Ausgabe 
21.4.1928
 
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auf die Verwendung der eigenen Mittel ange- wiese.i ist. dahin aus. da) der Debitvre.:stand sich Ende 1927 ausschließlich der Melivrations» kredite aus 263,3 gegen 209.4 Mill. Mk. im Vorjahre belief. Hierin sind 30 Mill. Ml Wech­selforderungen, die von der Deutschen Rentcnbank an Stelle von bar übertragen wurden, enthalten.

Wahrend das Institut hinsichtlich der Zins- lähe den Bewegungen deS Reichsbanksa es ge­folgt ist, ist eS in der Rückiorderung der Kredite der Landwirtschaft durch weitgehende Pro­longationen entgegengekommen. Ferner Hot es in der Struktur der Kredite den Bedürf­nissen der Landwirtschaft dadurch Rechnung ge­tragen, dos) es 100 Mill. Mk. seiner P e r s o - nalkredite in Abzahlungskredite umgewandelt hat. so daß der Landwirt den Kredit im Laufe von mehreren Jahren zurück­zahlen kann. Diese Maßnahme soll den Landwirt von dem Druck seiner Wechfelverpflichtunaen be­freien. Als Zinssatz für diese in Abzaylungs- kredite umgeschuldeten Kredite ist zunächst bis Ende 1928 der Sah von 6 Prozent festgesetzt, wobei auch hier den Kreditnehmern, die mehrere Zwischenstellen bis zum Landwirt haben, bis zu 1 Prozent Zinsnachlaß aewährt wird. Die vom Landwirt zu zahlenden Zinsen sind einheitlich auf Z*/2 P rozent festge­setzt. Diese noch in der Durchführung begriffe­nen AbzahIungSkredite sind vra tisch, wenn auch mit kürzerer Laufzeit, ein Ersah für 2. Hy­potheken. die bei dem Mangel an Privat- kapital im allgemeinen nicht zu erlangen waren. Die Kleinbauernkredite von rund 10 Mill. Mk. hat das Institut mit diesen Abzahlungskrediten zu einer einheitlichen Kreditart vereinigt bei gleichen Zinsbedingungen und gleicher Laufzeit. Im ganzen betragen die zur Verfügung gestellten Abzahlungskredite zur Zeit rund 110 Mill. Mk. (von 263,3 Mill. Mk. Personalkrediten insge­samt).

Die Bilanz per 31. Dezember 1927, die auf beiden Seiten mit rund 1,3 Milliarden Mk. (687,3 Will. Mk. L D.) schließt, weist stark er­höhte Zahlen auf. Auf der Aktivseite stehen Kasse, Reichsbankgiro, Postscheck- und Bankgut­haben mit rund 69,8 Mill. Mk. (1,1) zu Buche, Guthaben bei der Deutschen Rentenbank mit 4,9 (25,5), Wertpapiere mit 24,8 (7,4), Personal­kredite bis zu 9 Monaten 183,7, länger befristete 79,6 (i. V. Personalkredite einschl. Kleinbauern- kredite 209,4), neu Abwicklungskredite 59,95, M.lio ationslred te 17,4 (15 5),Siedlungszwisck'e i- kredite 64,9 (9). Auf der Passivseite steht das erhöhte Kapital von 335 Mill. Mk. Die Hauptrücklage wird mit 4,7 Mill. Mk. (1.3) ausgewiesen. Die erste Amerika-Anleihe sieht mit 101,6 (103.3), die Golddiskoutbank-A leihe mit 355,7. die zweite Amerika-Anleihe mit 126, die dritte Amerika-Anleihe mit 210 Mill. Mk. zu Buche. Außerdem sind neben einigen kleineren Posten aufgewiesen: Deutsche Rentenbank-Ab- wicklungslreoite 59,95 Mill. Mk. Guthaben des Reichs für londwirtschastliche Siedlung 66.6 .an­teilige Zinsen für Schuldverschreibungen und Hypothekarschuldscheine 13,5 sonstige Passiva 23,14 (3).

