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bfid über den gegenwärtigen Stand der züchterb- tchen Fottschttite auf dem Ur -? zuchi. 'Moruxtt 3uiinertiandf»; bei» Badep OiifumÄ und der vv" Wender herbe.grei. « 21 ow treunbc sanden sagende Sotten Ville de Pem Xtfxb Pms IX- unter ben gelben ferner 3vy OKao nclknr t^a mit goldgelb. Dome Sdüh Helen dun­kel mN hlbertofo grt6.it. Lady Slorciue Stron PUjUtttra mit gelbltch, Mevroaw ®. A. mh bunfcUrangc mit kirschrvl, DucheM ol Sourherbnd groß . edle Blume in kräftigem Rs'a, Ocnfatirm, sch^ärz.ich karminrot, sehr groft- btum.g Von deut'chen Züchtungen üchristoph Dergand. -artrosa und Frau ö. Wr»gand, tief aotdgc b rot flcflrdlt. sehr duf.reich und Winter- hott. Auch eint beschränkte Anzahl guter aller Sorten war vettreten. Da bie4: vom Pudiiium .mmer noch gefragt sind. Der Wunsch des CuÄtfumB tfl »er nach wohlr rchenden. gut je- üllten, jjrobDlumioen Aosen. Die Mehrzahl der hier angeführten ÄeuHerten entspricht Dielen An- sprüd-en. Diese Ro'enfchau m chrec tpetlrn Be» btäi.iuna aul do- Allerbeste war eine dec <6 brüten, bte hier gegeigt worUn ist und erreg,«

Schafe 40, Schweine 4-545.

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309, 401.

'.Heilige« 3mex<fe. .

Erleichterung im Derkehr mit So. io i e t r u r I a n b. Nach Mutcilung de» Wirtschafis- mfniut» für Rußland und die Dftftaaten hat die Negierung der Sowie! nion zur «Forderung de» Touristenverkehr» ihre «onsulate angewiesen, kur «iruppen von mindesten» zehn Touristen, die studicn- Haider red) Rußland reiten wollen K>» Cm- Unb Vluerelkoifum kostenlos zu erteilen. Diese Maßnaame der sowjelrusstschcn Negierung ist um so erfreulicher, ol» e» bisher im Touristen- unb Jrembenoerfibr nur mit außerordentlichen Schwierigkeiten verknüpft war, eine Einreisebewilligung für Rußland zu erholten.

Straßensperrung. Wegen Ausführung von Schweißarbntcn an der Slraßenbahnglei»anlage ist der Seltcr»wcg zwischen staplansgasse unb Plock- straße ab heute, Montag, etwa vier Tage für allen Wahrerrrebr polizeilich gesperrt.

Auftrieb xu m heutigen Fr. furter 5 4 I a d) t n I e h m a r f t Ochsen Bullen 70, Kühe 487, Färsen 274, Kälber

Oberheffen.

LaudkreiS Gies;rn.

