erfinder.
Lord Asquith hat vor einigen Zähren ein recht originelles Preisausschreiben veranstaltet, was alljährlich wiederholt wird und
such zweiGefängnisbcamte. Er verübte, als
Gefängnistor verschlossen fand, S e l b st -
Gäste erscheinen an jedem Abend in einer anderen Toilette, so dah sich eine Art Modenschau entwickelt Die glücklichen Besitzerinnen eines Hunde- lieget* nehmen an seinem triumphale Einzug in den Saal teil und erhielten früher dabei Blumensträuhe; jetzt ist man aber davon abgekommen. Kürzlich war bei einem Rennen die Besitzerin deS siegreichen HundeS so reich bedacht worden, dah sie, als sie beloben mit ihrem Liebling, einem Silberbecher, einem gewaltigen Korb mit Blumen und Früchten und einem Mantel erschien, diesen Segen nicht festzuhalten vermochte und die Früchte aus dem Korb herauS- rollten. sie fanden ihren Weg unter die Mitglieder, zwischen denen eine lustige Schlacht mit Grape-Früchten in Gang kam. Hier wie auch
mehr an Umfang und lockt Interessenten au3 der ganzen Welt an. Das Preisausschreiben setzt gestaffelte Prämien für die Lösungen von Ausgaben aus, die von allen Teilen des Publikums aus praktischen Bedürfnissen des täglichen Lebens gestellt werden. Veranstaltet wird das Preisausschreiben jetzt von einer Gesellschaft, die nahezu 1500 Mitglieder zahlt und deren Sitz in London ist. Alljährlich gibt sie ein Buch heraus unter dem Titel: „What'S wanted", in dem die erwähnten Aufgaben an die Erfinder gestellt werden. Die Erfahrungen, die in den vergangenen Zähren mit dem Preisausschreiben gemacht worden sind, sollen außerordentlich günstig gewesen sein und in der Tat den Erfindergeist außerordentlich angeregt haben. Aus allen Teilen der Welt liefen in jedem Zahre Lösungen auf die gestellten Fragen ein und stets ist ein erheblicher Teil von ihnen durchaus praktisch verwendbar gewesen. Das neue „What s wanted" für 1928 weist wiederum eine Reihe von Wünschen und Anregungen auf, die für manche Erfinder wohl wert sind, beachtet zu werden. Da wird z. D. ein Licht verlangt, das keine Wärme ausstrahlt, eine Schutzmahregel, um das Erfrieren von Leitungsröhren zu verhüten, ein Auto, das schwimmend jedes Wasser durchkreuzen kann, ein unzerreih- barer Schnürsenkel und unzerreihbare Strümpfe, die nie ein Loch bekommen, ein feuerfestes Papier für Alten und Banknoten. das seine Faltbarkeit nicht einbühen darf und vieles andere mehr: zweifellos Reuerunyen, die nicht nur dem Erfinder einen groben wird- schastlichen Erfolg bringen würden, sondern auch für die Allgemeinheit von größtem Vutzen sind.
Sie Diphtherie-E Kränkungen nehmen zu.
Der letzte Monatsbericht der Hygienesektion des Dölkrbundes gibt eine interessante Hefter- sicht über das Vorkommen und die Verbreitung der Diphtherie. Danach ist in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren eine ständige Abnahme der Erkrankungsziffer fest zustellen, die nur Ende 1926 durch eine leichte Zunahme unterbrochen worden ist. Dagegen wird in den meisten europäischen Ländern ein Anwachsen der Diphtherie festgestellt und speziell _ für Deutschland ein Mehr von rund 3000 Fällen im Vergleich zum vorigen Zahre errechnet. Die Sterblichkeit allerdings, die durch Diphtherie verursacht wird, hat neben einzelnen Ländern auch in Deutschland nicht unbeträchtlich a ft genommen.
Das 14. Deutsche Turnfest in Köln
Einweihung des JahnDenkmals.
Köln, 22. Iuli. (TH.) Köln steht ganz im Zeichen des 14. Deutschen Turnfestes; Straßen und Gassen zeigen reichen Flaggen- schmuck. Die beiden großen Rheinbrücken sind mit unzähligen kleinen rotweißen Wimpeln geschmückt, die Säulen der Straßenbeleuchtung mit Grün umwunden.
