Ausgabe 
21.5.1928
 
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Das Ergebnis in -er Provinz Oberheffen

Oer Vergleich von 1924 und 4927

kreis Alsfeld.

von der Sütterlinschrift unterscheiden, die seith«

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Kreis Friedberg.

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SamStag- Dickor 4. hiesigen

die 2 r« Der Rück-

Friedberg, 20. Mai Heber beitsmarktlage ist zu berichten: gang der Hnterstühungsempfänger hat weiter langsam Fortschritte gemacht. Es sind In der ersten Maihälfte etwa 150 Unterstützungsemp änger ver­mittelt worden, außerdem 35 'Personen, deren Unterstühungszeit abgclaufen war und die in die Krisenfürsorge nicht überführt werden konnten, au-geschieden. Am 15. Mai wurden unterstützt 11Z0 Personen, und zwar 914 au- dem Streit Friedberg und 256 aus dem KretS Büdingen in der Arbeitslosenversicherung. Zu ihnen treten noch 73 Krisenunterstühungsempsänger die sämt­lich im Kreis Friedberg wohnen. 3n den letzten Tagen ist ein Stillstand in der Vermittlung eingetreten, so daß unter Berücksichtigung der neu eingegangenen Unterstützungsanträge mit einer ganz leichten Erhöhung der Zahl der Unter­stützten zu rechnen ist. 3n den Schuhfabriken des Bezirks sind wegen AujtragsmangelS Entlassun­gen vorgenommen worden. Außerdem hat eine kleinere Papiersabrik schließen müssen. Gewisse Anzeichen deuten darauf hin. daß die Auf­nahmefähigkeit der Industrie und de- Handwerks ihr Ende gesunden hat und daß für die nächsten Wochen in der Hauptsache nur die Dermittlrw- in die Landwirtschaft in Betracht kommen totro. Es ist infolgedessen damit zu rechnen, dah eine gewisse Stabilisierung in der Zahl der Erwerbs­losen eingetreten ist.

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Oberheffen.

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ck. Heuchelheim. 20. Mai. Am abend hielt Kreisseuerweh.Inspektor

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DR. 3206 (1606), Z. 4769 (3984), Ä 2125 (2316), DDP 3463 ( 2283), NS. 590 (), D. 3204 (2644), Cb. 8773 (7444), WP 863 (), USP. 72 (), DNP. (1089).

kreis Caulrrbad).

Stb. 18 908 (19 390). StA. 18 165 (), ung 153 (53), gült. 13 012 (8869), SPD. 3232 (1871), DN. 1521 (599), Z. 549 (392), Ä. 193 (148), DDP. 1406 (1497), NS. 358 (), T 697 (4.54), Cb. 4789 (3687), WP. 225, (), USP. 13 (), DNP (221).

kreis Schalten.

Stb. 17 807 (17 941), SU. 12 082 (), ung. 124 (39), flült 11958 (7836), LPD. 2620 (1325), VN. 779 (313), Z. 53 (31), Ä. 86 (168), DDP. 774 (361), NS. 311 (), D. 635 (498), Ob. 6613 (4873), DP. 53 (), USP. 11 (), DNP. (267).

auch sieht man Landwirte, die auf geschützten Wiesen dos erste Grünfutter holen. Die Land­wirte, die im vorigen Herbste recht viel Ä a r - tofseln eingelellerl hatten, um sie im Frühjahr zu einem höheren Preise zu verkausen, sind diesmal nicht auf ihre Rechnung gekommen', denn der Preis bewegt sich immer noch um 4 Mk. für den Zentner. Die Mühe des Ein­schüttens, Auslesens, Entfernen der faulen Knollen usw. hat sich also nicht bezahlt gemacht. Dagegen war die Nachfrage nach Saatfar- t Df fehl (Industrie"), die in etlichen Gemein­den von einigen Landwirten gezüchtet werden, recht rege.

