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gestellten Waren so rasch wke möglich in bares Geld urnzu,etzen. Auf der anderen Seite wünscht der Käufer, die Kosten für das Auto nach und nach abzutragen und gegebenenfalls dabei den materiellen Ruhen. der ihm aus der Be­nutzung erwächst, heranzuziehen. Es muß also ein Bindeglied zwischen der auf den Erlös ange­wiesenen Fabrik und dem Käu er, der das Auto nicht in bar zahlen kann, geschaffen werden. Schätzt man den Automobilachsay in Deutsch­land für das lau ende Jahr auf etwa 40 bis SO 000 Automobile, so ergibt sich, wenn ein Automobil in mittlerer Preislage mit etwa 6300 91larf Durchschnittswert berechnet wird, ein Be­trag von rund 300 Millionen Mark, der in irgendeiner Weise finanziert werden muß, da die Zahl der Käufer, die in bar bezahlen, sehr gering ist. Da es sich um die Finanzierung von mehreren hundert Millionen Mart han­delt, so ist die Automobilindustrie in ihrer Ge­samtheit an der Lösung der Finanzierungsfrage interessiert, welcher zudem eine große volks­wirtschaftliche Bedeutung zukommt.

Zur Lösung des Problems hat man bereits verschiedene Wege eingeschlagen. Teils haben sich eigens zu diesem Zwecke gegründete Au- t o m o b i l b a n k e n in der Finanzierungsfrage auf einen Zeitraum von 12 bis 18 Monaten, je nach dem Einzelfall, zwischen Käufer und Derkäufer geschaltet, teils haben sich beson­dere Finanzgesellschaften mit diesem Geschäft befaßt. Beide Wege bringen natürlich eine nicht unbeträchtliche Verteuerung mit sich, da die betreffenden Institute ihr Geld verzinsen wollen und gleichzeitig ein Risiko gegenüber den Automobilfaoriken aus sich zu nehmen haben. Die Automobilindustrie hat nun selbst versucht, ein System herauszubringen, das billig ist, der Fabrik das Geld sichert und das Risiko nach Möglichkeit herabdrückt. Mit anderen Worten, es handelt sich dabei um Selbstfinan- zierung. So haben z. D. die Brennaborwerke ein besonderes eigenes Versicherungssystem, in dem eine besondere Abteilung das Abzahlungs­geschäft mit der Kundschaft erledigt. Dadurch, oaß sich auf diese Weise ein fester Käuferstamm herausgebildet hat, ist das Risiko stark herab- gesunken. Zwischen der direkten Barzahlung und der auf mehrere Monate verteilten Barzahlung insgesamt besteht nur eine geringe Differenz, die sich aus dem normalen Zinssatz der Ver­sicherungsprämie ergibt.

Die Automobilsinanzierung muß, wenn sie er­folgreich sein will, mit den Zahlungsmöglichkeiten der breiten Mittelschichten rechnen, und den Käufer so gering wie nur möglich belasten. Dies gelingt am besten, wenn Institute, die auf Zwischenverdienst angewiesen sind, ausge- schaltet werden.

* Auflegung der Frankfurter Stadtanleihe in Reuhork. Die Bank- firmen Rollins and Sons und Rabmond and Co. legen am 22. Mai die Anleihe der Stadt Frank­furt a. M. in Gestalt von 6,25 Millionen Dollar 6,5prozentigen Goldschuldverschrcibungen zu 99,5 vom Hundert zur Zeichnung auf.

Hessen - Rassauische In stalla- t i o n s - A. - D., Höchst a.M. Die Gesellschaft, deren Aktienmehrheit an die Frankfurter Gas- gesellschast übergegangen ist, schlägt für 1927 4 v. H. (t. D. 8 v. H.) Dividende vor.

* Hole? Schokoladewerke A. - G., Bad Homburg. Die Generalversammlung genehmigte den Abschluß für 1927 mit 570 000 Mark Verlust und beschloß die dadurch ersorder- ' liche Herabsetzung des Aktienkapitals von 520 000 auf 50 000 Mark durch Einziehung von 20 000 1 Mark Stammaktien und Zusammenlegung von w 500 000 auf 50 000 Mark im Verhältnis 10:1, sowie Wiedererhöhung von 50 000 auf 500 000 . Mark. Die neuen Aktien sind ab 1. April 1928 dlvrdendeberechtigt. Bis zum 15. Oktober 1928 soll die Kapitalerhöhung durchgeführt sein. Die entsprechenden Satzungsänderungen wurden ge­nehmigt

