Ausgabe 
23.4.1928
 
Einzelbild herunterladen

Cd)u!cn 7034,39 Mk, blc Ätr<$<- für sachliche 'J!/uA$fldb»n 2U62.44 Mk. da» Bcstattung-wescn </ji icb&D|) 247833 Alk., die Kanäle 992,30 Ult., |ür LandwIrtschastSzwecke 0112,07 Ult., die ®r«u* DcrbdllntHe 13 13234 Ms du Flüsse. Bäche und Drüben 2309.96 Mk. die Soziale Fürsorn^ 17539 7ZIL die Woßnuug-fürforge 935LI3 Alk Wie zum Schluß der Sitzung aus eine Anfrag. ,nilgeteilt wurde, betrogt die Gt-samleinnohme an Gewerbesteuer zirka 6000 OK!., so daß von einer hohen Tftrabesteueruilg de» Gewerbe« nicht die Rede sein könne, da diese Summe von allen lgrohen und kleinen Gewerbetreibenden) aus­gebracht würde.

. Ällendors a d Lumda, 22. April. 3n einem (5M)öfte der Marktstraße zeigt sich seit einiger Zeit wieder ein Star mit wetbem Schwanz, der zum erstenmal im vorigen Früh­jahr hier beobachtet wurde. Gr hat wieder den gleichen Brutkasten bezogen wie tm vergangenen rlohre, ein Dewsi« dafür, das; unsere Zug- und Strichvögel in der Regel immer wieder ihre alten Riststätten aufsuchen. Gs handelt sich hier um eine Art Albinoersch'tnuug. wie sie bei vielen Liergotlu,rgen auf tritt, die auf dm Mangel an Pigment (Hautsarbstof) zurückzuführen ist.

ibk. Kes sei buch, 22. April. 'Die Spar- und B o r f ch u b k a f | e Kesfelbach e. D. m. b. H. hielt ihre diesjährige Generalver­sammlung für da» Geschäftsjahr 1927 unter zahlreicher Beteiligung ihrer Mitglieder bei »elnrich Schombcr III.-Keffelbach ad. Der Ge- IchäftSberichl de« DorstanheS, der von dem Rechner ecftattet wurde, zeigte eine weitere att- inäblldie Aufwärtsentwicklung Die Mitglieder- zahl Ift um sechs gestiegen und betrug am Jahre«- sckluß 234. mit 16 950.55 Mark elngezahlten Ge- schäfl^anteilen. Die Reserven hatten sich von 5000 Mark au 0600 Mark vermehrt Die Ein­zahlungen auf Spareinlagen find wieder höher und betrugen 120 000 Mark. Die Ausleihungen gegen Htzpotheken betrugen 52 000 Mark, gegen Schuldscheine 26 000 Mark, Außenstände in lau­fender Rechnung sind 200 000 Mark. Der Gefamt- umfoh betrug 4,5 Million. Der Hauptverkehr spielte sich In laufender Rechnung, Scheck- und NeberweisungSverkehr ab. Die Bilanzsumme stieg auf rund 468 COO Mark. Auf die Geschäftsanteile wurden 10 Prozent Dividende vergütet und 1500 Mark den Reserven zugewandt. Die A u s w e r t u n g d e r a l t e n Spareinlagen Ift durchgefühlt, 1600 Konten find umgeftellt. An alte und bedürftige Aufwertung<'gläubtger wur­den bis zum Iahreoschlub an 110 Personen rund 2000 Mark Abschlagszahlungen geleistet. Die Mitglieder nahmen den Bericht mit Interesse entgegen, ebenso den Bericht bc« AufstchtSrate», und genehmigten die Vorschläge der Berwal- tung. Bel der GrgänzungSwahl zum Aufsichtsrat wurden Balth. Schaaf II.. Schmiedemeister in Kesselbach, und Milhelm Werner, Landwirt in xOb'iiöaufen neu. Gastwirt Joh«. Schneider in Rosberg und Landwirt Jakob Schomber II. in 'lesselbach wicdergOvählt. Letzterer sowie der frü­here Koutrollcur Becker sind noch die einzigen Mitglieder, die seit Gründung der SVaffe ange- HÖren. Unter Verschiedene« wurden alle Belange der Genossenschaft auSgiebig erörtert und den, Vorstand Auftrag erteilt, die Feier de» sünfzig- jährtgen Bestehens Im Januar 1929 vorzuberelten und durchzusühren. Gin gemütliches Beifammen- fein, bei dem noch reger Gedankenaustausch statt­fand, beschloß die Tagung