< Holzheim, 20. Mai. Der kühlen Witterung wegen mutzte das hier alljährlich am Himmelfahrt». tage übliche W a l d f e st in der Kirche gefeiert wer» den. Anher dem Ort geistlichen, Pfarrer Weber, sprach Missionar C ü ck aus Haiaer. Die Feier wurde durch Darbietungen des hiesigen Posaunenchors und des gemischten Thors verschönert.

is. Steinbach, 20. Mai. Ein seltener B o r f a l I, d?r fein Scherz, sondern verbürgte Wahrheit ist, ereignete sich am Freitag in unserem Orte. Ein Rind eines hiesigen Land­wirtes hatte sich im Stall los gerissen. 2ll- der Eigentümer es anbinden wollte, rannte es hinaus in den Hof. sodann bei der weiteren Verfolgung eine vom Hof ausgehende Treppe von 14 Stufen 3 Meter hoch hinauf auf den Heuboden, jedenfalls um den Heuvorrat sest.zu- ftellen. Soweit war die Sache gut. daS schwie­rigste war aber, das etwa 6 bi- 7 Rentner schwere Tier wieder herunterzubringen. Mit Hilfe der ganzen Rachbarschaft wurde es auf dem Heuboden gefesselt und mit Stricken auf einer hergestellten Rutschbahn herunter- gelassen, wo es glücklich ohne Schaden auf dem Erdboden wieder landete.

Hungen, 20. Mal. Dieser Tage fand imSolmser Hof" eine Berfarnmlung deS BezirkSlehrervereln- Hungen statt. Lehrer Jockel (Hungen) setzte seinen Bortrag

Oie Generalversammlung des Gleiberg-Vereins

fand am Sams lag» «hm Mag bei guter Beteili­gung der Mitglieder im Kaisersaal der altehr­würdigen Ruine Gleiberg statt. Sicher hatte bie überaus wichtige Tagesordnung mit dem wich­tigsten Punkt 50jahriges Gleiberg- Jubiläum 192 9. manchen angelockt.

Der Vorsitzende. Provinzialdirektor Graes- Gietzen, eröffnete die Berhandlungen mit kurzen BegrühungsWorten, sein besonderer Grutz galt dem Vertreter ©leben«, Bürgermeister Dr. F r e Y. Landrat Geheimrat Sator tu« au« Wetzlar sandte au« Wiesbaden die besten Wünsche zur Tagung. Dem Andenken der verstorbenen Mit­glieder: Regierungsrat Büch le r. Bankdirektor König, Kaufmann Appel. Kreisbaumwari Hebere r, Bauunternehmer Abermann und Borstandsmitglied De i b e l - Lollar widmete der Borsitzende einen herzlichen Rachruf.

Aus dem Geschäftsbericht sei folgendes er­wähnt: Die Mitgliederzahl ist von 494 in 1926/27 wiederum gestiegen und beträgt jetzt 535. DaS ist eine sehr günstige Entwicklung, wenn man be- denkt. dah der Gleibergverein 1920/21 nut 114 Mitglieder zu verzeichnen hatte. Der Instand­setzung der Ruine galt auch im abgelaufenen Jahre die Hauptfrage des Vereins, es wurden Hierfür 2673 Mk. ausgegeben, darunter befindet sich auch die Herstellung eines Ausstellungs- schrankes für die Rektor-Echternacht-Sammlung. Die Unterhaltungsarbeiten galten dem Rasfauer- und QUbcrtudbau und dem Zwinger, außerdem wurden Vertäfelungen und Schuygeländer er­neuert. und der Burghof erhielt eine neue Grus- ausschüttung. Das Sommerfest war sehr stark besucht, und es wurde ein Heberschuh erhielt; auch das Wintersest im Eafs Leib verlief gün­stig. Das neue Geschäftsjahr stellt grohe An­forderungen an den Verein. Deshalb bittet der Vorsitzende die Mitglieder. Freunde und Gönner, die Durchführung der geplanten Arbeiten an der Erhaltung der schönen Ruine mit offener Hand unterstützen zu wollen.

gewählt wurden, nachdem die Berfammlung die Satzung dahin abgeändert hatte, dah dem Vor­stand mit Rücksicht auf die bevorstehende Werbe­tätigkeit künftig neuen Mitglieder angehören sol­len. A. G e i h e wurde mit dem Amte eines Zeug- wartes betraut. Oberbauinspektor Mohr bat seit 25 Jahren In selbstloser und vorbildlicher Weise die Bauarbeiten an der Ruine geleitet.

