Ausgabe 
21.5.1928
 
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gewählte kommunistische Abgeordnete B d ron- Straßburg sagte, die jetzige Methode, die Kinder der elsässischen Arbeiter und Bauern mit sechs Jahren Französisch lernen zu lassen, sei sehr nachteilig, denn auf diese Weise erlernten sie in der Schule eine Sprache, die chre Eltern zu Hause nicht verstünden und die sie z u H a u s e nicht sprechen könnten, so bah sie schließlich weder Deutsch noch Französisch sprechen tonnten. Die autonomistische Schuhorganisation sei angesichts der ausgestohenen Drohungen ebenso berechtigt wie die der Kommunisten. Die von Rechtsanwalt Klein beantragte Vernehmung des in Colmar weilenden Herrn v. Gemmin­gen, der zu den vom Polizeikommissar Bauer über ihn gemachten Erklärungen auszusagen wünscht wird vom Vorsitzenden abgelehnt. 3m Verlaufe der Sitzung läßt Rechtsanwalt Klein eine schriftliche Erklärung v. Gern- mincens verlesen, in der es heißt:Ich erkläre a:> Eidesstatt, daß die Behauptungen, daß ich mir der Autonomiebewegung im Elsaß in Ver- bindung stehe, vollständig unwahr sind. Roch Abtrennung Elsaß-Lothringens vom Reich betrachte ich die elsaß-lothringische Frage als eine innerfranzösische Angelegenheit, in die ich mich alö Deutscher nicht einzu mischen Hobe. Für meinen Schwiegervater, Kommerzienrat Hermann Röchling, kann ich ebenfalls bezeu­gen. daß er der elsaß-lothringischen Bewegung vollständig f e r n st e h t.

Zeuge Alfred Schneider erklärt auf Befragen, daß die Schußtruppe keifte anderen Waffen besessen habe als Stöcke. Eine Zwischenbemerkung des Angeklag­ten Reisacher lautet, daß das Panzerauto der Autonomisten, nach dem die Polizei gesucht habe, der Lieferwagen seiner Konditorei gewesen sei. Dann wendet sich der Straßburger Bankier Gsrardot, der Schwager seines früheren Teilhabers Pinck, gegen die Behauptung derAction Fraii^aise", daß seine Bank mit Geldern aus Deutschland gegründet worden sei. Das sei eine freie Erfindung. Der Zeuge Abgeordneter Michael Walter (Elsässische Notionalrepubltkanische Volksoereinigung) nimmt für sich die Verantwor­tung für die Forderung nach der Verwaltungs­autonomie des Elsaß in Anspruch und sagt:Wenn das ein Verbrechen gegen das Vater­land ist, dann muß ich auf der Anklagebank sitzen." Auch Senator Bourgeois und die übrigen der Partei angcschlossenen Senatoren hätten diese For­derung unterschrieben.

Eine Frage der Verteidigung, ob der Prä­fekt des Untere! saß gesprächsweise er­klärt habe. 80 Proz. der in diesem Komplott­prozeß vorgebrachten Anschuldigungen seien nicht ernst zu nehmen, beantwortete Zeuge Abgeordneter Walter mit Ja. Poincar 6 habe sich sowohl ihm gegenüber wie allgemein f ü r die Zweisprachigkeit im Elsaß aus- gesprochen. Die Elsässer bedauerten, daß sich viele aus Frankreich gekommene Beamte gar nicht bemühen, die deutsche Sprache zu lernen. Die Zentralis'erungspolitik versuche erne rasche, restlose, ja sogar brutale Assimilierung. Die Männer auf der Anklagebank hätten infolge der politischen Ereignisse das Vertrauen ver­loren. daß es Elsaß-Lothringen möglich sei, seine Eigenart vor der übertriebenen Assi­milierung zu verteidigen.

Zeuge Serrier, der während des Krieges als Elsässer in Fra n t reich interniert war, sagte mit Bezug aus den Angeklagten Reisacher aus, daß das Konzentrationslager Pressigny, in dem sie beide weilten, als ein L'ager der Schande und Schmach für Jirie Elsässer bezeichnet werden müsse, da alle 'übrigen Gefangenen Verbrecher gewesen seien.

sei ein sog.Alliiertenkonzentrationslager" gewesen.