* Oden Haufen. 22. Avril. Dieser Taue be- Ning der tm vorigen Jahre neugegründete Frauen verein die Schlußfeier seiner udendlichen Zusammenkünfte vom vergangenen 'Vinter. Nach einer Begrüßungeanspracke deo 'charrera Iharn st rach In zweistündigen AuofÜH- runnei, Privatier Welcko » (Mief,en) über seine 'valästtnn-Neiie. Der durch Lichtbilder veranschau­lichte, interessante lüorirng schilderte sehr lebhaft Land und Leute deo heiligen Lande«. Alle Kuharer olgten spannend den hochinteressanten AuofÜhrun- ,en Nach den» Vortrage wechselten einige Musik- lütte, die Mnstklehrer Schwoktzer (Odenhousen) mit seinen Schülern In vollendeicr Form zu Gehör lunchte, mit Solo-Gesangen der Frau Psarrer Ihvrn und gemeinsamen Liedern. (Sin herzliche» vankeowort bei» vrtogelstllchen beschloß den schönen Abend.

Wctl»bau|eii, 22. April. Am Mittwoch- abend versammelte sich unsere (Hcmelnbe zu einer VI b s ch I e d v s e t e r für den allseits beliebten und lmchgcschätzien Lehrer Paul. Die ganze Gemeinde sieht den tüchtigen Lehrer mit grossem Bedauern

Eine Million, deutsche Schallplatten...

... werden monatlich vom Auckland gekauft. Von (Skfljirh Ascher.

Seit einigen Monaten schon munkelte man in elnaeivellkn Kreisen. Vastder alte Heren- meister", wie Edison im DolkSmund Amerikas genannt wird, wieder am Werk sei. und nun­mehr scheint daS Rätsel gelöst zu sein. E« ist den» greisen Elsinder deS Phonographett ge­lungen. eine Platte herauözubringen, die nicht nur alle störenden Rebengeräusche verschwinden lägt, sondern auch unter Benutzung beider Seiten 40 Minuten lang gespielt werden kann, so dast ohne Vergrößerung deS PlattendurchmesserS - ungefähr eine BerdopPel ung der Spiel­dauer erzielt worden ist. Eine graste Gesell- schäft zmn Berlrieb deS neuen EdlsonfabrikalS soll mit den, Sitz in 'Derlin gegründet werden: auch die näheren technischen Einzelheiten. die letzt über die neue Platte bekannt werden, sind ge- eignet. daS anfangs gehegte Mißtrauen zu be- feitigen. Die neuen Platten sollen nicht mit einer Radel, so,Gern mit einem Diamanten ge­spielt werden, den man niemals auSzuwechfeln braucht Allerdings befürchtet mau. dast die neuen Platten weniger haltbar fein werden, da die Schall rillen recht eng zufaminenliegen. Mit der Fabrikation dieser neuen 'Vie rz i g-M i nu­te n - P l a 11 e n soll bald begonnen werden, und die Oefsentlichkeit wird also Gelegenheit Haden, die Borzüge und Rachtelie deS neuen Fabrikat« zu prüfen.