Am Samstagnachmittag wurde auf dein der Zahnwiese vorge-lagerten Hügel dasZahndenk- mal von Oberbürgermeister Dr. Adenauer vor 50 000 Kölner Turnern, Sportlern, Schützen und Radfahrern eingeweiht. Rach einem Chor des Rheinischen Sängerbundes wies Oberbürger- meister Dr. Adenauer in einer Ansprache auf Zahn als den Mann bin, der weitvorausschauend eintrat für die Einheit des Reiches und für die Ertüchtigung der deutschen Zugend. Zahns Geist habe der deutschen Zugend neues Leben und neue Zdeale gegeben. Die von ihm erstrebte Einheit Deutschlands sei nach außen hin erreicht, öfter von der inneren Einheit seien wir noch weit entfernt. Möge der Geist Zahns über alle Klassen, Parteien und Meinungen hinweg zu einer Volksgemeinschaft führen. Profe'sor Dr. B e r g e r legte im Ramen der Deutschen Turnerschaft und des Vorsitzenden der Turngemeinde Berlin zwei Kränze am Denkmal nieder. Zn seiner Ansprache wies Professor Berger darauf hin, daß das Laub des zweiten Kranzes von der Eiche in der Hafenheide stamme, unter der Turnvater Zahn seine Schüler versammelt hatte.
An der Feier nahm auch der Enkel des Turnvaters Zahn teil, der gegenwärtig in Chikago lebt und zum Deutschen Turnfest nach Köln gekommen war.
Vormittags wurde die auf dem Festplatz erbaute Turn-Fachausstellung eröffnet, bei welcher Gelegenheit der Vorsitzende de- Haupt- auSschusses, Stadtverordneter Gödde, des zu Beginn des Zahres verstorbenen D. T.-Oberturn- wartS Ma? Schwarze gedachte, während die Eröffnung der Ausstellung durch den D. T.-Vor- fitzenden Professor Dr. Berger vorgenommen wurde.
Gießener Turner beim Deutschen Turnfest in Köln.
Dom Turnverein 1 8 46 nehmen außer den bereit- erwähnten noch zwei weitere Muster- rtegen teil, und zwar eme für Altersturner von 35 bis 45 Zähren, und ehre für aktive Turner, beide am Stüyreck.
Vorn Männer-Turnverein Gießen nehmen beim 14. Deutschen Turnfest in Köln außer dem am Freitag genannten noch teil: Die Kreismeisterin Else Dickeihaupt im Hoch- fprung, die Koeismeisterin Erna AlthauS im Weittlprung um die D.-T -Meisterschallen. Ferner die Turnerumen Tilly Espach, Charlotte I Amend, Erna Althaus und Elfe B i d e I -
Staffel von Basel nach Köln erfolgte am Samstag früh kurz nach 7 Hhr in Basel am Schiffslandeplatz. Don offizieller Seite wurden Ansprachen gehalten, so von Prof. Brauns, Frankfurt a. W., und vom Schwimmwart des Kreises Baden, Prof. Weis, Schwetzingen, sowie vom deutschen Generalkonsul F ö r st e r. Don schweizerischer Seite waren anwesend als Vertreter des Eidgenössischen Turnvereins Turnlehrer August F r h und Dr. 3. Zschokke. Als erster Schwimmer startete W o l f s p e r - ger, der die Mrhmbe des Eidgenössischen Turnvereins bei sich führte. Am Dienstagabend wird wahrscheinlich der erste Schwimmer in Köln eintreffen.
Handball im Turngau Lahn-Oünsberg.
Tv. Großen-Buseck 1 — Tv. Allendorf (Cumba) I 12:1 (5:1).
Am Sonntag weilte die erste Mannschaft des Turnvereins Großen-Buseck zu einem Gesellschaftsspiel in Allendorf. Großen-Buseck spielte mit reichlichem Ersah. Wit dem Anwurf entwickelte sich ein lebhaftes Spiel. Großen-Buseck spielte überlegen, während Allendorf zerfahrene Durchbrüche machte. Gut placierte Bälle wurden von Allendorss Tormann glänzend gehalten. Zn der zweiten Halbzeit merkte man die technische Hefterlegenheit der Großen-Dusecker besonder«; sie machten ihrem Titel als Gaumeister Ehre. Schiedsrichter O h l e m v tz - Kesselbach leitete gut. Großen-cinden 1. Ivgend — Buhbach 2. Mannschaft
2.-6 (1:2).