Laut Gewinn- und Verlustrechnung erbrachten u. a. Zinsen aus Krediten und kurz- triftigen Anlagen 13,1 Mill. Mk. (12.3), Zinsen aus Wertpapieren und Devisen 914 000 (603 000), Zinsen auf Hypothekardarlehen 31L (18.6). Dem­gegenüber stehen HandlungSunkvsten mit 1,16 (958 000), Zinsen für die erste Amerika- und GolddiSkontbank-Anleibe 28,03 (15.06) usw. Aus dem ausgewiesenen Reingewinn von 15,86 Mill. Mk. (13,6) sind rund 9.25 Mill. Mk. nach den gesetzlichen Vorschriften für Zuweisungen 'an die Haupt- und Sonderrücklage au verwenden. Don dem verbleibenden Betrag beantragt die ' Verwaltung eine Zuweisung von 250 000 Mk. an s den Pensionsfonds und die 'Verwendung von 500 000 Mk. für landwirtschaftliche Fvrschungs- zwecke. Der Restbetrag von rund 5,9 Mill. Mk. soll als weitere Sonderrücklage verwendet wer­den, wodurch sich diese auf 23.87 Mill. Mk. erhöhen würde.

Wochenbericht

vom Sranffurfer Effektenmarkt.

Aach der ausgesprochenen festen Haltung der lehten Wochen trat an der Effektenbörse ein gewisser Rückschlag ein. Bereits In der ver­gangenen Woche deuteten verschiedene Anzeichen daraus hin. Der glatte Verlauf der Medioli- quidation hatte jedoch vorübergehend eine Bes­serung der Stimmung zur Folge, aber bald verstärkte sich der Kursdruck ziemlich erheblich, und auf den meisten Marktgebieten traten ^"esrückgänge ein Verschiedentlich wurde die Befürchtung ausgesprochen, daß die Auf- wartsbewegcrng der Kurse In zu raschem Tempo erfolgt fei. Maßgebliche Dörsenkreise waren je­

doch nach wie vor von der gefunden Entwick­lung der Vör,enkurse in der letzten Zeit über­zeugt. Die Spekulation schritt jedenfalls zum Abbau ihrer teilwei e umfangreichen Haus­seengagements. Die Baissepartei benutzte die etwas unsicher gewordene Stimmung zu scharfen Angriffen auf das Kursniveau und nahm in größerem Ausmaße Blankoabgaben vor, so daß die Kurse stärker zurückgingen. Da­durch ängstlich geworden, kam nunmehr auch das private Publikum mit Verkäufen an den Markt, die Abgaben von dieser Seite nahmen jedoch nicht das vielfach befürchtete starke Aus­maß an, und das herauskvmmende Material konnte meist ohne größere Schwierigkeiten un­tergebracht werden, da die Baissiers zu Rück- bedungen ihrer Leerverkäufe schritten. Im all­gemeinen war das Geschäft merklich stiller als in den vergangenen Wochen, denn auch von feiten des Auslandes liefen die Kaufaufträge nur mehr zögernd ein, oder blieben teilweise ganz aus. Die Aktienmärkte waren täglich größeren Kursschwankungen unterworfen, wie es meist der Fall zu sein pflegt, wenn die Beteiligung der außenstehenden Kreise am Bör­sengeschäft nachläßt und die Spekulation im we­sentlichen auf sich selbst angewiesen ist. Reber- baupt machte sich eine wachsende Rn s i che r - geil und Nervosität bemerkbar. Dabei war die Abschwächung der Kurse Wohl weniger durch -die angeführten äußeren Gründe, als durch börsentechnische Momente bedingt. R. a. wies man auf die immer noch ungeklärten Lohnkon­flikte im Ruhrbergbau und in der sächsischen Metallindustrie hin. Ferner bestanden wieder Befürchtungen hinsichtlich einer evtl. Diskont­erhöhung in Aeuyork, da der amerikanische Geld­markt ziemlich stark angespannt sein soll. Dem­gegenüber standen jedoch an günstigen Mo­menten die weitere merkliche Besserung der Ar­beitsmarktlage und die stärkere Entlastung der Reichsbank nach dem lehten Ausweis. Die Tat­sache, daß der Geldmarkt mit Ausnahme des Zahltages, an dem Tagesgeld stärker gesucht War, so daß der Sah dafür vorübergehend auf 7 Prozent erhöht wurde, relativ leicht war. konnte keinen nachhaltigen Einfluß auf die Stimmung ausüben. Gegen die vergangene Woche waren zumeist Kursrückgänge von etwa 3 bis 8 Prozent zu verzeichnen. 10 bis 20 Prozent abgeschwächt lagen Zellstoff Waldhof, Gessürel, Rheinische Braunkohle. Ilse Bergbau büßten sogar 26 Prozent ein. Andererseits konnten Reichsbank 14 Prozent anziehen. Auch Lah- meyer und die Kaliwerte lagen etwas fester. Starkes Interesse wandte sich den im Frei­verkehr gehandelten amerikanischen Kunsts iden- toerten zu, von denen American Demberg- Shares A und B bis etwa 150, Glanzstoff com- mon shares bis 105, preferred shares bis 150 und American Enka bis 73 Dollar anzogen. An­geblich sollen in diesen Werten größere A u s - lanskäufe vorgenommen worden fein, nament­lich für Rechnung des belgischen Finanziers L ö - wen st ein. Deutsche Anleihen lagen bei stillem Geschäft etwas freundlicher. Don Auslandsrenten zogen Mexikaner, Serben und Bosnier etwas an. -- Am Devisenmarkt lag die Mark weiter recht fest. Vorübergehend konnte daS englische Pfund seinen Kurs erhöhen.