Die Abrechnung über das glänzend verlaufene Sommerfest 1927 und das schöne Winterfest er­stattete Kreiskassendirektor K a u h. Anschliessend teilt der Dorsihende mit. dah auch dieses Jahr ein Sommerfest stattsinden solle, und zwar habe es der Vorstand auf den 17. Juni festgelegt. Er dankt dem Volksdichter Gg. H eh - Leihgestern für seine Mitwirkung gelegentlich des letzten SommerfesteS.

Nachstehend lassen wir die Wahlergebnisse in der Provinz Oberhesien bei der Reichstagswahl vom 7. Dezember 1924 und bei der hessischen Landtags mahl vom 13. November 1927 folgen. Die nicht ein- geklammerten Zahlen sind die der Reichstagswahl vom 7. Dezember 1924, die Zahlen in Klammern die der hessischen Landtagswahl vom 13. November 1927. Die Abkürzungen haben folgende Bedeutung

Stb.: Zahl der Stimmberechtigten.

et.),: Gesamtzahl der abgegebenen Stimm'-''.

Ung.: Zahl der ungültigen Stimmen.

(Bült.: Zahl der gültigen Stimmen.

SPD,: Sozialdemokratische Partei

Dn.: Deutschnationale Dolksportei.

Z.: Zentrumspartei.

K.: Kommunistische Partei. _________

Kreiskassendirektor Kautz erstattet den Rech- nungsbericht, der ebenfalls einen Einblick in die um­fangreiche Dereinsarbeit gibt und zugleich die gün­stige Weiterentwicklung bestätigt. Unter den Ocfamb einnahmen in Höhe von 3534,66 Mark befanden sich 1605 Mark Mitgliederbeiträge und 820 Mark Geld- geschenke. hiervon sind gestiftet je 200 Mark von Kreiskasse Gictzen, Stadtkasse Gießen, Provinz Ober- Hessen und Kreiskommunalkasse Wetzlar. Dom Burg- wirt Niebergall gingen 500 Mark Pacht ein. Die Ausgaben betrugen insgesamt 3522 Mark, so daß ein ileberschuh von 12,62 Mark verbleibt. Das Ver­mögen des Vereins beträgt 1515,13 Mark, die Oe- samtschuld 1800 Mark. Die Rechnung ist von den Herren Stadtverordneter Haubach und Derwal- tungsinspektor Schäfer geprüft und für richtig be­funden worden. Jahresbericht und Jahresrechnung werden einstimmig genehmigt.

Der Voranschlag für 1928/29 wird vom ersten Vorsitzenden zur Beratung gestellt. Er sieht In Einnahme vor: 1650 Mk. Mitgliederbelträge. 800 Mk. Geldgeschenke. 1000 Mk. als Zuwendung der Rheinprovinz. 630 Mk. Wirtschaftspacht. 1507 Mark zurückempfangene Kapitalien. Unter den Ausgaben befinden sich 4800 Mk. für Herstellung von Toiletteräumen und 1200 Mk. für Hnte-hal» tung der Gebäude und Ruine. Insgesamt balan- ziert er in Einnahme und Ausgabe mit je 6990 Mark. Die Errichtung einer Toilette wird von der Versammlung für dringend erkannt. Der Vorsitzende teilt mit. dah Herren der Rhein-

provinz zur Besichtigung der Burg hier gewesen seien und die 1000 Mk. in Aussicht gestellt

