die Lleberfliegung des Polarmeeres in einer Richtung, die die größte Wahrscheinlichkeit zur Entdeckung von Land bot. Kapitän Wilkins habe daher beabsichtigt, bet Lleberfliegung des Polarmeeres einen Rechtskurs einzuhalten und so ein Gebiet zu erforschen, von dem man annahm, daß dort Land vorhanden sei. Kapitän Wilkins Flug habe diese Frage endgültig geklärt und gleichzeitig Klarheit über verschiedene Gebiete in Rord-Grönland gebracht. Rach diesem Fluge sei sicher, daß, die flache Grenze des PolorineereS entlang der Küste von Sibirien ausgenommen, künftige Polarfor- schunaen kaum noch zu weiteren Landentdeckungen führen würden. Kapitän Wilkins habe nicht beabsichtigt über den Rordpol selb st zu fliegen. — Amund - sen sprach seine große Befriedigung über den erfolgreichen Flug nach dem Rordpol aus und betonte, daß noch kein Flug unternommen wurde, der an Bedeutung mit diesem zu vergleichen wäre. Fridtjof Ransen erklärte, der Flug müsse unter allen Umständen als eine großartige T a t betrachtet werden.
Eine deutsche Klugspende.
Zu Ehren der Lzcanflieger.
V e r l t n , 21. April. (HL) Der v e u t s ch e L u f t- fahrloerband veröffentlicht einen A u f r u f für eine Flugspcnde zu Ehren der Ozeanflieger, in dem es u. a. heißt: „Der glückhafte Lnropa-Amerika-Flug I des Junkers-Flugzeugs „Bremen“ unter Führung des Hauptmanns a. D. Köhl und feiner Begleiter Filzmanrice und v. hünefeld hat das ganze deutsche Volk mit Dankbarkeit und Stolz erfüllt und die ganze Welt zur Bewunderung fortgerissen. Es gilt nunmehr, aus dieser Tal weiter zu arbeiten und dem deutschen Flugsport, der trotz aller Hemmungen seine Lebensfähigkeit bewiesen hat, zur Förderung sportlicher Flüge, zur Ausschreibung von Preisen und zur Wortbildung besonders begabter junger Spor,flieget d i e unentbehrliche
finanzielle Grundlage zu schassen. Wir glauben, daß eine solche Sammlung d i e s ch ö n st c Ehrung für die tapferen Ozeanflieger darslellt. wir wenden uns deshalb an das ganze deutsche Volk mit der Bille, daß jeder noch seinem können fein Scherflein beiträgt zum Ausbau des deutschen Flugsportes und damit zur Förderung der deutschen Luftfahrt und zur Fortführung der IHiffion des Flugzeuges als Werkzeug friedlicher internationaler Zusammenarbeit. Bel allen Banken und Vankslrmen werden Annahmestellen eingerichtet. Spenden nehmen ferner entgegen alle Flugleilungen der Deutschen Lufthansa: außerdem können Zahlungen erfolgen auf Postscheckkonto Berlin 130 198 „Deutsche Flugspende“. Deutscher Luftfahrtverband e. v. Die Ehrenvorslher: Dr. Luther. Reichskanzler a.D.: Profestor Dr. her gesell. Geh. Regierungsrat: Dr. Baff, Bürgermeister a. V.; Dominica». Staatsmlnister a. V.. Vorsitzender; 1. stelloerlretender Vorsitzender Dr. Jarre». Oberbürgermeister; 2. stellvertretender Vorsitzender v. T s ch u d l. vizeprS- sidenl de» Aeroklub» von Deutschland.“
Eine Richthosen Gedenkfeier.