Am Sonntag trafen sich obige Mannschaften zu einem Gclellschasisspiel in Butzbach. Die Platzmannschaft war Großen-Lrnden weit überlegen. Bis zur Halbzeit konnte sich Großen- Linden noch halten, was auch das Resultat 2:1 jrigt. Rach der Halbzeit wurden die Gäste immer mehr eingedrängt. Butzbach konnte noch vier weitere Tore erzielen. Der Schiedsrichter ließ viel zu wünschen übrig. Hoffentlich leitet in Butzbach beim nächsten Treffen ein korrekter Schiedsrichter das Spiel.
Oie deutschen Hochschulmeifierschasten im Schwimmen.
Der zweite Tag der deutschen Hochschul- meisterschaften im Schwimmen bot ein noch farbenprächtigeres Bild als der erste. Die Tribünen des Darmstädter Stadions waren trotz der Sonnenglut bis auf den letzten Platz besetzt. Die Zuschauer brauchten ihr Erlchelnen nicht zu bereuen. Reben den sportlich spannenden irrtb interessanten Wettkämpfen wurde auch andere Hnterhaltung geboten; so schwamm Berge S, der Darmstädter Olympiakandidat, als Einlage ein Rennen über 500 Meter und stellte
Museum der Welt — die Bezeichnung..Profess o r" verliehen, um durch diesen Titel die freie wissenschaftliche Forschertätigleit nachauhen zu dokumentieren. Oberpräsident Ur. h. c. Fuchs beanstandete jedoch diesen Titel mit der Begründung, daß cs kommunalen Behörden nicht gestattet sei, ihre Remter mit Bezeichnungen auszustatten, die staatlichen Aemtern gleichen. Der Professorlitil fei ein rein staatlicher Titel. Der Landeshauptmann der Rheinprovinz rief das Oberverwaltungsgericht in dieser Frage an, dieses entschied, daß der Titel „Professor" gar kein Titel, sondern eine Dicnstbezeichnung sei und daß der Landeshauptmann der Rheinprovinz nicht bas Recht besitze, die drei verdienstvollen Gelehrten zu Professoren au ernennen, dieses Recht besitze einzig und allein der Staat.
Lin sellsamer Rachlsaller.
Seit vielen Monaten tauchte in fast allen Stadtteilen Berlins ein Mann auf, der auf unheimliche Weise nachts in die Wohnungen eindrang und dort die schlaf endenDe- tooftner, meist Frauen und junge Mädchen, erschreckte. Der seltene Gast ncchm fast nie etwas mit. Seine Eigenart bestand darin, daß er leise an die Betten heranschlich und den Schlafenden mit einer Taschenlampe solange inS Gesicht leuchtete, bis sie erschrocken aufwachten. Ertönten bann laute Hilferufe, so ergriff er auf schnellstem Wege die Flucht. Zn den letzten Wochen hörte man nichts mehr von ihm. Erst dieser Tage tauchte er plötzlich wieder auf, und zwar in einer Wohnung in der Langhansstraße in Weihensee. Der unheimliche Besucher wäre wiederum entkommen, wenn er sich nicht bei seiner Flucht auf dem Hofe den Fuß so stark geprellt hätte, daß er nicht mehr weiter konnte. Er wurde na chdem Polizeipräsidium gebracht, wo er als der 27 Zahre alte Hausdiener Keuschel festgestellt wurde. Heber die Motive seiner seltsamen Gepflogenheiten gab er keine Antwort. Er wird von Kriminalärzten auf seinen Geisteszustand hin untersucht werden.
Sechs Jahre Zuchtbaus für ein entmenschtes Llternpaar.
DaS Ehepaar Wieltsch in Zittau, das schon vor der Ehe drei Kinder besah, hatte seinen einen Sohn fortgesetzt so stark geschlagen und mißhandelt, daß daS Kind schließlich starb. Da das Kind noch unsauber war, sperrten e« die entmenschten Eltern auf ein Racht-
Zwei Kinder verbrannt.
AuS K r a p p i tz (Kreis Oppeln) wird ge- mett>ct: Zn der Rähe von Oberglvgau geriet die DerkausSbude eines Kirschenpächters in Abwesenheit deS Pächters und dessen Frau in Brand, wobei ein fünf Monate und ein 2»/> Zahre altes Mädchen ums Leben kamen. Sie konnten nur noch als verkohlte Leichen geborgen werden. DaS älteste Kino deS Pächters, ein 4i/j Zahre alter Zunge, wurde von Pasian- ten gerettet Der Brand ist anscheinend durch eine sortgeworfene Zigarette entstanden.