Die neue Erfindung de» greifen Meister« hat In Fachkreisen beträchtliche» Aussehen erregt: glaubt Edison doch, endlich ein Problein gelost au haben, das ihn schon lange beschäftigt hat. Jeder Musikfreund wurde bisher bei der Wiede,- nabe eine» grösteren Musikstück« durch den häu­figen Plattenwechfet gestört, der notwendiger­weife die Einheit eine» ärgeren Tonwerke« zer- rist. Eine der größten Gefellfchasten der Sprech, mafchlnenindustrie hat bereit« auf andere Art pcrsucht. diefen Mißstand zu bebet»en, indem fit eine mechanische Borrichtung an Ihren» Appa- rat schuf, die selbsttätig bl« zu zwanzig Platten

Minister Korell über die Not des Vogelsberges

keinem

Minister gemeinschaftlichen vor, um gleichbleibende Preislagen

D

schlägt der Berkaus

mit G r o§ a b neh me r n. Dem

Betriebsweise einsehe. Run ergriff

Minister Korell

da» Wart zu feinen objektiven und von

zu erzielen. Man solle Verkaufsverträge abschliesten - - - -

Mlausilie

Plc Deutsche r Sonnkj ihre öiei in Oriuri M P führte durchgängig Ansvrdrcungen an »og sich dar M K-'ndtri Tttckt \ Ott TiitstniM an btt Spitzt 6 bereit» ICO Ale unangefochten. 1 rang die Ärcllr 3b 2)rauften ersten Platz im Oer Tum- unft i 21 Punkten.

Tinzkl-Sieae: 1 m 24,3?«2. M, Anhalt 24,56. 3. Sluislhk Ä hfl mürbe am

Wlragen. (fg wan den nti muötipjifl) m

SV -

M! SjtÜis ^efanfl«

&5r.«

Ja Rti*® 3"{ iV«*1' Krllttn übetUVw M EcnthmiM ffÄ" Äj ;;t;Ä sorbtn und M" ® htn bfübliWn aeschleden. 01n 1 iich tssenillch ru «r»M ® nifjFlet tlnwH |U wdDitkn. «ui »rißt vor. «IM Aittresstnim imh vrtist von 15 M licht Sitzung ichiv

K -

Ilieftbei nerschule iStz eine der ältesten im abgtlaufet besucht, ftanmler

Am gestrigen Sonntag sprach der hessische ;iaat«m(nlfler «orelltn-artmannShain r>r einer äasterst stark besuchten Bauernversamm- :unfl über die Rot der Landwirtschaft im DogelSbarg, und darüber, toa« von Re- gierungSfelte getan wird, um dieser Rot ent­gegenzutreten

Landwirt Fi sLer-Slchenl-ausen leitete au Stelle deS ^rhinderten I. Dorsitzenden. Fort- hildungSschullehrer Steinmann-Lerchenhain, die Berfammlung. Rachdem er den Minister und seine Beamten, den Vertreter de« ÄreKamt« Schotten, die einzelnen Herren der verschiedenen LandwirtschastSämter und Vie etwa 500 Anwesen­den begrüßt hatte, gab er seiner Freude dar­über Ausdruck, dast endlich wieder einmal ein höherer Staatsbeamter c« für notwendig erachtet nabe, sich um die LebenSverhälintsfe der Vogels­berger Bauern zu bekümmern, ör sieht in dem Besuch de« Minister« die ersreultche Tatsache, dast man den VoaelSberger Bauent nichts vor- enlhalten will und man sie für gleichberechtigt mit den Übrigen Volk-genossen erachtet.

Al« Vertteter de« Kreife« Schotten begrüstte Regleruna-rat Dr. Helmreich-Schotten die Versammluna. Gr dankte dem Minister ebenfalls für sein Erscheinen, da« beuxlfe, dast er ein füblende« cherz für Den Vogel-berg besitze. Denn sich hier die Landwirtschaft nicht umstelle, dann gehe sie dem sicheren Ruin entgegen. Hier fei c« Pflicht de« Staate«, einzuareisen. Eine Fe.'dverei- nigung. die einer evtl. Ümstellung vorangehen müsse, koste natürlich viel Gew. Gr verlange die Errichtung von Musierwirlschasten, da der Land­wirt erfal>r»»ag«aemäst sich erst bann umstellen wird, wenn e» wirklich den Ruhen einer anderen

Staat wird die Stiften^ dieser Betriebe garan­tieren. (MusterWirtschaft.) Der Minister fchlvst seine mit Beifall aufgenommene Rede mit der Bitte an Vkx-rlandwtrtfchaftSrat Bauer um nähere Erläuterungen betr. Detterschäden, Ernte usw.