Berlin, 21. April. (WB.) Aus Anlaß der zehnten Wiederkehr des Todestages des deutschen Fliegerhelden, Rittmeister Manfred Freiherr von Richthosen, veranstaltete der Ring -Der Flieger im Deutschen Luftfahrt- verband In der Gnadenkirche heute nachmittag »ine stimmungsvolle Gedenkfeier. Lorbeerbäume und Kränze schmückten den Altar. Unter den Anwesenden befanden sich neben dem Bruder des Helden eine Reihe von hohen Offizieren der allen Armee, der Reichswehr und der Marine, Vertreter von Ministerien und von Ofsi- ^iersvereinen, eine Abordnung des Ulanenregi- mentes 1, dem Richthosen einst angehbrte, ferner Bertreter des Aero-ClubS, der Deutschen Lufthansa und vaterländischer Verbände. Mehrere Flugzeuge kreisten während der Gedenkfeier über dem GotteShause. Rach dem liturgischen Teil des Gottesdienstes sprach Pfarrer Loerzer. der einst im Felde Führer der Jagdstaffel 26 war, über daS Dibeiwort aus dem Buche der Richter „Und der Herr zog mit ihm unter den Helden". Der Geistliche führte seine Hörer zurück in die Zeit vor zehn Jahren, erinnerte daran, daß der 81. Lust sieg des Helden sein letzter Sieg war und feierte den Wagemut und Opfersinn Richthofens, der noch heute ein Vorbild für unseren jungen Nachwuchs darstellt. Am Grabe des toten Helden auf dem nahen Invalidenfriedhof legte man eine Fülle prächtiger Kränze nieder.
Oie Frauen der Ozeanflieger auf der 2Rcife nach Amerika.
London. 22. April. (WTB.) Die Frau deS Befehlshabers der irischen Luststreitkräfte, Fitz- m a u r t c e , begab sich heute nacht mit ihrer sechsjährigen Tochter in Queenstown an Bord der auf der Amerikareise befindlichen „Dresden", wo sie bei ihrer Ankunft von Frau Köhl, der Gattin deS Piloten der .Bremen", herzlich begrüßt wurde. Vertreter der irischen Luststreitmacht und der Reuyorker deutsch-amerikanischen HandelSkörperschasten überreichten beiden Damen Blumensträuße. Qluf eine Frage, ob Fihmaurice auf der „Bremen" zurückfliegen werde erwiderte Frau Fitzmaurice: „Ich werde nichts gegen einen solchen Rückflug versuchen, warum sollte ich auch? Gr weiß, waS er zu tun hat." Oas Hilssflugzeug auf Seven Zsland gelandet.
Reu York, 22. April. (TU.) Das Ford-Flug- z«ug mit den Piloten Schiller und B a l ch e n stieg von Murray Bav nach Greenly Island auf. Der Flieger Bennett mußte infolge seiner Er- krankung zurückbleiben. Das Flugzeug sollte nachmittags in Greenly Island ein treffen. Es wurde jedoch durch schlechtes Wetter zur Landung auf Seven 2 s 1 an d gezwungen. Es hat die Ersatzteile für die .Bremen" an Bord.
Akademische EhrungHauptmann Köhls
Braunschweig. 21. April. (WTB.) Sie Technische Hochschule Braunschweig hat Hauptmann Köhi, den Sütter der .Bremen", in Anerkennung seiner Verdienste zum Dr. inj, e. h. ernannt.
Der Wahlaufruf der Deutschen Volksyariei
Berlin, 22. April. (WB.) Der Zentral- l Vorstand der Deutschen. Dolkspartei hat heute den Wah'ausruf der Deutschen Volcspartei ver- I öfsentlicht. In dem Ausru heißt es u. a.: Am ; 20. Mai wird das deutsche Volk bestimmen, wer für die nächsten Iahre über sein Schicksal entscheidet. Wer nicht wählt, verletzt seine vornehmste Staatsbürger glicht und verwirkt das Recht nachträglicher Kritik. Wahlrecht ich Wahlpflicht. Die Deutsche Volkspartei war in der ganzen vergangenen Gesch- gebungsar eit an dec Reichsregierung beteiligt. Sie bat als Partei des Wiederaufbaues praktische Politik getrieben, um das Bal .and nach außen und innen besseren Derhältn.sien entgegenzuführen. Die Außenpolitik Dr. Stresemanns ist von der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes als die einzig richtige anerkannt. Riemand kann verkennen, daß im Laufe der Iahre Deutschland sich in der Welt eine gefestigte und sichere Stellung zurückerobert hat. Die von uns dauernd bekämpfte Kriegs- s ch u l d l ü g e bricht zusammen vor den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung. Die von uns vertretene Verständigungspolitik hat schon zu fühlbaren Erleichterungen im be- feäten Gebiet geführt. Darüber hinaus fordern f wir vor allem die unverzügliche völlige I Befreiung des Rheinlandes, Rückgabe j des Saargebietes, eine erträgliche Gestaltung der Reparationsverpflichtungen und Beseitigung der unmöglichen Gro ze im Osten. An dem Verlangen nach neuer kolon aler Betätigung werden wir unverrückt festhalten. Wir erstreben auf dem Gebiet dec Finanzen und Steuern eine Minderung des schwer auf üemVolke