Revision im Hein-Prozeß.
Die Verteidigung des zweimal zum Tode verurteilten PosträuberS Hein hat. tote aus Kv- bürg gemeldet wird, gegen daS Urteil deS Schwurgerichte« die angekündigte Revision beim Landgericht Kvburg eingereicht.
Schifssdrand im Hamburger Hasen.
3m Hamburger Hafen geriet auf dem englischen Motorschiff .Raby Sattle" Freitag nachmittag die au8 Baumwolle, Terpentin und Harz fteftehendc Ladung in Brand. Der Feuerwehr, die mit Fährdampfern mit sechs Zügen und einem Löschbvot bald zur Stelle war, war es nicht möglich, dem Brande Einhalt zu hm. DaS Feuer wütete die gange Rächt hindurch. Das Motorschiff brannte völlig aus DaS Schiff, va« in Liverpool beheimat ist, ist über 8000 Tonnen groß und hat eine Besatzung von 30 Mann. ES war am Donnerstag von Bremerhaven hier eingetroffen. Der Brand soll durch ein schadhaftes Kabel hervorgerufen worden fein.
Die Dienstbezeichnung „Professor".
Der rheinifche PrvvinzialauSschuß hatte vor einiger Zeit drei Direktorialassistenten de« Trierer Drodinzialmufeum- — daS Museum ist das bedeutendste römische
Grubeneinsturz beim Berliner llulergrunbbahnbau
Freitag abend 11 Hhr platzte, einem WTD.- Funkspruch auS Berlin, zufolge, in einer mehrere Meter tiefen Baugrube der im Bau befindlichen Hntergrunbbaftnftrede Alexander- plah-Lichtenfterg ein über 1 Meter Durchmesser haltendes Ab Wässerungsrohr dadurch, daß sich ein aus 10 Loren bestehender Zug fetbfttätig in Bewegung gesetzt hatte und mit aller Gewalt gegen das Wasserrohr fuhr. Znsolge der ein- flutenden Wassermengen stürzte das Erdreich in der Grube und ein Teil des Fahr- dammes ein. Ein Arbeiter, der auf einer Leiter stand, und von den Wassermassen umgerissen wurde, erlitt einen Beinbruch. Die Übrigen konnten sich retten. Der Schade n ist seh r erheblich, da die Baugrube auf einer Strecke von 250 Meter unter Wasser gesetzt worden ist.
Zusammenstoß zweier Guterzüge.
Zn der vergangenen Rächt gegen 3 Uhr stießen auf der Strecke Reuh—Düsseldorf vor der Eisenbahn-Rheinbrücke zwei Güterzüge zusammen. Etwa zwölf Wagen, die Lokomotive und Tender eines der beiden Züge wurden stark beschädigt. Ein Zugführer ver- brannte und konnte nur noch als verkohlte Leiche geborgen werden. Ein Hils-schaffner, der vom Zuge absprang, erlitt s chwere Armand Deinverlehungen. Die Qlufräu- mungsarbeiten sind noch im Gange.
Ueberfaö
auf eine Reisegesellschaft im Innern Korsika».
Wie dem »Petit Parisien" aus Ajaccio (Korsika) gemeldet wird, ist auf ein Auto, das mit vier Holländerinnen und einem Franzosen besetzt war, auf einem Gebirgspaß bei Zicava ein H e ft e r f a II ausgeführt wordrn. Ein mit einem Gewehr bewaffneter Mann trat aus dem Dickicht, zwang den Chauffeur unter Bedrohung mit der Waffe, den Wagen anzuhalten und ließ sich von den Zufällen Geld und Wertsachen übergeben. Alsdann erschienen zwei wettere Personen, schleppten mit dem Räuber eine der Holländerinnen ins Dickicht und ließen sie erst eine Stunde später wieder frei.
Schwere Bluttat.
Aus G anbershetm (Braunschweig) wird gemeldet: Zn der OrtschaffDodenburg ereignete sich am Donnerstagabend eine schwere Bluttat. AuS bisher noch nicht sestgestellter Hrsache erschoß ber Schlosser Walter aus Dodenburg die mit ihrer Tochter im Garten befindliche Frau ^Ludewig und verletzte deren Tochter, eine Witwe, durch mehrere Schüsse lebensgefährlich. FQIuf einen Radfahrer, der zu Hilfe eilte, gab der Täter ebenfalls Schüsse ab, die aber ihr Ziel verfehlten. Darauf richtete Walter die Waffe gegen sich selbst und verletzte sich durch einen Schuß in den Kopf. Beide Verletzte wurden dem Krankenhaus in Hildesheim zugeführt.