Auslandanleihe der AEG Die AGG. hat zur weiteren Stärkung ihrer Betriebsmittel und für die Finanzierung vorliegender größerer Geschäfte unter Mitwirkung der Berliner Han­delsgesellschaft eine 20 jährige Anleihe mit 6 Prozent Verzinsung von 10 Millionen Dollars mit der Rational Lity Lank of Rew Port und deren EmissionshauS, der Rational Eich Co Rcuyork abgeschlossen. Der mit dieser Bank ab- geschlossene Treuhändervertrag sieht die Möglich­keit der AuSaabe weiterer fünf Millionen Dollar vor. Die Anleihe von 10 Millionen Dollar o>irö bereits am Dienstag in den Vereinigten Staaten zur Zeichnung aufgelegt werden. Der ZeichnungSkurs beträgt voraussichtlich 94,5 Pro­zent. Die AGG. hat daS Recht, die Anleihe zu jedem Zinstermin zu kündigen, und zwar

bis zum 1. Mai 1933 zum Kurse von 102 Prozent, von dann bis zum 1. Mai 1938 zu 101 Prozent und später zu pari. Die Tilgung erfolgt zur Hälfte ab 193348 im halbjähr­lichen Raten zu pari, die andere Hälfte wird am 1. Mai 1948 zurückge,zahlt Die Anleihe ist eine reine Obngationenanleihe ohne Ge­währung irgendwelcher Bezugsrechte.

' Getreidekreditbank A. - S , Mainz. Die ordentliche Generalversammlung der Ge- kretdekreditbank A.-G., Mainz, genehmigte den Mann:en Abschluß mit 10 Prozent Dividende Gemäß der Tages '"ung wurde le'^lossen, das Ak.ienkapi.al um 125 300 Mk. zu erhöhen. Die Verwaltung wurde ^.mächtigt, d.e ^.nzelheiten hierzu zu beschließen. Der Vorstand *ab bekannt, daß ein Konsortium, begehend aus i er Direktion der Disconio-Gesellschaft, Darmstädte, und Ra­tionalbank, Commerz- und Privatbank und dem Bankhaus Kroncnberger & Co., Mainz, die neuen Ak.ien übernimmt mit der Verpflichtung, den alten Aklionä.en ein Bezugs echt 2: 1 a 107 Pro­zent anzubieten. Die neuen Aktien sind für das laufende Geschäftsjahr voll dividendeberechtigt. Der Vorstand erklärte noch, daß der bisherige Verlauf des neuen Geschäftsjahres befriedigend war und daß die Aussichten auch weiterhin gut seien, da das Institut über einen großen Kreis angestammter Kunden verfüge.

tlranijuricr Börse

Frankfurt, 22 Mai. Tendenz: schwächer. 3m Anschluß an die im Verlaufe merklich ab­geschwächte Abendbörse war die Tendenz zu Beginn des heutigen Börsenverkehrs Wetter nachgebend. Die Stimmung war ziemlich unsicher Man verwies wieder auf die gestri­gen schwachen Abendbörsen, besonders auf die sehr flaue Pariser Börse. Gin starker Druck wurde ferner auf die Stimmung ausgeübt durch die ungünstige Außenhandelsbilanz für April, deren Ziffern im Verlaufe bekannt wurden. Andererseits befriedigte es, daß das Ergebnis der Reichstagswahlen im Auslande überwiegend günstig ausgenommen wurde, wie man es allerdings auch erwartet hatte. Außer­dem war das Angebot seitens des Auslanoes nicht so stark, wie man es nach dem Rückgang an der Abendbörse verschiedentlich be­fürchtet hatte. Die Baissespekulation versuchte die Abwärtsbewegung der Kurse durch Blanko­abgaben zu beschleunigen. Gs waren zunächst überwiegend etwa 1 bis 4prozcntige Kursrück­gänge festzustellen. Stark angeboten waren Zell­stoff Waldhos die 9 v. H. niedriger eröff­neten. Am Bankenmarkt waren vor allem Danatbank mit minus 4,25 v. H., Reichsbank mit minus 7 v. H. angeboten, doch konnten letztere wieder 2,5 v. H. zurückgewinnen. Barmer Bank verloren 4 v. H.. Disconto- und Dresdener Bank je 4 v. H. Am Clektromarkt herrschte eben­falls stärkeres Angebot. Siemens, Lahmeyer, Licht 8c Kraft und Bergmann etwa 5 bis 6 v. H. niedriger. Bon Montanwerten lagen Rhei­nische Braunkohlen 5 v. H., Rheinstahl 4,5 v. H. und Harpener 4 v. H. schwächer. Am Chemie­markt eröffneten I.-G.-Farben 4 v.H. niedriger. Scheideanstalt 1,5 Proz. gedrückt. Deutsche Anleihen gaben bei stillem Geschäft etwas nach. Auslandrenten fast geschästslos. 3m weiteren Verlaufe machte die Abwärtsbewegung der Kurse weiter Fortschritte. 3.-G.-Farben ver­loren erneut 3 Proz. AEG. trotz des Ab­schlusses einer 10-Millipnen-Dollaranleihe minus 2 Proz. Reichsbank minus 4 Proz. Der Geld­markt war wenig verändert. Tagesgeld 6 Proz. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1775, gegen Pfund 20,401, London Kabel 4,8830, Paris 124,02, Mailand 92,68, Madrid 29,12, Holland 12,0975.