Äroßen-Linden. 3.Juli. Unsere alteln roürbigen Glocken mit ihrem meiobischen Geläute, dem ichvnsten ber näheren unb weiteren Umgebung, I luden am gestrigen Sonntag unsere Gemeinde in unser Gotteshaus zur Feier eine» Gustav- A d o l s - F e st e ». Zum Feslgottesdienst um halb zwei Uhr waren auch die Gemeindemitglieber und Glieder benachbarter Gemeinden recht zahlreich er­schienen. Unter Leitung von Lehrer Romer er­öffnete der hiesige Kirchengesangoerein mit dem Chor Lobt Gott getrost mit Singen die Feier. Seiner Festpredigt legte Psarrer Muller, ein Diaspora- Pfarrer aus Dimiih in der Tschedjoslowakoi. den Text, aus Maith. 4, 23. 4, zugrunde Mit dem machtvollen Chor des KirchengesungoerelnsEiner ist König sand die erbauliche Feierstunde ihr Ende. Nach kurzer Kasseepause begann um halb vier Uhr in der Kirche die Nachoersammlung. Dieselbe wurde eingeleitet durch herzliche Begrüßung,- unb Danke»worle des 'ersitzenden be» örtlichen Kirchenvorstandes, Pfarrer Schultheis. Sodann erstattete der Schriftführer des Bezirk Gießen des Gustav-2ldolf-Dereins den Jahresbericht. Die Sammlunacn für den Bezirk be­trugen im letzten Jahr 2883 Mark. Davon entfallen auf unsere Gemeinde 85 Mark, auf die Filialgemein- den Allendorf (Lahns 35 Mark und Älein-Qinbcn 176 Mark. Die Stonfirmanbengabe de» Bezirk», an der sich alle Gemeinden außer dreien beteiligten, be­trug 252 Mark. Der Gesamtbetrag der Sammlungen in Hessen betrug 90 36^ Mark, im Deutschen Reich 1 M3 073 Mark. Don 31 Untergruppen in Hessen fleht der Bezirk Gießen hinsichtlich der (Bcbcfreubig keil an 29- Stelle mit 5,8 Ps. aus den Stopf der De oölferung, gegen Offenbach mit 10,9 Ps. unb gar Oppenheim mit 31,9 Pk Reben vielen Arbeits­leistungen, die einem Waisenhaus zugute kamen, hat der Frauenverein de» Gießener Zweigvereins noch weitere 900 Mark zur Ablieferung gebracht. Unter­stützt wurden 112 Gemeinden be» Inlandes unb 265 des Auslandes. In Hessen galt die Hauptunterstut- zung namentlich der Gemeinde Gau-Algeshelm in Rheinhessen. Auch die Grazer Haupltagung be» Der- ein» wurde von dem Redner gestreift. Er schloß mit einem warmen Aufruf zur Hilfe au» Anlaß des 100iährigen Bestehen» des Hauplverein» im Jahre 1932. In recht anschaulicher Weise schilderte nun Pfarrer Müller die Verhältnisse der ev. Diaspora­gemeinde Olmütz in Mahren. Mit dem Schlußwort de» Ortsgeistlichen, Pfarrer B e ck e r , der früher acht Jahre lang in der Diasporagemeinde Herbstein tätig war, schloß die erhebende Feier.

ch L i ch. 22. Juli. Für den infolge seines hoben Alter, zurückgetrelenen langjährigen Beigeordneten unb ehemaligen Bürgermeister Parmer findet am nächsten Samstag Ersatzwahl statt Nachstehende Kandidaten bewerben fick um den freigewordenen Posten Bäckermeister Ludwig I h r i n g , Gemeinde- ratsmitglied Konrad Schone und Gemeinderat». Mitglied Brauereibefitzer Heinrich Heller IV. Letz­terer hatte nach dem Tode de, Bürgermeisters Völker bis zur Neuwahl stellvertretungsweiie die Geschäfte unserer Stadt geleitet.

# Hungen. 22. Juli. Während im ver­gangenen Jahre hier nur ein WohnbauS errichtet wurde, bat bis jetzt außer notwendigen Repara- tutarbeiten hier d e Bautätigkeit völlig ge­ruht. Run wird mit der Errichtung eines Dienst- gcbäudes für dre hiesige Spar- und Lcihkalle be­gonnen. Die Srdarbeiten sind soweit vollendet. DaS Gebäude kommt neben die katholische Kirche. Die Rohbauarbeiten werden von den hiesigen Baufirmen Decker und Koch auSgefühtt. 5rfl im nächsten Sommer soll der Innenausbau vollendet werden.