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lastenden Steuerdrucks, Vereinfachung der Eteuera:setzg.bu:-g. gerechtere Verteilung der Steuern. Wir bekennen uns zu dem Gedan en der sozialen Ge etzgebung. Wir treten für ein Rentnerverso rgungsgesetz ein. Die uneingeschränkte Erha.tung des Derufsbe- amtentum d und Wahrung seiner Rechte ist uns eine selbstverständliche Forderung. Die Erhaltung und Festigung der Reichswehr ist unter unablässiges Bestreiken. Bei der Beratung des Reichsschu.gesetze^ haben wir stets den christlichen Grundcharakter der Schule betont. Wir haeen uns gewehrt gegen die Antastung der Schulhoheit des Staates, gegen die Klerikalisierung des Schulwesens, gegen die Verletzung der Lehr- und Gcwissens- frei^it der Lehrer, gegen die unnötige Auf- bürdung hoher Kosten auf die Gesamtheit der Steuerzahler durch Einrichtung lebensunfähiger Zwergschulen, ünfer Ziel war das Zustandekommen des Reichs^chulgesetzcs aut der Grundlage der Reichsverfassung. DaS Gesetz ist gescheitert durch die Schuld derer, die überspannte klerikale Forderungen im Sinne der Schulbestimmu.'.gen des bayerischen Konkordates erhoben, die Koalition ohne Grund gekündigt und dadurch die Weiterberaturig des Gesetzes verhindert haben. Die Deutsche Vollspartei verlangt die organische Weiterentwicklung der Verfassung auf dein Wege zur Stärkung der Reichseinheit, sie erstrebt eine umfassende Neuordnung der gesamten innerstaatlichen Verwaltung, Klarheit und ^lebersicht- lichkeit des Behörde.'.aufbaues, verbunden mit möglichster Einschränkung des Staats- a u f w a n d e S, üleberwinduna der Kstünsiaaterei durch freiwilligen Zusammenschluß.
Furchtbare Not im bulgarischen Erdbebengebiet.
Sofia, 21. April. (Sil.) Kaum ist es Bulgarien gelungen," die Dölkerbundsanleihe zur Aufrechterhaltung des Wirtschaftslebens zu erhalten, da erwächst diesem verarmten Land durch die Katastrophe des 14. April in Südbulgarien eine neue Last. Hunderte von Millionen Lewa werden nötig sein, um die Wunden des Kar- samStagmor^en dieses IahreS zu heilen. Tschir- pan, Dorisovgrad, S 'ara-Zagora, Haskowo, Philippopel und 28 Dörfer der llmqegenb liegen in Schutt und Trümmern oder haben schweren Schaden erlitten.
Das Beben erfolgte nach vorausgegan- genen schwülen Windstößen in ganz kurzen Abständen und währte über eine Minute. Schrecklich waren die Folgen.
Die Weinbauernstadt T s ch i r p a n liegt in einiger Entfernung des Bahnhofes, der vollkommen In sich zusammengefatten ist. 3m Innern liegen Dachboden und Decke des zweiten Stockes auf dem Fußboden. Die Telegraphtsten haben ihre Apparate herausgeschleppt und verrichten ihren Dienst im Freien. Feldtelephone stehen auf der Erde und Helsen die Verbindung mit der ümtoelt aufrecht erhalten. Vielfach stehen die Auhen- mauern der Gebäude mit dem Dach unbeschädigt da, während im Innern alles in sich zusammengebrochen ist. Das größte Gebäude der ctaöt, daS sechsstöckige Haus der Genossenschaftsbank, ist völlig verschwunden. An seiner Stelle befindet sich ein fünf Meter hoher Schutthaufen, aus dem Steine, Betonblöcke und Tabakballen hervorragen. Die Bevölkerung nächtigt auf freien Plätzen, sogar auf Dem Friedhof. Rur selten findet man aus ein paar Teppichen ein Zelt zusammen- geschlagen. Man sieht Frauen ihre Kleinen nähren. Die Männer stehen beisammen, finster, niedergeschlagen. Riemand wagt es, in Die Häuser, die noch unversehrt sind, zurückzukehren, um etwas herauSzuholen, denn in kurzen Abständen erfolgen schwächere ober stärkere Erdstöße und die Gebäubeeinstürze dauern an. In zwölf Stunden zählt man 28 neue Stöße, die tets von einem unterirdischen Rollen begleitet ind, ähnlich dem entfernten Abschuß eines chweren Geschützes. Soldaten und Arbeitsdienstpflichtige find mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Kleine Kommandos, von Bauern geführt, suchen unter Den Trümmern nach Vermißten. । Meberall grauenhafte Zerstörungen.