Berlin? Börse.

Berlin, 22. Mai. 3n stärkerem Ausmaße als man erwartet hatte, trat heute zu Beginn der Berliner Börse eine stacke Abschwächung ein. Schon lange mußte man mit einer Reaktion auf die andauernde Haussebewegung des Aus­landes rechnen, so daß diese eigentlich nicht sehr überraschend wirkte. Da aber die Be­ziehungen der internationalen Spekulation schon wieder sehr enge sind, konnte es nicht aus- bleiben, daß einige Rückschläge in Paris und Reuyort auch hier vielleicht Angstverkäufe, viel­leicht Gewinnmitnahmen auslösten, um evtl, anderswo entstandene Verluste zu decken. Zu der ersten Rotierung kam dann auch verschie­dentlich stärker Material an den Markt, doch handelte es sich zumeist um limitierte Aufträge. Die in der letzten Zeit von der Spekulation besonders bevorzugten Werte hatten natürlich auch die größten Abschläge zu verzeichnen, die nicht selten 10 Prozent und mehr betrugen. Glanzstoss lagen 35 Prozent unter ihrem gestrigen Schlußkurs. Selbst Bankaktien war bis 6 Prozent schwächer, Aeichsbank hatten 9,5 Prozent ver­

loren. Verhältnismäßig gut gehalten lag nur der Elektromarkt, an tem AEG fefc leb­haftes Geschäft hatten Gegenüber den allge­meinen Betrachtungen trat die heute veröffent­lichte Außenhandelsbilanz mit einer vergrößerten Kapazität von 43 Millionen gegen den Vormonat in den Hin­tergrund. Der Geldmarkt war unverändert angespannt Deutsche Anleihen lagen schwach. Ausländer geschä tslos. Bosnier bis 1 Prozent niedriger. Der Psandbriefmarkt hatte stilles Geschäft. Auch im Verlause blieb die Grundstimmung schwach, die Kursentwick­lung uneinheit'ich. Vorüberg?hrnd traten aller­dings Erholungen ein, die sich aber später auch nicht behaupteten, da neue Käufe fehlten und von den Auslandsbörsen (Berlin und London) weiter schwächere Meldungen ein trafen.

Arankfurtcr Vörie.

Frankfurt a. M.. 22. Mai. Der Frank­furter Produktenmarit v:r.ehrte auch heute wieder in sehr ruhiger Haltung. Es konnte sich nur äußertt geringes Geschäft entwickeln. Die Preise wurden unverändert festgeletzt. auß;t Weizen- fteie, die 0,25 Wk. verlor. Es wurden notiert: Weizen 1. gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 26.50; Roggen 28 bis 28,25; Hafer, inländischer 28 bis 28,50; Mais (gelb) für Futter­zwecke 25: Mais (gelb) für andere Zwecke 25; Weizenmehl, süddeutsches Spezial 0 38 bis 39 25; Aoggcnmchl 39 50 bis 40, Weizenkleie 15; Rogg^nkleie 17,50 bis 17,75. TtendQiz: ruhig.

frankfurter Pfcrdemarkt.