(=) Aus dem süblichen Kreise Gie­ßen. 22. Juli. Durch das anhaltende trockene Werter der letzten Wochen ist d« Reife deS ©etreibed sehr vorgeschritten. Ueberall leuch- len bie jmlber.en Flächen der Korn- und Gersten - £*r- Weizen und Hafer find noch grün. Die Wintergerste ist geschnitten und zum größten -^eile schon ein gefahren In diesen Tagen be- äurnt der Schnitt der Sommergerste und der Woche dürste der Roggen, der schon gi einzelner, an Abhängen gelegenen Aeckern ge- f3üXttcn ** ^lgen. Der Stand ist fast durchweg gut Korn und Gerste liegen zum Teil cttvaS. durch die letzten Gewitterregen, aber doch u«h einer Seite, fo daß die Maschinen ' dolle Tätigkeit treten töimen.

der nördlichen Wetterau.

- Die ffrnte der Wintergerste TT.tn,_t*n letzten Jahren vermehrt angebaut Eu0* Einmal wird sie als Mastfutter

>ur Die Schweine wegen ihres hohen Eiweiß-

Recht sder Llnrecht?

Von ^usiizmspettor Schröder, Lutzdach.

Der einen Prozeß verloren Hit schimpft über d»s ihn Tiberabre ne Unrecht während fein jlüdlu'e. Gcgner t tum h ert gibt bo<b noch eine De. echtigkeit! ' O» ist eine alte Er, ch.ui'g. baß berjcnigc. dem das geschriebene Recht und daS Gewohndcitsrecht tdic Judikatur» zum Nach­teil gereicht, mit btn Grtetzen und Deck' -lege- Organen un^utrieben ist 3m Wandel ter Zeiten haben sich aber auch die Ansig-ten üb?, das Recht geändert So Hilt m.in bau Grd.echt deS 3befl atttn für resorinbrdüritig vorsichtige Ähe- leutc er; iebten ein Testament, in deut sie sich gegenseitig zu Drben einsetzen, um dem liebe.* lebtnden mehr alt sein färgliches gcetzllches Orbteil zu sichern. Aber nicht überall hat man daS gleich RechtSemv'inden Auf der- Lande kann man es vielfach nicht verstehen, daß bei kinderlosen Ehen bc übe^l.-bende S? ; tte die Hälfte erbt. viel rieb der Nachlaß an die Verwandten des Perstor- benen fiele, um so mehr d.-.nn. wenn zu diesem Rachlaß ererbte elterliche Grundstücke gehören daS Familiengut soll zusammenbleiben. es gehört der Sippe!

WaS aber manchem zum Schaden gereicht, ist nicht fein im Widerspruch zu den Gesetzen stehen­des Rechtsempfinden. sondern dir Unkenntnis der Gesetze Ausllä^cnde Artikel in drr Tages- Presse sollten deshalb bei den Lesern mehr Be­achtung finden So wird es z B. den wenigsten bekannt sein, daß man eine Schuld selbst dann nicht ohne weiteres los wird, wenn sich jemand findet, der sie einen abnehmen will: die Wirk- famleit einer solchen Schuldübernahme hängt nämlich von der Genehmigung des Gläu­bigers ab. 3u diefem Zwecke mun der Schullmer oder derjenige, der die Schuld übernehmen will, dem ® lau blaer Mitteilung von bei Schuldüber­nahme machen, eventuell ihm eine Frist zur «Sttlärung über die Genehmigung setzen- wird die Genehmigung nicht innerhalb der Frist er- lärt. so gilt sie als verweigert. Umständlicher ist daS Verfahren noch wenn ber Erwerber eines Grundstücks eine hypothekarisch gesicherte Schuld übernehmen will. 3n diesem Falle kann der Gläubiger die Schuldübernahme nur ge­nehmigen. wenn der Teräubcrcr sie ihm mit­teilt Sind seit dem Dmpiange ber Mitteilung 6 Monate »>7rstrich:n. so gilt die Genehmigung alS erteilt, wenn nicht der Gläubiger sie dem Veräußerer gegenüber vorher verweigert hat. Die Mitteilung be# Veräußerers kann aber erst erfolgen, wenn ber Srwerber als Eigentümer im Grunbbuch eingetragen ist: sie muß schriftlich gesch.hen unb ben Hinweis enthalten, daß der Uebemehmec an die Stelle des bisherigen Schuldners tritt, wenn richt ber Gläubiger die Verweigerung inner halb ber 6 Monate erflärt. Die Unkenntnis dieser Vestimmimgen hat gar manchem Schaden gebracht, der in der Inflations­zeit Grundbesitz veräußert hat: in dem Kaufver- trag wurde wohl die Bestimmung ausgenommen, daß der Käufer die bestehende Hypottzekschuld zu übernehmen habe, aber der Gläubiger wurde nicht davon tn Kenntnis gesetzt! DaS mit der Hypothek belastete ober noch nach dem 15. Juni 1922 belastet gewesene Grundstück haftet zwar für die 25prozentige Aufwertung Falls die Hy­pothek jedoch für eine Äaufgclbforberung, eine Forderung aus einem Gutsüberlassungovertrag usw. bestand, meldete der Gläubiger die Höher­aufwertung bem früheren Eigentümer al­le inem persönlichen Schuldner gegenüber an; dieser muh zahlen, obwohl er selbst vielleicht ben Gr lös durch die Geldentwertung verloren hat!