Bilbtckgrapftie Berlin—London.
Der Bildtelegraphenverkehr zwischen Berlin und London wird, wie das .D. T." mitteilt, in beiderseitiger Richtung schon in den nächsten Tagen ausgenommen werden. Die bisherigen mehrmonatigen Versuche haften ausgezeichnete Ergebnisse gezeitigt. Es ist bemeitcnütoert, dah das deutsche System K a r o l u S, das auf der Strecke Berlin—Wien arbeitet, und nicht das System des englischen Erfinders Baird, angenommen worden ist. Die Heftermittlung der Bilder geschieht vorläufig noch auf dem Kavelwege.
Bluttat In einem Jleugorter Gefängnis.
Aus Neuyork wird gemeldet: 3m Bronr-Ge- fongnis erfchoßein Gefangener, der sich im Besitz eine» Armecrevolvers befand, bei einem Fluchtver-
über diese Strecke «inen neuen Freiwasserrekord mit 6:42,2 Min. auf (früherer Rekord 6:53,2). Ferner sorgte improvisiertes Rettunas- schwimmen für die nötige Hnterhaltung. Die sporliche Ausbeute zeigen die Ergebnisie: 4X100- Meter-Belieblgstaffel für Stuben- ten: 1. Hniversität Heidelberg 4:47, 2. Technische Hochschule Darmstadt 4:50,9, 3. Hniversität Göttingen. — 1500-Meter-Deliebig- schwirnmen für Studenten: 1. Hellwig (Sena) 25 : 40,4 , 2. Rennstiel 31:07. — 200- Meter-BeNebigschtoiinmen für Studentinnen: 1. Hüsing (Hanrburg) 3:33,6. — 40-Meter-Streckentauchen: l.Dörf- fel (Heidelberg) 29,1 Sek., 2. QRifclI (Hannover) 30,6, 3. Appf el (Darmstadt) 33,4. — Mehrkampf für Studenten: 1. Kvh- Iih (Dresden) 4 Punkte. 2. Mif eil (Hannover) 8 P., 3. Siegel (Köln) und Klein (Göttingen) je 10 P. — 100-Meter-Seite für Studenten: 1. Watrin (Heidelbergs 120,2. 2. Schwabe (Göttingen) 1:23,2, 3. Petry (Darmstadt) 1:25,3. — Springen für Studenten: 1. Klima (Wien) 157,58 Punkte. 2. Kohlitz (Dresden) 142.76 Punkk.-— 100- Meter-Rücken für Studenten 1. Frank (Heidelberg) 1:18, 2. Ohl wein (Hamburg) 1:19. 3. Giese (3ena) 1:33,2. — 3X5 0- Meter-Brust für Studentinnen: 1. Hniversität Hamburg 2:29,6, 2. Hniversität Berlin 2:33,2. — 100-Meter-Deliebig- schwimmen für Studenten: 1. Hoch (Heidelberg) 1:07, 2. Watrin (Heidelberg 1:08,3. — Gemischtes Turmspringen: 1. Klima (Wien) 67,9 P.. 2. Hagen (3ena) 61,46 P. — 200-Meter-Brust für Studenten: 1. Becker (Darmstadt) 3:11,4, 2. Siegel (Köln) 3:18, 3. Rvthm ann (Gielen) 3:22. - 1 00-Meter-Beliebig- chwiinmen für Studentinnen. 1. Hü - ing (Hamburg) 1: 31, 2. Goß mann (Berlin) 1:32,2.
Den Hochs chulmehrkampf gewann di« Technische Hochschule Darmstadt vor der Hniversität Heidelberg mit 23 Punkten
Wasserballspiele: Hniversität Heidelberg gegen Hniversität Göttingen 5:1 (2:0); Hniversität Göttingen gegen Technische Hochschule Darmstadt 0:6 (0:5).