hätten, er habe sich auch an den Preußischen

Staat und den Rheinischen Verein für Heimat-

pslege In Düsseldorf gewandt und erhoffe von dort für spätere Arbeiten Unterstützung. Die Ruine Vetzberg sei bedauerlicherweise im Zerfall begriffen. AuS hessifchen öffentlichen Kassen habe der Gleibergverein seither jährlich 600 Mk.. auS Preusten nur 200 Mk. erhalten. Es wurden bisher alljährlich etwa 2000 Mk. für Erhaltung der Ruine Gleiberg aufgewendet, mit den 1000 Mk. von der Rbeinprovinz soll der Giebel der Ruine instand gesetzt werden. Der Vorsitzende erhofft von gebefreudigen Mitgliedern 1300 Mk. zinslos -u erhalten. Vor Jahren habe der Glelvergverem 11 000Mk. aufgenommen, und durch diesen Unter- nehnrunasgeist konnte btc Ruine in gutem Zu- stand erhalten werden. Mitglied P a s k o e glaubt, bast durch eine rege Werbetätigkeit freiwillige Beiträge zu erwarten seien. Der Voranschlag fand die Zustimmung der Versammlung

Die Vorstandsersatzwahl hatte das Ergebnis, datz Cberbauinfpcltor Mohr. Valentin Zrev und Adolf Geiste einstimmig in den Vorstand

über die .Besiedlung der Wetterau in vorge­schichtlicher Zeit" fort und kam diesmal be­sonders ausführlich auf die Steinzeit und Bronze­zeit zu sprechen. ;3n der 'Besprechung wurde da­raus Hingewielen, dah man in einfacher Meise auch die vorgeschichtliche Zeit In der Volks­schule bei entsprechender Kürzung anderer Ge­schichtskapitel behandeln könne, zumal dieser Stoff starkem kindlichen Interesse begegnet und zahl­reiche Anknüpfungspunkte findet, wie die sog. Donnerkeile (Strinhämmer) und sreigeleat« Hü­nengräber. Weiterhin beschäftigte man sich mit den neuen Schnitz eichen, die Prof. Koch (Of­fenbach» im Auftrag des Landesbildungsamts enhoorfen hat. und tue sich wieder wesentlich

in den Hess. Schulen zugelafsen war.

LI Ronnenroth, 20. Mai. Die Kan a l i - fationsarbeiten in einem Teile unseres Dorfes sind gegenwärtig in der Ausführung begriffen und konnten in der letzten Zeit recht beträchtlich gefördert werden. Der (Sterneinberat beschloß in seiner jüngsten Sitzung, eine weiter« Ortsstraße au kanalisieren und damit den Wün­schen der Bewohner der tief gelegenen OrtSteile Rechnung zu tragen. Die Unkosten trägt, dia Gemeinde, die durch Abtrieb eines Waldstückes, das der Feldbereinigung zum Opfer fällt, die erforderlichen Geldmittel erhält. Unsere Ge­meindejagd wurde vom Gemeinderat an Brauereibesiher Ihring in Lich zum Preise von 1210 Mark jährlich auf weitere 9 Jahre verpachtet. Unser Ges angverein .Lie­de r k r a n z" unternahm am Himmelfahrttage einen Ausflug nach Gießen. bei dem er dem langjährigen DereinSdirigenten und Ehrenmit­glied, Lehrer Walter, der 21 Jahre in un­serer Gemeinde gewirkt hat und bann nach Diesten verseht wurde, ein Ständchen darbrachte. Der Gemeinderat und der Schulvorstand hatten (ich dieser Ehrung des Herrn Walter angeschlossen. Der Gefeierte dankte für die Auszeichnung In herzlichen Worten. Rach einem gemütlichen Bei­sammensein im Hotel Hopfeld und der Besich­tigung einiger Sehenswürdigkeiten wurde bie Heimkehr über den Schisfenberg und Hausen nach Garbenteich angetteien, von wo den Zug zur Rückfahrt benutzte.