OberlandwirtschastSrat Bauer führte dann u. a. aus: Rach den statistischen Er­mittelungen betrug die Rieberschlag«menge 1927 in Rheinhessen 540 Millimeter, im Vogelsberg durchschnittlich 1137 Millimeter. In Herchenhain sogar 1773 Millimeter. Diese letztere Ziffer be­deute gegen Rheinhessen ha« Dreifach«. Dir können die Nimatischen Derhaltnifse wohl nicht ändern, müssen aber bestrebt sein, un« ihnen anzuvassen Folgende Zahlen mögen für sich sprechen: Der Ertrag an Körnerfrüchten In den Kreisen Lauterbach und Schotten betrank'dreizehn Doppelzentner auf den Hektar tm Jtatyt Alzey aber 26 Doppelzentner auf die aleich« Flache. Dazu ist die Erzeugung im Vogelsberg wesentlich schwieriger und mit grösteren Au«-_ gaben verknüpft Der Runkelanbau Im Vogels- oerg bürste sich niemal« rentieren, der Kartoffel­anbau fei vorzuziehen. Gin« gesunde und billige Tierzucht ist notwendig. Sine Um­stellung auf LeistungSzucht must erfolgen.

In der Diskussion sprachen einige Landwtrle von Ihrem Stanhbuixft auS und trugen ihre Wünsche vor Rachdem Minister Korell alle stichhaltigen Einwände beantwortet hatte, ver­sprach er, die für Hessen bestimmten ReichSmtttel von 4 Million«n Mark, die mit 4 bis 4,5 Prozent zu verzinsen seien, umgehend zur Auszahlung zu bringen.

Lleberparieilichs Tagung in Lauterbach.

WSR. Lauterbach. 22. April. Da« hessische Ministerium für Arbeit und Wirtschaft ver­anstaltete unter dein Vorsitz de« Minister« Ko­rell. bejlei'.el von den Mt ist,rialrälen Becker, Hehl. Oberlandwirtschai tSrat Bauer und Staatsrat Karcher hier eine überpartei­liche Tagung, zu der Vertreter aller Par­teien, WirtfchaftSverbSnde und BerufSgruppen eingeladen waren. Die Tagung war au« allen Lagern stark besucht. 3m engsten Könnet mit allen Kreisen der Bevölkerung wurden zunächst die landwirtschaftlichen Verhält­nisse be« Vogelsberg« beraten. In sach­licher Auseinandersetzung wurden praktische Vor­schläge zur Abhilse bet wirtschaftlichen Rotlage gemacht. Diese Bemühung wurde auch von geg- nerischer Seite anerkannt. Der Vizepräsident be« hessischen ßanbtag«, Vertreter deo Canbbunbc» v. Helmolt. dankte Minister Korel. für daS Verständnis der Regierung. Altbürgermeister Jost (Qanbbunb) erklärte, dast her unter der grostherzogllchen Regierung aufgestellt» General- Äulturblan ohne Verbindung mit den Wünschen und Forderungen der Landwirtschaft entstandeic und darum gescheitert sei. Er begrüßte dankbar die Absicht bc« Ministerium«, den neuen Plan durch Zusammenarbeit zu schassen.

bae Wart zu seiner 'Abschlcbarede, die vor allem Worte deo Danke» enthielt für das reichliche Ent­gegenkommen, das er von allen Selten der Ge­meinde während seines -ehnfährlgen Wirkens ge­funden hatte.

al. Allcndorf a. b. Lahn, 21. April. Am zweiten Oftertag wurden In hiesiger Kirche durch Pfarrer D e d c v 19 Binder konfirmiert. 8 Knaben und 11 Mädchen. In die Schule a u f o c n o m m e n werden ebenfalls 19 Kinder. 10 Knaben und 0 Mädchen.