Vicht hypothekarisch gefieberte Ansprüche, die nicht als sog. Vermögensanlagen gelten, wie z. B. aus Gutsüberlassungsverträgen und Kaufverträ­gen, werben nach allgemeinen bürgerlich-recht­lichen Grundsätzen aufgewertet. Wenn nicht etwa die Zuständigkeit der Aufwertungsstellen verein- bart wird, entsd-eiden bei Streitfällen die ordent­lichen Gerichte. Die Geltendmachung solcher Auf­

wertungsansprüche ist an keine Frist gebunden und unterlag keinem Anmelbezwang So kann es Vorkommen, daß ein Gläubiger noch Auf­wertungsansprüche erheben kann, währei-.d er. wem feine Forderung hypothekarisch gesichert gewesen wäre und et Die Anmeldefrist versäumt hätte, nicht nur die dingliche (hypothekarische^ Sidxrung. sondern auch die persönllche For- be-unq verlieren würde!

x insichtlich eines sog. DefälligkeitSdar- leben« ,wie es etwa Derwandte oder Freunde gewähren» kann höhere Aufwertung als die 25proz. begehrt werden. Falls ein solches Dar­lehen jedoch durch Hypothek gesichert war oder ist. kann nur bie normale t2Zproz > Auswertung in Frage kommenl Recht oder Anrecht? lus stnctaml

-lun noch einige <xällc aus dem Prozeß­recht. 3m Wiederaufnahmeverfahren eir.eS durch rechtskräftiges Urteil ge'chlossencn Straf pro- zesseS kann der Verurteilte feine Freisprechung ober eine mildere Bestrafung u. a. dadurch er­zielen, daß er neue Zeugen benennt. 3m TDie- beraufnabmeoerfabren eineS rechtskräftig geschlos­senen Zivil Prozesses ist e.ne Abänderung oder Aufhebung des einer Partei ungünR gert Ur­teils durch Benennung »teuer Zeuge.» nicht möglich: sobald daS Urteil die Rech.slrast be­schritten hat, können Zeugen, die vielleicht wäh­rend des "Prozesse- nicht auffindbar waren, nicht mehr gehört werden, eS sei denn, daß sie viel­leicht geeignet wären. In bem gegen einen im Rechtsstreit vernommenen Zeugen etnzuleilenben Strafverfahren dessen 'Bestrafung wegen Mein­eids herbeizuführen.

Die bisher besprochenen Fälle finden ihre Be­gründung im geschriebenen Recht Daß aber durch eine nicht einhellige Rechtsprechung ein Ur­teil sich anders auswirken kann, al- es der Rich­ter beabsichtigte, will ich in nachstehendem bar­legen.