> Die Zeugenvernehmung ist damit abgeschlossen worden. Am Montag wird der Staatsanwalt die Anklagerede halten.

Schweres Explosionsunglück in pennsylvanien.

London, 20. Mai. (TU.) Wie aus Reuhork gemeldet.wird, ereignete sich auf der Mat her - grübe in Pennsylvanien eine schwere Explosion. Die Rettungsmannschaften haben nach amtlichen Berichten bereits die Leichen von 3 2 Berg­arbeitern ausgefunden. Reun wurden lebend geborgen und 141 werden noch vermißt. Man glaubt, daß die der Explosion folgenden Dämpfe den Tod der Bergarbeiter verursacht haben. An den Eingängen zur Grube warteten die Angehörigen der eingeschlossenen Leute die ganze Rächt im strömenden Regen und herz­zerreißende Szenen spielten sich ab. als die ersten Barnen der Verunglückten bekannt- gegeben wurden.

Wirtschaft.

Produktion und Kreditsicherheit.

Das Institut für Koniunkturforschung gibt in feinem neusten Bericht die interessanten Ergeb­nisse seiner Untersuchungen über den Umfang der Produktion und den Stand der Kredit­sicherheit wieder. Seine Feststellungen decken sich im großen und ganzen mit den Berichten, die über die Produktionsbewegung aus der Industrie selbst flammen. Bemerkenswert ist die Feststel­lung. daß in der Produktion der Verbrauchs- güterinbuftrien, vor allem der Textil- und Leder­industrie. bereits im letzten Vierteljahr 1927 ein Rückgang eingetreten ist. der sich bis zur Gegen­wart fortgesetzt hat. Es scheint also so. als ob das Publikum nach einer gewissen Sättigung seines Bedarfs in seiner Kaustätigkeit mehr und mehr nachgelassen hat. Im Gegensatz zu der Konsum­güterindustrie erreichten die Produktionsmittel­industrien im ersten Quartal 1928 einen neuen Höchststand. In letzter Zeit zeigen sich aber auch hier gewisse Stillstandserfcheinungen. die die Stahlindustrie bekanntlich durch eine größere Ausnutzung der Exportmöglichkeiten im Zu­sammenhang mit den gestiegenen Weltmarkt­preisen auszugleichen sucht. Es steht also mit Sicherheit fest, daß nunmehr ein Stillstand in der Aufwärtsbewegung auch in den Produktions­mittelindustrien eingetreten ist. Diese Tatsache verdient besondere Aufmerksamkeit insofern, als die Rückgänge, wenn sie sich auch in engen Grenzen halten, von einer Verlangsamung des Zahlungseinganges begleitet werden. Dies be­deutet, wie das Institut für Konjunkturforschung ausführt. eine schärfere Anspannung der Be­triebskapitalien bei den Unternehmungen, wobei u. E. allerdings betont werden muß, daß die Unternehmungen heute besser und in erhöhtem Maße in der Lage sind, sich selbst zu finanzieren, eine Folge der günstigen Entwicklung und Kon­solidierung der wirtschaftlichen Verhältnisse im Jahre 1927. Infolgedessen kann auch die Ge­schäftstätigkeit gegenwärtig stärker von der Kredit­erteilung abhängig fein, da die entsprechenden Sicherheiten vorhanden sind. Cs fügt sich in den Rahmen dieser Betrachtung, wenn das Institut für Konjunkturforschung feststem, daß die Kredit­sicherheit sich in den letzten Monaten nur wenig verändert hat.

Oie Reichsbahn im April.

Der Güterverkehr war im April etwas schwächer als im Vormonat. Aus den Arbeits­tag umgerechnet bleibt der Verkehr des April schätzungsweise nach der Wagenstellung um etwa 0,8 v. H. hinter dem des Vormonats zurück. Es wurden nach den vorläufigen Feststellungen gestellt: 3 438 573 Wagen (arbeitstäglich 149 503) gegen 4 068 356 Wagen (150 698) im März.