Die letzten Feststellungen in Philippopel haben ergeben, daß dort 600 Häuser vom Erdbeben zerstört und 6000 beschädigt worden sind. 25 Tote, 150 Schwerverletzte und 200 Leichtverletzte wurden festgestellt. Die Dörfer der Umgebung sind bis auf den Grund vernichtet. Dort
Deutscher Rechtsbeistand für den Oonezprozeß.
Berlin, 23. April. (Priv.-Tel.) Rechtsanwalt und Rotar Hans M u n t e in Braunschweig ist wegen seiner erfolgreichen Tätigkeit als Iurist und Berater deutscher Firmen im Gebiete der russischen Sowjetunion von der Direktion der Allgemeinen Deutschen Elettrizitätöge ellschaft aufgefordert worden, den drei in Rußland | verhafteten deutschenIngenieurenin I dem bevorstehenden Prozesse als Rechtsbei- stand zur Seite zu stehen. Er hat dieses Mandat angenommen und wird in den nächsten Tagen nachMoSkau reifen.
„Zn der Tschechoslowakei verirrt."
3um FlugcNobilcs von Mailand nach Ltolp
Prag, 21. April. (TU.) Die .DeutschePresse" schreibt' AuSgerech-ct das mußte uns passieren, daß sich die „Italia' auf ihrem Fluge zum Rordpol in der Tschechoslowakei verirrte. Von Mailand bis Wien ging die Sache glatt, aber in Mähren begam sie sich zu spießen. Die tschechoslowakischen Behörden hatten zwar einen ausgez.'ich xt n Wetternachrichten- dienst organisiert und die Sender von Prag und Brünn funkt n ununterbrochen die meteorologischen Beobachtungen der „Italia' zu. Diele fing sie auch auf, aber — verstand s i e nicht. Begreiflicherweise, dm.n d:r Prager und Brünner fünften natürlich in der Staatssprache, d h. in ihrer, nicht etwa i t der italienischen
I Staatssprach- WaS nützt es dem General Ro- * bile, daß er durch den Prager oder Brünner
wurden bisher 71 Tote, 200 Schwerverletzte und mehrere Hundert Leichtverletzte g-rzählt. Tschir- pan und Borrsovqrad sind ebenialls dem Erdboden gleichgemacht. Die Bevöllerung ist teilweise in die Berge geflüchtet. Gin heule ein- setzender Regen gestaltet die Lage der im Freien lagernden Bevölkerung geradezu verzweifelt. Der Schaden wird auf zwei Milliarden Lewa geschätzt. Bulgarien wird nicht in der Lage fein, aus eigener Kraft eine hinreichende Hilfsaktion durchführen zu können, da es nicht über die nötigen Wittel verfügt. Der Direktor einer Fabrik erklärte, seine zwölstausend Arbeiter würden mindestens drei Monate arbeitslos sein. Das Elend und die Verzweiflung der Bevöllerung sind sehr groß. Zum Zeichen der Trauer sind in ganz Bulgarien sämtliche Theater- und K i n o v o rf ü b r u n - gen abgesagt.
Reue Erdstöße.
Hilfe des Papstes und des amerikanischen Roten Kreuzes.