3n einem Privatklageversayren wegen Beleidi­gung erhebt ber Beschuldigte Widerklage. Der Beschuldigte wird zu 10 Mk. Geldstrafe, der Privatkläcer als Tbibetbesagter aber zu 100 Mk. verurteilt; im Urteil werden bem Beschuldigten die Kosten ber PrivatNage einschließlich Oer dem Privatkiäger erwachsene»» notwendige»» Auslagen, bem Privatkläger Die Kostrn der IDi^ertiane einschließlich ber dem TDiberfiäger erwachsenen notwendigen Auslage»» au,enegt. Beide Parteien sind durch RechlSanwäite oectrc cn. Runmehr setzt daS Kostetliestsetzungsverfahren ein, in dem der Urhinböbeamte der GeschästSst.'lle entscheidet, hierbei stellt sich heraus, daß der Beschuldigte, obwohl er nur ben zehnte»» Teil ber Strafe seines Gegners erhalte»» hat. die getarnten Gcr.ch.s- unb RechtSanwaltsgebühren zu tragen bat! Gs enistehen nämlich für die Widerllage keine be­sonderen Gebühren. Dem Privaikläger alsWider- beflagten fallen daher lediglich etwaige durch die Widerklage entstandenen Zeugen- und Sachver­ständigengebühren zur Last. Anders wäre die Sache geworden, wenn in bem Urteil. waS nach den Bestimmungen der Strafprvzeßordnung zu­lässig ist. die Kosten .angemessen verteilt" wor­den wären, etwa so, daß der Privatlläger 8 10, ber Angeklagte und Widerkläger 1 'V) zu tragen hätte. Aber, wie oben erwähnt, ist bie Recht­sprechung hier nicht einheitlich. Die Wirkung der in meinem Beispiel erwähnten Form der Kostenentscheidung tarnt selbst der Rechts- beflissene nicht mehr alS eine .Härte" be­zeichnen: sie ist eine offenbare Unbillig­keit, bie keinesfalls gewollt war. Wer demnach bei wechselseitigen Beleidigungen zuerst zum Kadi läuft, hat bie Aussicht, daß sein Gegner die Kosten zahlen muh! Er riskiert aber, daß dieser Bescheid weiß unb nicht Widerklage, sondern eine selbständige Privatklage erhebt, um bem Schlaumeter ebenfalls Kosten zu verursachen. Roch klüger aber ist eS, wenn man sich gegenseitig bie Meinung gesagt" hat, eS dabei betoenben zu lassen!

gehalt- sehr begehrt, zum andern erleichtert sie die ArbeilSverieilung, indem die freigewordenen Aecker zur Abstchr deS MisteS benutzt nxrrben können. Die Druschergebnisse müssen alS gut bezeichnet werden. Auf bem Morgen wurden Im Durchschnitt 12 bis 15 Zentner geerntet. Rege Rachfrage herrscht seitens ber Malzkaffeefabriken nach greifbarer Ware neuer Ernte. Es kostet da» Malter je nach Qualität 23 biS 25 Mark. 3n diesen Tagen ist mit dem Schnitt der Sommergerste begonnen worden. Da das letzte Sturmwetter sie vielfach zum Lagern ge­bracht hat. können die Binder- unb Ablege- mafchinen wenig benutzt werden. Sehr ft»app werden die ©rünfuitermittcl. Da ein durchwei­chender Regen bis jetzt ausgeblleben ist. wächst der Klee schlecht nach. Die trockenen Wiesen zeigen klaffende Rille, »mb die Grasnarbe sieht wie verbrannt aus. Die Obstausfichten werden immer geringer. Bei ber anhaltenden Trockenheit fallen kste wenigen angelegten Aepsel ab. unb bei den Frühbirnen stellt sich Rotreife ein. Die vielen gelben Blätter weifen auf JeuchtigkeitSmangel hin. Vorzüglich fällt bie Zwetschenemte aus. wie überhaupt sämtliches Steinobst (Pflaumen. Aprikosen. Mirabellen. Reineklaudenf eine sehr gute Ernte versprechen.

Mrcie Zricdb.rg.