Die Betriebsleistungen im Personenver­kehr waren allgemein stärker als im Vormonat. Infolge des guten Wetters zu Ostern und auch an einzelnen Sonntagen erreichte der Ausflug­verkehr stellenweise, besonders am zweiten Oster- tage, die gleiche Höhe wie an guten Sonntagen im Sommer

Die Betriebseraebnisse im März stellten sich wie folgt: Einnahmen aus dem Per­sonen- und Gepäckverkehr 104,13 Mill. Mark, dem Güterverkehr 288,19 Mikl. Mark und aus den sonstigen Einnahmen 35,66 Mill. Mark, zusammen 427,98 Mill. Mark. Die Ausgaben beliefen sich für Betrieb und Unterhaltung auf 303.14 Mill. Mark (davon 198,82 Mill. Mark persönliche und 104,32 Mill. Mark sächliche Ausgaben), für Er­neuerung der ReichSeisenbahnanlagen auf 44.62 Mill. Mark, für Verzinsung der Reparations­schuldverschreibungen 45,47 Mill. Mark, für gesetz­liche Abschreibung des Betriebsrechts am über­nommenen Reichseisenbahnvermögen 9,43, für Rückstellung für die gesetzliche Ausgleichsrücklage 8,56 und für Rückstellung für Vorzugsdividenoe 6,30 Mill. Mark, also insgesamt auf 417.52 Mill. Mark. Rach Abdeckung aller Ausgabeverpflich- hingen verblieb ein Mehrbetrag von rund 10 Mill. Mark, der zur teilweisen Wiederauf­füllung des in den Vormonaten in Anspruch genommenen Vortrags aus 1927 verwendet ist.

Der Personalbestand betrug im Marz 669 297 Kopfe, gegen 656179 Köpfe im Februar.

Oie Kohlenproduktion in Hessen im Monat April.

Die monatliche Statistik der Kohlenprodukhon des Volksstaates Hessen weist für den Monat April folgende Zahlen nach: An Rohbraun­kohlen wurden gefördert 33978 Tonnen, verkauft wurden davon 10214 Sonnen; der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter verarbeitet. Aus biefer verarbeiteten Rohkohle wurden neben

Schwelereiprodukten 205 Tonnen Rahpreßsteine erzeugt. Unter Berückfichtigung der aus Vor­monaten übernommenen Bestände, fowie des Ab­satzes und Selbstrerbrauches verblieben am Mo- natsschluh absatzfähig 14 120 Tonnen Rohkohlen. 50 Tonnen Briketts. 205 Tonnen Raßpreßsteine, zusammen 14 375 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwerte von 72 340 Mark.

Die amtliche Großhandelsindex- z i f f e r. Die auf den Stichtag des 16. Mai be­rechnete Großha7.d:lsindexziffer des Statistischen Reichsamtcs hat sich mit 141 gegenüber der Vorwoche (140,5) um 0,4 v. H. erhöht. Don den Hauptgruppen sind die Indexziffern für Agrar­stoffe und für Kolonialwaren je um 0,7 v. H. auf 135,7 (1.34,8) und auf 138.1 (137,2) gestiegen. Die Indexziffern für industrielle Rohstoffe und Ha'.b- waren und für industrielle Fertigwaren haben je um 0,2 v. H. auf 135,2 (134,9) und auf 158.5 (158,2) angezogen.