5 o f i a, 22. April. (WB.) Die Erdstöße dauerten gestern und in der vergangenen Rocht in Philip- popel und dem ganzen vom Erdbeben verwüsteten Gebiet an. Sie waren von unterirdischem Dröhnen begleitet. In Sofia wurden nur einige schwache Erdstöße wahrgenommen. Seit gestern gehl in Sofia und dem vom Erdbeben betroffenen Gebiet reichlich Regen nieder. Obwohl die Temperatur stark gefallen ist, kampiert die Bevölkerung der heimgtz- fuchten Gegenden unter freiem Himmel in Zelten bzw. in der Eile errichteten Baracken. König Boris fehle seine Besichtigungsreife in den oer- roüffeten Bezirken fort. Er verbrachte die vergangene Rächt in Philippopel unter der von der Katastrophe betroffenen Bevölkerung. Rach einer vorläufigen Aufstellung beläuft sich die Zahl der zerstörten und unbrauchbar gewordenen Gebäude in Philippopel auf etwa 8000. Sämtliche Schulgebäude wurden dort derart beschädigt, daß der Unterricht mehrere Monate lang au » fa 1 len muß. Das bulgarische Rote Kreuz eröffnete eine Sammlung für eine Tlattonalfpenbe zur Unterstützung der durch die Erdbebenkatastrophe Geschädigten, von auswärts laufen fortgesetzt Hilfsmittel für die 5-cim- gefuchten ein. Der Papst übermittelte durch den apostolischen Delegaten in Sofia, Monsignore Ron- cali, 100000 Lewa. Das amerikanische Rote Kreuz sandte 5000 Dollars.
Sender erfuhr: ,ve smerern Hlucholaz prsi", da er nicht wußte, daß daS bzVjei soll: „in der Richtung auf Zi^genhakS Regen" ? Wenn schon der angefagte „italienische Tag' Im Prager Sender noch nicht abgebrochen war, so hätte man es doch versuchen können, „deutsch" zu fünfen, denn es war wohl anzuneh.nen, daß der General eher deutsch als tschechisch verstehen würde. Aber das hätte wahrscheinlich gegen die Sprachverordnungen verstoßen und darum muhte die „Italia' stundenlang i n Mähren herumirren. Erst al» es ihr gelang, mit Berlin Verbindung zu bekommen, konnte sie sich verläßlich orientieren. DaS Prestige der tschechischen Staatssprache war aber wieder einmal gerettet.
Dr. Gildemeister f.
Berlin, 21. April. (WTB.) Der Abgeordnete Dr. ©ilbemeifter ist heute vormittag in Bad Eilsen an den Folgen einer Grippe gestorben. Dr. Gildemeister war eines der bekanntesten Mitglieder der ReichstagSfraktton der Deutschen Volrsvartei und stand auch für die kommenden Wahlen an der Spitze der Kandidatenliste des 14. Wahlkreises (Wefer-EmS). Er bat ein Alter von 52 Iahren erreicht.
Oie deutschnationalen Reichstagskandidaten für Lessen.
Darmstadt, 22. April. (WTD^Die Deutschnationale Volkspartei hat Im Wahlbezirk 33 (Hessen) für die Reichstagswahl folgende Kandidatenliste ausgestellt: 1. General Max Freiherr v.Preufchen, Darmstadt, 2. Frau Iulie Heraeus. Offenbach. 3. Landwirt Dg. Knecht, Mittelgründau: 4. Fabrikant Dr. Albert Kimber g e r, Mainz: 5. Landwirt Ferdinand Lahr,
Oberhllbersheim: 6. Lehrer Georg Kling, Dießen-, 7. DLttiebskafsenbeam.er Iakob Streb, Offenbach- 8. Arbeiter Heinr. Thomas, Darmstadt: 9. Schneidermeister Wllh. Theis, Bensheim: 10. Professor Dr. ing. Georg W. Köhler, Darmstadt: 11. Frl. Theodore Ccjeune, Bad- Äauheim: 12. Daurat Wilhelm IakobS, Bensheim.
Oie Kandidatenliste des hessischen Zentrums.