4 Bad-Rauher m. 21. 3uli ©in ernster Berkehrsunfall ereignete sich gestern abend an bem .scharfen Eck", das Kur- »mb Haupt­straße bellten und das in allerletzter Zeit zum v etten Male ben Scharrplatz ähnlicher Zrisarnmen- stotze war. 3n bas von ber Hauptstraße kommenbe Auto eineS hiesigen Arztes fuhr arrs ber Rich­tung der Kurstraße em Postschaffner mit bem Rade. Der Rabfahrer erlitt schwere 'Ver­letzungen, die bie Uebertübrung ins Kranken­haus notwendig machten. Den AuioLenker. ber vorschriftsmäßig gefahren ist. trifft nach ben Feststellungen ber Polizei keine Schuld. Der Vor­fall läßt Mahnahmen würrschnr, die den Ver­kehr an fraglicher Stelle sichern. Rotwendig er- toeint bie Aufstellung Zn cs Verl ehrs postens, außerdem bie Errichtung einer Verkehrsinsel, wie sie bie Stabt feit längerer Zei schon plam. Gin zweiter VertehrSunsall ereigitete sich heute früh an bet Scke Frankfurter Straße unb iSleonorenrtng. Ein Autofahrer stieß mit einer von Dorheim kommenden Radterrn zusammen, deren Fahrrad völlig zertrümmert wurde, wäh- renb sie selbst mit leichteren Verletzun­gen davon!am Die Schuld trifft ben Autolenker, ber unvorschriftSmähiig gefahren ist. Beide Un­

fälle sind daraus zurückzuführen, daß die Ver­kehrsvorschriften von einem ber Beteiligte»» nicht beachtet worden sind.

Ärei4 Büdingen.

* Echzell, 22. 3uIL Dieser Tage wurden am hiesigen Bahnhof die ersten Frühkar­toffeln zum Ders anb gebracht. Der Ertrag kann alS Mittelernte be,;e»chnet werden. Auf 12 Reihen wurden etwa 20 Zentner geerntet. Hauptsächlich werden angebaut Allert rüdeste Gelbe, Asches Doldniere unb Holländer Erstlinge. Letztere befriedigt in ben letzten 3ahrcn immer weniger wegen ibreS ungleichen Wuchses unb ter damit verbundenen geringeren SriragSfähig- keit. Der Preis für den Zentner Frühkartoffeln beträgt 5,50 Mark.

Kreis Schotten.

^3 Laubach, 23. 3uli. Bei ber aestngen Burgermeisterwahl wurde ber DerrchiS- referenbar HÖgy mit 537 Stimmen zum Bür­germeister von Laubach gewählt. -3 öb m erhielt 306 Stimmen. Michel 128. Die Wahlbeteiligung betrug 75 Prozent. Laubach Hal mit Högy den ersten juristisch geschulten Bürger­meister erhalten.

ch Au» bem oberen Vogelsberg, den 22. Juli. Den Imkern, Lenen die falten Monate Mai und Juni einen großen Schrecken beschert hatten, haben die heißen tage der ersten Julihalste ein un­erwartetes Geschenk gebracht Dieser Tage waren überall die Schleudern in Betrieb. 20 Pfb. HoNig­er n t e vom Volk ist feine Seltenheit. Nach einer Reihe von Mißjahren ist es ben Bienenoälern zu gönnen, daß sie aus ihren Betrieben auch einmal Gewinne erzielen. Der Hedderich stand in Unmengen in den Getreidefeldern, und die Wiesenpflanzen brachten sehr gute Erträge. Augenblicklich treiben sich die Bienen in den Linden herum. Wenn man die Bedeutung dieser Bäume für die Imkerei auch lange überschätzt hat die Bienen berauschen sich in der Lindenwirtschast und werden faul und bummelig, so ist doch zu hoffen, daß bei gutem Trachtwetter die Schleuder nach einigen Tagen noch einmal in Bewegung gesetzt werden kann.