D Großen-Linden, 21. April. Um Un- glürfofdUen »»vrznbeugeil, winde vor einiger Zeit bet Teil der Bahnhofstraße, der In blc Vurchfahrtbstraße GießenFrankfurt clnmünbet, für IcgLdjcn Verkehr mit St r u f t f a h v n e u - gen g e 1 pc r r L Diese Maßnahme war dringe, »d nötig, einmal wegen der nur sehr geringen Breite der Bahnhofstraße und bann namentlich wegen des sehr Harten Gefälles der Straße nach Westen hin. Auch die Einmündung der Bahnhofostraße in die

Eigener Drahtbericht untere« ^-Mitarbeiter«.

allem wolle er keine trügerischen Hoff­nungen erwecken. Es dürfe niemals vorkommen, daß der Große gegen den Kleinen ausaespielt werde. Wenn man von wirklicher Not spreche, müsse immer die Wahrheit gesagt werden. Es stehe der Not der A r beit gegenüber die N o t des Kapitals und der R e n t e y. Ucberall haben die Lebensbedingungen Schritt aehalten mit einer Aufwärtsentwickelung, nur bei der Landwirtschaft nicht. Das Leben andere sich doch ständig, die Me­thoden der Großvater könnten doch nicht Immer so fortgesetzt werden (Eine U m ft e 11 u n g sei not­wendig Es erscheine ja töricht, wenn man sich gegen Dinge stellen wollte, die unfer Herrgott sich entwickeln ließe Selbstredend müsse Grund und Boden bleiben. Go komme nur darauf an, wie die Erzeugnisse desselben verwertet und verkauft wür­den (Zustimmung bei der Versammlung). Alles Gei- ftlge spiegele sich Im Dorwartegehen und Stehen- bleiben. Einen Grund dafür, bah das Mißtrauen der ÜanbbcDÖlferung gegen die Regierung so groß sei, erblicke er darin, daß der frühere General-Kul- iurplan nicht früh genug bekannt wurde Diesen ftehler will nun der Minister nicht machen, sondern dafür sorgen, daß

bei allen Schritten der Regierung zur Besse­rung der Lage der Landivlrlschask von seht ab Vertreter der Landwirtschaft ionogen werden sollen, damit man nicht spater sagen könne: wir find ja nicht gefragt worden.

Der Minister verlangt eine Mitverantwortung dec landwirtschaftlichen Bevölkerung. Die Pro- hultlonSwelfe unterliege einer Gefährdung. 6« steht fest, daß gerade im Vogelsberg so viel Rlederschläge fallen. Der Minister macht den Vorschlag, da« ® r a « statt al« Heu tn Silo« zu verwenden. Die- würde aber solange nicht möglich sein, al« der Landwirt in seinem An- grenaer einen Feind sieht. Auch hier müsse da« Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden. Weiter

Frankfurter Straße ist nur schwer xu übersehen. Io dah an dieser Stelle Unfälle nicht hatten ausblei- den fdnnen.

ch Lang-Göns, 21. April. Schon über ein Jahr ist verflossen, seitdem der große D a m m der Main Weserbahn nördlich unserer Station ins Rutschen aekommen war, und heute sind blc Stützarbeiten noch nicht beendet. Ihn der Westseite des breiten und hoben Dammes ebenfalls die unbedingt sichere Festigkeit zu geben, find auch dort tiefe Rigole eingefügt worden. Diele Ar- beitskräfte sind am Wecke, um die sehr umfaßenden Arbeiten zu Lude zu führen.

Cid). 21. 2lpc»l. Gegen die Wahl bc« Referendar« HanS Veil in Oberstein xum be­soldeten Bürgermeister der Stadt Llch war Beschwerde beim KrciSamt Gießen eingelegt wor­den. Da« KreiSamt Gießen hatte nacy clngcbcn- den Vernehmungen die Beschwerden al« unbe­gründet xurü(ffletotcfcn. Ruumchr wirb bekannt, daß ein Bewerber um öle BürgerrneistersteUe

ZwischenrufGrenzen zul" trat der 2tcbnet ent­gegen. Sobald die Grenzen für die Einfcchr ge­schlossen werden, würde auch die Ausfuhr na­türlicherweise aufhören. Diese Ist aber unbedingt nötig, denn sonst sei Erwerbslosigkeit mit Ihrer Rot die Folge. Die deutsche Landwirtschaft darf durch Zölle nur soweit geschützt werden, vaß nickt ausländische Schmutzkonkurrenz ihr OBcfeu trei­ben kann. Die Regierung würde jederzeit den Bauer, der wirklich selbst baut, zu schützen wissen. ES fei aber unnröglich, die Grenzen vollständig zu schlleßeir.