:: Pohl - GönS, 20. Mai. Nachdem vom 11.3ult 1927 ab die hiesig« evangelische Ge­meinde für ihre gotirsdlen'tlichen Hand.ungsr auf den RathauSfaal angewiesen war. da nach einstimmigem Deschlust des Gern«,-'.derat- und des Kirchenvorlkandes die hiesige alte einer gründlichen Reparatur unerzogen und durch einen 2Inbau vergrößert werden sollte, und nachdem an Ostern. Da nil die Konfirmation m ihr stattsinden könne, eine vorläufige Leihe txr och nicht völlig wiederhergestellten Kirche durch den OrtSg.istlichen vorgenommen worden war. sand die eigentliche Feier der Wieder« Herstellung und Erweiterung unse­rer Kirch« am Himmrlsahrttage unter allge­meiner sreudig-r Teilnahme der Gemeind« und einer großen, von auswärts gekommenen Meng« Gäste statt Die gottesdienstliche Feier in der kn- aus den tenten Platz besetzten und bestellte« Kirche Dielt, bie der Feier beiwohnen woll- tcn. mußten aus dem Kirchplatz bleiben, da eint solche Menge das Doit.'shaus nicht fassen konnte begann um 1.30 Uhr. Die Wei Here« hielt der Superintendent von Oberhessen. Ober* kirchenrat Wagner, der u. a. auch der Freud« der Kirchenbehvi.de 'Ausdruck gab über das. ®al hier von der politischen Gemeind« für N« Kirchen gemeinde geleistet worden war. Rach Deihegebet und Weihe hielt der Ortspfarrer R a u m a n n unter Zugrundelegung von 1. Kor. 3.11 die Festpredigt, woraus Dekan Buhmann die Grüße des Dekanates Gießen überdrachM und dabei bemerkte daß es selten m unserer Zeit vor komme, dah wie hier eine meinde ihre Kirche erweitern mülle, da f* n** die Zahl der sonntäglichen Kirchenbelucher »u klein geworden war. Die einzelnen Ansprach«

gang» den Geschäftsbericht für das Jahr 1927, aus welchem zu ersetzen war, daß der Umsatz gegen das Vorjahr bedeutend gestiegen ist. Die Jahresrechnung und Bilanz wurde von dem Rechner zur Kenntnis gebracht, Einsprüche wurden nicht erhoben und dem Vorstand Entlastung erteilt. In Anbetracht der gun- stigen Kassenoerhältnisse wurde von dem Vorstand die Anschafsung einer Düngerstreumajchine zum ge- meinschaftlichen Gebrauch der Mitglieder, anaeregt. Die hierüber erfolgte Abstimmung der Dersamm- (ung ergab die Annahme des Vorschlags. Die satzungsmäßig ausscheidenden Mitglieder des Vor­stands und Äufsichtsrats, Johs. Germer II. und Wilh. Theis wurden einstimmig wiedergewählt. Zur Teilnahme an der demnächst in Darmstadt statt­findenden Hauptversammlung der Candw. Zentral- genossenschaft in Darmstadt, wurden die Kosten für einen Vertreter der Ortsgruppe bewilligt.

r. Aus dem südlichen KreisrGießen, 20. Mai. Durch die kalten Tage der letzten Wochen ist das Wachstum der Pflaiuen sehr gehindert worden. Trotzdem bat die Kälte noch nicht viel geschadet. Die Winter- und auch die Sommerfrucht stehen sehr gut. Rur nimmt immer mehr das unleidliche Unkraut, der Hederich, überhand. Manche Aecker leuch­ten schon gelb von seinen Blüten. Bei warmer Witterung würde das Getreide leichter Herr über diesen Schädling werden. Run sind einige Gemeinden dazu über gegangen, große s ahrbare Spritzen anzuschassen, die den einzelnen Land­wirten zur Verfügung stehen. Man hofft auf diefe Weise, dem Hederich eher beikommen zu können. DaS Kartoffellegen ist beendet. 3n den Gärten ist man durch die Kälte noch stark im Rückstand. Die Buschbohnen und Früh­kartoffeln, die zeitig gelegt wovden waren und schon aus der Erde schauten, haben vielerorts stark gelitten. Die Baumblüte ist ohne Schaden durch die kalten Rächte gekommen, da stets be- betoegte Lust und vorher kein Regen gefallen war. Der Regen der letzten Tage war sehr nötig, nur muß jetzt bald die Wärme folgen. Der Klee wird stellenweise schon geschnitten.