---Vom Vogelsberg. 22. 3ulu Von dem Minister für Arbeit und Wirtschaft sind für gute Pflege unb Bewirtschaftung der melio­rierten Hutweiben an folgende Gemeinden ?r ä m i e n zuerkannt worden Schotten 150 Mk., öSbertS und Hartma»»7rshain je 100 Mk., Reich- lvS, Ärainfelb unb Grebenau je 85 Mk.

»reit AlSfeN».

() Kestrich, 22. 3uIL Der bei ber hiesigen 5»rma Hemrich BIdfer beschäftigte Großftiecht infttan Schott wurde von der Detchfcl eines .u .ren Wagens so unglücklich gegen den Oeib und das Gesidü gesch'age»». daß arztltche H»lfe in Anlpruch gekommen »Derben muß e Dr. Rern »Groß-Felda > legte den ersten Rotverband an.

() Groß-Felda. 22. 3ult. Infolge bet heißen Tage unb lang anbaltenbcn Trockenheit herrscht hier unb in bem benachbarten Kestrich grobe W a s s e r n oVielfach läuft in Häusern den ganzen Tag über überbauet kein Waller. 3n biefcr Rot M.nt man nun seine Zuflucht zu den alten zerWkenen Brunnen. 2lach rtünb- :.che.- Re.n.gung derselben sieht man nun unsere Frauen wie ehedem mit Eimern zum Dorf- brunnen ziehen, wie ein ibyllischeS Bild auS längst vergangei'.en Tagen.

Preußen.

Alrci» Wchlar.

XX Wetzlar. 22. 3uli. DaS eine halbe Stunde von der Sta^t enfemte herrlich gelegene Hofgut Magdalenenhausen vomGra en Wilhelm Moritz zu Solms-Braun'e'.s nach seiner Gemalsiin Magdalene benannt, bie sich hier gern aufbielt, wurde belann..ih 1N0 städtisckeS Oigen- tum. Der noch einige Zeit unterhalt.'ne Wirt- lchaftsbetried ging tn der Inflationszeit ein. unb io wurde Wetzlar ei:-er schönen A»»Sslugsstätte IxtaubL Da mit Herbst die letzige Pacht eit ab* läuft, geben ft die Stadtverwaltung in erster Linie daselbst wieder eine Gaststätte mit Sommerfrische

WSR. Wetzlar. 22.3uIL Der Präsideick des Deutschen Roten KreuzeS hat drin Kreis- inedizinalrat Dr. Braun in Wetzlar, dem lang­jährigen KretSinspefteur ber Sanitätskolonnen baS Ehrenzeichen beS Deutschen Ro­ten KreuzeS 2. Klasse verliehen.

L Launsbach 22. 3uli. Dieser Tage sand eine össenlltche Dürgerversammlung statt, bie sich mit bet Rieberlegung de» Ge­meinde vor st eherpo st ens durch Albert P s a f f. sowie mit den RücktrittSab'ichten von vier Gemcinderäten befaßte. Der Cbrunb zur Rieberlegung des VorsteherposteirS durch Pfaff ist bie Ablehnung bet vom Gemeinderat bewil­ligten BcrgiJimg von monatlich 100 Mark buich den Krei- Ausschuß. Der Vorsteherposten war bis jetzt unbesoldet, unb bie gewährte Vergütung reichte kaum für Aiiswenbang unb Schreibma­terialien auS. Rach längt» er Aussprach.'. in bet üu4) noch andere Gerneindeangel.genheiten be­sprochen wuiden. fanden sich die vier Gemeinde­räte bereit, auf ihrem Posten auSzuhalten. Vor­steher Pfaff bx.gegen beharrte auf seinem ab* lchnenkten Stairbpunkt.

T Waldgirmes. 22. Juli. Die Gemeinde­vertretung beschloß in ihrer letzten Sitzung, die jetzige Dreschhalle abzubrechen und eine neue, größere zu bauen. Die vorgesehenes Kanalbauten sind beendet. Außer ben ge­planten Straßen wurde auch noch ein Teil dev Roon- und Sackstraße kanalisiert.