* Der Erzbergbau im April. Bei den ©iegerlänber Gruben wird das Mißver­hältnis zwischen Förderung und Absatz, trotz Schwedenstreik und Steigerung der Roheisenpro- duktion, von Monat zu Monat größer. Zwei ©iegerlanber Hochöfen kommen aufs neue zum Abbruch. Die Abhängigkeit der Siegerländer Gruben von der Rheinisch-Westfälischen Hütten­industrie wird immer größer. Die zur Erhaltung des ©iegerlanber Bergbaues erbetenen Hilfsmaß­nahmen bei Reichsbahn, Reich und Staat, stehen noch immer aus. Im Lahn-Dill-Ge- biet, einschließlich Oberhessen sind mit dem 1. April 1928 dem Eisensteinbergbau neue Belastungen auferlegt worben. Trotz seiner anerkannten Rotlage hat eine Verkürzung der Ar­beitszeit ftaltgefunben Der Eisensteinbergbau er­hält somit bie als notwenbig erachteten Erleichte­rungen unb Hilfe nicht, sondern es werden ihm die Daseinsmöglichkeiten erschwert. Die Rach­frage nach Eisenerzen hat nachgelassen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 21.Mai. Tendenz: freund­lich. Zu Beginn der neuen Woche kam das Ge schäft an der Effektenbörse nur langsam und zögernd in Gang, da man offenbar die Aus­wirkungen der gestrigen Wahl, befonders im Aus­lände, abwarten wollte. Die Stimmung war jedoch weiterhin freundlich, und es wurden verschic dsntlich kleine Käufe vorgenommen. Der Reich s- bankausweis von Samstag wirkte etwas nach. Außerdem führte man die etwas erhöhte Ruhr- ko h l e n f ö r b c r u n g an. Die Kurscntwicklung war nicht ganz einheitlich, doch waren an den meisten Marktgebieten neue, wenn auch nur kleine ftursb«Herlingen von 1 bis 2 v.H. zu ver­zeichnen. Für einige Spezialwerte erhielt sich das Interesse. So konnten Reichsbank gegen den Schlußkurs von Samstag erneut 6 v.. f). anziehen. Am Elektromarkt lagen Bergmann 4,5 v. S). höher. Chemiewerte waren dagegen vernach­lässigt. I. - G. - F a r b e n blieben im Kurse unver­ändert. Scheideanstalt lagen 1 o. f). niedriger. Auch Montanwerte lagen sehr still und meist nur behauptet. Von Zellstoffwerten aaben Wald- Hof 1 v. S). und Aschaffenburg 2 v. j). nach. Am Markt der A u t o a k t i e n zogen Adlerwerke 2,5 d. S). an, Daimler waren gut behauptet. Sdjurfcrt eröffneten 1 v. S) AEG. 2,5 v. $). höher, während Siemens behauptet blieben. Am Anleihemarkt waren d e u t s ch e Anleihen behauptet. Aus­ländische Renten still. 3m Verlaufe blieb die Grundstimmung bei stillem Geschäft freundlich. Man glaubte annehmen zu können, daß das Wahler­gebnis nicht ungünstig ausgenommen wer­den wird. AEG. zogen weiter etwas an. Der Geldmarkt war heute erstmalig' merklich ent­spannt. Tägliches Geld 6 v. S). Am Devisen­markt blieb der Dollar angeboten, und der Mark- fürs wurde erneut erhöht. Man nannte Reichsmark gegen Dollar 4,1776, gegen Pfund 20 393, ßonbon gegen Kabel 4,8825, Paris 124,02, Mailand 92,65, Madrid 29,45, Holland 12,10.

Berlins Börse.

Berlin, 21. 5. Die heutige Börse stand ganz unter dem Einfluß der gestrigen Reichstagswahlen; politische Debatten ließen teilweise sogar das Geschäft vermissen, so daß die Umsatz tätig - teil nicht groß war. Der unerwartet starke Linksruck hatte im Vormittagsver­kehr zu einer starken Unsicherheit ge­führt. An der Vorbörse war die Auffassung über den Ausfall der Wahl aber schon wesens- lich beruhigter, zumal man annahm, daß das Ausland von dem Wahlergebnis eher befriedigt sein würde. Man beschäftigte sich mit der Frage einer Regierungsbildung, wobei nach Ansicht der Börse am wahrschein­lichsten eine große Koalition in Frage

komme, unb glaubt, daß hiermit eine konstante und sachgemäße Außenpolitik gewährleistet ist. Die Veränderungen gegen den Samstagschluh betrugen selten mehr als 2 Prozent. Es über- wogen wieder die Kursbesserungen. Po­lyphon. Bergmann und Hammerfen waren bis 6 Prozent erhöht. Dagegen Maximilianshütte 3 Prozent schwächer. Für Äeichsbank beftanb größeres Interesse, das sich im Kurse aber nicht we'entlich ausbrückte. Deutsche Anleihen eher freun bliebet. Ausländer ruhiger. Der Pfandbrief m a r k t war still. Der Geld­markt war weiter angespannt. Tagesgelb 6 b's 8 Prozent. MonatSgeld 7.8 bis 8.5 Prozent. Warenwechsel 6,9 bis 7 Prozent und darüber. Im Verlause wurde die Tendenz uneinheitlich. Das Fehlen neuer Orders machte sich bemerkbar.- Seitens des Auslandes bestand nur für wenige ©pezialwerte Interesse. Siemens zogen um 2 Prozent an, Tietz 3 Prozent. Polyphon um 2 Prozent, in AEG. und Bergmann blieb das Geschäft sehr lebhaft. Sonst gaben die Kurie eher etwas nad). Bemerkenswert war noch das starke Interesse für die Aktien der Wicküi^Portiand- Zement. Man sprach von einer eventuellen Ein­führung in den Terminverkehr und hotte Hoff­nungen auf neue Kapitalerhöhungen.