3in neuen General Nulturplan müsse vorgesehen werden, daß die landwirtschaftlichen Proouklc verarbeitet werden fönneu.

Eine 1lÜberproduktion wirb wohl einsetzen. Der 'Bauer wirb immer auf Verbrauch angewiesen fehl. ®« besteht also ein gemeinsames Interesse mit den anderen Ständen, Gewisse Betriebe in eiiizelncu Gemclnden sollen unter Aussicht von Herren, bk den wissenschaftlichen Plan völlig beherrschen, bearbeitet und geführt werden. Der

Parteifiaiidpunkt beeinflußten 'Ausführungen. Ihm kvinmi es vor allen Dingen daraus an, daß Im In­teresse der Sache der richtige Weg beschritten wird. Der Anlaß zu seiner Reis« mar ole Rot der Vogelvberaer Bauern, blc er ganz genau kenne. Der Minister machte blc Versammlung aufmerksam auf die Immer tiefer greifenben Gegensätze zwischen hem Bauernstand einerseits und den OJchultoemp- filngern, Beamten unb Wrbclleru anbererseils. Ohne oen einen Stand könne der andere auch nicht leben.

Der Redner verspricht, wirtschaftlich, wissen­schaftlich unb stnciN'.lell so gut ju Helsen, wie ee von Regierungsseite möglich ist.

Vor allem aber müsse da» Mißtrauen gegen blc Nealerung, das Un Bauernstand besteht, avneh- men. Der Dlcbnrr zählte sodann auf, was vorn 6tc aus zur Behebung der Rot des Vogelsberger Bauen» bisher getan wurde. Er will durch die Zah- len einesteils blc Landwirtschaft nicht beschämen, anderenteils weiß er aber auch, daß die seilherlgei» Lelftunaen des besstschen Staates für die Unwetter- Gefchäolgten recht gering sind Im Vergleich zu der Größe der Not. In erster Linie müffc den Mei­nen Landwirtschaftsbetriebe»» gehst- f c n werden, da die große»» doch noch eher existie­ren und die fchlin»me Zelt überstehen würden. Dor

scheiben. Pfarrer Thorn gebuchte in längeren Bussuhrungen her großen Verdienste, die sich der Scheidende tn der Schule unb auch Im kirchliche,» Leden ber Okmelnbe alt Lektor, Organist und Mit- glleb des Kirchenvvrstanbeo erworben hat unb mrad) Ihm bei» Dank bev Klrchenvorsianoes aus. Der Gesangverein ehrte seinen ehemaligen Dirigenten durch eine Anzahl sehr schön vorgetrage­ner Ehäre. Die Schulkinder Überreichte»» ihrem Lehrer als Zeichen der Anhänglichkeit und Dank­barkeit eine Baime. (für die sonstige Ausgestaltung des Abends jatte der Frauen verein reichlich gesargt. In seinem Austraa hielt Privatier Weicker (Vließen) einen äußerst interessanten Vortrag Über leine Nelle-Eindrücke vom heiligen Land. Musiklehrer Schweitzer (Dbenl)aiifen) brachte mit seinen Sd)ülern einige sehr schön vor­getragene Musikstücke zu Gehör. Nachdem Bürger­meister Wagner für blc Gemeinde Geilshausen dem scheibenden Lehrer den Dank für seine Der- bleuste aliogesprochen hatte, ergriff Lehrer Paul

auSwechfelt MterhtngS ist diese praktische )ivn- erung nicht geeignet, l»i weite Verbraucher­schichten zu dringen, heim ein solcher Apparat mit Anüwcchselvorrlchtung kostet Über 3000 Mark.