Das Gleiberg-Jubiläum 1 9 2 9 hat bereits den Vorstand beschäftigt, die Vorarbeiten sind im Gang, im Laufe dieses Monats sollen die Ausschüsse bestimmt werden. Die Heraus­gabe einer G l e i b e r g - F e st s ch r i s t ist in Aussicht genommen, sie soll auch Gleiberglleder enthalten. Heber Aufführung eines Festspiels sind Vorbereitungen im Gange.

Der Punkt Verschiedenes brachte interessante Mitteilungen und Anregungen. Rektor Echter- n a ch t teilte mit, dah er feine Alterlumssamm- luna dem Gleibergverein vollständig überlassen wolle in der Hoffnung, daß sie bald in einem eigenen Museumszimmer untergebracht werden

könne. Auch werde et an der Ver­vollständigung der Sammlung weiter ar­beiten. Unter dem lebhaften Beifall der

Versammlung dankt der erste Vorsitzende Graes dem Spender. Der große Sammlungsschrank solle die Aufschrift erhalten:Stiftung des Rektors Echternachl". Eine Ehrung hervorragender langjähriger Mitglieder ist seitens deS Vor­standes angeregt worden und findet einstimmige Sympathie der Versammlung. Der Vorsitzende hebt besonders hervor, daß Landrat Geheimrat Dr. S a t o t i u s zu Wetzlar schon über 25 Jahre als Vertreter der preußischen Aufsichts­behörden an den Tagungen teilnehme und dem Gleiberg und den Bestrebungen des Vereins dureh seine Mitwirkung stets förderlich gewesen sei. Eine Anregung von Weidig, Gießen, auch bei 25jähviger Mitgliedschaft eine Ehrung, viel­leicht durch Diplom erfolgen zu lassen, wird dein Vorstand Überwiesen. Bei Besprechung über spä­tere Umbaupläne deS Alvertusbaues tritt Weidig. Gießen, wann für Einrichtung einer Iugendherlxrge auf dem Gleiberg ein, diefe Frage wolle er dem Vorstand anheim geben. Provlnzialdirektor Graef spricht den Jugend­herbergen seine volle Sympathie aus, er und Wohlmuth. Gießen, sind der Ansicht, dah bei dem Umbau des Albertusbaues auch an die Einrichtung von Uebernachtungsraurnen und eines Mufeumszimrners gedacht werden müsse. Wenn dies einmal geschehen sei. würden auch manche Erwachsene auf der herrlichen B >rg tagelang zubringen können, bisher fei das Fehlen der Uebernachtungsmöglichleit stets al- ein Man­gel empfunden worden. Türk, (Sieben, regt an, mit der Werbetätigkeit in erster Linie an die Industrie heranzutreten und gibt zu erwägen, ob es nicht ratfam sei, mit dem Oubelfeft 1929 einen Deutschen Wandertag für (Sieben und Glei­berg zu verbinden.

Aachdcm der Vorsitzende G r a e f die überaus anregend verlaufene Tagung mit der nochmaligen Aufforderung zu reger Mitarbeit für die Vor­bereitungen zum 50. Gleiberg-Jubiläum gefchlofsen hatte, verblieben die Mitglieder noch länger« Zeit im Kaiserfaal gemütlich beifammen.

DDP.: Deutsche Dolkspartei.

NS.: Nationalsozialistische Freiheitsbewegung

D.: Deutsche Demokratische Partei.