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Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Das Geschäft am Frankfurter Schlachtviehmarkt konnte sich im allgemeinen nur langsam ent­wickeln. In Rindern wurde anfangs lebhaft gehandelt, doch trat im Verlaufe größere Unlust an den Tag, da Tiere in allen Qualitäten reich­lich am Markte waren. Trotzdem wurde der Markt geräumt. Am Schweinemarkt war das An­gebot ebenfalls sehr groß. Schwere und fette Schweine waren kaum unterzubringen. Hier ver­blieb größerer Ueberstand, was ein starkes Nach- geben der Preise zur Folge hatte. Am Haupt­markt waren Schafe so knapp angeboten, daß die Notierungen ausgesetzt werden mußten. Der Export beteiligte sich wieder etwas stärker am Geschäft. Der Gesamtaustrieb bestand aus 1321 Rindern, darunter 322 Ochsen, 51 Bullen. 450 Kühen und 358 Färsen, ferner aus 1552 Kälbern, 146 Schafen und 8025 Schweinen. Ver­glichen mit dem Auftrieb der vergangenen Wochen waren 660 Rinder und 2775 Schweine mehr angetrieben; während 83 Kälber und 30 Schafe weniger zum Verkauf standen.

Bezahlt wurden pro Zentner Lebendgewicht: Ochsen A I 61 bis 64, II 56 bis 60. B I 51 bis 55. H 48 bis 50. Bullen A 51 bis 56, B 48 bis 50.

Kühe A 45 bis 52. B 40 bis 41. C 34 bis 39.

D 28 bis 33, Färsen A 61 bis 61. B 56 bis 60

C 50 bis 55. K '(6er B 72 bis 76. C 65 bis 71.

D 56 biS 61. Schafe A 53 bis 58. B 44 bis 50.

Schweine C 49 bis 51, D 50 bis 52, E 48 bis 50.

Verglichen mit den Notierungen der vorigen Woche, zogen Rinder eine Mark und Schafe bis zu vier Mark an K..lber gaben dagegen bis vier Mark und Schweine bis zu einer Mark nach.

Oie Kohlenproduktion in Hessen,

WSN. Die monatliche Statistik für die Kohlenvro- duktion in Hessen weist für den Monat März 1928 folgende Zahlen auf: Än Rohbraunkohlen wurden gefördert: 38 969 Tonnen , verkauft wurden davon 10 713 Tonnen: der größte Teil der Rohkohlen wurde weiter verarbeitet. Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Ab. satzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monats- schluß absatzfähig 15 204 Tonnen Rohkohlen, 70 Tonnen Briketts, zusammen 15 274 Tonnen Braun­kohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwerte von 73 960 Mark.

Ausgabe von Goldpfanbbriofen durch die Hessische Landesbank. Der hessische Finanzminister erläßt eine Bekannt­machung vom 14. April, daß er der Hessischen Landesbank (Staatsbank) die Genehmigung zur Ausgabe von aui den Inhaber lau enden und zu 8 v.H. verzinslichen Goldpf ando..e, en im Qlenn- toert von 5 Mill. Goldmark, Reihe 9, nebst den zugehörigen Zinsfcheinen erteilt hat.

^Erhöhung des Privatdiskonts an der Berliner Börse. Der Privatdiskvnt- sah für Wechsel mit kurzer Sicht wurde gestern in Berlin um 0,25 auf 6,75 Prozent und der für Wechsel mit langer Sicht um 0,15 auf 6,65 Prozent erhöht.

* Verlängerung des amerikanischen Bereitschaftskredits der Deutschen Golddiskontbank. Die Deutsche Golddiskont, bank hat, wie der WTB.-Handelsdienst mitteilt, den im vorigen Jahre mit einem amerikanischen Banken­konsortium vereinbarten Bereitschastskredit, der ver- einbarungsgemäß am 1. Juli 1928 abläuft, verlön- gert. Eine Inanspruchnahme des Kredits hat bisher nicht stattgefunden und steht auch nicht in Aussicht.