Am Samstag gab es bereits folgende Entscheidungen :
3X50-Meter-Lagen staffel für Studentinnen: 1. Hniversität Hamburg 2 22.2 Minuten, 2. Hniversität Berlin 2:25,4, 3. Technische Hochschule Dresden 2:30,9. — 4 0 0- Mete r-Dellebigschwimmen: 1. Klost e r m a n n (Darmstadt) 5:53,6 Min., 2. Mind - ner (Darmstadt) 6.07,4. — 100 Meter Brust für Stube nten: 1. Becker (Darmstadt) 1:26 Minuten, 2. Dörf s el (Heidelberg) 128.3, 3. Schäfer (Darmstadt) 1:31,4. Ro thm ann (Gießen), der als Dritter in der Zeit von 129 Min. ankam, wurde wegen falscher Wende disgualifiziert. — 100 Meter Brust für S t udentinnen: 1. Bär (Heidelberg) 1:43,4 Minuten, 2. Brill (Gießen) 1:47,6, 3. Mer- I au (Darmstadt) 1:51,1. 4. Grunewal d (Berlin) 1:55.1. — 4 X 1 0 0 - M e t e r - Lagenstaffel: 1. Hniversität Heidelberg 5:15,4 Min. (neuer deutscher Hochschulrekord), 2. Hniversität Göttingen 5:32, 3. Technische Hochschule Sann* stadt 5:35, 4. Hniversität Zena 5:43,2.
Oie Endrunde
der Deutschen Fußball-Meisterschaft.
bestretten, noch den Ergebnissen de» Sonntags Hertha B. S. C., der Berliner Meister, der WackerMünchenin Leipzig mit 2:1 schlug, und der Hamburger E. D, norddeutscher Meister, der in Duisburg Bayern München mit 8:2 (1:1) besiegte.
Einen neuen Weltrekord im Diskuswerfen
stellte am Sonntag bei den nationalen leichtathletischen Wettkämpfen des Sportklubs Schalke 96 in Essen Hofmeister-Münster auf. Mit einem Wurf von 48,77 Meter übertraf er den von dem Amerikaner Hartranft gehaltenen Weltrekord mit 47,89 Meter um 0,88 Meter.
Deutsche Wafferbattspielmeisterschaft.
3m Borschlußrundenspiel um die deutsche Wasserspielmeisterschaft standen sich am Sonntag in der Schwimmbahn des Kölirer Stadions die Mannschaften von Hella-,Magdeburg. und Sparta. Köln, gegenüber. Hellas, Magdeburg, siegte mit 6:3 (2:2).
Olympia-Ausscheidungsrudern.
DaS Oilhmpia-AuSscheidungsrudern im Vierer o. St auf der Mainzer Ruderregatta gewann überraschend der Dresdener R. V. tn 6: 55,8 vor der Renngwneinfchaft Köln — 91 — 77 in 7:03,4 und dem Berliner R. C. tn 7:11,2. Den 1. Einer um den Rheinpokal gewann der Deutsche Meister Flinsch vom Frankfurter R. D. ganz knapp in 7:38 vor van Hoven vom Ludwigshafener R. V. in 7:38L. Den ZubiläumS-Achter gewann die Renn- aemei'nfchaft Mainz-Kastel (6:24) vor der Frankfurter Germania (6:25) und der RuderttqM Ellen.
Llmschwimmung Helgolands in neuer Rekordzeit.
Wie aus Hamburg gemeldet wird, gelang es dem Braunschweiger Schwimmer Albert 6 t o e rf e r vom Schwimm- und Sportverein Braunschweig, bei bewegter See die Insel Helgoland in der besten bisher erreichten Zeit von 3:42 Stunden zu um- schwimmen.
Holländischer Armeegepäckmarsch.
Wie aus Nyrnwegen berichtet wird, ist der Internationale Dier-Tage-Arrnee- G e p ä ck m a r s ch dort am Freitag beendet worden. Don den am Dienstag gestarteten 1200 Teilnehmern hoben 1050 den Gesamtmarsch planmäßig beendet. Die an den einzelnen Tagen ausgefallenen Teil- nehmer — am zweiten Tage wurde mit 59 die Höchstziffer erreicht — betreffen ausschließlich hol- ländische Teilnehmer, und zwar zumeist Soldaten. Don den ausländischen Teilnehmern haben sich vor allem die deutsche Reichswehrabteilung und die norwegische Militärabteilung ausgezeichnet. Don diesen Abteilungen ist auch keiner ausgefallen. Am Freitagnachmittag wurde die Deranstallung mit der Verteilung der Teilnehmerplakette abgeschlosien, die vom niederländischen Kriegsminister L a m b o o y im Beisein mehrerer ausländischer Mslitärattachss, deutscher Reichswehrosiiziere und Osiiziere der nie- dersisichsschen Armee vorgenommen wurde.