Cb.: Candbund Hessen und Nheinhesien.

WP.: Wirtschaftspartei.

USPD.: Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands.

VRP: Dolksrechtpartei.

kreis Gietzen.

Stb. 63 651 (65 967), Stz. 47 291 (), ung. 578 (264), gült. 46 713 (33 747), SPD. 16 940 (12 941), Dn. 6460 (3257), Z. 940 (716), K. 1488 (1075), DDP. 6276 (4069), NS. 719 (), D. 3863 (2327), Cb. 9712 (7997), WP. 219 (), USP 56 (), VRP. (1365).

Stb. 23 947 (24 378), Stz. 15 667 (), ung. 220 (41), gült. 15 447 (9960), SPD. 3415 (1798), DN. 1727 (546), Z. 884 (622), ft. 157 (373), DLP 1181 (659), NS. 444 (-), D. 849 (669), Cb. 6586 (4729), WP. 163 (-), USP. 14 (-), (-), VRP. - (64). kreis Bübingen.

Stb. 27 177 (27 816), Stz. 18 080 (), ung. 254 (91), gült. 17 826 (10 868), SPD. 5489 (2950), DN. 1570 (569), Z. 244 (145), K. 766 (577), DDP. 1240 (712), NS. 561 (-), D. 1185 (738), Cb. 6625 (5047), WP. (), USP. 24 (), DRP. ()

kreis Friedberg.

Stb. 56 087 (57 690), Stz. 44 512 (), ung. 964 (579), gült. 43 584 (34 927), SPD. 16 422 (13 561),

Gießen, eine Besichtigung der , Freiwilligen und der sog. Pflichtsenerwehr ab. Rach dem Alarm sammelten sich di« beiden Wehren zur Aufstellung in drr Gießener Straße. Die Hebungen drr freiwilligen Wehr legten Zeugnis davon ab. dah in der Wehr gut ge­arbeitet wird Ein anschließender Feuer angrrf f. bei dem außer den beiden Spritzen auch die große

fahrbare Leiter in Betrieb kam. klapvte tadellos. Die Debr hak gezeigt, daß sie in der Lage ist. ihr demnächst stattfindendes 50jährig«s Jubiläum ehrenvoll au beg hen.

X Älcin-Cinben, 20. Mai. In der Wirt- schäft von Fr. Rinn fand dieser Tage die Gene- | raloerlammlung der Landwirtschaft- I lichen Bezugs- und Adsotzgenosfen-I schäft bierfewft statt. Der Direktor erstattete ein- I

rr

Kreise

Sozial­demokratische I

Partei

Deutsch- nationale | Bolk-partei

wiupiaV

Deutsche Dolkspartei

kommunistische Partei

Deutsche Demokratische Partei

Linke Kommunisten

Reichspartei des deutschen R; mvM (Wirtsch.-Part.)

Nationalsozial. Deutsche Arbeiterpartei (Hitler)

Völkisch- Nationaler Block

Ehristlichnation. Vauern- und Landvolkpartei

BolkSrechtparl. tReichspartei' Bolksr. u, Ausw.)

Evangelische Volksgemein­schaft (Evangel. Partei Deutschl.)

Deutscher Reichsblock der Geschädigten

Alte Sozialdem. 1 Partei Deutschlands 1

Bi.bl'gm .............

Friedberg..............

15295 2571 223:1 1915 4687

16066

2264

438

474

284

557

1741

909

702

462

48

223

4506

5186 120 1667

654 1233 3793

1435

665 267

313

1009

3048

2381

618

413

613

843

2648

191

92

49

38

97

202

1290

99

92

52

335

1221

686 567 192

61 267 591

83

26

28

20

14

56

9400

6282 4839

5391

6051 S120

873 519 183 237

118 608

781

207

324 727

463 700

5

9 2

4

4

10

170

56

50

35

74

213 J

Insgesamt

42767

5758

6850

13643

6737

7516

669

3089

2364

227

40083

2538

3202

34

596