T Raunheim. 22. 3ull. Bei unserer Kir­sche nver st eigeruna, bie viele Wetzlarer angezogen hatte, stellte sich daS Pfund am Daum auf 40 Pi. 350 Bäume brachten der ®emeinbe über 2700 Mark ein.

ch Aus dem Kleebachtal, 22.Juli. Begün­stigt durch bie beißen Tage ber letzten Wochen ist bas Getreide schnell berangereift. Am Freitag wurde mit bem Schnitt des Winter- roggen» begonnen. Die Frucht zeigt im allge­meinen, was Güte »mb Menge anbetrifft, einen sehr guten Stand. Auch die Kartoffeln haben sich in ben letzten Wochen prachtvoll entwickelt Dem Ktee wäre allerdings ein durchweichender Regen vo.möten, denn ber zweite Schnitt wächst nur spärlich unb langsam voran. Auch dem Heranwachsenden Grummet auf trocken gelegenen Diesen wäre ein guter Regen zu wünschen

ÄrciS viedcnkopf.

* Holzhausen b. Gladenbach. 21. Juli. Der in Gladenbach beschäftigte Weißbtnderlehr- ling Hermann Xranfcr von hier fiel gestern in Ausübung seines Berufes auf ber Aurora- bütte von einem hohen Gerüst. M»t einem Bruch des Schädels unb der Wirbel­säule, sowie noch schweren inneren Verletzun­gen sollte ber Bedauernswerte In die Marburger Klinik überführt werden, erlag aber unterwegs im Krankenauto seinen schweren Ver­letzungen.

Kreis Marburg.

WSR. Marburg. 22. Juli. Zum Rektor ber Universität für das Amtsjahr 1923,29 wurde der Professor der juristischen Fakrlltät Ministerialrat a. D. Dr. Zellst ® e n Am er, ge­wählt. Zu Dekanen wurden gewählt für bie theologische Fakultät Professor Dr. Herme­ling. für die juristische Geheimrat Professor Dr. Leonhard, für die mediAinische Professor Dr. Diktier und für die philosophische Geheimrat Professor Dr. Drüneisen.

Berliner Börse.

Berlin, 23. Juli. (WTB. Funkspruch.) Bei fast völliger Geschäftslosigkeit blieb der heutige Frühver­kehr ohne Anregung unb wenig verändert. An Kursen ist noch nichts zu hören, die Spekulation bleibt abwartend. Am Deoisenmarkt nennt man Paris 124,22, Mailand 92,80, Spanien 29,43, das Pfund 486,15 und den Dollar 4,1895

Dermifchtes.

Hundewetirennen in China.

Hundewettrennen erfreuen sich in China außer- ordentlicher Dellebtheit und bedeuten weit mehr als ein bloßeS sportliches Ereignis. Alles, waS Anspruch darauf erhebt, zurGesellschaft" ge­zählt zu werden, trifft sich bei diesen Veranstal­tungen im Lunar Part von Schanghai.3ch habe nie," so erzählt eine englische Augenzeugin, Schanghai so auf der Höhe gesehen. Reben ber rem geschäftlichen Seite d^s älnternehmenS tritt ber Wunsch der Unternehmer, auch ben künst­lerischen Anforderungen des Publikums zu ge­nügen, deutlich zutage." Sv ist hier ein heiterer Rahmen der Geselligkeit geschaffen. Alles ist weiß: der Holzausbau ist weih: der Möttelboden ist weih. Dom Dache über ber Mitgliebertribüne hängen butzendweise schöne Blumenkörbe herab, an langen Ketten auf gerecht. Die Sitze sind mit buntfarbigen lichten Killen belegt 3n diesem Rahmen entfaltet sich ein elegantes Bild. Die meisten Mitglieder erscheinen in Abendtoilette, und es leuchtet von bunten Schals und Ge­wändern zwischen toftbaren Pelzen; viele ber