Reben her deutsche»» Sprechmaschinenlnhustrie Haben auch hie enisprechenhen englische»» um) amerikanischen älnternehmungen Im letzten Jahr einen ungeahnten Aufschwung genommen. Glaubte man doch vor wenigen Jahren, al6 ha« Radio die Welt eroberte, daß da« Schicksal der Sprech- maschinei» und Schattplatten besiegelt fei. Diese düsteren Drovhezeiungen haben sich nicht erfüllt, da« Radio hat dem Grammophon sogar neue freunde zugesührt, da der Rundfunk ii» weiten BevötterungSschlchten da« Bedürfnis nach guter Rkufik geweckt hat. Bleie Musikfreunde geben sich mit dem Programm, da« ihnen der Rundf»»nk vorfetzt, nicht zufrieden, fonderi» wollen ein Musikstück hören, daS gerade Ihrer augenblick­lichen Stimmung entspricht. Daß die deutschen Schallplatte»» sich mit ben ausländischen durchaus messen können, beweist die steigende Beliebtheit, deren sich die deutschen Platten tm Ausland erfreuen. Attest» Im Monat Februar wurden fast 040 000 deutsche Schallplatte»» expor­tiert, während da« Ausland im Februar vorigen Jahre« nicht einmal die Hälfte, nämlich 415 000 Siürf. kaufte. Hauptsächlich In Rumänien hat sich bte deutsche Platte eingebürgert; aber auch Schweben, die rschechoslowakei. Holland und die Türkei sind große Abnehmer der deutschen I,»- duftrie. In letzter Zeit findet matt sogar In Lhina Gefallen an deutsche»» Musikstücken, und tvenn diese« Land erst seine RevolutlonSwirren »iberstanden habe»» wird, bietet sich der deutschen Sprechmaschinenindustrle dort ein weite« Betä- tlgunaSfeid. Einen weiteren Bewel« für die Lei­stungsfähigkeit der deutschen Schattplattei»sabriken bildet der verringerte Import von auS- >ä,»dischen Blatten, bon denen Im Februar nut ungefähr ('8 000 Stück elngesübrt wurden, wäh­rend Deutschland Im Februar 1927 fast 130000 - größtenteils amerikantfche Platten kaufte.

.Mit Recht kann man von einem Steg der du« Radio sprechen . meint wt Vetter einer ber größten Schattplatten- fabrifcn. .Hock nie war die Rachsrage nach Grammophonpiattet» so groß wir jetzt, und ein­

zelne Schlagerplattc» bringen eS zu Rekord- umsähen. So haben wir allein 30 000 Platte»» mit den» SchlagerDlnah" verkauft, UM noch Immer wird diese« Musikstück verlangt. Dcn» Sieg der Sprech maschine über den Rnndsunk erkläre ich hauptsächlich daran«, daß die Schatt- plattensabrikcn erste Künstler verptticktei» könne»», während viele im Rundfunk wirkende Künstler nur Mittelmäßige« leisten. Für un« finget»»»st- ler, wie der berühmte Italienische Tenor G i g l i, Paiiiera, Leo S 1 ezak, berühmte Künstle- rinneii wie die D u r. Maria Ieriha, Fritzi M a s s a r y und Julia C u 1 p sind auf unseren Platten zu Horen, und der Kunstfreund kann sich durch unsere Ausnahme»» an der Melsterschast eines Pablo L a f a I S unb Fritz Kreisler er­freuen. Sclbstverstänblich ist die Herftellung von Platten, die die Stimme eines weltberühmten Künstler«, eitva Schaljapin«, wiedergeben, eine recht kostspielige Angelegeirheit beim außer dem hohen Honorar, ha« ei,» solcher Künstler bean­sprucht. erhält er noch eine prozentuale Beteili­gung am Ümfatz."