* Preiserhöhung für Gebrauchs­und Kun st Porzellan. ®tr Verband Deut­scher Fabrikanten für Gebrauchs-, Zier- und Kunstporzellan hat sich dem Vorgehen des Ge- Ichirr-Porzel an- 'ab.ikante'.verbandes angesch'os- sen und die Preise um 5 Prozent erhöht.

* Frankfurter Maschinenbau« A.-D vorm. Pokorny & Wittekind. Frank­furt a. M. Die Bilanz von 1927 schließt mit einem Rohaewinn von 705 228 Mk. (I. D. 171 761 Mark Verlust). In der gestrigen AusfichtsratS- sitzung wurde beschlossen, der G.-V. (18. Mai) vorzuschlagen, aus dem nach Abschreibungen von 208 064 (152 101) Mk. verbleibenden Reingewinn auf die Stammaktien eine Dividende von 6 Pro­zent zu verteilen. Die Vorzugsaktien erhalten die sahungsgemäße Dividende von 6 Prozent mit Nachzahlung für 1926. Das erste Quartal des laufenden Jahres hat sich befriedigend gestaltet.

* Verein für chemische Industrie 2L - ©., Frankfurt a. M. Wie wir hören, hat der Aufsichtsrat beschlossen, aus 0,570 (0,292) Millionen Mark Reingewinn auf das auf 6,5 Millionen Mark erhöhte Aktienkapital 7 (i. V. 6) Prozent Dividende vorzuschlagen. Zum Vortrag verbleiben 0,09 (0,015) MIR Mark.

* Hilfsaktion für b i e Mannheimer Gewerbebank. Die badischen gewerblichen Kreditgenossenschaften haben sich gestern in Karlsruhe zu einer Besprechung über die Ver­hältnisse der Mannheimer Gewerbebank zusam­mengefunden und ihre grundsätzliche Bereitwillig­keit zu einer Hilfsaltion zum Ausdruck gebracht Voraussetzung dafür ist, daß die für Die Sa­nierung notwendigen Maßnahmen von feiten der Mitglieder beschlossen und durchgesührt werden. In diesem Falle sind die Genossenschaften über­zeugt, daß für die Gläubiger Verluste nicht entstehen.

* Vereinigte GlanAstoffwerke QI.-®.. Elberfeld. In der gestrigen Generalversamm­lung vertraten 59 Altionäre ein Kapital von 49.836 Millionen Mark mit 166 213 Stimmen. Wie sich im Verlaufe der Verhandlungen ergab, war der belgische Finanzier Löwenstein, der nach Dlättermeldungen 14 Prozent des Stammkapitals besitzen soll, in der Generalversammlung nicht vertreten. Der Aufsichtsratvorfitzende, Dr. Wolfs, gab eine ausführliche Begründung der vorge­schlagenen Kapitalserhöhung. In Erledigung der Tagesordnung wurden bann die Regularien er­ledigt. Ferner genehmigte die Versammlung den Derschmelzungsvertrag, durch den das gesamte Vermögen der Bayerischen Glanzstoffwerke in Obernberg unter Ausschluß bet Liquida l n g g?n Gewährung von Aktien auf die Vereinigte Glanz- ftofftoerfe übergeht. Ebenso fand der Verschmel­zungsvertrag. durch den das gesamte Vermögen der Vereinigten Kunstseidenfabriken. Frankfurt am Main, auf die Vereinigten Glanzstosswerke

Übergeht, die Genehmigung bet Dersammkmg. Weiter wurde die vorgeschlagene Erhöhung bei Stammkapitals um 15 auf 75 Millionen Mark durch Ausgabe von 50 000 auf den Namen lau­tenden QHtien. sowie die Erhöhung deS Vor- zugskapitalS bis auf 600 000 Mark genehmigt.