Frankfurt a.M., 21. Mai. Der heutige Pserdernarkt zeigte zahlenmäßig den gleichen Auftrieb wie im Vormonat: 550 Pferde Gutes ausgesuchtes Material war in der Minderzahl; ein Transport ostpreußischer Pferde sand Be­achtung und flotten Absatz. Schlachtpferde wur­den fast restlos umgesetzt. Die Kauflust war anfangs zögernd, entwickelte sich aber im Ver­laufe des Marktes und konnte bei fester Preis­gestaltung alsdann zufriedenstellend genannt wer­den, beste Tiere wurden zu Preisen gehandelt, die über der Allgemeinnotierung tagen. Auf­käufer aus dem Rheinland und Süddeutschland haben, wie immer, die größten Abschlüsse ge­tätigt.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 21. Mai. Dem Produktenmarkte fehlte es heute fast gänzlich an Anregungen und daraufhin gestaltete sich der Verkehr sehr ruhig. Der kanadische Farmerpvol war heute wieder mit Weizenosferten am Markte, die Forderungen der freien nordameri- kanischen Exporteure lauteten für Weizen etwas höher, dagegen zeigten sich die argentinischen Ab­lader entgegenkommender. Die Preise Jür Western- roggen waren leicht erhöht. Von Umsätzen in aus­ländischem Brotgetreide war bis zur Derichtsabsas- sung nichts zu hören. Dom Jnlande ist Weizen, allerdings nur in geringem Ausmaße, zu Samstag­preisen angeboten, Waggonware findet bei den Pro­vinzmühlen schlank Aufnahme, Kahnware begegnet bei den Großmühlen einigem Inte: Bei Roggen fehlt weiter Angebot von Bahnw.. , Material zur Wasseroerladung, namentlich geringere Qualitäten, ist reichlicher angeboten, findet aber nur wenig Be achtung. Am Lieferungsmarkt war das Geschäft bei wenig veränderten Preisen für beide Brotgetreide- arten recht schleppend. Roggen- und Weizenmehle lind in den Mühlenforderungen unverändert, die Umsatztätigkeit hält sich in engsten (Brennen. Hafer blieb weiter fast völlig geschättslos, Gersten gleich­falls sehr still. Es notierten (1000 kg): Weizen, mär­kischer, 262 bis 265, Mai 278,50 bis 279,50, Juli 287 bis 287,50, September 278,25 (ruhig); Roggen, märkischer, 285 bis 284, Mal 297 bis 296,50, Juli 275 bis 274,50 bis 275, September 251,50 bis 252 (stetig); Sommergerste 252 bis 290 (ruhig); Hafer, märkischer, 264 bis 270, Mai 276,75, Juli 276; Mais, zollbegünstigter Futtermais, 235 bis 238 (fester); (100 kg): Weizenmehl 32,75 bis 36,75 (ruh.); Roggenmehl 36,25 bis 39,50 (ruhig); Weizenkleie 17,25 bis 17,75 (ruhig); Weizenkleiemelasse 16,85 bis 17,25; Roggenkleie 18,80 bis 19 (behauptet); Dik- toriaerbfen 48 bis 60; kleine Erbsen 35 bis 38; Futtererbsen 25 bis 27; Peluschken 24 bis 24,50; Ackerbohnen 23 bis 24; Wicken 24 bis 26; Lupinen, blau, 14 bis 15; Lupinen, gelb, 15 bis 16; Serra­delle 23 bis 28; Rapskuchen 18,80 bis 19; Lein­kuchen 23,50 bis 23,80; Trockenschnitzel 15,20 bis 15,40; Syyaschrot 21,20 bis 21,80 Kartoffelflocken 25,40 bis 26 Mark.

Kunst und Wissenschaft.

Prof. Dr. Mar Scheler t-

Am 20. Mai verschied der Ordinarius der Philosophie und Soziologie an der Frank­furter Universität. Dr. Ma? Scheler, im

Alter von 54 Jahren. Der bekannte Philo­soph. cm geborener Münchener, begann seine akademische Laufbahn im Jahre 1901 als Prival- dozent in 3ena und war dann in gleicher Eigenschaft in München tätig. Von 1912 bis 1914 lebte er als Privatgelehrter in Berlin, im Kriege war er den Gesandtschaften in Bern und im Haag zugeteilt. Michaelis 1918 folgte Scheier einer Berufung nach 5töln als Direktor am Forsch^n^. n'tttut für So ialwissrr.fch. ften und erhielt ein Jahr später die Ernennung zum Ordinarius an der dort.gen llni&erfität. 3m Frühjahr 1928 kam Schelcr nach Frankfurt. Er war Herausgeber der ..Zeitschrift für Phäno­menologie und phänomenologische Forschung", so­wie der ..Kölner Vierteljahrshefte für Sozio­logie".