In unermüdlicher Arbeit hat sich die Sprech- maschinen-Jndustrie bemüht, die Schallplatten technisch zu vervottkommnei». und mit dem neuen elektrische»» Aufnahmcvcrsahren ist c« auch ge­lungen. einen beträchtlichen Schritt vorwärts zu tun. Bei dem alten Ausnahmever ähren mußten sich Orchester und Künstler dicht am Ausnahme- trichter zusammendrü»»gen, unb c« war dennoch nicht möglich, ein volles Orchester auszunehmen. da sich viele Instrumente nicht zur Aufnahme eigneten. Rur alteu oft konnte man bei einer sonst recht klangschönen Platte ein störendes Klirren bei hoben Tönen seststetten, während tiefe Töne gewöhnlich gänzlich »-erschwanhen. Diese llebelflänhc waren besonder« bei Eßorausnahme»» festzustetten. da die Schwingungen, die die Stim­men der Mltwlrkendei» hervornesen. nicht so auf« gelangen werde»» konnten, daß eine hannonische Wiedergabe erfolgt. Bel d -» neuen elektri­schen Ausnahmever ihren fallen all diese Mängel fort Ber!<. unben ist der alte enghalsigc Trichter Aum Aufiangen der Sckall- wetten. und nicht mehr auf mechanischem, sondern auf elektrischem Wege werden diese Scha'lwette»» aus eine WachSplatte übertragen. Jede Stimme unb id>d Instrument sind deutlich zu unter­

scheiden. und jede Ruanee de« BortraaeS kommt zur Geltung. Während bisher eine Ausnahme auf einen besonderen Raum angewiesen war. werden jetzt sogar während der Auttührung einer Oper oder eine« Konzertes Ausnahmen gemacht. Oo gibt e« beispielsweise eine Platte mit Schal­jakin, die während einer Vorstellung im Londoner Covcnt-Onrdcn ausgenommen wurde, und al« die berühmte Sängerin Retttz Melba sich al« mirnl" in Puccini« .Bobdme" vom Pudtt- kmn verabschiedete, wurden ihre Schlußarir und ihre AbschledSrcde ebenfalls während der Vor­stellung ausgenommen.

Aber nicht nur für Mußestunde»» eignet sich die Sprechmaschine, auch im Geschäftöleben be­ginnt sie fick einzubürgern. Dringt doch Ölt französische Postverwaltung in bleiern Sommer den Besitzern von Telephonanfchlüssen eine be­deutsame teckni'chc Steuerung, die vielleicht in ab­sehbarer Zeit auck In Deutschla »d elnziehen dürfte. Durch einen kleinen, handlichen Apparat, der in jede Leitung eingebaut werden kann, können künftig alle GefPräche automatisch re­gistriert und von dem Telttrehmer wieder abgehdrt werden. Sine besondere Vorrichtung sott eS sogar ermöglichen, daß der Apparat selbst- tätig telephonische Bestellungen In Abwesenheit be« Teilnehmer« aufnehmen kann. Ungeahnte Aussichten aber scheint neuerding« die Sprech- maschine Künstlern zu bieten: denn in diesen Tagen wurde eine bisher in Europa unbekannte amerika­nische Sängerin zu einem Gastspiel an hie Wiener Staatioper verpslichtet. ohne daß sie ein Di­rektor dieser Oper persönlich kannte. Durch eine Grammophonplatte war die Leitung her Staal«- oper auf diese Sängerin aufmerksam geworden.

Dorade in bet letzten Zeit haben die Aktien deutscher Grammopbongefellschaften sensationelle Kurssteigerungen erfahren, und di» au« London kommende Meldung über eine bevorstehende 8Eon ber drei größten Sprechmaschlnenge'ell» schasien der Welt machen c« wahrscheinlich, daß da« Ausland maßgebenden Einfluß auf die deut­schen Fabriken zu gewinnen versucht. Zwar scheint e« vorsrühi, schon heute von der Bildung eine« Welt -Grammophontrust« zu sprechen, doch wird blc deutsche Sprechmaschinenindustrle aut daran tun. blc neuen bebcuttamcn Transaktionen mit gespanntester Aufmcrkfamkett zu verfolgen. .

Vie go|

Vornan 5 bt) Dni 48 kvNlttzllng.

«remm i bas erschie S?S' ''«Süd 7' tenen StUttfr 4m!* ** iJ? mk (

Der liomm

' \ mal i,

' odp<. mli fiiJ "rau,- jn.. ®**ho Segs.- w" *»«!>

$wcr3 Sb,1

Ke 1 S u l°h ||, 6®n

Ü)rtu Mnfer» 3^ «Mi

*

VH,