Frankfurt . . tre-b. tövic.

Frankfurt a.M., 21. Mai. Auftrieb: Rmdcr 1589 Stück; darunter Ochsen 447, Bullen 72, Kühe 636, Färsen 376; 1406 Kälber, 68 Schafe; 7536 Schweine. Rinder. Ochsen: vollfleischige, ausge» mästete, höchsten Schlachtwerts- jüngere 60 bis 64, ältere 56 bis 59, sonstige vollfleischige, jüngere 52 bis 55, ältere 47 bis 51; Bullen: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 52 bis 57, sonstige oollfleischige oder ausgemästete 47 bis 51; Kühe: jüngere, vollflcischige, höchsten Schlachtwcrts 47 bis 52, sonstige oollfleischige oder ausgemäftete 42 bis 46. fleischige 37 bis 41, gering genährte 28 bis 36; Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleischige, aus­gemästete, höchsten Schlachiwerts 62 bis 64, voll- fleischige 55 bis 61, fleischige 48 bis 54. Kälber, beste Mast, und Saugkälber 78 bis 82, mittlere Mast, und Saugkälber 72 bis 77, geringe Kälber 65 bis 71. Schafe. Mastlämmer und jüngere Mast- Hümmel: Weidemast, 55 bis 60. Schweine: Fett- schweme über 300 Pfund Lebendgewicht 57 bis 60, oollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Psund Lebendgewicht 58 bis 61, von etwa 200 bis 210 Pfund Lebendgewicht 60 bis 63, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 60 bis 63, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebend­gewicht 57 bis 60,_ Sauen 50 bis 53. Markt­verkauf Geschäft in allen Viehgatttingen rege. Schweine zum Schluß abflauend, llebcrftanb, sonst ausoerkauft. Fettschweine vernachlässigt.

frankfurter Lchlachtvicymarkt.

Frankfurt a. M., 21. Mai. Der heutige Produktenmarkt verkehrte in ruhiger Haltung, das Geschäft war weiter sehr klein. Rur Haler war etwas stärker gefragt und höhere Preise wurden hier glatt bewilligt. Auch Kleie hatte etwas lebhafteres Geschäft. Mehle stark ver­nachlässigt und angeboten. Roggen lag 0,25 Mk. niedriger, da Ware genügend an den Markt kam. Es wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 26,50, Boggcn 28 bis 28,25, Hafer, inländischer 28 bis 28,50, Mais (gelb) für Futterzwecke 25, Mais (gelb) für andere Zwecke 25. Weizen­mehl, süddeutsches Spezial 0 38 bis 39,25, Rog­genmehl 39,50 bis 40, Weizenkleie 15 bis 15,25, BogflcnHeie 17,15 bis 17,75. Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 32 bis 60. Linsen, je nach Qualität für ©peiseKwecke 45 bis 105, Heu. süddeutsches, gut, gesund, trocken 8.50 bis 9 Weizen- und Roggenstrvh, drahtacpreßt 4.75 bis 5, Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 4 bis 4,25, Treber, getrocknet 19,25 btS 19.50. Tendenz ruhig.

Kunst und Wissenschaft.

vom Allgemeinen Deutschen Burschenbund.

Der Allgemeine Deutsche Burschenbund (ADV.) hält seinen 45. Bundestag in diesem Jahre in Frankenhausen am Kysfhäuser während der Pfingsttage ab. Der diesjährige Bundestag steht unter dem Leitwort: ..Für den deutschen Osten." Zwei öffentliche Vorträge:®er Kampf um die deutsche Ostgrenze" (Referent: Beigeord­neter Dr. jur. Armin Graebert, 2. Bürger­meister von Anklam) und ..Die Zerstückelung des deutschen Ostens und der polnische Staat" (Referent: Dr Alexander R u s ch ke) werden den Teilnehmern die Bedeutung des deutschen Ostens vor Augen führen.

Sprechstunde« der Redaktion

12 bis 1 Uhr mittags. 5 bis 7 Uhr nachmittag«. Samstag nachmittag geschloffen.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 7 Prozent, Lombardzinsfuß 8 Prozent.

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