Thoma, Mann kiest in Frankfurt.

Zugunaen der Studenten,-il e las am Montag­abend in der Aula der Universität Frankfurt Thomas Wann, Deutschla bi reprä enta- tivster Dichter. auS ,unver -s ent'.ich'.en Werken". Als Thomas Mann den Saal betrat, mochte viellcicht mancher glauben, baß er nicht einen Dichter sondern einen TDif c rtfxütlcr vor sich habe, denn Thomas Manns Kopf ist der eines Gelehrten. Doch schon nach feinen ersten Worten ändert sich der Eindruck; mit einer nicht erwar­teten Lebhaftigkeit liest er, unterstreicht und prä­zisiert durch Gesten, und der Hörer gerät un­willkürlich in den Bann der Ausdruckskraft und Bildhaftigkeit dieser höchsten Wortkunst. Der Dichter gab eine interessante Probe aus dein neuen, noch nicht vollendeten Werk .Joseph und seine Brüder", an dem er schon längere Zeit arbeitet. Man muß bewundern, mit welcher Souveränität der Dichter h.m bibli­schen Stofs neu gestaltet, wie er immer über dem Werk steht, und man freut sich vor allem über die seine Ironie, die namentlich über der außerordentlich feste nden Begegnung und Ver­söhnung Ssaus mit seinem aus der Fremde heimkehrenden Bruder 3a!ob liegt. Wie stets, steht das Psychologische 'm Vordergrund, und der Kontrast, der zwischen den beiden Charakteren der Brüder besteht und vom Dichter vertieft wird, gab der geschilderten Episode eine starke Spannung. Der Beifall des offenbar stark inter­essierten Publikums war verdientermaßen leb­haft.

Vermischtes.

Das (Bcfaüenen-Denfmal des Weinheimer S. <l.

Die WachenburH, die sich der Weinheimer S. C. als Unterkunft für feine Pfingsltagung und zugleich als stolzes und mahnendes Ehrenzeichen für feine Gefallenen errichtet hat, ragt wett sicht­bar an der Bergstraße ins Land. Da es gilt, den 6 5. Jahrestag zu feiern, an dem die Corps der Technischen Hochschulen und Bergakademien sich Aum Weinheimer E. C. zusammenschlossen, soll die Diesjährige Tagung, die m der Woche vor «n ftaltfinbei, ein besonderes Gepräge tra- rbunben mit der Feier ist die Einweih - üng eines Ehrenhaines für die im Weltkrieg gefallenen Angehörigen des Dcrbander. An der nach Westen steil zum Rhein abfallenden Seite des Wachenberges ist eine Säulenhalle entstanden, an deren Wänden die Tafeln mit den Namen der Gefallenen Platz gefunden haben. Nun hat der Weinheimer S. C. seine großzügigen Bau­pläne in zäher Arbeit und mit großer Aufopferung durch die Errichtung dieser Ehrenhalle vollendet.

Anschlag auf die Wohnung de» Henker» von Saeco und vauzettU

Die Wohnung des Henkers Robert E l l i o t, die einsam auf Cong Island liegt, wurde beschossen. Die Täter drangen sodann in die Wohnung ein und warfen Elliot, feine Frau und seine zwei Kin­der aus den Betten. Verletzt wurde niemand. Elliot hat Saeco und Banzetti, die Mörderin Ruth Snyder und eine Reihe anderer berühmter Delin­quenten hingerichtet.

Ein neuer Kaspar Hauser

Gerade um diese Zeit, da vor hundert Jah­ren, am 26. Mai 1828, der rätselhafte Find­ling Kaspar Hauser in Nürnberg auftauchte, ereignet sich ein ähnlicher Fall in der Nähe von Brünn. Der Polizei wurde ein taubstummer Landstreicher vorgefüyrt. der weder lesen noch schreiben und sich auch einem Dolmetscher in der Taubstummensprache nicht verständlich ma­chen kann. Trotz eifriger Bemühungen ist es nicht gelungen, seine Identität festzustellen. und so siyt der Mann, der sich einer kleinen lieber* Iretung schuldig gemacht hat. die mit einigen Stunden Arrest bestraft wird, bereit« zwei Wochen in Untersuchungshaft. 3n das Proto­koll, das man von ihm aufnahm, wurde statt des Namens eine Photographie eingeOebt.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse

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Die hinter den Papieren angetübrten Zistern geben die Höhe der zuletzt befchlostenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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