' Gothaer Waggonfabrik A.-G. Die Gothaer Waggonfabrik schließt das abgelaufene Geschäftsjahr nach 680 000 Wk. Abschreibungen mit einem Verlust von 891 702 Mk. Die ge­legentlich der Sanierung gebildete Rückstellung für Entwertung von 1040 000 ist vorerst noch ausrechterhalten worden. Die Reorganisation deS Werkes, die erst in der zweiten Hälfte deS Be­richtsjahres einsetzen konnte, mußte sich bei ihrem Umfang in da» neue Geschäftsjahr erstrecken, so daß auch im laufenden Geschäftsjahr die Pro­duktion noch nicht in einem Umfang auf genommen werden konnte, wie sie die Wirtschaftlichkeit deS Unternehmens erfordert. Die Autoproduktion be­gegnet lebhafter Nachfrage. 6ne Steigerung deS SabrikationSprogrammS ist vorgesehen. Zum Zwecke der hierfür erforderlichen Erweiterung der Betriebsmittel wird eine KapitalSerhöhung von 3 Millionen Reichsmark vorgefchlagen. Die Waggonfabrik, sowie die übrigen ^Abteilungen des Unternehmens sind mit Aukträgikn noch für einige Monate versehen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 21. Avril. Tendenz: un­sicher. Zum Wochenschlutz verstärkte sich Le schon einige Tage zu beobachtende Zurückhal­tung. Das Bärfengefchöft schrumpfte bis auf ein Minimum zusammen, wobei nach wie vor eine Unsicherheit i n der Orunbftimmung nicht zu verkennen war. Lei wieder uneinheitlicher Kursentwicklung waren daher überwiegend Kurs- abbröckelungsn feft^uftcllen. Auf die Stim­mung druckte vor allem die Gefahr einer Erhöhung des Diskonts der Federal Refervebank in Reuyork im Zusammenhang mit den Diskonterhöhungen In Boston und Chikago. Ferner brockte die immer noch unge klarte Lage im Rubrberg- b a u Zurückhaltung. Don außen her dürften kaum Orders Vorgelegen haben. Auch von Seiten des Auslandes war das Interesse heute merklich aer. Bei der ersten Notierung lagen Scheide- im Angebot und 2 v. ch. niedriger. Am Elektromarkt verloren AEG 1 o. f) und Licht vr Kraft 2,75 v. f), während Siemens 1,5 ö- f). anziehen konnten. Montanwerte lagen nicht einheitlich. Rheinische Braunkohlen gewannen 1,13 d./)., baaegen büßten Mannesmann 1,5 v H ein. Phönix, Rheinstahl und Stahlverein waren leicht abgeschwächt. Schiffahrtswerte waren knapp behauptet. Am Bankenmarkt zogen Reichs- bank wiederum 4,25 v. H. an, angeblich auf hollän- bische Käufe, Eommerzbank gaben dagegen 1 d. f). und Danatbank 1,25 o. H. nach Zellstoff Wakdhof konnten sich 2 v. H. erholen Von Bauunterneh- mungen lagen Wayß L- Freytag 3,5 o.H , Zement Heidelberg 2 v. H. schwächer. I. - G Farben roayn bei stillem Geschäft leicht gedrückt. Ablösung ohne Option blieben leicht behauptet. Serben lagen auf Realisationen etwas schwächer. Talonserben 22,50 Prozent Gold. Amerikanische Kunsts sei bewerte lagen merklich ruhiger. Ameri­kanische Enka 75 Dollar 3m weiteren Verlauf horte fast jede Umsatztätiakeit auf, und trotzdem die günftiaen Außenhandelsziffern für März verlauteten, gaben die führenden Werte meist etwa 1 d. J). nach Am Geldmarkt war das Angebot in Tagesgeld zu 4,5 v. f). ziemlich groß Am D e- visenmarkt schwächte sich das Pfund ab. Reichsmark gegen Pfund 20,410, gegen Dollar 4,1818, London gegen Kabel 4,8817, Pari» 124,02, Mailand 92,60, Madrid 29,12, Holland 12,11.

Vertin ..onr

Berlin, 21. April. Stärker als sonst machte sich heute zum früheren Samstagbeginn das Feh­len des Ordereingangs bemerkbar: da bisher keine Einigung bei den Verhandlungen im Ruhrbergdau erzielt werden konnte, und die Entscheidung jetzt beim Reichsarbeitsminister liegt, sowie die bevor­stehende Aussperrung in der sächsischen Metall- Industrie verstimmte, bekundete die Spekula­tion eher Abgabeneigung. Auch die gestrige Privatdiskontbewegung übte noch nach- träalich einen Druck auf die Börse aus. Die ae besserte Außenha ndelsbilanz (die Pas­sivität ist um rund 100 Millionen zurückgegangen), machte keinen starken Eindruck. Während nur für einige Spezialwerte Interesse bestand, brachten die ersten Notierungen überwiegend 1- dis 2prozentige Abschwächungen. Als stärker befestigt sind zu nen­nen Bank für Elektrowerte, Reichsbank, Rheinische Braunkohlen, Glanzstoff. Schwach lagen Kali werte und Deutsche Atlantische. Auch einheimische Anleihen waren etwas rückgängig. Bosnier dis 1 v. 5). schwächer. Karstadt waren überwiegend 2,5 Prozent erhöht. Für Banken bestand bei neuen Umsätzen Interesse. Reichsbank weitere 2,5 v. H. höher und sehr lebhpst.

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