Darmstadt, 22. April. (Wolff.) Auf der Tagung des Landesausschusses der Hessischen Zenttumspartei wurde nachstehende endgültige Kandidatenliste zur Reichstagswahl im hessischen Wahlkreis aufgestellt: 1. Dr. BvckiuS, Rechtsanwalt, Mainz, 2. Knoll, RcgierungSrat, Darmstadt, 3. Dr. Bauer, Generalsekretär deS Hessischen Bauernvereins, Lorsch, 4. Diehl, Stadtverordneter, Mainz, 5. Herd, Kaufmann, Offenbach, 6. Hattemer, HauSsrau, Darmstadt, 7. Ludwig. Landwirt, Gonsenheim, 8. Schmitt. So-rittsetzer. Harheim, 9. Krämer. Privatangestellter, Offenbach, 10. Matthai. Gastwirt und Weinhändter^. Bingen, 11. Decker, Johannes, Landarbeiter, Worms. 12. Sartorius. Professor. Mainz. Weiter weist die Liste noch 13 Ramen auf.
Kommunistischer Terror in Berlin. -
Derlin. 23. April. (XU.) In Reu-Kölln kam eS am Sonntag in den ersten RachmittagS- ftunben während eines Platzkonzertes, daS S t a h l h e l m l e u t e auf dem Hohenzollern- damm veranstalteten, zu schweren Zusammenstößen. AIS die Stohlhelmfeute nach Beendigung deS Konzertes abmarschierten. wurden sie an der Hermannstratze von Kommunisten, die ihnen ausgelauert hatten, mit Steinen beworfen. Die Kommunisten hatten förmliche Barrikaden aus Holz- und Steinblöcken errichtet. Als dann Polizeibeamte die Hindernisse wegräumen wollten, wurde sie von den Kommunisten angegriffen. Mehrere Beamte wurden verletzt. Die Pokize: machte von ihren Gummiknüppeln Gebrauch und gab Tchreckschüsie in die Lust ab. Ueber 60 Personen wurden verhaftet. Der Rote Frontkärnpserbund hatte schon am SamStag an seine Mitglieder Zettel verteilt, „um die Demonstration des Stahlhelm zu verhindern".
Oer Tarifvertrag für das Bankgewerbe
Berlin, 22. April. (WB.) Der Deutsch- nationale H a n d l un g s g e h i 1 fe n v e r- band tellt mit. daß seine erweiterte Tarif- konnnission auf der heute in Berlin abgebaltcncn Reichstagung der Reichsfachgruppe „Danken" des D. H. D. bLschlossen hat, eine Beteiligung an dem zwischen dem R^ichSverband der Bank- kitungen und dem Deutschen Bankbeamtenverein abgefölof. er.en Tarifvertrag abzu 1 eh- nen, der als völlig ungenügend bezeichnet wird.
Aman Allahs Dank an die deutsche Seiikvnst
Berlin. 22. April. (Wolff.) König Aman älllah, der sich vor kurzem durch Professor Dr. von Eicken einer Mandeloperation in der Klinll Professor Ungers unterzog, hat der Klinll eine moderne OperatlonSlampenanlage und eine auf zehn Iahre bemessene Behänd- lungSfreistelle gestiftet für Patienten, >n deren Auswahl die Professoren Ung?r und Eickcn im Einvernehmen mit bzr afghanischen Gesandtschaft entscheiden sollen. Auch hat der König jedem Angestellten der Klinik, der nur irgendwie mit ihm zu tun hatte, Geldgeschenke gemacht, deren geringster Betrag 400 Mark beträgt.
Oie Wetterlage.
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Der im Westen lagernde hohe Druck bat sich südostwärts nach Frankreich und Spanien hin auSgebrcitet und auch bei und zu Bewölkung-- abnahme geführt. Der Einfluß deS hohen Druckes dürste nur vorübergehend fein, denn da- Island-' tlef hat südwärts über den britischen Inseln an Ausdehnung gewonnen und der Einfluß feiner Vorderseite hat dort zu Erwärmung und Rieder- schlägen geführt. Seine Randstörungen werden auch bei unS später wolkiges Wetter he.vor- ru'en und die milde Südweftlust läßt die Temperaturen anftdgen und es vereinzelt zu Rieder- schlägen kommen.
Wettervoraussage für DienStag: Rach vorübergehendem Austlaren wieder Bewölkungszunahme und vereinzelte Riederschläge mit Temperaturanstieg.
Lusttemperaturen am 22 April: nachmittags 5,8 Grad Telsius, abends 3,3 Grad Celsius: am 23. April: morgens 2,8 Grad Celsius. Maximum 7,7 Grad Celsius, Minimum —1,6 Grad Celsius. .


